Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon steffi » Mo 29. Mär 2010, 15:21

Hallo Herbert,

schön, dass du dich mal wieder meldest und es gibt wirklich nichts schöneres, als einen Stapel voller interessanter, ungelesener Bücher !!

Hallo NatiFine,

ich freue mich, dass du ein so schönes Erlebnis mit "Der Brautprinzessin" hattest bzw. noch hast. Es gehört auch zu meinen Lieblingsbüchern, ich habe noch die ganz alte Ausgabe mit Schuber, die schon ganz zerlesen ist. In diesem Roman ist wirklich alles enthalten, was das Lesen lesenswert macht !

Ich mochte damals die Klett-Cotta Hobbit Presse - Bücher auch sehr gerne. Da du an der Quelle sitzt lege ich dir auch Die Borribles ans Herz, ebenfalls von der Hobbit Presse, ich würd sagen, eines meiner Top10-absoluten-Lieblingsbücher.
Gruss von Steffi

:lesen:
Wolfgang Reinhard - Die Unterwerfung der Welt ( Langzeitprojekt)
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Turni » Mo 29. Mär 2010, 18:16

Hallo Petra, ich habe Nicci French "Acht Stunden Angst" gelesen.

Die Beschreibung von amazon:
kulturnews.de
Was für'n Stress! Kurz vor Weihnachten, an ihrem 40. Geburtstag, will die Britin Nina Landry mit ihren zwei Kindern und ihrem neuen Freund nach Florida reisen. Doch erst versagt das Auto. Dann findet in ihrem Wohnzimmer eine spontane Party statt. Und schließlich ist Tochter Charlie verschwunden. Die Abflugzeit rückt näher, Ninas Unruhe verwandelt sich langsam in Panik, und Freunde und Polizei versuchen, sie zu beruhigen: Wenn eine 15-Jährige sich ein paar Stunden verspäte, sei das kein Grund zur Sorge. Nina dagegen ist sich sicher, dass Charlie entweder durchgebrannt oder ihr etwas zugestoßen ist. Auf eigene Faust macht sie sich auf die Suche nach ihrer Tochter. Das neue Buch vom Autorenehepaar Nicci Gerard und Sean French ist mehr Psychogramm als Thriller: Die wachsende Verzweiflung einer Mutter, ihre Hartnäckigkeit und ihr starker Wille sind Hauptthema von "Acht Stunden Angst". Die Story ist enorm schnell, dicht und kurzweilig erzählt, trotzdem will der Funke nicht überspringen. Wie durch ein Fernglas, aus sicherer Distanz, beobachtet der Leser, wie Nina sich durch Charlies Leben und ihre Geheimnisse wühlt, um auf Hinweise zu stoßen. Obwohl ihre Angst nachvollziehbar ist - greif- oder nachfühlbar wird sie nicht. (jul)

Meine Meinung:
Gänsehaut? Keine Spur
Die erste Hälfte fand ich sehr langweilig :ugeek:
Man liest das Buch zu Ende, um zu wissen wie es ausgeht. Unter einem Thriller stelle ich mir etwas anderes vor. Als ich "Chemie des Todes" las, sträubten sich die Nackenhaare - davon kann hier keine Rede sein.

5/10 Punkten - goldene Mitte.
Mein 1. Buch von Nicci French. Ich wollte ihren Stil auch mal kennenlernen. Da habe ich wohl auf dem Wühltisch das falsche Buch erwischt. :o
Ending a novel is almost like putting a child to sleep—it can't be done abruptly.

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Trixie » Mo 29. Mär 2010, 20:36

Hallo Maria,

JMaria hat geschrieben:Ich freu mich, dass dir "The Serpent's Daughter" bereits so gut gefällt, erhöht es doch meine Vorfreude auf das Buch. Marrakesch - schon diese Name lässt meine Fantasie anspringen :-)


du hast absolut Recht! Maghreb, Tanger, Marrakesch - allein die Namen arbeiteten während des Lesens schon zugunsten des Romans. Ist zwar nicht Ostafrika, aber auch diesmal hat sich Suzanne Arruda einen tollen Schauplatz für ihren Roman ausgesucht, finde ich. Und Info über das Zeitgeschehen, die regionale Geschichte und die Kulturen hat es auch wieder gegeben.

Ich habe vorgestern The Serpent's Daughter beendet und bin schwer begeistert. Meiner Ansicht nach ist es das bislang fesselndste Abenteuer von Jade. Aber stellenweise habe ich auch an die Heldenfiguren von Karl May denken müssen (Old Shatterhand oder Kara Ben Nemsi), wie sich Jade manchmal aus Gefahrensituationen manövriert hat...Ich will nicht zuviel verraten, du willst den Roman ja selbst lesen.

Daß Arruda es geschafft hat, sich beim Erzählen dieses dritten Abenteuers erneut zu steigern, macht mir andererseits fast schon Sorgen: Ich hoffe, sie kann diesen Trend in den folgenden Romanen beibehalten. Aber die Erwartungen steigen natürlich, und das macht es nicht gerade einfach.

Gruß,
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Binchen » Di 30. Mär 2010, 07:20

Hallo Steffi,

ich habe am Wochenende schon mal überlegt, welche Lektüre ich mit in den SOMMER-Urlaub nehmen könnte. Ich 'DARF' ja immer ein Buch - und da sind mir auch die Borribles eingefallen. Das Buch lauert ja auch noch auf meinem Sub - und Norwegen - ohne Nachschub in der Nähe - da könnten fast 3 Wochen versinken in einer neuen Welt genau das rechte sein. Aber wie versprochen, werde ich Auskunft geben, sobald ich DEIN Buch gelesen habe :mrgreen:
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Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.” William Somerset Maugham (1874-1965)
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon SilkeS. » Mi 31. Mär 2010, 09:23

Turni hat geschrieben:[...] ich habe Nicci French "Acht Stunden Angst" gelesen.

[...]Meine Meinung:
Gänsehaut? Keine Spur
Die erste Hälfte fand ich sehr langweilig :ugeek:
Man liest das Buch zu Ende, um zu wissen wie es ausgeht. Unter einem Thriller stelle ich mir etwas anderes vor. Als ich "Chemie des Todes" las, sträubten sich die Nackenhaare - davon kann hier keine Rede sein.

5/10 Punkten - goldene Mitte.
Mein 1. Buch von Nicci French. Ich wollte ihren Stil auch mal kennenlernen. Da habe ich wohl auf dem Wühltisch das falsche Buch erwischt. :o


Hallo Turni!

mir ging es ähnlich mit dem Buch. Ich fand es total kontruiert und oberflächlich. Mit keinem der Personen wurde ich richtig warm. Die Reaktionen der Mutter fand ich einfach nur total unrealistisch dargestellt.
Bei Nicci Frechen ist leider nicht unbedingt jedes Buch ein Hit. Dies gehört zu den eher schwächeren.


Hallo an alle!
Ich möchte Euch auf einen Autor aufmerksam machen, den ich nun entgültig für mcih entdeckt habe.
Er schreibt Krimis aus Norwegen, die sich vorallem durch ihre Atmosphäre auszeichenen:

Gert Nygardshaug heißt der Gute Mann und bislnag in in Deutschland folgende Kriminalromane veröffentlicht worden:

Der Honigkrug
Pressestimmen:
»Gert Nygårdshaug hat das Kunststück vollbracht, nicht nur einen großartigen Krimi zu schreiben, der so abwegig erscheint, dass es die helle Freude ist – er liefert auch einen fundierten Überblick über Weinanbau und Weinlese … Man nehme eine wirklich böse Geschichte und einen gut aussehenden Norweger mit ein wenig Liebeskummer. Man schicke ihn in ein Land, wo die Sonne nicht nur im Mittsommer scheint und der Wein in Strömen fließt – und schon erhält man einen ausgesprochen spannenden Kriminalroman mit einem verblüffenden Ende … Ein Krimi, der so spannend ist, dass dem Leser das Blut in den Adern gefriert.« Die Welt • »Ein mörderischer Krimi, gewürzt mit dichter Atmosphäre und Irrwitz.« Neuer Zürcher Zeitung

Der Fliegenfischer
Pressestimmen:
»Ein Krimi mit intelligentem Witz und komplexer Spannung mit einem unerwarteten Finale in einer grandiosen Naturbeschreibung.« Sankt Galler Tagblatt • »Witzig und spannend kombiniert der Privatermittler mit einer guten Flasche Wein im Gepäck. Wunderbar.« Die Welt • »Ziemlich witzig und spannend. Wunderbar.« Welt kompakt • »Gert Nygårdshaug gibt sich nicht mit simpler Tätersuche zufrieden, sondern ersinnt ein ganzes (Un-)Tat-Universum, das mit simpler, aber verboten cleverer Auflösung verblüfft.« Oldenburgische Volkszeitung


Das Teufelspergament

Der Autor wrid gerne mit Johann Thorien genannt und ich könnte mir vorstellen daß hier so mancher von Euch meine Begesiterung über die Bücher teilt! Was mir ebena uch besonders gut gefällt ist, daß die der Hauptprogatonist eine Hobbydetektiv ist und quais durch zufall in die Fälle stolpert.
Gruß SilkeS.
SilkeS.
 
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Petra » Mi 31. Mär 2010, 10:29

Hallo zusammen,

erst mal zu meinem aktuellen Buch: "Mord unter Freunden" von Maria Ernestam. Binchen schrieb ja schon, dass sie gespannt ist auf meine Eindrücke. Zumal Du, Binchen, es ja schon kennst. Na, dann lege ich mal los. Ich bin jetzt zu ca. 1/3 druch (am - für mich verlängerten - Wochenende bin ich nicht zum lesen gekommen, sonst wäre ich wohl schon weiter).

So langsam habe ich Mari, Anna und Fredrik und ihre Probleme (aus der Vergangenheit resultierend) näher kennen gelernt. Hierin liegt für mich auch - wie schon in "Die Röte der Jungfrau" - die eigentliche Faszination, die Maria Ernestam auf mich ausübt. Z. B. Mari - bevor sie ihren Lebensgefährten David kennenlernte war sie anscheinend in ihrem Leben sehr unglücklich. Mir scheint, als habe sie sich selbst nicht genügt. In Irland, als sie David kennenlernte, blieb sie ja auch länger als sie geplant hatte. Wie sie sagt, weil ihr dagegen ihr vorheriges Leben wie ein dunkles schwarzes Loch vorkommt, in dem nichts Bedeutung hat und in dem sie versinken würde, wenn sie jetzt dorthin zurückkehren würde. So war bleiben ihr Rettungsanker. So kommt es herüber. Und das spiegelt sich auch in einem - für mich erschreckendem aber bezeichnenden - Satz. Als David sie fragt: "In welcher Wirklichkeit lebst Du?" Und sie sagt: "In Deiner Wirklichkeit lebe ich." Das hat mir zu denken gegeben. Man sollte sich nicht zu weit von sich selbst entfernen. Das Heil lieber in sich selbst suchen als bei jemand anderem. Man kann vielleicht für eine Weile entfliehen, aber irgendwann muss man sich der Leere in sich doch stellen. Und überhaupt: Es kann nicht gut sein in der Wirklichkeit eines anderen Menschen zu leben. Und dass sie das wirklich tut, schwingt zwischen den Zeilen schon deutlich mit. Ich bin gespannt was mir noch alles aus Maris Vergangenheit offenbart wird und wie sich ihr Leben künftig gestaltet. Sie scheint sich inzwischen ja wenigstens bewusst zu sein, dass sie nicht (mehr) glücklich ist in dem Zustand. Interessanter Erzählfaden.

