Hallo liebe Barbara,
ich habe Deinen Tipp beherzigt, und nun erst mal einen Thriller zwischen geschoben. Von Nicci French - für mich eine nahezu sichere Bank. Ich finde die Thriller immer sehr lebensnah geschildert, und kann eigentlich immer sehr gut darin versinken. Eine gute Mischung für mich aus Lesesog und einfache Unterhaltung, genau das brauche ich wohl im Moment. Ohne Deine Erinnerung an meinen Tipp an Dich mit "Hingabe", um wieder in einen Lesesog zu kommen, hätte ich es vielleicht nicht gemacht. Aber ich fand, Du hast doch sehr recht. Und die Rechnung scheint aufzugehen. Ich bin schon mitten drin in der Geschichte und es fluppt wieder.

An Rafael Chirbes ist mir aufgefallen, dass sein "Krematorium" sich wirklich einfach nicht eignet, um es unkonzentriert (also mit Geräuschkulisse unterwegs) zu lesen. Auch eignet es sich nicht, am Stück gelesen zu werden. Man sollte es nach einem Kapitel erst mal wieder zuklappen, damit man die ganzen Gedanken, die er hineingelegt hat, erst mal verarbeiten kann. Sonst geht es zu sehr an einem vorbei, was sehr schade wäre. So werde ich es mir jetzt einfach immer mal zwischendurch schnappen.
So ist es zwar schade, dass die ganzen Bücher, die zu Hause liegen und mich locken, gerade nicht an mich herankommen. Aber lese ich sie wenigstens nicht zu einem falschen Zeitpunkt, und beschäftige mich nun erst mal mit dem Thriller. Und auch danach werde ich in mich horchen, ob ich wieder bereit für neues gehaltvolles Lesefutter bin. Ansonsten habe ich noch andere reizvolle Thriller und Krimis, die ich sowieso gern an den warmen/heißen Tagen lese, wo die Gedanken zäher fließen.
Alles hat seine Zeit. Wenn man das erkennt, und danach lebt, macht man es sich einfacher, stelle ich mal wieder fest.
Danke für die Unterstützung!
