Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon lucy » Do 4. Feb 2010, 21:38

hallo steffi: bisher gefällt es mir gut. auf meinem sub liegt auch noch engel im schnee

@maria: deine bedenken kann ich gut verstehen, ich hatte ein ähnliches erlebnis im letzten jahr, wo ich das buch erstmal wieder beiseite gelegt habe, weil es zu nah an mich heran kam.
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon steffi » Fr 5. Feb 2010, 12:18

JMaria hat geschrieben:
Ich hatte dann jedoch nicht weitergelesen, da bereits auf den ersten Seiten erwähnt wurde, dass Annies Schwiegervater an einem Schlaganfall erkrankt ist und die Familie umzieht um ihn zu pflegen. ...

somit warte ich noch etwas bis ich "Sommer der Züge" lese.


Das kann ich verstehen, obwohl O'Nan wie immer sehr behutsam mit seinen Figuren umgeht und er das Thema eher tröstlich behandelt. Im Grunde ist es ein Anlass, der alle zwingt, ihr Leben neu zu überdenken und die Erkenntnis, dass der Tod eben zum Leben dazugehört. Ich könnte mir vorstellen, dass du es, wenn du mal soweit bist, mit ganz anderen Augen lesen wirst.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Petra » Fr 5. Feb 2010, 14:33

Hallo zusammen,

Josie, ich erinnere mich leider nicht mehr daran, wann die von Dir genannte Stelle kam. Also ob es von da noch weit ist bis zu der Stelle, an der das Buch wieder Fahrt aufnimmt. Aber wenn Du kurz vor dem letzten Drittel bist, kann es allzu lange - meine ich - nicht mehr dauern. Gelohnt hat das Durchhalten auf jeden Fall! Zumal es ja auch nie, wie Du selbst schriebst, langweilige war. Aber diese Durststrecke hat es dennoch - da sind sich die meisten Leser einig! Irgendwer sagte es letztens noch mal. Ich meine Lucy beim Treffen, oder?

Wegen "Sommer der Züge" merke ich mal wieder, dass mich das Thema von O'Nan sehr interessiert. Schade, dass mir seine Umsetzungen nicht liegen. Aber da kann man gewiss nichts machen.
Liebe Grüße,
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » Fr 5. Feb 2010, 19:37

[Sommer der Züge]

steffi hat geschrieben:
Das kann ich verstehen, obwohl O'Nan wie immer sehr behutsam mit seinen Figuren umgeht und er das Thema eher tröstlich behandelt. Im Grunde ist es ein Anlass, der alle zwingt, ihr Leben neu zu überdenken und die Erkenntnis, dass der Tod eben zum Leben dazugehört. Ich könnte mir vorstellen, dass du es, wenn du mal soweit bist, mit ganz anderen Augen lesen wirst.


Hallo Steffi,

das wird bestimmt so sein, Steffi. Seltsamerweise habe ich auch ein Vertrauen in den Autor, dass die Geschichte sogar tröstlich sein kann/wird. O'Nan gibt mir in seiner leisen, unspektakulären, distanzierten Erzählweise viel Raum für meine Gedanken und Gefühle.

@Lucy,
dann wirst du vielleicht auch ein intensiveres Leseerlebnis mit dem Buch haben. Berichte bitte wie es dir am Ende gefallen hat. Ist es dein erster O'Nan? Ich liebe seine Bücher ja sehr.

@Petra,
ja, ich muß erst noch etwas Zeit vergehen lassen. Es tut gut, dass man hier im Forum immer so gut verstanden wird.

Liebe Grüße
Maria
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon steffi » So 7. Feb 2010, 17:15

Ich habe gerade ein Buch aus meinem älteren SUB angefangen: Jack the Bodiless. Es ist ein SF und ich zweifle noch, ob es das richtige ist. Es geht um hyperbegabte Menschen und eine Zukunft, in der man sich wieder verjüngen lassen kann. Doch gleich zu Beginn werden sehr viele Personen eingeführt, darunter keine, mit der man sich gleich zu Anfang identifizieren kann, weil alles etwas undurchsichtig ist. Hmm, ich gebe dem Buch mal 50 Seiten ...
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Doris » So 7. Feb 2010, 21:56

Guten Abend,

ich werde mich jetzt gleich mit diesem Buch hier zurückziehen:

Durch den Wind - Annika Reich
Kurzbeschreibung
Vier Frauen, Mitte Dreißig, in Berlin: Yoko, Friederike, Alison und Siri sind auf der Suche nach der Liebe und nach dem richtigen Leben. Und alle vier hadern mit sich, weil sie Angst vor dem Scheitern haben. Haben die Alten etwa mehr Mut als die jungen Leute? Annika Reich erzählt mit Witz und Melancholie, mit Intelligenz und Genauigkeit von einer Generation, die das Neue will und vor den alten Fragen steht. Am Ende merken die vier Frauen: Leben lernen muss jede für sich allein.

