Hallo zusammen,
ich hatte endlich genügend Ruhe dazu, eine
Rezension zu meinem jüngsten Jane Austen-Lesevergnügen "Emma" zu schreiben. Darüber bin ich sehr froh, denn es war mir ein Anliegen, meine Eindrücke noch niederzuschreiben, solange sie frisch sind.
Derzeit bin ich noch ganz vertieft in Hans Falladas "Jeder stirbt für sich allein". Fallada entwirft ein großangelegtes Bild der einfachen Leute im Nazideutschland. Ganz toll! Auch unsere Leserunde nebenan ist sehr bereichernd.
Soweit zu meinen Leseerlebnissen. Nun zu Euren.
@Fevvers: Sehr interessant Fevvers. Dann ist es also so, dass jeder Autor einen Protagonisten unter seiner Obhut hat. Das macht die ganze Angelegenheit ja noch interessanter und spannender. Das hat unglaublich viel Potential. Schade, dass es nicht an allen Stellen - besonders in den Telefon-Dialogen (darin sehe ich auch das größte Potential) - gänzlich ausgeschöpft wird. Einen großen Reiz sähe ich nachdem was Du erzählst übrigens auch in den Zusammentreffen der beiden Hauptfiguren. Hoffentlich schaffen die Autoren es, diesen Szenen in künftigen Bänden mehr Profil zu geben.
Interessant an diesem Duo ist auch, dass Bielefeld seine Figur so anders aufbaut wie Hartlieb die Ihre. Dass hier also gar nicht erst versucht wird, ein Gesamtbild zu schaffen, sondern die zwei Welten auch unterschiedlich darzustellen. Bielefeld seinen einsamen Wolf. Und Hartlieb ihre emotionale, chaotische, aber durchsetzungsfähige Chefinspektorin. Das hat wirklich einen ganz eigenen Reiz.
Interessant auch was Du über den Fehler vieler Autoren schreibst, die regionale Krimis schreiben. Schade, dass Bielefeld ihn so auffällig begeht.
Schön jedoch, dass Du insgesamt den Krimi doch sehr gern gelesen hast, und er schon auch was besonderes ist. Und finde ich auch: So reizvoll auch die ganzen Bayern-/Alpen-/Allgäukrimis sind, so schön ist es auch, mal aus anderen Regionen was zu lesen.
Auf das Buch machst Du mich jedenfalls nun noch neugieriger. Und auf Herrn Puchers Verwirrspiel ebenfalls. Ich danke Dir für Deinen ausführlichen Bericht. Ich habe ihn sehr genossen! Deine Mühe hat sich also gelohnt!
@Doris: Du hast Fevvers schon aufgeklärt, wo sie Deine allmonatlichen Bücherstapel finden kann. Ich finde das ja nach wie vor klasse! Schön, dass Du die Idee beibehältst. Ich schaue immer so gern Deine Stapel an!

Vielen Dank auch für Deine Rezension zu "Der Sommer ohne Männer". Das Buch gewinnt dadurch für mich noch zusätzlich an Reiz. Auch was Du an Maria dazu noch geschrieben hast, steigert mein Interesse. Mir scheint, dass Siri Hustvedt eine wirklich lohnenswerte Autorin ist, die ich endlich mal für mich entdecken sollte. "Was ich liebte" subt bei mir ja noch. Und richtig, das habe ich auch gehört: Es soll ihr bisher bestes Buch sein.
@Maria: Ich schließe mich Doris an: "Die zitternde Frau" soll wirklich ein ganz anderes Buch sein, als die, die sie sonst so schreibt. Vielleicht versuchst Du es mit der Autorin noch mal mit einem anderen Buch. Ah, ich sehe, Du hast Dir Doris' Hinweis schon zu Herzen genommen.