Oh, liebe NatiFine, Reiseberichte interessieren mich auch gerade etwas mehr als sonst. Ich möchte mir die Erdmann Edition zusammen sammeln. Bin gespannt, wohin es mich da überhall verschlägt.
Aber hier erst mal mein Abschluss zu Ein altes Haus am Hudson River:
Wieder zu Hause, fand er Arbeit in der Redaktion des "Offenen Worts". Aber glücklich war er nicht. Der Großvater hatte einen Schlaganfall erlitten, und da sich niemand um die Großeltern kümmern wollte, nahm Vances Familie die beiden auf.
Die Immobilienbranche lief nicht mehr gut, sodass sein Vater immer mehr arbeiten musste, um noch was zu verdienen.
In dieser Situation erhielt Vance Post aus New York; von der Redaktion "Die Stunde". Die Zeitschrift war in andere Hände gegangen, Lewis Tarrant, der Ehemann von Miss Spear, hat sie günstig gekauft.
Und so macht er sich wieder auf den Weg nach New York.
Es ist ein tolles "Buch über Bücher". Die Geschichte spielt in den 20er Jahren. Durch Vance Weston erleben wir den Kontrast zwischen dem stillen Landleben und der unruhigen Großstadt. Er scheint mir hin- und hergerissen. Rein vom Leben her ist es auf dem Lande sehr schön. Aber das literarische Leben findet nun mal in der Großstadt statt. Vor allem findet er dort die Gesprächspartner, nach denen er sich sehnt.
Auch die Art zu schreiben von Edith Wharton ist sehr schön. Einmal begonnen zu lesen, mochte ich kaum noch aufhören. Der Schreibstil und der Lauf der Geschichte entwickeln schon nach den ersten Sätzen einen Sog, dem ich mich kaum entziehen mochte.

Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón.