Gerbrand Bakker: Oben ist es still
Hallo Petra,
ich habe am WE mit dem Roman begonnen und bin regelrecht 'hineingesogen' worden. Nach dem "perfekten Kellner" von Sulzer habe ich es wieder mit einem verschlossenen Außenseiter zu tun, dessen Lebensweg in jungen Jahren jäh in eine andere Richtung gelenkt wurde. (Deine Rezension möchte ich erst lesen, wenn ich durch bin.)
Sehr authentisch wird geschildert, wie Helmer nach langer Zeit das Bedürfnis verspürt, aufzuräumen, in doppelter Hinsicht, denn es geht ja nicht nur um neue Möbel, sondern auch um die familiären Beziehungen. Ein großer Schritt für diesen Mann, dessen Leben seit 30 Jahren gleichförmig und weitgehend ereignislos verläuft. Dazu passt der schlichte, nüchterne Erzählstil, die Schilderung der alltäglichen Verrichtungen in Haus und Stall.
Die ersten Kapitel fand ich etwas bedrohlich. Ich habe damit gerechnet, dass er seinen Vater verhungern lässt. Aber er schwankt zwischen unerlässlicher Fürsorge und Aufbegehren, letzteres nur im Kleinen, aber immerhin. Es ist höchste Zeit für ein schlichtes, aber deutliches "Nein".
Und dann passiert so viel auf einmal: Riet meldet sich überraschend, Helmer bekommt einen neuen "Knecht". Sein Leben wird stärker umgekrempelt, als er es selbst wollte. Manche Szene finde ich auch regelrecht komisch, nämlich die, in denen sich Helmer nicht so verhält, wie die anderen es von ihm erwarten. Etwa, wenn er Henk aus dem Bett schmeißt, sich selbst hineinlegt und verkündet, nö, er wolle jetzt nicht die Kühle melken. Ich glaube, er ist auf einem guten Weg. *g*
Interessant finde ich übrigens die Nebenfigur Ada. ich vermute, dass sie ein ähnliches Schicksal durchmachen muss wie Helmers Mutter.
LG, Fevvers
ich habe am WE mit dem Roman begonnen und bin regelrecht 'hineingesogen' worden. Nach dem "perfekten Kellner" von Sulzer habe ich es wieder mit einem verschlossenen Außenseiter zu tun, dessen Lebensweg in jungen Jahren jäh in eine andere Richtung gelenkt wurde. (Deine Rezension möchte ich erst lesen, wenn ich durch bin.)
Sehr authentisch wird geschildert, wie Helmer nach langer Zeit das Bedürfnis verspürt, aufzuräumen, in doppelter Hinsicht, denn es geht ja nicht nur um neue Möbel, sondern auch um die familiären Beziehungen. Ein großer Schritt für diesen Mann, dessen Leben seit 30 Jahren gleichförmig und weitgehend ereignislos verläuft. Dazu passt der schlichte, nüchterne Erzählstil, die Schilderung der alltäglichen Verrichtungen in Haus und Stall.
Die ersten Kapitel fand ich etwas bedrohlich. Ich habe damit gerechnet, dass er seinen Vater verhungern lässt. Aber er schwankt zwischen unerlässlicher Fürsorge und Aufbegehren, letzteres nur im Kleinen, aber immerhin. Es ist höchste Zeit für ein schlichtes, aber deutliches "Nein".
Und dann passiert so viel auf einmal: Riet meldet sich überraschend, Helmer bekommt einen neuen "Knecht". Sein Leben wird stärker umgekrempelt, als er es selbst wollte. Manche Szene finde ich auch regelrecht komisch, nämlich die, in denen sich Helmer nicht so verhält, wie die anderen es von ihm erwarten. Etwa, wenn er Henk aus dem Bett schmeißt, sich selbst hineinlegt und verkündet, nö, er wolle jetzt nicht die Kühle melken. Ich glaube, er ist auf einem guten Weg. *g*
Interessant finde ich übrigens die Nebenfigur Ada. ich vermute, dass sie ein ähnliches Schicksal durchmachen muss wie Helmers Mutter.
LG, Fevvers