Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Petra » Di 26. Okt 2010, 07:32

Guten Morgen zusammen,

ich bin wieder ganz versunken im Leben von Michael Collins Figuren. In diesem Buch ("Schlafende Engel") erzählt er von Lawrence (einem Polizisten), der von seiner Frau verlassen wurde. Nicht die Einsamkeit allein ist es, die ihm zu schaffen macht, sondern vor allem dass er seinen Sohn kaum mehr sehen darf. Das kommt in dem Buch so gewaltig und so glaubhaft rüber, dass es den Leser mit schmerzt. Michael Collins große Stärke ist das einfangen kleiner feiner Szenen und Gefühle. Einzigartig, wie ich finde!

Auch die Szenen mit Lawrences Hund sind wunderschön. Man verliert sich ganz in der Stimmung dieses Buches. Und das schöne ist, das passiert direkt schon auf den ersten Seiten.

Da finde ich es fast schon immer ein bisschen schade, wenn es wieder um die Kriminalgeschichte (eigentlich sicher eher eine Korruptionsgeschichte) geht. Nicht, dass die uninteressant wäre. Aber die nebensächlichen Szenen sind so stimmungsvoll, dass man sich da ganz ungern rausreißen lässt. Ich könnte Lawrence noch unendlich weit folgen. Zum Glück habe ich noch die Hälfte des Buches vor mir. Und zum Glück habe ich noch zwei Bücher von dem Autor in Reserve. Und ein neues ist auf Englisch angekündigt. Hoffentlich gibt es demnächst die Übersetzung.

Mich wundert jedenfalls nicht, dass Michael Collins mit "Schlafende Engel" den 1. Platz der Krimiwelt-Bestenliste belegte!

@Josie: Mich freut sehr, dass Dir "Der bunte Schleier" von Maugham auch so gut gefallen hat! Danke für Deinen Bericht! Seine minimalistische Erzählweise habe ich auch sehr bewundert. Ich liebe es, wenn ein Autor so viel überträgt, mit so wenigen Worten. Das ist Kunst. Die konnte ich letztes Jahr auch J. M. Coetzee bescheinigen, als ich "Schande" las. Keine Ahnung, wie das geht, dass man so viel über die Auswirkungen des Rassimus über Generationen erzählt, ohne es so ganz direkt anzusprechen. Irre!

@Silke: Dir - und Maria und Binchen mit ihren Beiträgen - Danke fürs erinnern an Erich Kästner. Und halte uns über Deine Leseeindrücke weiter auf dem Laufenden.

@Binchen: Ja, das ist mir auch schon aufgefallen, dass Donna VanLiere dies Jahr ein Weihnachtsbuch mit demselben Titel herausbringt wie der Weihnachts-Anne-Perry. Bzw. die deutschen Titel gleich sind. Schon wirklich merkwürdig und irritierend. Dir jedenfalls vie Spaß mit dem Weihnachts-Perry!
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Rachel » Do 28. Okt 2010, 09:46

Hallo Ihr Lieben,

Petra, auf "Der Hass der Liebenden" hast Du mich ebenfalls richtig neugierig gemacht. Ich fürchte dem Buch werde ich nicht mehr allzu lange wiederstehen können. Zumal ich noch einen 25 Euro Gutschein für Amazon hier liegen habe, der zwar noch ewig gültig ist, aber natürlich trotzdem unbedingt ganz bald eingesetzt werden muss. ;) Und auf Michael Collins machst Du mich erneut neugierig, ich habe von ihm noch "The Keepers of Truth" ("Tödliche Schlagzeilen") hier lesen, das gab es, wenn ich mich richtig erinnere, mal vor Jahren günstig bei Jokers. Sollte ich vielleicht wirklich mal lesen, demnächst.

Ich lese immer noch mit großer Begeisterung an dem dicken Wälzer "The Brothers of Gwynedd", habe das Buch aber aktuell unterbrochen, nachdem ich in dem Sammelband ohnehin zwischen zwei Büchern bin und ich mit Grippe doch lieber etwas Leichteres lesen wollte. Deswegen habe ich dann gestern zu "Silver Borne"von Patricia Briggs gegriffen, dem neuesten Band einer Fantasy-Reihe, die ich sehr gerne lese. Gefällt mir wieder richtig gut und ist aktuell genau die richtige Lektüre.
Liebe Grüße,
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » Do 28. Okt 2010, 11:58

Rachel hat geschrieben: ....und ich mit Grippe doch lieber etwas Leichteres lesen wollte. .




