Liebe Petra,
primär hat mich natürlich das Thema Brooklyn interessiert und da bin ich auch voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Man merkt Lethem an dass er da lebt und auch aufgewachsen ist.
Wie er das Thema Tourette angeht kam für mich erst an zweiter Stelle. Dass ich erst vor wenigen Wochen "Vincent will Meer" angesehen habe, war leicht erschwerend, weil ich immer, und zwar die ganze Zeit in der Figur des Lionel diesen deutschen Schauspieler gesehen habe. Das hat mich ein klein wenig gestört, weil ich mich auch nicht davon freimachen konnte.
Nun, das hat natürlich mit der Qualität des Buches nichts zu tun und die ist in meinem Augen erstklassig.
Kleinganoventum, Tourette, Buddhismus und dazu noch ein Großstadtroman. Perfekt! Sprachlich und stilistisch passt er schon in die Riege Foer, Franzen, Eugenides.
Jetzt wartet noch
"Die Festung der Einsamkeit" - der auch wieder, wie kann es anders sein, in Brooklyn spielt.
Grüße
"Das richtige ist das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt und nicht mehr los läßt - bis zum Ende nicht, lies oder stirb! Dann liest man lieber." Kurt Tucholsky