Auch die Passagen um Anna sind sehr interessant. Ihr Verhältnis zu ihrer Tochter Fanditha. Und die Beziehung mit Greg, die sie ihrer Tochter geopfert hat. Und der sie innerlich immer noch sehr nachhängt. Was sich auch darin äußert, dass sie keine neue ernsthafte Beziehung eingeht, sondern viele kleine, unbedeutende. Die Wunde Greg ist nicht verheilt.

Auch interessant ist wie Fanditha ihre Mutter sieht. Was sie an ihr abstößt. Eigentlich würde ich Fanditha recht geben, wenn die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt würde. Dadurch, dass Anna es ist, die in diesen Passagen zu Wort kommt, entwickel ich ein großes Verständnis für sie. Ein größeres, als ich aus anderer Sicht für ihre Verrücktheiten hätte. Objektiv betrachtet würde ich wohl alllzu schnell dazu neigen, sie als unreif und verantwortungslos zu sehen. Dabei ist das ja nicht richtig. Wie Anna sich selbst Fanditha gegenüber verteidigt. Und ich muss ihr recht geben. Und so bekomme ich auf dieses Mutter-Tochter-Verhältnis einen interessanten Blickwinkel, der mir Fanditha als intoleranten Menschen aufzeigt. Ich verstehe zwar auch ihre Gründe. Aber daran sieht man mal, wie fatal es sein kann, wenn man auf Biegen und Brechen alles anders machen will als die Eltern (oder zumindest ein Elternteil). Oft flüchtet man sich dann ins krasse Gegenteil, was auch nicht gut ist!

Interessant somit auch dieser Erzählfaden. Auch über Fredrik habe ich schon etwas über seine Verletzungen erfahren. Und dann der Mord... das Erfüllen des Auftrags von Elsa Karlsten. Und die Ungewissheit untereinander (und für den Leser) wer es von den Dreien nun gewesen ist.

Und hier nun meine erste Vermutung. Da ich hier vielleicht für den ein oder anderen zu viel verrate (bzw. auf Ideen bringe, die jemand der noch selbst lesen will, nicht erfahren möchte), lieber in Spoilerschrift:

Ich vermute es ist Fredrik. So abwegig es auch sein mag. Denn die Szene, in der die Person ins Haus der Karlstens eindringt, wird ja eindeutig als eine SIE bezeichnet. Und Elsa Karlsten selbst berichtet ja später von einem Todesengel mit auffallenden Haaren. Da kommt mir als erster Fredrik in den Sinn - kam er mir aber schon bevor Elsa Karlsten von den Haaren erzählte. Denn Fredrik wurde von seinem Vater ja dazu gezwungen keine Memme zu sein. Unschuldige Tiere erlegen. Da musste er mitkommen. Und zu seiner Mutter hat er ja ein sehr schwieriges Verhältnis. Ich könnte mir vorstellen, dass er deshalb unübliche sexuelle Neigungen entwickelt hat. Auch seine immer kurzen Beziehungen, von denen hier die Rede ist. Und Miranda, die Frau, die er immer suchte und in diesem Tanzlokal gefunden hat. Miranda, mit der roten Langhaar-Perrücke. Ob er sich die wohl ausgeliehen hat? Das ist mein Verdacht. Obwohl ich das dann fast schon wieder zu offensichtlich finde, seit Elsa Karlsten sagte, dass sie die Person nicht erkannt hat und dass es vielleicht ja auch beabsichtigt war, damit sie nie in die Verlegenheit kommen könnte, jemanden exakt als Täter zu benennen. Weil sie es selbst nicht weiß. So könnte Maria Ernestam ja auch absichtlich ihren Lesern Fredrik als Täter schmackhaft gemacht haben. Dennoch... ich halte an ihm als Täter vorerst fest.

