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Markus Zusak / Die Bücherdiebin

Beitragvon Momo111 » Di 21. Aug 2012, 18:28

Hallo, ihr Lieben,

kann man auch über Gefühle schreiben?

Also, es gibt Stellen, bei denen mir die Tränen flossen.

Ich finde es wahnsinnig, wie so ein junger Autor so authentisch schreiben kann, zumal noch von einer Zeit, die er selber gar nicht miterlebt hat.

Weinen musste ich bei der Textstelle, als die kleine Liesel, die Bücherdiebin, alle ihre kleinen Schätze, drei gestohlene Bücher und zwei von ihren Pflegeeltern geschenkte Bücher verbrennen lassen musste, da sie einen Juden bei sich versteckten, dessen Vater einst ein gute Freund des Pflegevaters war, und sie gemeinsam durch den ersten Weltkrieg zogen, nur dass der Kamerad eben den ersten Weltkrieg nicht überlebte. Der Kamerad brachte ihm das Spiel auf dem Akkordeon bei, und die Musik schweißte sie noch mehr zusammen. Der Pflegevater suchte seine Familie auf, auch um ihnen das Akkordeon zu übergeben, aber die Frau des Gefallenen überließ ihm das Instrument. Hans Hubermann hinterließ der Familie seine Adresse mit der Bitte, sich an ihn wenden zu dürfen, sollten sie mal seine Hilfe brauchen.

Zwanzig Jahre später stand schließlich der damals zweijährige Sohn nun als ein erwachsener Mann vor der Haustüre Hubermanns, um Schutz zu suchen. Seine Familie wurde von der Gestapo längst inhaftiert und die Mutter konnte ihm gerade noch schnell genug die Adresse Hubermanns in seine Brustrache stecken.

Die Kleine Liesel weint dermaßen herzzerbrechend, als Hans Hubermann ihr die Bücher zum Verbrennen wegnehmen musste, um sich nicht zu gefährden, jetzt, nachdem sie illegal einen Juden bei sich versteckten... . Ich musste hier mitweinen... .
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Re: Markus Zusak / Die Bücherdiebin

Beitragvon Didonia » Di 21. Aug 2012, 20:39

Momo111 hat geschrieben:Hallo, ihr Lieben,

kann man auch über Gefühle schreiben?



Aber unbedingt, liebe Momo :D

Bei manchen Büchern gehören Gefühle einfach mit dazu, denke ich. Positive wie Negative. Das geht bei mir schon los, dass ich so einem richtigen Fiesling am liebsten den Hals umdrehen möchte.
Und bei besonders schönen oder traurigen Stellen habe ich sehr nah am Wasser gebaut. Bei Büchern wie bei Filmen.

In "Nah und fern" erzählt Nicholas Sparks über seine Familie, da habe ich an einer Stelle geheult wie ein Schlosshund.
Oder kennst du den Film "Braveheart" mit Mel Gibson? Bei der Schlussszene, als er sein letztes Wort schrie: Freiheit. Das ging mir so durch Mark und Knochen, da konnte ich gar nicht mehr aufhören zu Heulen.

Aber um wieder auf Dein Buch zurückzukommen. Du machst mich sehr neugierig. Ich werde es sicher doch noch dieses Jahr lesen :)
"Eine Versuchung wird man nur los, indem man ihr nachgibt."

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Re: Markus Zusak / Die Bücherdiebin

Beitragvon Momo111 » Di 21. Aug 2012, 21:02

Didonia hat geschrieben:
Momo111 hat geschrieben:Hallo, ihr Lieben,

kann man auch über Gefühle schreiben?



Aber unbedingt, liebe Momo :D

Bei manchen Büchern gehören Gefühle einfach mit dazu, denke ich. Positive wie Negative. Das geht bei mir schon los, dass ich so einem richtigen Fiesling am liebsten den Hals umdrehen möchte.
Und bei besonders schönen oder traurigen Stellen habe ich sehr nah am Wasser gebaut. Bei Büchern wie bei Filmen.

In "Nah und fern" erzählt Nicholas Sparks über seine Familie, da habe ich an einer Stelle geheult wie ein Schlosshund.
Oder kennst du den Film "Braveheart" mit Mel Gibson? Bei der Schlussszene, als er sein letztes Wort schrie: Freiheit. Das ging mir so durch Mark und Knochen, da konnte ich gar nicht mehr aufhören zu Heulen.

