Abgebrochene Bücher 2011

Plattform zum Austausch über Bücher und Themen rund ums Buch.
Forumsregeln
Kommerzielle Einträge werden ohne Kommentar gelöscht!

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon Martina » Mi 5. Jan 2011, 14:08

Hallo Maria,

danke Dir für den Link.

Ich hab's mir gerade mal angeschaut. Dennis Scheck habe ich vorher noch nicht gesehen. Allerdings gibt mir zu denken, dass er "Reckless" so lobt, Hummeldumm aber verdammt. Hummeldumm hat mir als Hörbuch super gefallen, und Reckless als Buch nur fürcherlich enttäuscht. Jedenfalls bin ich jetzt eigentlich eher neugierig geworden, weil er Adler-Olsen mit Stieg Larsson vergleicht.
Liebe Grüße
Martina
Benutzeravatar
Martina
 
Beiträge: 668
Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:42

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon JMaria » Mi 5. Jan 2011, 14:12

Martina hat geschrieben:Hallo Maria,

danke Dir für den Link.

Ich hab's mir gerade mal angeschaut. Dennis Scheck habe ich vorher noch nicht gesehen. Allerdings gibt mir zu denken, dass er "Reckless" so lobt, Hummeldumm aber verdammt. Hummeldumm hat mir als Hörbuch super gefallen, und Reckless als Buch nur fürcherlich enttäuscht. Jedenfalls bin ich jetzt eigentlich eher neugierig geworden, weil er Adler-Olsen mit Stieg Larsson vergleicht.



ja, wie gesagt. Er geht nicht oft konform mit der Spiegelbestsellerliste ;-)
ich kenne keins der Bücher. Doch zumindest hat er mich wieder auf Elizabeth George neugierig gemacht, die ich lange Zeit nicht mehr lesen konnte. Meine Bücherei wird sicher das Buch anschaffen, dann leihe ich es mir aus.


Gruß,
Maria
Schöne Grüße, Maria
Aktuell:

250. Geburtstag E.T.A. Hoffmann (24. Jan.)
100. Geburtstag Siegfried Lenz (17. März)
100. Geburtstag Ingeborg Bachmann (25. Juni)
100. Todestag von Rainer Maria Rilke (29.Dez.)


Sie schaffen eine Wüste und nennen das Frieden ( Tacitus )
Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang v. Goethe)
Das Leben und dazu eine Katze, das ergibt eine unglaubliche Summe (Rainer Maria Rilke)
JMaria
Moderator
 
Beiträge: 16899
Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:07

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon Martina » Mi 5. Jan 2011, 14:22

Die Bestsellerlisten beäuge ich auch häufig skeptisch. Denn erstmal sagen sie ja nur aus, was häufig gekauft wurde. Aber das heißt ja deshalb noch lange nicht, dass diese Bücher auch gut sind.

Natürlich wurde Reckless wie blöd gekauft. Und ich zähle mich auch dazu und habe mich riesig gefreut. Aber was war das für eine Enttäuschung. Aber den Kauf kann ich ja dadurch nicht rückgängig machen und deshalb taucht er natürlich immer noch bei den Bestsellern auf.

Aber jedenfalls hast Du mich dadurch neugierig auf Dennis Scheck gemacht. Ich werde ihn mir doch wieder mal anschauen. Zumindest verrät er nicht zu viel für meinen Geschmack, so dass man das Ende dann schon kennt so wie bei Elke Heidenreich. Und er macht meines Erachtens durchaus neugierig auf ein Buch, selbst wenn er es in den Papierkorb wirft.
Liebe Grüße
Martina
Benutzeravatar
Martina
 
Beiträge: 668
Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:42

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon Petra » Mi 5. Jan 2011, 16:03

Hallo zusammen,

mit Denis Scheck gehe ich meistens nicht konform, habe ich für mich festgestellt. Die Bücher, die er in die Tonne wirft, haben mir oft sehr gefallen. Andere, die er lobt, so gar nicht. Man kann noch nicht mal sagen, na gut, dann liegt es daran, dass er z. B. reine Unterhaltungs- oder Spannungsromane nicht mag. Doch, die mag er durchaus. Aber eben nicht alle. Ebenso halte ich es auch. Aber wir sind nicht oft einer Meinung. Deshalb könnte ich mich nach ihm nie richten. Ich schaue ihn deshalb auch nicht so gern, denn ich stelle fest, dass er mich damit durchaus auch von einem Buch abbringen kann, was mir womöglich gefallen hätte.