Wer es war, ist natürlich auch interessant. Aber wie schon bei "Die Röte der Jungfrau" steht die Tat gar nicht im Vordergrund. Sondern die Geschichte der Figuren. Mari, Anna, Fredrik. Und auch Elsa Karlsten. Und die Frage ob man jemanden töten darf, wenn man meint, er habe es verdient. In der Frage stehe ich im Moment an dem Punkt, dass man es vielleicht darf (z. B. um einer Elsa ein paar letzte schöne Jahre zu vergönnen - das ist doch nur gerecht. Und vielleicht dem Vater von Anna einen schönen Lebensabend gestatten zu können durch die nötigen finanziellen Mittel durch solch einen erfüllten Mordauftrag. Denn Annas Vater hat einen schönen Lebensabend mehr verdient als Elsas Mann. Und auch das Argument, dass man hier einem eh alten Menschen nur ein paar Jahre - die in der Größe des Universums nichts zählen - raubt). Aber ebenso komme ich an den Punkt, dass man es eigentlich trotzdem nicht kann! Denn die moralischen Prinzipien stehen uns Menschen im Weg. Zumindest den "guten Menschen", die eben solch einen Mord begehen müssten. Kann solch ein "guter Mensch" damit leben? Und kann eine Elsa ihren Lebensabend unbeschwert genießen? Wo sie weiß, dass sie sich das Recht genommen hat, den Auftrag zu erteilen ein anderes Leben dafür zu beenden? Interessante Fragen. Und ich bin gespannt, welche Antworten ich mir selbst noch darauf geben werde, im weiteren Verlauf des Buches.

Und nun zu Euren interessanten Leseerlebnissen! :-)

@Doris: Vielen Dank für Deine Meinung zu Alek Popov. So weiß ich, dass es Dir gefallen hat. Und auch dass es sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist, da stellenweise völlig überzogen und recht unkonventionell. Ich bin sehr gespannt auf das Buch. Ein erstes reinlesen hat mir sehr gefallen. Es hat mich direkt angesprochen und mich sofort ins Geschehen reingezogen. Wenn es so bleibt, dann ist das bestimmt was für mich. Überzogenheit mag ich in Büchern oft nicht so gern. Aber ich habe z. B. bei A. M. Holmes festgestellt, dass mir das schon auch liegen kann, wenn es gut und sinnvoll eingesetzt ist. Das erhoffe ich mir hier von Alek Popov auch. Und das Cover - das ist einfach zum verlieben! ;-)

Auf Deine Eindrücke zu "Die Büchersammlerin" bin ich schon sehr gespannt! Es kam gleichzeitig mit dem Popov bei mir an. Ich musste es leider zurück schicken, da es verknickt war. Ich habe es jetzt noch mal neu bestellt - diesmal in der Orts-Buchhandlung. Ich hole es morgen ab, wenn ich da nach dem Einkaufen vorbei komme. Ich freue mich sehr darauf, denn reingelesen hatte ich schon, als ich das beschädigte Exemplar bekam. Gefällt mir sehr gut! Bitte berichte ob es die ersten Eindrücke halten kann!

@NatiFine: Dein Leseerlebnis mit William Goldmanns "Die Brautprinzessin" freut mich sehr! Ich hatte damals ja das Hörbuch gehört und war hin und weg! Und dass Du bei einem Mädchen am Urlaubsort damit Interesse an Büchern wecken konntest, ist wirklich klasse! Zumal wenn man den Bezug zum Buch bedenkt, in dem die Figur auch nichts für Bücher übrig hat(te). :-)
Schöne Geschichte - Danke fürs teilhaben lassen!

Und sehr schön zu hören, wie sehr Dich die Geschichte um Butterblume begeistert! :-) (Ich kann mich noch an so manche Stelle erinnern, die mich laut hat lachen lassen... z. B. ein Fechtkampf. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: Wenn Du irgendwann die Geschichte nochmal erleben willst, kann ich Dir das Hörbuch wärmstens empfehlen! Es gehört zu den am genialsten vorgetragenen Hörbüchern die ich je gehört habe! Wie ich sehe, hat Britti Dir das nachträgliche Hören auch schon empfohlen.)

