Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Mo 12. Sep 2011, 10:50

@ Petra
Vielen Dank für deinen Bericht und deine Rezension. Das macht mir nach wie vor sehr große Lust auf das Buch!
Auf die Verbindung mit "Totengleich" hattest du mich ja schon mal hingewiesen als ich mich frisch hier angemeldet hatte, weil ich da gerade das Buch von Tana French las.
Den Spoiler habe ich natürlich brav nicht gelesen :)

Ich liege bei "Todsünde" in den letzten Zügen. Jetzt weiß ich nicht, ob ich vor meinem Urlaub noch ein neues Buch anfangen soll oder nicht... ich befürchte, dass ich keines mehr schaffen werde, und die Urlaubslektüre steht ja schon fest ;), davon möchte ich jetzt auch noch keines beginnen... Na, mal sehen, was mein SUB so hergibt, vielleicht finde ich noch eins, das nicht ganz so dick ist.
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Di 13. Sep 2011, 14:07

Gestern bin ich fertig geworden mit Todsünde.
Es war gut zu lesen, auch recht spannend, besonders gegen Ende (wie meistens...), aber insgesamt meiner Meinung nach nicht Tess Gerritsens bestes und spannendstes Buch. Gefallen hat es mir trotzdem, und ich würde es auch weiter empfehlen. Und ich werde auch auf jeden Fall die Rizzoli/Isles-Serie weiter verfolgen!

Da bis zum Urlaub jetzt nicht mehr so viel Zeit ist, habe ich mich als nächstes für Wallanders erster Fall von Henning Mankell entschieden. Dabei handelt es sich um mehrere kriminalistische Erzählungen, die vor der Zeit der eigentlichen Kurt-Wallander-Romane spielen, also quasi von seiner Jugend und seinen Anfängen bei der Polizei erzählen, eben die Geschichten, auf die in den Wallander-Romanen immer zurückgeblickt wird. Da es sich um mehrere kürzere Erzählungen handelt, kann ich notfalls für den Urlaub unterbrechen, wenn ich das Buch da nicht weiterlesen möchte :).
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Di 13. Sep 2011, 16:06

Hallo zusammen,

gestern habe ich mir "Der Gesang der Fledermäuse" von Olga Tokarczuk in der Buchhandlung abgeholt, und heute morgen direkt angefangen zu lesen. Ich bin sehr neugierig auf diesen - so ist er angekündigt - moralischen Thriller. Zumal die Autorin bereits mehrere interessante Romane geschrieben hat, allerdings anderen Genres. Maria machte kürlich auf dieses Buch aufmerksam, und es klang zu verlockend. Kombiniert mit dem unwiderstehlich schönen stimmungsvollen Cover, konnte ich nicht widerstehen.

Der Erzählstil ist der Hautpfigur angepasst, was die Geschichte gleich sehr authentisch wirken lässt. Der Roman ist Illustrationen von Jaromir 99 ausgestattet, was ich sehr schön finde. Sie unterstreichen die Stimmung des Romans.

Mehr kann ich noch nicht dazu sagen, da ich noch ganz am Anfang bin. Deshalb erst mal die Inhaltsangabe. Meine Eindrücke folgen dann bald:

Der neue Roman von Olga Tokarczuk ist ein spannender moralischer Thriller. Die schrullige Erzählerin Janina Duszejko, Dorflehrerin für Englisch und im Winter Hüterin der Häuser von Sommerfrischlern auf einem windgepeitschten Hochplateau im Glatzer Kessel, hat zwei Leidenschaften: für Astrologie und für Tiere. Außerdem kämpft sie mit einem tückischen Leiden, liest und übersetzt mit einem ehemaligen Schüler die Gedichte von William Blake und räsoniert über die Sterne, die Menschen und die Bedeutung von Namen. Vor allem aber entwickelt die Erzählerin kuriose Theorien über die an Tieren begangenen Verbrechen. Als in der Umgebung eine Leiche nach der anderen gefunden wird, ist sie, die allgemein als Verrückte angesehen wird, der Polizei immer einen Schritt voraus. Dabei weiß sie das unauffällige Erscheinungsbild einer »alten Frau mit Plastiktüte in der Hand« geschickt zu nutzen. In ihrem einsamen Kampf für die Sache der Tiere legt sie sich mit den Honoratioren der Umgebung, mit der Polizei und sogar mit der Kirche an - und begibt sich dabei in große Gefahr.

@Barbara: Freut mich sehr, dass unsere Eindrücke zu „Die geheime Geschichte“ dieselben sind. Und auch, dass es für Dich ein unvergessliches Buch ist.