Aber um wieder auf Dein Buch zurückzukommen. Du machst mich sehr neugierig. Ich werde es sicher doch noch dieses Jahr lesen :)


Danke, Didonia, ich sehe es auch so wie du... ., was das Tränenflißen betrifft. Ich denke, dir wird das Buch auch serh gut gefallen. Sibylle hatte mir einen Link zukommen lassen, und selbst Clio u.a. User fanden das Buch klasse. Man kann das Buch schwer wieder weglegen, wobei ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, rein zu kommen... . Bin jetzt in meinem Blog und Schreib ordentlich was zusammen... :) .
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Markus Zusak / Die Bücherdiebin (1)

Beitragvon Momo111 » Di 21. Aug 2012, 22:47

Erste Buchbesprechung der o. g. Lektüre
(bis S. 260)

Ich bin von dem Buch sehr angetan. Ich finde es wahnsinnig, wie so ein junger Autor so authentisch schreiben kann, zumal noch von einer Zeit, die er selber gar nicht miterlebt hat. Wie aus dem Klappentext zu entnehmen ist, ist damit der Nationalsozialismus gemeint, (s.u.). Die Charaktere und die historischen Ereignisse sind recht authentisch wiedergegeben.

Die Sprache ist fantasievoll und verspielt. Vom Sprachniveau her erinnert mich Zusak zusätzlich noch an Hans Fallada.

Auf den ersten zweihundertsechzig Seiten gibt es so viele schöne Szenen, die ich am liebsten alle festhalten möchte. Mal schauen, wie weit ich komme... .

Die Thematik ist wie immer schon im Klappentest wiedergegeben, so dass ich mich jetzt einfach mitten in das Geschehen einreihe... .

Wichtige Romanfiguren sind die Familie Hubermann, die die kleine neujährige Liesel als Pflegekind bei sich aufnehmen. Die Hubermanns haben zwar selbst zwei Kinder, beide sind aber erwachsen und schon aus dem Haus...

Hans Hubermann junior arbeitete in der Münchener Innenstadt, und Trudi hatte eine Anstellung als Hausgehilfin. Bald schon würden beide in den Krieg ziehen. Die eine würde Munition herstellen, der andere damit schießen.


Der letzte Satz hat mich etwas betroffen gemacht, denn irgendwie steckt darin auch etwas Absurdes.

Auch eine Geschäftsinhaberin Frau Lindner hatte mich beschäftigt. An den Wänden hingen viele Porträts von Adolf Hitler, und sie bediente nur den Kunden anständig, der mit einem akkuraten Hitlergruß ihren Laden betritt. Dass sie so sehr für Hitler anhimmelte, macht sich für mich dadurch bemerkbar, dass Hitler quasi die Personifizierung ihres eigenen Menschenbildes darstellte. Ihr inneres Menschenbild wurde nach außen hin lebendig... .

Selbst die Kinder behandelte sie als Kunden recht unterschiedlich. Liesel, die sich mittlerweile bei den Hubermanns eingelebt hat, hatte einen wichtigen Freund gefunden, namens Rudi Steiner. Rudi war schon der Hitlerjugend beigetreten und kannte sich mit den Zeremonien des Dritten Reichs schon recht gut aus, während diese für Liesel noch recht fremd sind, und sie selbst einige Zeit später in die Hitlerjugend für Mädchen beitritt, aber nicht, weil die Hubermanns Anhänger von Hitler waren, im Gegenteil:

Hans Hubermann konnte keiner Partei beitreten, die andere Menschen derart zu Feindbildern verzerrte.


Als sie beide das Geschäft von Frau Lindner betraten, missglückte Liesel der Hitlergruß und Rudi wies sie darin zurecht. Kurze Zeit später haben die Kinder auf der Straße einen Penny gefunden und gingen in den Laden von Frau Lindner, um sich mit dem Penny ein paar Bonbons zu kaufen, die sie sich untereinander aufteilen wollten. Doch Frau Lindner, der der ungeübte Hitlergruß Liesels noch recht gut in Erinnerung behielt, gab nur ein Bonbon heraus, und zwar an Rudi Steiner. Die Kinder gingen also raus auf die Straße und versuchten das Bonbon in der Mitte durchzuschneiden, allerdings ohne Erfolg. Das Bonbon war viel zu hart, um geteilt zu werden. Also beschlossen sie, sich mit dem Lutschen abzuwechseln. Jeder durfte in jeder Runde zehnmal lutschen, das ging im Wechsel immer hin und her, bis das Bonbon ausgelutscht war.

Diese Szene hat mir auch sehr gut gefallen und zeigt die Tiefe einer Freundschaft dieser beiden Kinder.

Auch wenn Rudi Steiner der Hitlerjugend beigetreten war, so war er von seinem Verhalten her kein wirklicher Nazijunge. Rudi Steiner war ein ganz gewöhnliches Kind, interessierte sich für Fußball und andere sportliche Aktivitäten. Er hatte ein Idol, der Jessen Owens hieß und von der Hautfarbe her schwarz war. Irgendwann begriff er, das Schwarze in der Nazidiktatur auch nicht erwünscht waren, und ohne tatsächlich zu begreifen was er tat, machte er ein Spiel daraus. Mit Kohle bemalte er seine Haut und sein blondes Haar. Unbewusst als Protest.

Er war der Verrückte, der sich schwarz angemalt und die Welt besiegt hatte.