@Herr Herbert: Du hast mich dazu angeregt einen gesonderten Thread zu eröffnen über Filme, die besser gefallen als das Buch. Denn sowas ist ja selten. Aber es passiert gelegentlich. Dir ging es so mit dem Film zu "Die Brautprinzessin". Das hat mich zu dem Thread angeregt.

Schön, wieder von Dir zu hören und auch, dass Du so zufrieden mit Deinem bisherigen Lesejahr bist. Der neue Coetzee interessiert mich auch, nachdem ich letztes Jahr von "Schande" (meine :arrow: Rezension dazu) so begeistert war. Ich wollte das Buch unbedingt lesen bevor ich mir den Film mit John Malkovich anschaue. Berichte bitte mal, wenn Du den neuen Coetzee liest, ja? Der Autor interessiert mich sehr. Was kennst Du bislang schon von ihm? Und wie haben Dir die Bücher gefallen? Welches mochtest Du besonders?

Falls Du Dich mal an einer Rezension versuchen magst, würde ich mich freuen!

@Turni: Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht zu Nicci Frenchs "Acht Stunden Angst". Eines der Bücher, die ich von dem Autoren-Duo noch nicht gelesen habe. Thematisch lockte es mich weniger als andere von ihnen. Und die Kundenrezensionen bei Amazon waren auch nicht so begeistert. Das hat mich abgehalten. Zumal ich weiß - was auch SilkeS. hier schrieb - dass leider nicht alles von Nicci French gleich gut ist. "Das rote Zimmer" fand ich z. B. grottenschlecht. Und andere nicht wirklich herausragend. Verzichtbar. Ganz besonders gut fand ich hingegen "Höhenangst" und "Der Sommermörder". Danach kommt "In seiner Hand". Dann "Bis zum bitteren Ende" und "Der falsche Freund". Aber wenn Du es nochmal mit Nicci French versuchen willst, dann am besten mit Höhenangst oder dem Sommermörder. Das wäre meine Empfehlung an Dich. Die lohnen wirklich - wie ich finde!

@Silke: Was Du über Gert Nygardshaug schreibst, klingt spannend. Ich habe eben schon mal ein wenig nachgelesen. Für mich macht den Hobbydetektiv reizvoll, dass er Wein liebt und Restaurantbesitzer ist. Auch dass er mit Johan Theorin verglichen wird, gefällt mir. Denn für den Autor habe ich mich ja kürzlich begonnen zu interessieren. Danke für den schönen Tipp, der mir ohne Dich entgangen wäre!
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon NatiFine » Do 1. Apr 2010, 06:47

Liebe Petra,

jetzt bin ich überzeugt! Die Brautprinzessin werde ich mir auch als Hörbuch zulegen. Alle, die zu diesem Thema geschrieben haben, loben das HB über die Maßen. Mit einem Preis von neu 39,90€ oder gebraucht incl. Porto nicht unter 30,00€ warte ich auf die besondere Gelegenheit. Du kennst das doch auch,....wenn man sich mal was gönnen oder sich belohnen möchte.

Ganz liebe Grüße
NatiFine
Liebe Grüße
Renate

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Petra » Do 1. Apr 2010, 10:10

Hallo zusammen,

noch ein paar Gedanken zu meinem momentanen Lesestoff - "Mord unter Freunden". Besonders an Binchen gerichtet, die das Buch ja schon kennt. Aber in Spoilerschrift:

Es könnten natürlich auch Miranda oder David gewesen sein. Beiden wurde ja vor dem Mord von Elsas Auftrag erzählt. Und der Verdacht, dass es Miranda sein könnte, verstärkt sich natürlich wiederum erstens durch das SIE, zweitens das Haar, drittens ihre sich gerade entpuppende Geldgier um ihren Traum erfüllen zu können. Armer Fredrik. Da hat er sich ja ein Früchtchen geangelt. Aber Mari beneide ich um ihre Abhängigkeit von David auch nicht! Was Fredrik in der Kindheit angetan wurde ist auch schwer zu verdauen. Ich sage nur Kaninchen. Schlimm, einem Kind solche Schuldgefühle aufzubürden. Schuld sein, dass die Kaninchen doch noch sterben mussten. Sehr indirekt Schuld sein, aber dennoch... Das ist psychische Grausamkeit!