Und Martina, sehr richtig: Eine Bestsellerliste sagt ja erst mal nichts anderes aus, als das sich ein Buch gut verkauft. Danach kann man auch nicht gehen. Sehe ich auch so. Deshalb interessieren mich auch Bestsellerliste nicht. Bzw. finde ich auch die Nennung von einer Platzierung in der Spiegel-Bestsellerliste als Werbemittel sehr irreführend. Es erzeugt in einem den Eindruck, als müsse das Buch schon einen gewissen Anspruch haben, wenn es auf der Bestsellerliste des Spiegels auftaucht. Dabei sagt das natürlich gar nichts, da der Spiegel hier ja nur die Auswertung macht, bzw. die Befragung der Verkaufszahlen durchgeführt hat. Und das spiegelt sie halt wider.

Du tust Dich also mit dem 2. Jussi Adler-Olsen schwer. Das ist ja schade. Ich bin mal gespannt, wie er auf mich wirken wird, wenn ich ihn lese. Ich meine Fevvers hatte er sehr gut gefallen, wenn ich mich nicht täusche. Binchen, richtig, war irritiert. Ich bin gespannt, wie es mit Dir da weiter sein wird. Und ob Du es weiter liest. Vielleicht ist weglegen ja besser. Wer weiß.

Habe ich kürzlich ja selbst gemacht. Und dazu muss ich noch sagen, dass es nicht schlecht war. Subjektiv hat es mich nicht gepackt. Aber es ist nicht mehr oder weniger bloße Unterhaltung als viele andere auch. Ist halt eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und vielleicht auch, ob man die Serie schon kennt. Ob einem das dann reicht. Aber richtig, Steffi, wenn man schon mehrfach darüber nachdenkt, abzubrechen, sollte man es wirklich tun!

Denn, da sagt Barbara was richtiges: Das Leben ist definitiv zu kurz für schlechte Bücher. Bzw. für Bücher, die uns nicht recht packen. Das sollten wir uns bei jedem Buch, das und nicht so richtig packt, bedenken! Wir verschaffen uns mit einem Abbruch einfach nur Zeit für ein Buch, das besser ist oder uns besser liegt.

Sehen wir ja auch an Brittis Beispiel. Sie hat sich im letzten Jahr ja wirklich wochenlang mit "Die Gottesanbeterin" von Patrick Redmond herumgetragen. Das ist nicht Sinn und Zweck des Lesens. Es lässt uns immer mehr die Leselust verlieren und man vergeudet einfach nur kostbare Lesezeit. Man sollte kritischer mit dem umgehen, was man gerade an sich lassen möchte und was nicht.

Schön, dass wir immer einen Thread über abgebrochene Bücher haben, denn so können wir uns darin besser bestärken! :-)

Und nochmal zurück zu Dir, liebe Martina. Wenn wir Barbaras Beispiel mit "Besessen" (richtig Barbara, manchmal ist es nämlich auch einfach nur der falsche Zeitpunkt und dann wird man einem Buch auch nicht gerecht, wenn man sich auf biegen und brechen weiter durchquält! Dann lieber zeitig abbrechen und es ein andern mal versuchen!) nehmen, so könnte auch "Schändung" für Dich ein Buch sein, das zu einem anderen Zeitpunkt besser an Dich heran kommt. Ich bin gespannt wie Du Dich entscheidest.
Liebe Grüße,
Petra


Ich lese gerade: :lesen:
Cyril Hare - Mord auf dem Landgut (HC)
- (ebook)

Ich höre gerade: :kopfhoerer:
Simon Beckett - Die ewigen Toten (ungekürzte Lesung)

Buecher4um
Hoerbuecher4um
Seifen4um
Petras SeifenKUNST
Benutzeravatar
Petra
Administrator
 
Beiträge: 14497
Registriert: Do 27. Mär 2008, 13:34

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon JMaria » Mi 5. Jan 2011, 16:43

Hallo Petra,

dann melde ich mich auch noch zum Thema "Abbruch von Büchern" zumal ich kürzlich "Blind River" las ;-)

generell würde ich jederzeit ein Buch abbrechen, das mir nicht liegt. Meine Zeit ist mir zu schade, für Bücher die mich nicht mitziehen.