Das hat mir gut gefallen. Sein Vater, Alex Steiner, ist zwar der NSDAP - Partei beigetreten, weil das alle machten, aber er hegte keinerlei Vorbehalte gegen Juden.
Und Liesel? Liesel war ein verträumtes Mädchen, in

(deren) Erinnerung der Mond in dieser Nacht wie an den Himmel genäht (war). Drumherum waren Wolken gestickt.



Liesel konnte auch gut Fußball spielen und auch Jungen verprügeln. Und sie konnte eine große Begeisterung für Bücher entwickeln, obwohl sie unter erschwerten Bedingungen die Schriftsprache erworben hatte. Ihr Pflegevater Hans Hubermann, der sich sehr liebevoll um seine Liesel kümmerte, brachte ihr dies bei. Die Schule selbst versagte an solchen Kindern, die unter schweren Lebensbedingungen aufwuchsen. Liesel war ein durch viele Todesfälle in der Familie traumatisiertes Kind, bevor sie in die neue Familie kam, und der Pflegevater tat alles, um Liesel aus dem Trauma zu verhelfen.

Liesel wurde in der Schule wegen ihrer Leseschwäche von Jungen gehänselt, die sie schließlich ordentlich verprügelte, und sich dadurch bei ihnen Respekt verschaffte, auch wenn sie daraufhin von ihrer Lehrerin, eine katholische Ordensfrau, böse mit dem Lineal auf den Hintern verdroschen wurde. Die Lehrerin war nicht in der Lage zu eruieren, was das Mädchen zu ihrer Aggression brachte, denn schließlich verdiente der Lästerer es, bestraft zu werden, wenn auch auf eine andere Art, als die mit dem Lineal... .

Auf der Seite sechsundneunzig geht es um gewisse Vorlieben der Deutschen im Dritten Reich, die ich gerne mit dem Zitat zum Ausdruck bringen möchte:

(Das Nazideutschland war) auf eine gewisse Weise Schicksal. Man behauptet, dass das Nazi-Deutschland auf Antisemitismus erbaut wurde, auf einem übereifrigen Führer und einer Nation von mit Hass übervölkerten Heuchler. Aber das alles hätte zu nichts geführt, wenn die Deutschen nicht eine ganz besondere Vorliebe gehabt hätten:
Etwas zu verbrennen.
Die Deutschen liebten es, Dinge zu verbrennen. Geschäfte, Synagogen, Reichstagsgebäude, Häuser, persönliche Gegenstände, die Leichen ermordeter Menschen und natürlich: Bücher. Eine gute Bücherverbrennung war Gold wert - und gab nebenbei all jenen, die eine Schwäche für Bücher hatten, die Gelegenheit, Exemplare zu ergattern, die sie unter normalen Umständen nie in die Hände bekommen hätten.



Zu diesen Menschen zählte auch Liesel Memenge. Liesel war bei der Bücherverbrennung dabei, ihr Pflegevater begleitete sie dorthin. Sie näherte sich nach der Verbrennung der Asche zu:

Die Hitze war immer noch stark genug, um sie zu wärmen, als sie bei der Asche stand. Sie griff mit der Hand hinein und wurde gebissen, aber beim zweiten Versuch war sie schneller. Sie packte das Buch, das ihr am nächsten war. Es war heiß, aber es war auch nass, nur an den Ecken verbrannt und ansonsten unverletzt. (…) Aus ihrem Mantelkragen kräuselte sich Rauch. Um ihre Kehle hatte sich ein Band aus Schweiß gelegt. Unter ihrem Hemd wurde sie von dem Buch aufgezehrt.

Eine weitere Szene hat mir gut gefallen. die Szene mit der Bürgermeistersfrau, namens Elsa Hermann. Elsa Hermann wirkt ein wenig depressiv und in sich gekehrt. Sie selbst ist eine große Bücherliebhaberin und besitzt auch eine große Bibliothek. Ihre Depression erkläre ich mir dadurch, dass sie die Bücherverbrennungen schockierte, und sie ihren Protest nicht zum Ausdruck bringen durfte, und so flüchtete sie quasi in ihr Innenleben. Liesel lernte Frau Hermann durch einen regelmäßigen Arbeitsauftrag kennen, den sie durch ihre Pflegemutter für sie tätigte. Frau Hermann beobachtete Liesel dabei, als sie ein Buch aus der Bücherasche angelte. Dadurch kamen die beiden sich ein wenig näher. Immer wenn Liesel bei Frau Hermann des Auftrags wegen auftauchte, zeigte Frau Hermann der Liesel eine Reihe von Buchbänden, die sie sich auf dem Boden sitzend anschauen und durchblättern durfte. Eine verbale Kommunikation fand zwischen den beiden aber (noch) nicht statt. Sie verstanden sich auch nonverbal.