Herzlichst, Doris
"Das richtige ist das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt und nicht mehr los läßt - bis zum Ende nicht, lies oder stirb! Dann liest man lieber." Kurt Tucholsky
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Dana » Mo 8. Feb 2010, 11:19

Hallo zusammen,
nachdem ich am Samstag "Todesrosen" beendet habe, "Heimspiel" nur überflogen habe (s. Thread "abgebrochene Bücher"), habe ich mir "Mörderische Familienbande von Anne George gegriffen. Ich ahne zwar schon nach gut der Hälfte, wer der Mörder ist und dieses ewige "Schwesterherz" und "Tante Schwesterherz" nervt ein wenig, aber es lässt sich gut "weglesen" und ich fühle mich trotz allem gut unterhalten.
Liebe Grüße
Dana


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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Chiacchierata » Di 9. Feb 2010, 20:05

Nachdem ich "Der Turm" von Uwe Tellkamp im Jahre 3 nach dessen BestsellerBuchpreisHype endlich beendet habe, widme ich mich jetzt - dem Vorwort von Christa Wolf und den ersten 60 Seiten nach zu urteilen - einem wirklichen Gesellschaftsroman über das Leben der Menschen in den Zeiten des Aufbaus in der DDR.
"Rummelplatz" von Werner Bräuning.
Ich bin gespannt zwei Roman zu vergleichen. "Der Turm", geschrieben und veröffentlicht 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR und "Rummelplatz", entstanden während der DDR-Zeiten, jedoch zunächst verboten und erst nach der deutschen Wiedervereinigung seinen Lesern endlich zugänglich.
„Wer A sagt, der muß nicht B sagen. Er kann auch erkennen, daß A falsch war.“ Bertolt Brecht
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Petra » Mi 10. Feb 2010, 09:21

Hallo zusammen,

@Chiacchierata: Da stößt Du hier aber sicher auf so manch offenes Ohr! Denn sowohl Uwe Tellkamps "Der Turm" als auch Werner Bräunings "Rummelplatz" stehen hier oft zur Diskussion. "Der Turm" haben ja Maria und Steffi im Unterforum "Lit-Chatten" als gemeinsame Leserunde gelesen und ausgiebig diskutiert. Und von "Rummelplatz" ist hier auch immer wieder die Rede. Ich habe da letztens reingelesen. Bin etwas zwiespältig, ob es mich über die Länge hin bei der Stange halten könnte. Deshalb wäre ich sehr interessiert an Deinen Eindrücken, die Du während des Lesens sammelst. Und auch ein Vergleich zum aktuellen Werk "Der Turm" wäre überaus interessant. Bitte, bitte berichte!

@Dana: Binchen hatte ja in der Vorweihnachtszeit "O du Mörderische" von Anne George gelesen. Und hatte sich eigentlich mehr davon versprochen. War wohl nur nett (was ja nicht unbedingt schlimm ist, manchmal sucht man ja genau nach so etwas). Aber ein wenig nervig muss es wohl auch gewesen sein. Kennst Du denn schon mehr von ihr oder ist "Mörderische Familienbande" für Dich das erste Buch von ihr?

@Doris: "Durch den Wind" hört sich ja mal wieder absolut verlockend an! Ich hätte von der Inhaltsbeschreibung her eher gedacht, dass es ein netter Frauenroman ist. Also die Bücher, die dann doch nichts für mich sind. Aber wenn Doris liest, schaue ich immer besonders genau hin, da Du schon auf so manche unvergessliche Lese-Spur geführt hast. Und dieses Buch hört sich nicht nur gut an, sondern es ist überraschender Weise auch noch vom Hanser Verlag. Nicht gerade der Verlag, der nette Frauenliteratur macht. Somit erwarte ich mir davon schon etwas mehr. Ich bin deshalb sehr gespannt auf Deine Eindrücke und Deine abschließende Meinung. Bitte teile sie uns hier mit, ja? Ich habe es mir gedanklich jedenfalls schon mal notiert. (Gibt es auch als gekürzte Lesung habe ich gerade gesehen. Falls es nicht das Buch wird, wäre das für mich eine interessante Alternative. Vielleicht für andere hier auch?)

