Hallo zusammen,
@Chiacchierata: Da stößt Du hier aber sicher auf so manch offenes Ohr! Denn sowohl Uwe Tellkamps "Der Turm" als auch Werner Bräunings "Rummelplatz" stehen hier oft zur Diskussion. "Der Turm" haben ja Maria und Steffi im Unterforum "Lit-Chatten" als gemeinsame Leserunde gelesen und ausgiebig diskutiert. Und von "Rummelplatz" ist hier auch immer wieder die Rede. Ich habe da letztens reingelesen. Bin etwas zwiespältig, ob es mich über die Länge hin bei der Stange halten könnte. Deshalb wäre ich sehr interessiert an Deinen Eindrücken, die Du während des Lesens sammelst. Und auch ein Vergleich zum aktuellen Werk "Der Turm" wäre überaus interessant. Bitte, bitte berichte!
@Dana: Binchen hatte ja in der Vorweihnachtszeit "O du Mörderische" von Anne George gelesen. Und hatte sich eigentlich mehr davon versprochen. War wohl nur nett (was ja nicht unbedingt schlimm ist, manchmal sucht man ja genau nach so etwas). Aber ein wenig nervig muss es wohl auch gewesen sein. Kennst Du denn schon mehr von ihr oder ist "Mörderische Familienbande" für Dich das erste Buch von ihr?
@Doris: "Durch den Wind" hört sich ja mal wieder absolut verlockend an! Ich hätte von der Inhaltsbeschreibung her eher gedacht, dass es ein netter Frauenroman ist. Also die Bücher, die dann doch nichts für mich sind. Aber wenn Doris liest, schaue ich immer besonders genau hin, da Du schon auf so manche unvergessliche Lese-Spur geführt hast. Und dieses Buch hört sich nicht nur gut an, sondern es ist überraschender Weise auch noch vom Hanser Verlag. Nicht gerade der Verlag, der nette Frauenliteratur macht. Somit erwarte ich mir davon schon etwas mehr. Ich bin deshalb sehr gespannt auf Deine Eindrücke und Deine abschließende Meinung. Bitte teile sie uns hier mit, ja? Ich habe es mir gedanklich jedenfalls schon mal notiert. (Gibt es auch als gekürzte Lesung habe ich gerade gesehen. Falls es nicht das Buch wird, wäre das für mich eine interessante Alternative. Vielleicht für andere hier auch?)
@Maria: Das finde ich hier im Forum auch immer sehr schön: Man wird verstanden.
@Alle: Rachel, Du fragtest besonders nach meinen Leseeindrücken zu Leon de Winters "Das Recht auf Rückkehr". Damit möchte ich im Groben Ganzen warten bis ich durch bin (komme zur Zeit nicht ganz so zum lesen wie ich es gern würde, somit bin ich "erst" auf Seite 220), denn ich bin mir noch nicht sicher wie ich diesen Roman sehe. Einerseits ist viel typisches für de Winter drin, was mich natürlich freut. Gewohnt flott und liebevoll erzählt. Und die Figuren auch sehr plastisch und lebendig. Aber welchen Status Bram neben de Winters anderen Figuren (Leo Kaplan, Sascha Sokolow und Joop Koopmann) einnehmen wird, das weiß ich noch nicht. Überholt hat er sie noch nicht. Ebenbürtig könnte er ihnen aber durchaus sein/werden. Das muss und möchte ich noch abwarten. Zumal die Figuren für mich immer eine große Stärke in de Winters Romanen sind. Was das Thema des Buches angeht, so bin ich auch noch gespannt, wie es abschließend auf mich wirkt. Denn - so scheint mir - er hat sich in diesem Roman ein doch ernsthafteres (oder sagen wir besser gewichtigeres) Thema ausgesucht als in den anderen Romanen. Und wie sich das entfaltet und auf mich letztendlich wirkt, bleibt abzuwarten. Auch ob mir das Buch am Ende als Einheit erscheint. Denn er springt in den Zeitabschnitten Stück für Stück voran. Und da findet man sich schon mal zwei Jahre später wieder. Aber auch das ist eine von de Winters großen Stärken: Er hat einen immer mit wenigen Sätzen wieder ganz in Bann gezogen. So fühle ich mich nie rausgerissen.
Ich werde zum Schluss hin weiter berichten. Bisher gefällt es mir und macht vor allem auch großen Spaß zu lesen.