Liesel und Rudi schlossen sich einer jugendlichen Gaunerbande an, die sich ausschließlich auf den Diebstahl von Lebensmitteln verstand. In dieser Bande waren alles Kinder und Jugendliche aktiv, die unter großen Hungergefühlen litten. Die Lebensmittel waren in den Läden rationiert, und reichten nicht für alle aus.... Die Jugendlichen halfen sich aus, indem sie bei den Bauern sich selbst bedienten, um ihren quälenden Hunger zu stillen. Liesel und Rudi mussten allerdings vor dem Bandenführer Arthur auch eine Mutprobe über sich ergehen lassen, um aufgenommen zu werden:

"Habt ihr schon mal was gestohlen?"
" Klar", brüstete sich Rudi. "Schon oft". Er spielte seine Rolle nicht sehr überzeugend.
Liesel war präziser. "Ich habe zwei Bücher gestohlen", woraufhin Arthur dreimal kurz schnaubend lachte. (...)
" Bücher kann man nicht essen, Süße."



Hier schließe ich nun, und hebe mir eine besonders wichtige Szene für morgen auf, platziere sie auf einer separaten Seite, damit die Buchbesprechung nicht zu lang wird. Morgen setze ich mit der Szene fort, als der untergetauchte Jude bei den Hubermanns eine Freundschaft mit Liesel entwickelte und ihr zum Geburtstag ein selbstgemachtes Büchelchen schenkte, das entstanden ist aus Hitlers Buch "Mein Kampf".
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Markus Zusak / Die Bücherdiebin (2)

Beitragvon Momo111 » Mi 22. Aug 2012, 11:51

Nächste Szene: Liesel feiert ihren zwölften Geburtstag, und Max zeigt sich etwas verstimmt darüber, dass er kein Geschenk für seine kleine Freundin hatte. Zwischen ihnen beiden ist auch so etwas wie eine kleine Freundschaft entstanden. Max konnte nicht aus seinem Versteck raus, lebte im Keller und besaß kein Geld. Er war in Besitz eines einzigen Buches. Das Buch von Hitler Mein Kampf. Er riss aus dem Buch einige Seiten heraus, die er mit Farbe weiß pinselte und malte schöne Zeichnungen hinein, und schrieb dazu den passenden Buchtext. Eine kleine Autobiografie zwischen der Freundschaft von Max und Liesel. Dieses Büchelchen ist auch im Buch mitabgedruckt und es ist nach meinem Geschmack zu urteilen ein sehr schönes geglücktes kleines Werk, womit er nachträglich Liesel überaus positiv überraschen konnte.

Was sich nicht alles aus Mein Kampf machen lässt? Man kann es lesen, oder etwas Neues aus dem Buch kreieren.
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Markus Zusak / Die Bücherdiebin (3)

Beitragvon Momo111 » Mi 22. Aug 2012, 22:06

Dritte Buchbesprechung der o. g. Lektüre
(von Seite 260 - 399)

Das Buch fesselt mich immer mehr.
Wer nicht weiß, was (menschliche) Liebe ist, dem empfehle ich unbedingt dieses Buch. Das Buch strahlt so viel Seele aus, je mehr Liebe in ihm wohnt.

Ähnlich wie gestern möchte ich wieder ein paar mir bedeutungsvolle Szenen festhalten.

Ich komme nochmals zurück zu der Bürgermeistersfrau Ilsa Hermann. Die Bücherverbrennung war nicht Grund ihrer Depression, wie sich´s später herausstellte. Sie betrauert noch um ihren vor zwanzig Jahren im ersten Weltkrieg gefallen Sohn, von dessen Tod sie sich nicht wieder erholen konnte.

Frau Hermann kündigte den Hubermanns den Arbeitsauftrag und wollte Liesel als Entschädigung ein Buch aus ihrer Bibliothek schenken. Liesel zeigte sich erst sprachlos, zeigte ihre Betroffenheit schließlich mit bösen Worten. Ich vermute, dass sie traurig war, dass auch der Kontakt zur Bibliothek abgebrochen wurde. Sie warf Frau Hermann das Buch vor die Füße, weil sie nicht gekauft werden wolle... .

Sie konnte es nicht ertragen, dass diese einsame, erbärmliche Frau es ihr schenkte. Es zu stehlen schien ihr akzeptabler zu sein. Wenn sie es stahl, dann hatte sie irgendwie - merkwürdigerweise - das Gefühl, es sich verdient zu haben.


Die Worte trafen Frau Hermann, sie reagierte aber darauf nicht. Jedenfalls nicht offensichtlich... .