@Maria: Das finde ich hier im Forum auch immer sehr schön: Man wird verstanden. :-)

@Alle: Rachel, Du fragtest besonders nach meinen Leseeindrücken zu Leon de Winters "Das Recht auf Rückkehr". Damit möchte ich im Groben Ganzen warten bis ich durch bin (komme zur Zeit nicht ganz so zum lesen wie ich es gern würde, somit bin ich "erst" auf Seite 220), denn ich bin mir noch nicht sicher wie ich diesen Roman sehe. Einerseits ist viel typisches für de Winter drin, was mich natürlich freut. Gewohnt flott und liebevoll erzählt. Und die Figuren auch sehr plastisch und lebendig. Aber welchen Status Bram neben de Winters anderen Figuren (Leo Kaplan, Sascha Sokolow und Joop Koopmann) einnehmen wird, das weiß ich noch nicht. Überholt hat er sie noch nicht. Ebenbürtig könnte er ihnen aber durchaus sein/werden. Das muss und möchte ich noch abwarten. Zumal die Figuren für mich immer eine große Stärke in de Winters Romanen sind. Was das Thema des Buches angeht, so bin ich auch noch gespannt, wie es abschließend auf mich wirkt. Denn - so scheint mir - er hat sich in diesem Roman ein doch ernsthafteres (oder sagen wir besser gewichtigeres) Thema ausgesucht als in den anderen Romanen. Und wie sich das entfaltet und auf mich letztendlich wirkt, bleibt abzuwarten. Auch ob mir das Buch am Ende als Einheit erscheint. Denn er springt in den Zeitabschnitten Stück für Stück voran. Und da findet man sich schon mal zwei Jahre später wieder. Aber auch das ist eine von de Winters großen Stärken: Er hat einen immer mit wenigen Sätzen wieder ganz in Bann gezogen. So fühle ich mich nie rausgerissen.

Ich werde zum Schluss hin weiter berichten. Bisher gefällt es mir und macht vor allem auch großen Spaß zu lesen.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » Mi 10. Feb 2010, 11:46

Chiacchierata hat geschrieben:Nachdem ich "Der Turm" von Uwe Tellkamp im Jahre 3 nach dessen BestsellerBuchpreisHype endlich beendet habe, widme ich mich jetzt - dem Vorwort von Christa Wolf und den ersten 60 Seiten nach zu urteilen - einem wirklichen Gesellschaftsroman über das Leben der Menschen in den Zeiten des Aufbaus in der DDR.
"Rummelplatz" von Werner Bräuning.
Ich bin gespannt zwei Roman zu vergleichen. "Der Turm", geschrieben und veröffentlicht 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR und "Rummelplatz", entstanden während der DDR-Zeiten, jedoch zunächst verboten und erst nach der deutschen Wiedervereinigung seinen Lesern endlich zugänglich.


Hallo Chiacchierata,
ich empfand den Hype um den "Turm" nicht größer als bei anderen Preisgewinnern, eher im Gegenteil, Uwe Tellkamp hat ziemlich den Wind von vorn abbekommen und aus einigen Kritiken klang mir eher der Neid heraus und das suchen nach den kleinsten Fehlern. Aber was solls. Uwe Tellkamp hat seine eigene Sprache und die ist wunderschön poetisch und hat Wiedererkennungswert und seine Anlehnung an die Klassiker, hat er toll eingeflechtet ohne sich selbst zu verlieren. Schon die "Turmgesellschaft" bringt Goethe aufs Tapet.

den "Rummelplatz" habe ich als Hörbuch gehört und hat mir ebenfalls gut gefallen. Eine sehr ehrlich ausgeführte Geschichte, die wenige Jahre der DDR umfasst, von der Gründung an. Die Namensgleichheit und die Philosophie dieses jungen Menschen Christian im "Rummelplatz" und im "Turm" könnte durch aus eine Reminiszenz an den Autor gelten. Ein schöner Gedanke.

manchmal war es schwierig den wechselnden Erzählperspektiven zu folgen, besonders der Erzählstrang der im Westen spielt fand ich unnötig und verwirrend. Vielleicht empfindet man es anders, wenn man die Geschichte liest. Aber dennoch eine großartig angelegte DDR-Geschichte. Sollte man unbedingt lesen, wenn man sich für DDR-Literatur interessiert. Ich habe vom Autor noch "Gewöhnliche Leute" im SUB.

Wünsche dir viel Freude beim Lesen.

Viele Grüße
Maria
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