@Bonny: Ja, Deine Eindrücke zu Tana Frenchs „Totengleich“ sind ja auch noch relativ frisch. Wenn Du dann „Die geheime Geschichte liest“, bin ich gespannt, ob Dir da auch Parallelen auffallen.

Wie ich sehe, kamst Du bei Tess Gerritsen ja zügig durch. :-)
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Doris » Mi 14. Sep 2011, 06:53

Guten Morgen Petra,

oh, das hört sich sehr interessant an. Ich freue mich auf weitere Eindrücke deinerseits, hatte ich doch grade die Tage etwas über das Buch gelesen.

Beste Grüße
"Das richtige ist das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt und nicht mehr los läßt - bis zum Ende nicht, lies oder stirb! Dann liest man lieber." Kurt Tucholsky
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mi 14. Sep 2011, 08:47

Hallo zusammen,

[Der Gesang der Fledermäuse" von Olga Tokarczuk]
@Petra,
auch ich freue mich über deine weiteren Eindrücke :-)

Ich habe gestern "Tod in den Anden" von Mario Vargas Llosa begonnen.

Die erstern 57 Seiten gefielen mir bereits sehr gut. Die Südamerikaner, so habe ich festgestellt, machen den Menschen gern in der Verbindung mit der Natur ungegenständlich, der Mensch löst sich auf. Diese Atmosphäre spricht mich erfahrungsgemäß an.

Beispiel:

Ohne den Kopf zum Abschied zu neigen, drehte die Frau sich um und trat in den strömenden Regen hinaus. Nach wenigen Minuten hatte sie sich, Richtung Lager, in der bleiernen Feuchtigkeit aufgelöst.

sehr stimmungsvoll und derart passend, da drei Männer spurlos verschwunden sind.

Hier noch der Klappentext:

Pressestimmen
»Der Tod in den Anden ist ein strenges und lehrhaftes Buch, seine Sprache und Erzählweise sind so klar, hart und rätselhaft wie die Landschaft, in der er spielt.« (Gustav Seibt Frankfurter Allgemeine Zeitung )


Kurzbeschreibung
Auf ihrem Polizeiposten hoch oben in den Anden sitzen Korporal Lituma und sein junger Helfer Tomas wie in einer Falle. Unter ständiger Bedrohung durch Terrorkommandos und grausame Naturgewalten, sollen sie das mysteriöse Verschwinden dreier Menschen aufklären. Überall schlägt ihnen Mißtrauen entgegen, unheimliche Geschichten dringen an ihr Ohr. Hätte Tomas nicht die Erinnerung an seine abenteuerliche Liebesgeschichte mit Mercedes, von der er Lituma Nacht für Nacht erzählt, die beiden müßten schier verzweifeln in dieser feindseligen Bergwelt. Mit diesem Roman führt Mario Vargas Llosa mitten hinein in die lateinamerikanische Wirklichkeit, die er als extreme Existenzform des Menschen begreift.


http://www.amazon.de/Tod-den-Anden-suhr ... 3518392743

demnächst erscheint das Buch in der schönen Sonderausgabe:
:arrow: Tod in den Anden
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon YvonneS » Mi 14. Sep 2011, 09:21

Hallo zusammen,

ich habe gestern abend auf einen Rutsch "Das Mädchen" von Angelika Klüssendorf durchgelesen. Was für ein tolles Buch und was für eine beeindruckende Protagonistin! Es kommt ja wirklich selten vor, dass ich geradezu sprachlos einer Handlung folge, aber dieses Buch hat mich mitgezogen wie schon lange keins mehr. Das ist nicht zuletzt auch ein Verdienst des wunderbaren Sprachstils der Autorin - nüchtern, auf den Punkt gebracht, ohne jedes falsche Mitleid, kein überflüssiges Wort, viel unterschwelliger Humor.