Nach einer gewissen Zeit sehnte sich Liesel nach der Bibliothek zurück und beschloss mit Rudi, in die Bibliothek einzubrechen, um sich ein Buch zu stehlen. Sie inspizierten das Haus Hermanns und die Eingänge, sowie auch die Fenster. Beim zweiten Rundgang, an einem anderen Tag, befand sich das Fenster zur Bibliothek im Erdgeschoss offen, so dass Liesel es leicht hatte, einzudringen, und sich das zu nehmen, was sie brauchte. Sie stahl nur ein Buch. "Der Pfeiffer", eigentlich das Buch, das Frau Hermann ihr schenken wollte.
Wenige Tage später wiederholte sie ihren Einbruch, und wieder und wieder, bis sie sich fragte, ob Frau Hermann nicht absichtlich das Fenster offen hielt, extra für ihre kleine Bücherdiebin. Beim nächsten Diebstahl fand sie direkt vor dem Fenster einen DUDEN. Das war dann offensichtlich. Als Liesel sich das Buch stahl, und sie auf dem Heimweg zurück auf das Haus Hermanns schaute, sah sie hinter dem Fenster die Bürgermeistersfrau stehen, die leise und dezent der Liesel zuwinkte. Liesel erwiderte ihren Gruß und grüßte leise und dezent zurück.

Mich hat diese Szene dermaßen berührt, dass ich es gar nicht mit Worten auszudrücken vermag. Aber es ist ein super Gefühl... . Bin gespannt, wie sich dies nun fortsetzen wird, nachdem Stehlende und Bestohlene nun voneinander wissen.

Max, der noch immer im dunklen Keller lebt, wünscht sich von Liesel die Wetterschau. Sie rennt raus und betrachtet sich den Himmel, als sie schließlich wieder zu Max rennt:

"Der Himmel ist heute blau, Max, und oben hängt eine große, lang gezogene Wolke, die aussieht wie ein Seil. Am Ende hängt die Sonne wie ein gelbes Loch…"


Max wird krank. Die Dunkelheit und die Kälte, sowie auch die Lebensmittelknappheit macht ihm zu schaffen, obwohl die Hubermanns sich so viel Mühe geben, und ihn wenigstens im Winter nachts oben schlafen lassen. Max liegt lange im Koma und Liesel liest ihm aus ihren Büchern vor. Auch sammelt sie Gegenstände von der Straße auf, um sie ihm als Geschenk hinzulegen und davon berichtet, quasi Geschichten über die gefundenen Gegenstände erzählt. Auch die Wetterberichte blieben nicht aus.
Liesel befindet sich gerade draußen, betrachtet sich wieder den Himmel und findet, dass eine Wolke recht ungewöhnlich ausschaut. Liesel holt ihren Vater, um ihm die Wolke zu zeigen:

Er hob den Kopf und sprach das Offensichtliche aus: "Du solltest sie Max schenken, Liesel. Vielleicht kannst du sie auf den Nachttisch legen, wie all die anderen Sachen."
Diese schaute ihn an, als ob er den Verstand verloren hätte.
"Wie soll das gehen?"
Er klopfte sanft mit seinen Fingerknöchel gegen ihren Schädel. "Präge sie dir ein. Und dann schreibe sie auf."
(...) Sie stellte sich vor, wie die Wolke von ihrer Hand in seine glitt, durch die Decken hindurch, und sie schrieb es auf ein Stück Papier, auf das sie den runden, flachen Stein legte.


Liesel beschäftigte sich auch später noch mit dem Himmel, und träumte vor sich hin, was sich wohl dahinter verbergen würde:

Manchmal stelle ich mir vor, wie es über diesen Wolken aussah. Ich wusste ohne Zweifel, dass die Sonne blond war und die endlose Atmosphäre ein einziges, riesiges blaues Auge.


Was mit dem blauen Auge und der blonden Sonne gemeint sein könnte, das kann man sich aus dem Kontext im Buch herauslesen, da Liesel diese Symbole nun auch auf die politische Lage übertrug. Diese beiden Metaphern blonde Sonne und blaues Auge, haben mir auch recht gut gefallen.

Ich bin nun recht gespannt, wie es in dem Buch weitergeht, deshalb mache ich jetzt hier Schluss.
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Markus Zusak / Die Bücherdiebin (4)

Beitragvon Momo111 » Fr 24. Aug 2012, 01:27

Wenn ich so viel schreibe, dann habe ich das Gefühl, ich lese euch aus den Büchern vor... .

Es folgt nun meine letzte Buchbesprechung zu dem Buch und empfehle den LeserInnen, diese Seite schnellstmöglich wieder zu verlassen, die oder der die Absicht hat, das Buch selbst auch zu lesen, wobei ich niemals etwas zu den Ausgängen verraten habe. Aber vielleicht fühlt ihr euch angespornt, das Buch trotzdem zu lesen, für die, die die Buchbesprechung mitverfolgt haben.

Es gibt wirklich viele Helden in dem Buch. Liesel, Hans Hubermann und seine Frau Rosa, Rudi Steiner, Max, dessen Familienname ich immer vergesse, und die Bürgermeistersfrau Ilsa Hermann. Sie sind für mich alle Helden... . Werde mich aber dazu nicht ausführlich äußern... .