"Blind River" empfand ich, trotz dem behäbigen ersten Drittels, wie ein recht "normaler" Krimi; ein bißchen hardboiled auf eine klassische amerikanische Art. Da bleiben die Personen vielleicht eher mal eindimensional. Ich fühlte mich dennoch gut unterhalten. Wäre das nicht der Fall, hätte ich auch abgebrochen.

Liebe Grüße
Maria
Schöne Grüße, Maria
Aktuell:

250. Geburtstag E.T.A. Hoffmann (24. Jan.)
100. Geburtstag Siegfried Lenz (17. März)
100. Geburtstag Ingeborg Bachmann (25. Juni)
100. Todestag von Rainer Maria Rilke (29.Dez.)


Sie schaffen eine Wüste und nennen das Frieden ( Tacitus )
Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang v. Goethe)
Das Leben und dazu eine Katze, das ergibt eine unglaubliche Summe (Rainer Maria Rilke)
JMaria
Moderator
 
Beiträge: 16899
Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:07

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon Martina » Mi 5. Jan 2011, 17:06

Liebe Petra,

grundsätzlich tue ich mich nicht so schwer damit, Bücher abzubrechen. In diesem Fall aber schon, weil mir noch nicht so ganz klar ist, warum mir das Buch nicht gefällt.

Aber nach Binchens Ausführungen denke ich, dass es wohl doch am Buch und nicht an meiner momentanen Stimmung liegt. Das würde bedeuten, dass ich das Buch dann vermutlich auch kein zweites Mal mehr versuche zu lesen. Und je später ich abbreche desto weniger gebe ich dem Buch eine zweite Chance.

Ich denke, ich werde heute Abend noch mal weiter lesen. Aber wenn es mich dann nicht packt, dann war es das auch.
Liebe Grüße
Martina
Benutzeravatar
Martina
 
Beiträge: 668
Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:42

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon Petra » Mi 5. Jan 2011, 18:11

Hallo zusammen,

Martina, das verstehe ich. Das beschäftigt einen erstmal: Liegt es an mir? Liegt es am Buch? Aber wie Du schon sagst, scheint es doch eher am Buch zu liegen. Finde ich gut: Probiere es heute Abend noch mal. Falls es Dich weiterhin nicht packt, lege es weg. Vielleicht ist dann irgendwann ja das Hörbuch eine Alternative, falls Du neugierig bist, aber keine Lesezeit investieren möchtest.

Ja Maria, das dachte ich mir auch, dass Du es ja kürzlich noch gelesen hattest und es ja ganz nett fandst. Deshalb haderte ich auch erst noch mit mir. Aber meine Erkenntnisse waren ähnlich: Ein bisschen amerikanischer Hardboiled, deshalb auch sicher etwas hölzerne Figuren. Wenn man gerade Lust drauf hat, gar nicht so verkehrt, für zwischendurch. Und genau daran haperte es bei mir: Wohl keine wirkliche Lust drauf. Und zudem: Amerikanische Hardboiled-Krimis auf die klassische Art hätte ich noch welche, die mich mehr interessieren (Raymond Chandler z. B.). Das waren wohl die Gründe. Aber nicht schlimm, war halt einen Versuch wert. :)
Liebe Grüße,
Petra


Ich lese gerade: :lesen:
Cyril Hare - Mord auf dem Landgut (HC)
- (ebook)

Ich höre gerade: :kopfhoerer:
Simon Beckett - Die ewigen Toten (ungekürzte Lesung)

Buecher4um
Hoerbuecher4um
Seifen4um
Petras SeifenKUNST
Benutzeravatar
Petra
Administrator
 
Beiträge: 14497
Registriert: Do 27. Mär 2008, 13:34

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon Binchen » So 16. Jan 2011, 21:22

So, nun bin auch ich so weit.

Ich habe noch gehadert, schließlich ist es ja ein Bronte, den ich da weglege - aber ich tue es,

ich fürchte zwar irgendwie, dass ist wie mit 120 Seiten Lanzenpflege,(Brautprinzessin) aber ich ertrage es nicht mehr und lege 'Agnes Grey' so weit zur Seite, dass ich sie sogar aus dem Regal verbanne.