Gute Besserung, liebe Rachel ! *wink*

Gruß,
Maria
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Rachel » Do 28. Okt 2010, 13:02

Hallo Maria,

JMaria hat geschrieben:
Rachel hat geschrieben: ....und ich mit Grippe doch lieber etwas Leichteres lesen wollte. .




Gute Besserung, liebe Rachel ! *wink*

Vielen Dank, das ist lieb. *knuddel*
Liebe Grüße,
Rachel

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Britti » Do 28. Okt 2010, 15:55

Oh du arme. Auch von mir gute Besserung *taschentuchrüberschieb* :)
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Petra » Fr 29. Okt 2010, 15:51

Hallo zusammen,

ich muss mich bald (heute wohl noch) von Lawrence ("Schlafende Engel" von Michael Collins) verabschieden. Das fällt mir nicht leicht, denn Collins Figuren sind vom Schicksal gebeutelt und sie haben schwer zu kämpfen. Und sie kommen einem so unglaublich nahe.

Aber ich habe schon ein neues Buch im Blick, werde es aber wohl erst am Montag oder Dienstag anfangen können, da wir dies Wochenende bei lieben Freunden sind. Ich werde dann berichten, sobald ich es begonnen habe.

Rachel, das freut mich sehr, dass ich Dich auf Michael Collins so neugierig machen konnte. Ich habe ihn im letzten Jahr durch Doris' Begeisterung für mich entdeckt und bin da sehr froh drüber! Für mich ist er etwas sehr besonderes. "Tödliche Schlagzeilen" habe ich auch noch von ihm zu Hause. Hätte ich beinahe dies Jahr gelesen. Aber im Sommer las ich auch in "Schlafende Engel" rein, welches ich dann vorgezogen habe. Allerdings habe ich mir das wegen der Jahreszeit, in der es spielt, für diese Zeit aufgehoben. "Tödliche Schlagzeilen" wird jedenfalls als nächstes von ihm dran sein. Allerdings frühestens nächstes Jahr, denn ich möchte von so einem für mich besonderem Autor nicht sofort alles hintereinander lesen. Denn sonst nutzt sich das spezielle von ihm für mich vielleicht ab, was ich nicht möchte. Lieber in kleinen Dosen.

Am wenigsten reizt mich "Der Bestsellermord" von ihm. Aber dies ist ein Autor, von dem ich alles lesen möchte. Somit ganz selbstverständlich auch diesen.

Und dass ich Dich auch auf "Der Hass der Liebenden" so neugierig gemacht habe, dass Du wohl nicht mehr lange wirst widerstehen können/wollen, freut mich auch sehr! Ebenfalls ein auf seine Weise besonderes Buch. Ich möchte es nicht missen und bin immer noch ganz eingenommen von der Lektüre kürzlich.

Von mir auch gute Besserung, liebe Rachel!
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon steffi » Mo 1. Nov 2010, 13:16

Ich lese gerade von Hermione Lee: Elizabeth Bowen - ein Portrait.

Ich muss sagen, ich bin ein wenig enttäuscht, weil ich eigentlich eine Biografie erwartet habe. Hermione Lee bezieht sich aber hauptsächlich auf die Romane und Erzählungen, es gibt Vergleiche zu anderen Schriftstellern und deren Werke und sie setzt Bowen in einen Zusammenhang mit diesen. Für mich leider wenig nachvollziehbar, da ich nur einen Roman von Bowen kenne (Der letzte September) und auch viele der angegebenen Werke auch nicht. Also nutzt es mir wenig, wenn ich lese, die Person ähnele der Person von Henry James usw.

Sicherlich ein tolles Werk, wenn man sich speziell über die Einordnung der Werke informieren möchte, so war dann auch das Kapitel über "Der letzte September" sehr interessant.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » Mo 1. Nov 2010, 13:25

steffi hat geschrieben:Ich lese gerade von Hermione Lee: Elizabeth Bowen - ein Portrait.

