Hallo zusammen,
gestern habe ich "Oben ist es still" beendet. Ein Buch, das sicher noch lange nachhallen wird. Es hat mich auf seine leise Art sehr berührt. Helmer vergesse ich nicht.
Bevor ich jetzt ins Bett gehe, und mir zuvor neuen Lesestoff aussuche, wollte ich aber noch schnell auf Eure so interessanten Lese-Berichte antworten.
@Maria: Das ist ja ein Zufall. Ich habe Annie Proulx gerade im Lesetempo-Thread erwähnt, da sie ja auch so eine karge Sprache hat, die sich - für mich - nur im langsam lesen so richtig entfaltet. Und ich erinnerte mich daran, wie sehr mich "Schiffsmeldungen" fasziniert hatte. Und nun liest Du gerade "Postkarten" von ihr. Es ist jetzt direkt wieder vor auf meine Wunschliste gewandelt, nachdem ich kurz bei buecher.de in die Leseprobe reingelesen habe. Danke fürs erinnern an die Autorin, bzw. diesen Roman von ihr! Romane haben bei mir bessere Lese-Chancen als Erzählungen. Deshalb war es jetzt ein für mich ausschlaggebender Hinweis, dass dies ja einer ihrer Romane ist und kein Band mit Erzählungen.
@Yvonne: Oh ja, ich kann mich gut erinnern, auf wessen Seite ich in "Winter in Maine" stand und ich weiß, worauf Du dann hinaus willst. Ich habe mir inzwischen "Das finstere Tal" bestellt. Das ist einfach zu verlockend!

Interessant (auf negative Art allerdings), dass das Buch in vielen Buchhandlungen bei den historischen Romanen zu finden ist. Merkwürdig. Da wäre ich überhaupt nicht drauf gekommen. Vielleicht hätte ich in der Thalia dort danach suchen sollen.
@Lucy: Das freut mich, dass "Wer übrig bleibt, hat recht" doch noch so richtig gut wurde. Gut auch, dass die trockene Sprache nicht den interessanten Inhalt allzu sehr gestört hat. Ich halte mir das Buch auf jeden Fall im Hinterkopf (bzw. auf meinem Notizzettel). Ich danke Dir für Dein abschließendes Urteil. Für mich sehr interessant.
Und an Deinen Eindrücken zu "Wölfe" bin ich auch gespannt. Historische Romane sind ja bekanntlich nicht so meins. Aber das reinlesen hat sogar mich angesprochen! Wenn ich mal zu einem greife, steht der ganz hoch im Kurs.
@Didonia: Das ist ja schade, dass "Das geheime Spiel" auch bei Dir nicht überzeugen konnte. Bist Du dabei geblieben? Oder hast Du es doch inzwischen abgebrochen?
@Rachel: Mit Commissario Montalbano geht es mir genauso wie Dir: Mir haben die Bände gut gefallen. Ich bin bis zum 3. gekommen, welcher mir sogar am besten gefallen hat. Die Serie steigerte sich mit dem 3. Band für mich somit sogar noch. Und trotzdem habe ich seither nicht weiter gelesen. Und das ist jetzt Jahre her. Und ich weiß auch gar nicht, warum ich nicht weitergelesen habe. Na, vielleicht wird es bei mir ja auch irgendwann noch mal was. Schön, dass es bei Dir mit der Serie somit nun weitergeht!

Und auch ich freue mich über Marias Aussage, dass sie die Serie immer noch so gerne mag, dass sie sofort jeden neuen Band kauft. Gut zu wissen, dass die Serie nicht nachlässt. Das macht Laune zum weiterlesen. Und wie ich sehe, geht es Silke genauso wie Maria mit der Serie. Das klingt gut. Die sollte ich wohl doch mal wieder aufnehmen... zumal sie mir ja, wie auch Dir Rachel, durchaus sehr viel Freude gemacht hat.
@Silke: Ich schließe mich Maria an. "Am Montag sah der Rabbi rot" klingt auch für mich interessant. Danke fürs aufmerksam machen.
@Tara @Josie: Ich hatte es Josie auch schon mal vor einiger Zeit geschrieben, als sie noch sehr in ihrer schlechten Lese-Phase steckte. Mir ging es auch mal für eine ganze Weile so. Bei mir waren es einschneidende Umbrüche in meinem Privatleben, die mir den Kopf so zugesetzt haben, dass ich mich einfach auf kein Buch mehr konzentrieren konnte. Ich schweifte beim lesen ständig mit den Gedanken ab. Und konnte mich nicht auf den Text konzentrieren. So kam ich überhaupt nicht vorwärts und es war auch eher unruhig machend, als entspannend. Aber in der Zeit hat mich leichte TV-Berieselung gut entspannt. Da konnte ich dann abschalten. In der Zeit habe ich meine Lust an banalem Fernsehen wieder zurück gewonnen. Ich habe das auch nicht mehr ganz aufgegeben, weil es einfach eine gute Ruhe-Quelle für mich ist. Ich denke viel zu viel. Und so banale Sachen, helfen mir da, den Kopf nicht noch voller zu beladen, sondern ihn mal zu leeren.
Die Lese-Lust kommt bestimmt irgendwann zurück, liebe Tara. Ich hoffe bald, denn ich weiß, wie sehr man es bedauert, dass es mit den Büchern nicht so klappt!