Wie lange kann ich mir noch die Zeilen der Gouvernante/Lehrerin antun, so hab ich mich gefragt. Durch die Biografie der drei Schwestern ist man ja darauf vorbereitet, aber diese ständige Herumzickerei mit den unerzogenen Kindern ist einfach unerträglich.

Also - nein - Jane Eyre ist wundervoll - das genügt doch für eine Familie *g* - Eine Chance bekommt 'Die Herrin von Wildfell Hall' jedoch trotzdem.

Sturmhöhe zu kennen - aber nicht gerade zu lieben - hat mir auch nicht geschadet - aber diese Miss Grey :roll:

Mal sehen, was sich nun an mein Bett gesellen darf.
Winke Binchen
____________________________________________________
Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.” William Somerset Maugham (1874-1965)
Benutzeravatar
Binchen
 
Beiträge: 2451
Registriert: Mo 31. Mär 2008, 14:49

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon Petra » Fr 6. Mai 2011, 14:31

Hallo zusammen,

obwohl ich schon recht weit bin (ca. 140 Seiten), breche ich "Wenn die Nacht anbricht" von Gin Phillips ab. Es ist nicht schlecht. Ich könnte es auch getrost zu Ende lesen. Es liest sich zügig und würde mich sicher nur noch 4-5 Tage in Anspruch nehmen. Aber es interessiert mich einfach nicht wirklich wie es weiter geht. Und so habe ich mich gegen das Buch entschieden, und für die Möglichkeit mir übers Wochenende was neues auszusuchen.

Was mich an dem Buch stört? So richtig stören kann man das nicht nennen. Es fällt mir halt immer wieder auf. Doch erst mal zum positiven. Der Grund, warum ich überhaupt zu dem Buch gegriffen habe war: Ich wollte in einen Sommer in Alabama um 1930 versinken. Wollte die Augusthitze und die noch warmen Verandabretter unter den Füßen spüren, wenn ein laues Nachtlüftchen weht und die Gerüche der Natur sich mit denen des frischgebackenen Maisbrotes und der Pfirsichküchlein vermischt. Denn schon auf den ersten Seiten wird viel von dieser Atmosphäre verströmt. Ein sinnliches Lesevergnügen, das Gerüche und Geschmäcker heraufbeschwört und Bilder von Kindheit und Sommer vor dem geistigen Auge entstehen lässt. So auch schon direkt zu Anfang:

Die hintere Veranda liegt direkt vor unserer Küche. Sie hat breite graubraune Dielen, zwischen denen man leicht einen Penny verlieren kann, wenn man nicht aufpasst. Die Bretter waren von der Augusthitze noch ganz warm, aber das Atmen fiel weniger schwer als während des Tages.

Auch die 30er Jahre in Alabama haben mich interessiert. Der Kohlebergbau, die Auswirkungen auf die Familien in der Wirtschaftskrise, Rassendiskriminierung. Interessante Themen. Und ich hätte mich mit dem Buch wegen dieses spürbar geschilderten Sommers und wegen der Themen wohlfühlen können. Wenn da nicht auch einige Schwächen wären.