Ich muss sagen, ich bin ein wenig enttäuscht, weil ich eigentlich eine Biografie erwartet habe. Hermione Lee bezieht sich aber hauptsächlich auf die Romane und Erzählungen, es gibt Vergleiche zu anderen Schriftstellern und deren Werke und sie setzt Bowen in einen Zusammenhang mit diesen. Für mich leider wenig nachvollziehbar, da ich nur einen Roman von Bowen kenne (Der letzte September) und auch viele der angegebenen Werke auch nicht. Also nutzt es mir wenig, wenn ich lese, die Person ähnele der Person von Henry James usw.

Sicherlich ein tolles Werk, wenn man sich speziell über die Einordnung der Werke informieren möchte, so war dann auch das Kapitel über "Der letzte September" sehr interessant.


Hallo Steffi,

also bringt mir diese Biographie nur einen größeren Nutzen, wenn ich die Romane der Autorin vorher kenne. Gut zu wissen.
Denn ich habe diese Biographie auch im Regal stehen (ungelesen) und bisher nur Kurzgeschichten von Elizabeth Bowen gelesen, noch keines ihrer Romane.

Vor kurzem gab es eine Biographie, die von Elsemarie Maletzke geschrieben wurde, bei Jokers sehr günstig. Ich weiß nicht ob sie noch im Angebot ist. Aber ich könnte mir vorstellen, dass Maletzke anders an die Biographie herangeht. Vielleicht besser (?)

Liebe Grüße
Maria
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon SilkeS. » Di 2. Nov 2010, 09:09

Hallo!

Boah, ich muß man wieder meine gesammelten Werke nachtragen.
Also:
FAbian von Erich Kästner habe ich beendet.
Ein schönes Buch! Die Stelle bei der er als seine Mutter zu Besuch kommt, trotzdem das Haus verläßt um "zur Arbeit" zu gehen, weil er sich nicht traute, seiner Mutter die Wahrheit zu beichten, fand ich schon traurig.
Da sieht er seine Mutter so selten und dann kann er seine ZEit nicht mit ihr verbringen :cry:

Als seine Mutter abfährt und er ihr von dem wenigen Geld was er nur noch hat, 20 Mark zusteckt und als er nach Hause kommt genau dieselbe Summe von seiner Mutter hinterlassen vorfindet. SOOOOO lieb.

Als Cornelia ihn verläßt und er soooo verzweifelt ist. Ich konnte es sooo gut verstehen und als Labude sich umbringt, weil seine Arbeit, seine Arbeit in die er 5 jahre seines Lebens gesteckt hat nicht anerkannt wurde und es stellt sich heraus, daß es durch einen grausamen Schrerz zu einem Mißverständnis kam :evil: Boah da hätte ich diesen Typen aber auch verprügelt.

Das Ende ist ja fürchterlich traurig.... :cry: Fabian soooo selbstlos springt ins Wasser!!!

Da es kein Buch war, was man im Zug bei einer Geräuschkulisse von laut aufgedrehten Mp3-Playern, Telefoniereren, oder anderen Gesprächen genießen kann, habe ich es immer abends vor dem Einschlafen im Bett gelesen und tagsüber im Zug zu dem Buch
Die Akte Rosenherz von Jan Seghers gegriffen.
Das Buch ist wahnsinnig spannend, tiefgründig und gefällt mir total gut.
Gerade weil ich die markanten Punkte in Frankfurt wiedererkenne habe ich das Gefühl mitten dabei zu sein.

Letzte WE habe ich zusammen mit einer Internetfreundin ein Buch zusammengelesen: Leserunde
Späte Sühne von Viktor Arnar Ingolfsson.
Das Buch fängt klassisch an, ein toter und ein acht Verdächtige.
Diese werden nach und nach verhört und man kann selber seine Verdachtsmomente ausarbeiten, dann kommt jedoch heraus, daß es einen ungeklärten Unglücksfall von vor 30 Jahren gibt und die Verdächtigen alle damit in Verbindung stehen und es gibt einen weitern Toten.
Das Buch war wahnsinnig spannend, udn sehr gut aufgebaut und ist absolut schlüssig gelöst,.
Ich kannes Euch echt nur empfehlen

Gruß SilkeS.
SilkeS.
 
