Huhu in die Runde,
gestern habe ich mit einer Freundin *winke* telefoniert und wir haben uns wie immer über unsere gelesenen Bücher unterhalten. Ich hatte gerade "Sanft entschlafen" von Donna Leon beendet, das ist der 6. Fall von Brunetti. Von ihr weiß ich, dass sie den Brunetti immer aktuell liest, "Sanft entschlafen" hatte sie also vor 10 Jahren gelesen. Wir stellten fest, dass sie sich nicht im geringsten daran erinnern konnte, dass es in diesem Band eine Szene gibt, wo Brunetti mit einem Messer angegriffen und am Arm verletzt wird, er muss wegen einer Infektion der Wunde sogar 10 Tage ins Krankenhaus. Ich war ziemlich überrascht, weil ich diese Szene doch sehr ungewöhnlich für Brunetti fand und erinnernswert.
Was behaltet ihr eigentlich von gelesenen Büchern und wie lange? Ich weiß, dass ist eine komplizierte Frage. Aber wisst ihr zum Beispiel noch nach Monaten oder Jahren, wer der Täter im Krimi war, was es für ein Motiv gab?
Wenn ich vor meinem RGB (Regal gelesener Bücher) stehe, habe ich hauptsächlich Stimmungen im Kopf, also etwa, das Buch war schön, da habe ich mich wohl gefühlt, das fand ich doof usw. Den Inhalt kenne ich oft nur noch grob. Bei Serien fällt mir aber auf, dass beim Lesen eines Folgebandes immer wieder Erinnerungen zu den früheren Bänden kommen. Stück für Stück fallen mir dann Szenen wieder ein. Wie ist das bei euch?
Liebe Grüße,
Christine