Im Vorwort von Fannie Flagg (Autorin von "Grüne Tomaten") heißt es, dss Gin Philipps als Studentin mal sagte, dass sie unbedingt mal ein Buch schreiben wolle. Und das hat sie mit "Wenn die Nacht anbricht" getan. Doch genau dieses Gefühl wurde ich die ganze Zeit nicht los: Hier schreibt jemand, der unbedingt auch mal einen Roman schreiben wollte. Sie macht es sogar stellenweise (eben diese Sommer-Elemente) sehr gut! Aber stellenweise auch eben wieder nicht. Zu gewollt bindet sie Dinge ein, die für die Leute dort damals selbstverständlich waren. Da ihre Figuren (im Wechsel: die jüngste Tochter, die ältere Tochter, der Sohn, der Vater, die Mutter) alle in der 1. Person die Geschichte abwechselnd erzählen, ist die Erwähnung so mancher Dinge nicht notwendig. Denn für die gerade erzählende Figur war es ja eine Selbstverständlichkeit. Für den Leser nicht. Aber es dann plump so zu erzählen, als sei es auch für die Figur erwähnenswert, das hat mir nicht behagt. Das wirkte so gewollt. Ein kleines Beispiel dafür ist das Schildern der ersten Glühbirnen im Hause. In einer flüssigen Erzählung hätte Tess (die jüngste Tochter) im Zuber gebadet, und über ihr hätte während eines Gewitters die Glühbirne geflackert. Hier aber wird ein kleiner Vortrag darüber gehalten, dass ihre Familie mit die erste war, die Glühbirnen hatte. Und wie sie flackerten bei Gewitter, und so weiter und so fort. Schön und gut. Aber nicht gerade flüssig. Es vermittelt ständig das Gefühl, dass die Autorin über die Zeit damals so einiges zusammengetragen hat, was für sie neu ist (weil in ihrer Generation das alles selbstverständlich ist). Und sie will dem Leser vermitteln, wie es damals war. Das macht sie aber ein bisschen zu auffällig.

Die Passagen, in denen der Sohn zu Wort kommt, wirkten auf mich noch etwas gestellter. Sie dienten gar nicht dem Voranschreiten der Handlung, sondern der Belehrung des Lesers über die Zeiten damals. Mir war das zu aufgesetzt. Es löste ein unangenehmes Lesegefühl in mir aus. Brachte mich aus dem Tritt. Ließ die Geschichte für mich weniger glaubhaft, dafür mehr konstruiert wirken.

Überhaupt scheint mir bisher die Geschichte um das Baby, das in den Brunnen geworfen wird, gar nicht wichtig. Es scheint nur eine Möglichkeit zu sein, vom Dorf Carbon Hill und seinen Bewohnern zu erzählen. Und im Vorwort wird klar, dass es Gin Phillips genau darum ging.

Für mich war die wechselnde Erzählperspektive auch bisher unsinnig. Denn warum sollten sich Jahre später (das geht aus der Art wie erzählt wird hervor) alle fünf Familienmitglieder an die Zeit damals zurück erinnern. Wie damals gelebt wurde, und wie das mit dem Baby damals war. Ich fand die Erzählperspektive nicht so geschickt gewählt.

Im Grunde hätte ich über die Kleinigkeiten hinweg sehen können. Denn Gin Phillips schafft viel Atmosphäre in den Szenen. Es war wie ein Spaziergang durch einen Sommer, den ich auch sehr genossen habe. Aber irgendwann reichte es mir dann nicht mehr. Irgendwann begann es mir genug zu werden, weil der Rest nicht so geschickt ausgebaut war.

Schade.

Aber gut, dass ich mich dagegen entscheide, denn so habe ich neue Zeit für anderes. Es wartet so viel auf mich.
Liebe Grüße,
Petra


Ich lese gerade: :lesen:
Cyril Hare - Mord auf dem Landgut (HC)
- (ebook)

Ich höre gerade: :kopfhoerer:
Simon Beckett - Die ewigen Toten (ungekürzte Lesung)

Buecher4um
Hoerbuecher4um
Seifen4um
Petras SeifenKUNST
Benutzeravatar
Petra
Administrator
 
Beiträge: 14497
Registriert: Do 27. Mär 2008, 13:34

Re: Abgebrochene Bücher 2011

Beitragvon steffi » Mo 9. Mai 2011, 09:21

Petra hat geschrieben:
Aber gut, dass ich mich dagegen entscheide, denn so habe ich neue Zeit für anderes. Es wartet so viel auf mich.


Ich freu mich für dich, dass du so mutig warst und dich nun etwas neuem zuwenden kannst. Ich kenne das auch, man will, wegen der Atmosphäre oder weil einem der Autor sonst doch so gefällt oder weil jemand das Buch so gelobt hat, unbedingt weitermachen, aber jedes Seitenumblättern wird zu Qual. Dann lieber abbrechen, gut so !
Gruss von Steffi

:lesen:
Wolfgang Reinhard - Die Unterwerfung der Welt ( Langzeitprojekt)
Benutzeravatar
steffi
 
Beiträge: 5280
Registriert: Mi 2. Apr 2008, 12:56

VorherigeNächste

Zurück zu Diskussionsforum

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 39 Gäste