Hallo zusammen,
mit Denis Scheck gehe ich meistens nicht konform, habe ich für mich festgestellt. Die Bücher, die er in die Tonne wirft, haben mir oft sehr gefallen. Andere, die er lobt, so gar nicht. Man kann noch nicht mal sagen, na gut, dann liegt es daran, dass er z. B. reine Unterhaltungs- oder Spannungsromane nicht mag. Doch, die mag er durchaus. Aber eben nicht alle. Ebenso halte ich es auch. Aber wir sind nicht oft einer Meinung. Deshalb könnte ich mich nach ihm nie richten. Ich schaue ihn deshalb auch nicht so gern, denn ich stelle fest, dass er mich damit durchaus auch von einem Buch abbringen kann, was mir womöglich gefallen hätte.
Und Martina, sehr richtig: Eine Bestsellerliste sagt ja erst mal nichts anderes aus, als das sich ein Buch gut verkauft. Danach kann man auch nicht gehen. Sehe ich auch so. Deshalb interessieren mich auch Bestsellerliste nicht. Bzw. finde ich auch die Nennung von einer Platzierung in der Spiegel-Bestsellerliste als Werbemittel sehr irreführend. Es erzeugt in einem den Eindruck, als müsse das Buch schon einen gewissen Anspruch haben, wenn es auf der Bestsellerliste des Spiegels auftaucht. Dabei sagt das natürlich gar nichts, da der Spiegel hier ja nur die Auswertung macht, bzw. die Befragung der Verkaufszahlen durchgeführt hat. Und das spiegelt sie halt wider.
Du tust Dich also mit dem 2. Jussi Adler-Olsen schwer. Das ist ja schade. Ich bin mal gespannt, wie er auf mich wirken wird, wenn ich ihn lese. Ich meine Fevvers hatte er sehr gut gefallen, wenn ich mich nicht täusche. Binchen, richtig, war irritiert. Ich bin gespannt, wie es mit Dir da weiter sein wird. Und ob Du es weiter liest. Vielleicht ist weglegen ja besser. Wer weiß.
Habe ich kürzlich ja selbst gemacht. Und dazu muss ich noch sagen, dass es nicht schlecht war. Subjektiv hat es mich nicht gepackt. Aber es ist nicht mehr oder weniger bloße Unterhaltung als viele andere auch. Ist halt eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und vielleicht auch, ob man die Serie schon kennt. Ob einem das dann reicht. Aber richtig, Steffi, wenn man schon mehrfach darüber nachdenkt, abzubrechen, sollte man es wirklich tun!
Denn, da sagt Barbara was richtiges: Das Leben ist definitiv zu kurz für schlechte Bücher. Bzw. für Bücher, die uns nicht recht packen. Das sollten wir uns bei jedem Buch, das und nicht so richtig packt, bedenken! Wir verschaffen uns mit einem Abbruch einfach nur Zeit für ein Buch, das besser ist oder uns besser liegt.
Sehen wir ja auch an Brittis Beispiel. Sie hat sich im letzten Jahr ja wirklich wochenlang mit "Die Gottesanbeterin" von Patrick Redmond herumgetragen. Das ist nicht Sinn und Zweck des Lesens. Es lässt uns immer mehr die Leselust verlieren und man vergeudet einfach nur kostbare Lesezeit. Man sollte kritischer mit dem umgehen, was man gerade an sich lassen möchte und was nicht.
Schön, dass wir immer einen Thread über abgebrochene Bücher haben, denn so können wir uns darin besser bestärken!

Und nochmal zurück zu Dir, liebe Martina. Wenn wir Barbaras Beispiel mit "Besessen" (richtig Barbara, manchmal ist es nämlich auch einfach nur der falsche Zeitpunkt und dann wird man einem Buch auch nicht gerecht, wenn man sich auf biegen und brechen weiter durchquält! Dann lieber zeitig abbrechen und es ein andern mal versuchen!) nehmen, so könnte auch "Schändung" für Dich ein Buch sein, das zu einem anderen Zeitpunkt besser an Dich heran kommt. Ich bin gespannt wie Du Dich entscheidest.