@NatiFine: Dass wir Dich für das Hörbuch von "Die Brautprinzessin" noch zusätzlich erwärmen können, freut mich wirklich sehr! Die Einleitung ist noch nicht so toll (gut, aber nicht herausragend). Da liest Bela B.. Aber warte - ab der 2. CD liest Jochen Malmsheimer die eigentliche Geschichte. Was für ein Genuss! :-)

Du hast Recht: Das Hörbuch ist sehr teuer! Halte Ausschau nach einer guten Gelegenheit. Es lohnt sich - sehr sogar! :-)
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Britti » Do 1. Apr 2010, 12:35

Hallo zusammen.

@Petra, man du machst mich sowas von neugierig auf Mord unter Freunden...das muss ich haben! Ich bin ja nächste Woche wieder in NRW und dann werde ich mal einen Besuch im Sternverlag planen, ich hoffe die Zeit reicht ;) Da werde ich auf jeden Fall die Augen nach Frau Ernestam aufhalten!!!

Ich bin gestern mit Und morgen sind wir glücklich fertig geworden. Was für ein Buch. So anders halt :) Dazu mehr im A. M. Homes Thread.

Nun fange ich was neues an. Ich brauche mal wieder einen Thriller denke ich. Ich habe kurz reingelesen und es hat mich angesprochen. Hier der erste Satz und dann könnt ihr alle raten was es ist *g* Ich schreibe den Titel mal in Spoilerschrift ;)

> Es war ein langer Tag gewesen. Ein bemerkenswerter außerdem, auf eine dunkle, beunruhigende Weise.
(Okay es waren zwei Sätze...und was ist es?)

Geheimtinte ein: Die Gottesanbeterin von Patrick Redmond
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Martina » Fr 2. Apr 2010, 12:56

Hallo Ihr Lieben,

ich bin leider noch nicht dazu gekommen, Eure vielen Beiträge zu lesen. Ich habe ein wenig überflogen, aber mehr schaffe ich gerade leider nicht. :oops:

Ich habe heute morgen "Allwissend" von Jeffery Deaver beendet. Binchen schrieb bereits in Hörbücherforum davon. Mir hat es sehr, sehr gut gefallen. Überraschende Wendungen auch für mich, aber eine in sich gute Story. Das Thema bloggen, Internet, zu viel preisgeben über sich im Internet usw. war für mich gut rübergebracht.

Mir waren es nicht zu viele Wiederholungen, was die Verhörmethoden von Kathryn anging. Es wurde zwar mehrmals erwähnt, aber für mich nicht zu ausführlich oder störend. Die persönlichen Gefühle und Entwicklungen von Kathryn fand ich auch gut dargestellt. Hier schlägt vermutlich wirklich die Kürzung für das Hörbuch zu. Kathryn persönliche Situation wurde zwar immer nur kurz zwischendurch beleuchtet, aber genau so fand ich es gut und authentisch. Wenn man/frau sich in die Arbeit verbeisst, ist eben oft nur wenig Zeit für das Privatleben. Und diese Gedanken schiessen einem immer mal zwischendurch durch den Kopf, müssen dann aber der Arbeit wieder weichen. Und trotz allen Stresses bleibt aber dann doch kurz Zeit, die Familie zu treffen. Und damit kommen dann auch Gefühle und eben auch ein schlechtes Gewissen hoch. War für mich gut dargestellt.

Was ich als nächstes lesen werde, weiß ich noch nicht. Ich brauche leichte Kost, die auch mal länger liegen kann, ohne dass ich den Anschluss völlig verliere. Ich hoffe, ich komme dazu zu berichten, was es geworden ist.
Liebe Grüße
Martina
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