von Didonia » So 9. Jun 2024, 13:11
Ob ich bei der Krimiserie dran bleibe, weiß ich noch nicht. Momentan habe ich auf Serien gar keine Lust. Lynley wartet schon seit Jahren, dass ich da mal vorwärts komme.
Aber ich habe jetzt "Sommer in Maine" von J. Courtney Sullivan beendet und bin ganz begeistert von der Autorin. Eine, von der ich unbedingt mehr lesen möchte. Gerade habe ich gesehen, dass im September ein neues Buch von ihr rauskommt. Da geht es auch wieder um Frauen in Maine. Ich hatte schon die Befürchtung, dass es eine Serie wird, aber nein, es ist auch ein Einzelbuch.
J. Courtney Sullivan: Sommer in Maine
Aus dem Amerikanischen von Henriette Heise
Klappentext
Ist es nicht herrlich, die eigene Familie kurz hinter sich zu lassen und einer anderen dabei zuzuschauen, wie sie sich gründlich in die Haare kriegt - und das in einem einzigen Sommermonat?
Die Frauen der Kellehers haben nicht viel gemeinsam - außer, dass sie zur selben Familie gehören.
Es sollte ein ruhiger Sommer für Alice werden in ihrem kleinen Strandhaus in Maine, doch als Tochter Kathleen, Enkelin Maggie und Schwiegertochter Ann Marie eine nach der anderen vor der Tür stehen, gehen die Wogen hoch. Die Frauen wissen längst nicht alles voneinander und keine hat vor, ihre Geheimnisse zu enthüllen...
J. Courtney Sullivan ist eine meisterhafte Erzählerin in der Tradition der großen amerikanischen Romanciers.
Buchbeginn
Alice
Alice fand, dass es Zeit für eine Pause vom Packen war. Sie zündete sich eine Zigarette an und lehnte sich in einem der Korbsessel zurück, die von der Meeresluft immer ein wenig feucht waren. Dann blickte sie sich im Zimmer um und sah die vielen Kartons, in denen sie die Familienhabseligkeiten verstaut hatte. Gläser, Salzstreuer und Bilderrahmen - alles sorgfältig verpackt. In jedem Zimmer standen ein paar Kisten, die noch vor der Ankunft der Kinder zum Goodwill Sozialladen mussten. Sie hatten die Sommer von sechs Jahrzehnten hier verbracht, und Alice staunte, wie viel sich über die Jahre hinweg angesammelt hatte. Mit diesem Durcheinander wollte sie niemanden belasten, wenn sie einmal nicht mehr war.
Zitat
Überall in New York blitzten Eheringe an den Fingern von Männern ihres Alters. Sie sah sie in der U-Bahn, der Cafeteria und auf der Arbeit. Die Männer, die sie tragen, waren, als Gabe und Maggie sich kennenlernten, noch nicht bereit gewesen, sich zu binden, aber seitdem waren sie irgendeiner in die Falle gegangen. Jeder einzelne der Ringe erinnerte sie funkelnd an das, was sie nicht hatte.
"Eine Versuchung wird man nur los, indem man ihr nachgibt."
Markus Gasser
von meinem Lieblingsliteratur-Podcast "Literatur ist alles"