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Petra » Di 2. Nov 2010, 11:20

Hallo zusammen,

inzwischen habe ich auch die :arrow: Rezension zu "Schlafende Engel" von Michael Collins geschrieben. Ich war, wie schon im letzten Jahr von "Nicht totzukriegen", von dem Autor schwer beeindruckt. Seine Stimme ist unverwechselbar. Er entwirft für seine Figuren magische Szenen, die den Leser im Herzen anrühren. Er schreibt von Randfiguren, in einem grauen Leben, die mit ihren Problemen zu kämpfen haben. Hier thematisiert er unvergleichlich, was es für einen Vater heißt, wenn er sein Kind nicht sehen darf. Was Trennung mit den Seelen anstellt. Hier einmal am Beispiel eines Vaters, der leidet.

Wer einen reinen Krimi erwartet, der liegt hier falsch. "Schlafende Engel" ist zwar mehr einer, als "Nicht totzukriegen", aber vielmehr ist es eine Millieustudie über das Provinzleben im mittleren Westen Amerikas. Und das Buch ist noch etwas: wunderschön erzählt! Die Krimihandlung ist besonders im Hinblick auf die Machenschaften der Menschen in Machtpositionen interessant. Welche Spielchen da im Verborgenen gespielt werden, wie eigennützig Gerede sein kann, welche Preise gezahlt werden um einen eigenen Vorteil zu erhalten... das hat Michael Collins wunderbar aufgegriffen. Aber in erster Linie fallen mir zu diesem Buch immer wieder die Figuren und die damit verbundenen magischen Szenen ein, die er so wundervoll erzählt.

Mich wundert nicht, dass "Schlafende Engel" auf Platz 1 der KrimiWelt-Bestenliste war und auf der Shortlist zum Booker Prize. Sehr verdient!

Nachdem ich mich dann Freitag schweren Herzens von der Geschichte trennten musste, hatte ich erst mal 2 Tage Zeit das Gelesene nachwirken zu lassen, da wir übers Wochenende verreist waren und mir da eh die Lesezeit fehlte.

Aber gestern griff ich dann zu dem Buch, das ich schon während des Lesens von "Schlafende Engel" im Auge hatte. Denn seit ich bei Doris in das ein oder andere Buch reinschauen durfte, habe ich ja ein paar der Bücher gekauft, da sie mir unwiderstehlich waren. Und ganz besonderen Reiz übte auf mich dieses hier aus, das ich gestern angefangen habe zu lesen: "Durch dunkle Wälder" von Joseph Boyden.

Joseph Boyden nimmt sich der Ureinwohners Amerikas, und ihrer Konflikte in der heutigen Zeit an. Insgesamt möchte er ihnen eine Trilogie widmen. Die Bücher stehen aber in keinem direkten Zusammenhang. Meines Wissens handelt das erste ("Der lange Weg") vom Vater einer der Hauptfiguren in "Durch dunkle Wälder". Aber bisher wird auf den nur ganz lose Bezug genommen.

Für sein erstes Buch erhielt er bereits zahlreiche Auszeichnungen, für sein zweites den Giller Prize.

Es liest sich sehr gut an: Kraftvolle Erzählweise, interessante Charaktere, die mir diese fremden Leben und Probleme näher bringt. Ich bin direkt mitten drin. Ich werde die Tage weiter berichten. Hier aber erst mal die Inhaltsangabe:

Sein neuer Roman erzählt davon, dass das Leben nach Indianersitte Vergangenheit ist, Neues aber nicht gefunden wurde. Denn in der Wildnis der Städte sind die Regeln der Wälder vergessen; Gier und Verachtung gefährden eine Ordnung, die über Jahrtausende Geben und Nehmen ausbalanciert hat. Der Cree-Indianer Will lernte die Kunst des Jagens von seinem Vater. Doch die Lebensweise der Alten ist den Stürmen der neuen Zeit nicht gewachsen. In der modernen Welt wird der Alkohol für viele ein gefährlicher Tröster. Als Will in einen alten Konflikt zwischen rivalisierenden Clans gerät, flieht er in die Wildnis. Der einbrechende Winter treibt ihn zurück in die Siedlung, wo er Opfer eines brutalen Überfalls wird. Nun liegt er im Koma, und seine Nichte Annie versucht, ihn durch Geschichten in die Realität zurückzuholen. Sie berichtet ihm von der Wildnis der großen Städte, in der sie nach ihrer schönen verschwundenen Schwester Suzanne gesucht hat. Annie ist ohne sie zurückgekehrt. Sie hat erkannt, dass ihre Zukunft bei ihren Wurzeln und in den Wäldern liegt.
Liebe Grüße,
Petra


Ich lese gerade: :lesen:
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