ich finde auch, dass es gar kein Nachteil (zumindest kein ausschließlicher Nachteil) ist, wenn man langsam liest (egal ob Buch oder Comic). Denn es stimmt: Ich lese dafür sehr intensiv. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum ich mir nicht vorstellen kann, ein Buch zweimal zu lesen. Ich habe es nur ein einziges Mal getan. Und mir wurde bestätigt: Ich kannte die Geschichte noch sooooo gut. Mir war als wenn ich einen mir völlig bekannten Raum betrete. Da wende ich mich dann lieber einer neuen - mir unbekannten - Geschichte zu. (Einen Nachteil hat es aber auch, wenn man Bücher nur einmal liest. Denn man kann auf ein gewichtiges Thema Jahre später auch einen ganz anderen Blick bekommen. Oder für sich neue Facetten aus einem Buch ziehen - weil sie einem heute ins Auge fallen, früher aber nicht. Einfach weil man mehr Lebenserfahrung hat oder in einer anderen Lebensituation steckt als beim erstmaligen lesen. Das kann bestimmt sehr spannend sein. Den Vorteil nehme ich mir dadurch.)
Auf das Comic machst Du wieder und wieder neugierig! Und die Bilder hatten mich - wie Maria auch - schon beim ersten Mal schauen überzeugt! Ganz beeindruckend, wie genau sie gezeichnet sind! Was muss da für eine Arbeit hinter stecken! Und was für ein interessanter Versuch: Eine Geschichte nur durch Bilder auszudrücken, ganz ohne Worte. Sowas gab es selbst beim Stummfilm nicht. Denn da kann man ja die Gestik und Mimik einsetzen. Das geht hier nicht. Man muss das Gefühl in einem einzigen starren Bild ausdrücken. Mir fällt gerade noch jemand ein, dem ich das Buch schenken könnte/sollte. Oh ja... jetzt habe ich mich selbst auf eine Idee gebracht! Mein Patenkind - Benni... er schreibt hier ja sporadisch mit, bzw. rezensiert schon mal Literatur-Verfilmungen - ist künstlerisch hochbegabt (schlägt jetzt beruflich da auch seine Laufbahn ein) und wird diesen Comic sicherlich sehr interessant finden. Schön!


