Hallo zusammen,
@Maria: Das freut mich aber, dass ich Dich zu Michael Collins verführen konnte, und dass es Dir bisher gut gefällt. Auch Dein Vergleich (in psychologischer Hinsicht - gut, dass Du direkt erklärst, wo Du da die Parallelen siehst! Das interessiert mich nämlich, da ich mit dem Autor ja leider Probleme hatte) zu Stewart O'Nan freut mich, da ich weiß, wie sehr Du diesen Autor magst!
Bedrückend, ja, das beschreibt es auch sehr gut. Aber auch warmherzig, finde ich. Michael Collins bringt seinen Figuren so viel Zuneigung entgegen. Das schätze ich an ihm sehr, zumal es ja Randexistenzen sind, von denen er schreibt. Menschen, die sich so durchs Leben hangeln, so gut sie eben können.
Deshalb stört mich auch die vielleicht nicht so objektive Ich-Perspektive. Denn Collins Figuren merkt man an, dass sie es nicht immer schaffen, das richtige zu tun. Seine Figuren können nicht immer vollen Einsatz bringen. Dadurch entlarven sie sich so weit, dass man den subjektiven Blick gut relativiert bekommt, finde ich.
Noch ein bisschen deutlicher wurde mir das in "Nicht totzukriegen". Wenn Dir Collins gefällt, kann ich Dir den wärmstens empfehlen. Hier sind die Figuren noch unzulänglicher. Aber in ihrer Art so liebenswert. Ein unvergessliches Buch. "Schlafende Engel" auch - auf eine ähnliche und teils dann doch wieder andere Weise. Ein für mich unglaublich beachtenswerter und interessanter Autor!
Das Thema Verlust und besonders Verlust eines Kindes (durch welche Art auch immer) finde ich hier auch sehr eindringlich aufgegriffen. Es bleibt so gar nicht sachlich, sondern sehr persönlich. Und dadurch konnte ich mich noch intensiver damit auseinandersetzen.
Ich finde die Szenen, die er teils aufbaut, so bildhaft und so intensiv. Sie berühren mich immer ganz sonderbar. Auf eine ganz stille, aber nachhaltige Weise.
Berichte bitte weiter, ja?
@Rachel: Freut mich sehr, dass auch bei Dir Michael Collins im SUB weiter nach oben gerutscht ist!

Er lohnt sehr, wie ich finde!
Und mit Simon Beckett hast Du bestimmt eine geeignete Lektüre für die Grippe-Tage! Weiterhin viel Spaß damit und weiterhin gute Besserung!
Dass Dich von Joseph Boyden eher der erste Roman interessiert, kann ich verstehen. Würde mir vielleicht auch so gehen, wenn mich nicht das reinlesen in den zweiten Roman bei Doris so angezogen hätte. Und es lässt auch nicht nach. Eine ruhige Geschichte, aber sehr schön erzählt und irgendwie eigen. Ich fühle mich sehr wohl darin und begleite Will und seine Nichten gern. Es gab auch einige Sätze, die ich mir rausgeschrieben habe, weil sie mir sehr gefallen haben. Bei Gelegenheit poste ich sie hier mal.
@Silke: Dir auch gute Besserung! Mit "Die souveräne Leserin" hattest Du ja eine angenehme und amüsante Lektüre. Ich hatte damals wie NatiFine das Hörbuch gehört und mich exzellent davon unterhalten gefühlt. Mir gefiel gerade der feine, britische Humor. Sehr fein!
@Josie: Mensch, auf "Vollmond über Kaschmir" machst Du mich jetzt auch neugierig. Das hat Trixie in der Vergangenheit auch schon geschafft. Ich sehe es schon kommen: Irgendwann muss der mal mit ins (Weltbild-)Körbchen! Viel Lesespaß weiterhin damit! Schön, dass Du Dir damit gerade das richtige gegriffen hast!
@Britti: Dann bist Du ja schon einiges weiter gekommen in "Hingabe". Schön Du! Und den Rest liest Du bestimmt auch ganz flott, denn das die Spannung nachlässt, könnte man nicht behaupten!
@Martina: Schön, dass Du nun dann doch noch den für Dich gerade richtigen Lese-Stoff gefunden hast! Manchmal tut man sich schwer, nicht wahr?! Besonders wenn man ein paar besonders schöne Leseerlebnisse hinter sich hat.