Da die Geschichte in der ehemaligen DDR spielt und ich selbst dort aufgewachsen bin, habe ich natürlich auch die Anspielungen verstanden. ;)

Für mich steht dieses Buch zu recht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis und ich hoffe, es schafft auch den Sprung auf die Shortlist.
Liebe Grüße
Yvonne



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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mi 14. Sep 2011, 09:25

Hallo zusammen,

nun habe ich die ersten 70 Seiten von Olga Tokarczuks „Der Gesang der Fledermäuse“ gelesen. Am Anfang wird der tote Nachbar von Janine (sie hasst diesen Namen, überhaupt Namen, die achtlos vergeben werden, obwohl man den Menschen noch gar nicht kennt, wenn er gerade erst geboren wurde) gefunden. Matoga, ein weiterer Nachbar, hat ihn leblos aufgefunden. Das meiste der Handlung spielt sich im Kopf von Janine ab, da sie, Matoga und der nun verstorbene Nachbar im Winter die einzigen Bewohner dort am Hochplateau sind. Viel Geselligkeit findet also nicht statt. Die anderen Bewohner halten sich im Winter in der Stadt auf. Janine passt derweil auf deren Häuser auf, und verrichtet nötige Arbeiten daran. Somit ist der Leser allein mit Janine und ihren verschrobenen Gedanken, die einen ganze eigenen Blick auf die Welt freisetzen. In Janines Gedankenwelt spielt die Astrologie eine große Rolle. Ihre Rückschlüsse sind somit gewiss nicht immer auch die des Lesers. Das Ergebnis (z. B. im Urteil über einen Menschen) ist zwar meist gleich, aber der Weg dahin ein anderer. Interessant, diese Figur zu begleiten. Weil sie so ganz anders ist, und anders denkt.

Das, und die abgelegene Atmosphäre der Siedlung im Glatzer Kessel machen derzeit das Buch aus. Ich lese es sehr gern. Bewege mich neugierig in der Winterwelt hoch oben auf dem Plateau, sowie in der gedanklichen Welt der verschrobenen betagten Janine.

@Doris @Maria: Es freut mich, dass Ihr Euch für meine Eindrücke zu „Der Gesang der Fledermäuse“ interessiert. Ich werde auch weiterhin berichten.

@Maria: Du wühlst in einer ganz frischen Wunde. Gestern machte Rachel ja auf die wunderschönen Sonderausgaben von Mario Vargas Llosa aufmerksam. Und wie ich gestern sagte, würde mich „Tod in den Anden“ auf Anhieb am meisten von diesen Sonderausgaben reizen. Nachdem was Du über das Buch hier berichtest, kann ich kaum noch widerstehen. Das ist gemein! ;-)

Bitte berichte weiter. Ich bin ausgesprochen neugierig auf Deine Eindrücke. Und die Textstelle, die Du hier zitierst, gefällt mir ausnehmend gut. Auch im Zusammenhang mit der Auflösung des Menschen in der Natur. Dem kann ich was abgewinnen.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Mi 14. Sep 2011, 09:39

YvonneS hat geschrieben:
ich habe gestern abend auf einen Rutsch "Das Mädchen" von Angelika Klüssendorf durchgelesen. Was für ein tolles Buch und was für eine beeindruckende Protagonistin!


Das klingt super - es ist auch das Buch, das mich am meisten aus der Longlist reizt. Und jetzt natürlich, nach deinem begeisterten Bericht noch viel mehr !

@JMaria: Was du über Tod in den Anden schreibst, klingt gut. Ich hab ja immer so meine Schwierigkeiten mit den Südamerikanern, manches ist mir zu sehr ausgeschmückt oder metaphernhaft und gerade diese naturhafte Atmosphäre wird mir sehr schnell zuviel. Ich bin gespannt, wie sich das Buch entwickelt.

Ich bin mit "Quicksilver" ein gutes Stück weitergekommen. Mit dem Auftauchen von Shaftoe katapultiert der Autor den Leser in eine Art Schelmen- und Abenteuerroman. Halb Europa wird besucht und die politischen und wirtschaftlichen Umstände (z.B. Belagerung Wiens, Silbergewinnung, Währungsprobleme, Handelsgepflogenheiten) werden thematisiert. Ein bißchen geht es in Richtung der Niccolo-Geschichten von Dorothy Dunnett. Nicht immer ist mit klar, was nun ernst gemeint ist :mrgreen: , aber es ist sehr vergnüglich zu lesen. Insgesamt gibt es ein sehr stimmiges Bild ab.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mi 14. Sep 2011, 09:51

Hallo zusammen,

@Yvonne,
nicht zu vergessen, auch auf der Shortlist des Wilhelm-Raabe-Literaturpreis steht "Das Mädchen" von Angelika Klüssendorf. Scheint wirklich ein bedeutender Roman zu sein. Danke für deine Einschätzung. Bei meinem nächsten Bücherbummel werde ich in das Buch reinlesen.