Interessant ist auch der Erzähler, den ich bisher auch noch unerwähnt gelassen hatte. Der Erzähler ist eine Personifizierung zu etwas, das allgegenwärtig ist und überall lauert... . Er stirbt erst aus, wenn es keine Lebewesen mehr gibt. Er bewundert die Menschen, die genug Verstand hätten, um zu sterben. Mehr verrate ich nicht.

Beginnen möchte ich jetzt nochmals mit Ilsa Hermann, die in ihrer Bibliothek für Liesel einen Brief hinterlassen hat, aus dem hervorgeht, dass sie nach dem ersten Einbruch ihre Fußspuren hinterlassen hatte, die Liesel verrieten. Es folgt ein kleiner Ausschnitt aus dem Brief:

Ich war froh, dass du dir genommen hast, was ohnehin dir gehört. Dann begann ich einen Fehler. Ich dachte, es wäre zu Ende.
Als du zurückkamst, hätte ich wütend sein sollen, aber ich war es nicht. Das letzte Mal konnte ich dich hören, aber ich beschloss, Dich in Ruhe zu lassen. Du nahmst Dir jedes Mal nur ein Buch, und es wird tausend Besuche dauern, bis sie alle weg sind. Ich hoffe nur, dass du eines Tages an die Haustür klopfen wirst und das Haus auf anständige Weise betreten wirst.



Selbst Rudi ist nun dahinter gekommen, dass es wohl Absicht war, dass Ilsa Hermann das Fenster zur Bibliothek extra für ihre heimliche Freundin offen hat stehen lassen:

"Du bist gar kein Diebin. (…) Die Frau lässt dich herein. Sie stellt dir sogar Plätzchen hin, Himmel nochmal. Das kann man doch wohl kaum Stehlen nennen. Stehlen, das ist, was die Wehrmacht tut.. Nimm zum Beispiel dein Vater, und meinen." (…) Er trat gegen einen Stein, der metallisch klingt und gegen ein Tor prallte. Rudi ging schneller. "All diese reichen Nazis da oben, in der großen Straße, in der Gelbstraße, in der Heidestraße."


Mit der Gelbstraße waren wohl die Juden gemeint, die von den Nazis eingenommen wurden, und die Heidestraße, na, das kann man sich wohl denken.


Es ist Fliegeralarm, und alle aus der Himmelsstraße, das sind auch die Hubermanns rennen in den Luftschutzkeller bei den Fiedlers, außer natürlich Max, der im Keller der Hubermanns zurückbleiben musste, was sehr das Gewissen der Hubermanns belastete. (Immer sind es die falschen, die unter Schuldgefühlen leiden).

Max nutzt die Gelegenheit, um aus dem Keller rauszukommen, und sich nach langer, langer Zeit mal wieder die Gestirne am Firmament zu betrachten, über die er schließlich schrieb:

Von einem Fenster in der Himmelsstraße auf, (...) setzten die Sterne meine Augen in Brand.


Die Menschen in den Luftschutzkellern waren voller Ängste, hielten sich an den Händen, viele waren untröstlich, bis schließlich Liesel ihr Buch auspackte und anfing, vorzulesen.

Sie wagte nicht auf aufschauen, aber sie fühlte die verängstigten Augen, die an ihr hingen, während sie die Worte ein- und ausatmete. Eine Stimme spielte in ihrem Innern die Noten. Dies, so sagte die Stimme, ist dein Akkordeon.
Das reißen der Seite, die umgeblättert wurde, schnitten sie in Stücke.
Liesel las weiter.
Etwa zwanzig Minuten lang verschenkte sie die Geschichte. Die kleinen Kinder wurden ruhig beim Klang ihrer Stimme, und alle anderen sahen Bilder vom Pfeifer vor sich, der vom Tatort floh. Liesel nicht. Die Bücherdiebin sah nur den Mechanismus der Worte- ihre Körper, die auf dem Papier Lagen, niedergeschlagen, damit sie darüber geben konnte. (…)



Beim nächsten Fliegerangriff hielten sich die Leute stundenlang im Luftschutzkeller auf. Liesel las ihnen über fünfzig Seiten aus ihrem Buch vor. Für viele war dies die seelische Rettung, nicht ständig an die existentielle Bedrohung zu denken.

Dann gibt es noch eine Nachbarin von Hubermanns, deren beide Söhne sich im Krieg befanden. Der eine wurde tödlich verwundet, ihm wurden beide Beine wegbombadiert und die Mutter gerät in eine seelische Starre. Viele Nachbarn, vor allem die Hubermanns, versuchten sie zu stärken, als schließlich auch der heimgekehrte zweite Sohn in eine Krise verfällt, weil die trauernde Mutter ihn als zurückgekehrten Sohn nicht ausreichend gebührte und weil er bei dem Hinfall seines Bruders durch die Bomardements anwesend war. Er stellte sich wiederholt die Frage, weshalb er überlebt hat und nicht sein Bruder?