@Petra,
wegen Rachels gestrigem Posting über die Sonderausgaben von Mario Vargas Llosa Romanen, habe ich auch so richtig Lust bekommen, ENDLICH einen Roman von ihm zu lesen und habe sogleich meinen Vorsatz umgesetzt :-)

mich interessant ja sehr "Das Paradies ist anderswo", da es u.a. um das Leben des Künstlers Gauguin geht. Llosa porträtiert den Künstler abwechseln mit den Lebensabschnitten der Flora Tristan, der Großmutter Gauguins, die er nie kennengelernt hat.

(vor ein paar Monaten las ich den Künstlerroman "Silbermond und Kupfermünze" von W. Somerset Maugham, ein frei nach der Lebensgeschichte Paul Gauguin konzipierter Roman. Hat mir gut gefallen und mich auf diesen Künstler neugierig gemacht. Deswegen fiel mir auch der Roman von Mario Vargas Llosa gleich ins Auge).


Olga Tokarczuk „Der Gesang der Fledermäuse“

du schriebst:
In Janines Gedankenwelt spielt die Astrologie eine große Rolle. Ihre Rückschlüsse sind somit gewiss nicht immer auch die des Lesers. Das Ergebnis (z. B. im Urteil über einen Menschen) ist zwar meist gleich, aber der Weg dahin ein anderer. Interessant, diese Figur zu begleiten. Weil sie so ganz anders ist, und anders denkt.

dies ist der Knackpunkt, der mich zaudern lässt, nämlich wieviel Raum die Astrologie in dem Roman einnimmt und wie logisch sind die Gedankengänge der Erzählerin (Ich-Erzählerin ?).

ich harre auf deinen weiteren Bericht :-D


@Steffi,
ich sehe gerade dein Posting. Also ich schätze mal (nach diesen knapp 60 Seiten), dass dir Llosa zusagen könnte, da seine Sprache nicht übermässige Metapher enthält, im Gegenteil sehr klar kommt mir sein Stil rüber, sehr auf Realität bedacht und dann dieses gewisse flirrende Etwas, ganz gut dosiert bisher.
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mi 14. Sep 2011, 10:50

Hallo zusammen,

@Yvonne: Dein Posting habe ich eben übersehen - war wohl recht zeitgleich mit meinem. Dass Dir "Das Mädchen" von Angelika Klüssendorf so gut gefallen hat, ist schön zu hören. So werde ich nun doch mal einen Blick drauf werfen - das ist nämlich noch nicht geschehen. Eben habe ich auch entdeckt, dass es "Das Mädchen" auch auf die Shortlist des deutschen Buchpreises 2011 geschafft hat. Das macht es natürlich noch interessanter.

Danke für Deinen Bericht.

Edit: Ich habe mir jetzt eine Leseprobe von "Das Mädchen" auf meinen Kindle schicken lassen. So kann ich ganz in Ruhe reinlesen. Aber wenn, würde ich mich wohl fürs HC entscheiden. Denn es geht sich mit dem ebook mal wieder nur 2,- € aus dem Weg.

@Maria: Das ist ja schön, dass Dich gestern der Austausch über Mario Vargas Llosa so inspiriert hat, dass Du tatsächlich nun zu einem Roman von ihm gegriffen hast. Besonders freut mich, dass es genau der ist, der mich so interessiert. So kann ich mir durch Deine Eindrücke schon mal einen Vorgeschmack holen, und fühle mich darin bestätigt, dass er lohnt, nachdem was Du bisher über ihn berichtet hast. Die klare Sprache werde ich sicher auch sehr schätzen und mögen.

Dass Dich "Das Paradies ist anderswo" als Künstlerroman besonders interessiert, habe ich mir schon gedacht. Mich zieht es zu Künstlerromanen nicht so stark hin. Aber vielleicht kannst Du mich dafür irgendwann erwärmen, z. B. wenn Du diesen Llosa liest.

Die Figur der Janine in "Gesang der Fledermäuse" ist schrullig angelegt. Sie hat ja diesen Astrologie-Tick. Der soll sicher nicht so gedacht sein, dass Janines Gedanken zur Astrologie richtig sind. Sie meint das natürlich auf jeden Fall. Aber ich schätze sie eher ein, wie eine, die sich von der Astrologie, den Horoskopen und Sternzeichen gern beeinflussen lässt, und die Ereignisse in ihrer Umgebung dann entsprechend deutet. Das kann man ja immer irgendwie. Fundierte Einblicke erwarte ich mir nicht von einer Person wie Janine. Aber mal sehen, ob sie mich noch erstaunen kann. Ich halte es bislang nur als Beiwerk zu dieser schrulligen Figur.
Liebe Grüße,
Petra


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