Auch Liesel stellt Fragen:

Wie tröstet man einen Menschen, der so etwas gesehen hatte? Sollte man ihnen sagen, dass der Führer stolz auf ihn war, dass der Führer ihn liebte für das, was er in Stalingrad getan hatte? Wie hätte man das je wagen können? Man konnte nur ihm das Reden überlassen.

Der überlebende Sohn kommt von seinen Schuldgefühlen nicht los, zeigt sich bekümmert darüber, dass die Mutter sich aus dem Schock nicht erholt, ihn als Trost zu begreifen, dass wenigstens er am Leben geblieben ist. Seine Schuldgefühle sind so gewaltig, dass er sich schließlich das Leben nahm, und "weil er hatte leben wollen."

Ziemlich makaber dieses Zitat und in dem Buch wimmelt es nur von solchen Sätzen..., wie z.B. die Schneeflocken verbrannten ihr die Arme... .

Und merkwürdig, dass immer die Falschen Schuldgefühle entwickeln, andere müssten daran ersticken, ohne selbst an sich Hand anlegen zu müssen.

Liesel trauert um ein paar ihrer Freunde, um Rudis Vater, der eingezogen war und vor allem um Max, ich aber nicht verraten möchte, was aus Max geworden ist. Sie betet an eine höhere Macht:

Macht mich nicht glücklich. Bitte erfüllt mich nicht. Lasst mich nicht glauben, dass aus all dem etwas Gutes entstehen kann. Schaut euch meine Wunden an. Seht ihr diesen Schnitt? Seht ihr den Schnitt in meinem Innern? Seht ihr, wie er vor euren Augen wächst und mich auswäscht? Ich werde auf nichts mehr hoffen. Ich will nicht beten, dass Max am Leben und in Sicherheit ist. Oder Alex Steiner.
Denn die Welt verdient sie nicht.


Liesel befindet sich wieder in der Bibliothek von Frau Hermann. Und diesmal hat sie gar nicht vor, schnell wieder zu verschwinden, sondern macht es sich auf dem Boden gemütlich, als sie sich wieder ein Buch aus dem Regal genommen hat:

Sie riss eine Seite aus dem Buch und zerpflückt sie.
dann ein Kapitel.
Schon bald lagen zwischen ihren Beinen und um sie herum Wortfetzen. Warte. Warum musste es sie geben? ohne sie wäre nichts hiervon wirklich. Ohne Worte wäre der Führer ein Niemand. Es würde keine humpelnden Gefangenen geben, keinen Grund für Trost oder weltliche Raffinessen, auf dass es uns wieder besser gehe.
Wozu waren die Worte gut?
Dann sagte sie es laut, in dem orange glühenden Raum.
" Wozu sind Worte gut?"



Liesel schreibt Frau Hermann einen Brief, der so bewegend ist, dass ich auch hier einen kleinen Auszug davon festhalten möchte:

Liebe Frau Hermann,

Wie Sie sehen, war ich wieder in ihrer Bibliothek und habe eines ihrer Bücher kaputtgemacht. Ich war einfach so wütend und so verängstigt, und ich wollte die Worte zum Schweigen bringen. Ich habe von Ihnen gestohlen, und jetzt habe ich ihr Eigentum zerstört. Es tut mir leid. Als Strafe für mich selbst habe ich beschlossen, nicht wieder herzukommen. Aber ist das überhaupt eine Strafe? Ich liebe diesen Ort, und ich hasse ihn auch, weil er voller Worte ist.



Auf die Reaktion von Frau Hermann war ich recht neugierig, aber ich hatte es im Blut, dass sie außergewöhnlich darauf reagieren würde, dass ich ein wenig neidisch wurde, solch einen Menschen niemals kennen gelernt zu haben. Aber das stimmt ja so nicht, denn ich habe Frau Hermann doch kennenlernen dürfen, auch wenn sie nur eine Literaturfigur ist, ich aber sicher bin, dass der Autor eine bestimmte Person in seinem Kopf hielt, die es einmal gegeben haben muss, was sich auch aus dem Anhang vermuten lässt. Auch ihre Worte haben mich tief berührt, als sie mit einer kleinen Überraschung vor Liesels Haustüre steht:

" (…) ich dachte, dass du, wenn du meine Bücher nicht mehr lesen möchtest, vielleicht selbst eines schreiben willst. Dein Brief war…". Sie überreichte Liesel das schwarze Buch mit beiden Händen." Du kannst schreiben. Du kannst gut schreiben." Das Buch war schwer, der Einband matt (...) . Und bitte (...)" bestrafe dich nicht selbst wie du in deinem Brief geschrieben hast. Werde nicht so wie ich, Liesel."


Frau Hermann war für mich eine bemerkenswerte Person. Eingenlicht war sie Anhängerin des Nationalsozialismus, auf ihren Klamotten trug sie überall Hakenkreuze aber sie hatte auch eine andere Seite, eine gute Seite, die verschüttet war und die sie durch Liesel wohl wieder wach bekommen hat. Vor ihrer Haustüre stehend war sie schön gekleidet und die Kleider besaßen keine Hakenkreuze mehr.

Der Autor zeigt uns keine Menschen, die nur gut oder nur böse sind. Nein, alle hatten eine dunkle Seite, dunkle Flecken in der Seele, die man sich nicht erklären kann, aber die überwunden werden wollten, von Menschen, bei denen das Gute überwiegte.

Ich habe zu Liesels Pflegemutter noch gar nichts geschrieben. Rosa Hubermann, auch eine bemerkenswerte Person, deren Wortlaute aus vielen Schipfwörtern bestand, aber trotzdem voller (mütterliche) Liebe war. Eine kurze Charakterisierung durch den Erzähler zu Rosa Hubermann:

Wenn sie mich gesehen hätte, hätte sie mich vermutlich "Saukerl" genannt, und ich hätte es ihr nicht übel genommen. Später, nachdem ich Die Bücherdiebin gelesen hatte, wusste ich, dass sie jeden so nannte. "Saukerl". "Saumensch". Besonders diejenigen, die sie liebte. (...) Ihr elastisches Haar war gelöst. Es rieb gegen das Kissen, und ihr Schrankförmiger Körper hatte sich mit dem Schlag ihres Herzens sich erhoben. Und seid versichert, diese Frau hatte tatsächlich ein Herz, und zwar ein größeres, als die meisten Leute vermutet hätten. Da war eine Menge drin, aufgestapelt, meterhoch auf verborgenen Regalen. (...) Sie war die Frau, die einen Juden durchgefüttert hatte, ohne auch nur eine einzige Frage zu stellen, nicht in der ersten Nacht und auch nicht danach. Und sie war eine Frau, die mit ausgestrecktem Arm tief in eine Matratze hineingegriffen hatte, um einem jungen Mädchen ein Skizzenbuch zu geben.


Weiß jemand, warum die Konzentrationslager Konzentrationslager hießen? Nun, die Juden gingen nach Dachau, um sich zu konzentrieren.. . (Schwarzer Humor des Autors).

Ich beende hiermit meine Buchbesprechung und muss sagen, dass mir alle Personen, die Helden dieses Buches, mir sehr ans Herz gewachsen sind. Sie sind mir große Vorbilder... .

Dem Buch gebe ich zehn von zehn Punkten, weil es reich an Fantasie ist, der Ausdruck zwar einfach aber trotzdem niveauvoll, und weil die Geschichte, der Nationalsozialismus, authentisch widergespiegelt wurde.

Anmerkung d. Autorin: Der Fettdruck in den Zitaten ist durch mich hervorgehoben worden.
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Re: Momos Lesetagebuch

Beitragvon Didonia » Fr 24. Aug 2012, 10:56

Liebe Momo,

wenn ich ja auch nicht immer was zu Deinen Besprechungen schreibe, weißt Du ja aber, dass ich sie lese. Nur diesmal werde ich Deinen Tipp beherzigen und dieses Thema gleich wieder schließen. Heute Abend werde ich dann mit dem Buch beginnen :D
"Eine Versuchung wird man nur los, indem man ihr nachgibt."

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Re: Momos Lesetagebuch

Beitragvon JMaria » Fr 24. Aug 2012, 13:31

Didonia hat geschrieben:
wenn ich ja auch nicht immer was zu Deinen Besprechungen schreibe, weißt Du ja aber, dass ich sie lese.


Hallo Momo,

dem schließe ich mich an. Ich lese gerne deine ausführlichen Beiträge, über manche Bücher weiß ich was zu 'sagen' und melde mich dazu, über manch andere lese ich nur die Beiträge mit :-)
Schöne Grüße, Maria
Aktuell:

250. Geburtstag E.T.A. Hoffmann (24. Jan.)
100. Geburtstag Siegfried Lenz (17. März)
100. Geburtstag Ingeborg Bachmann (25. Juni)
100. Todestag von Rainer Maria Rilke (29.Dez.)


Sie schaffen eine Wüste und nennen das Frieden ( Tacitus )
Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang v. Goethe)
Das Leben und dazu eine Katze, das ergibt eine unglaubliche Summe (Rainer Maria Rilke)
JMaria
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Re: Momos Lesetagebuch

Beitragvon Momo111 » Fr 24. Aug 2012, 14:06

@ Maria und Didonia,

danke für euer Feedback. Ich weiß, dass es schwierig ist, über ein Buch mitzusprechen, das man selbst nicht gelesen hat. Ich sehe ja anhand der `Klicks`, dass der Thread mitverfolgt wird.

Die Bücherdiebin hat es mir sehr angetan. Ich habe zum Schluss dreißig Seiten lang geheult, aber nicht nur wegen bestimmter Ausgänge, sondern auch wegen ganz anderer Gründe. Mich hat das Buch sehr bewegt und die Romanfiguren sind mir sooo sehr ans Herz gewachsen... .

Wünsche euch allen einen schönen Tag!
Momo111
 
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