Seite 1 von 2

Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: Do 25. Dez 2025, 11:25
von JMaria
Hallo zusammen

auch Tops und Flops haben uns 2025 begleitet. Welche waren es bei euch?

Re: Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: Di 30. Dez 2025, 19:40
von JMaria
Für mich gab es unter den neuen Biographien über Thomas Mann zwei Tops

Kesting, Hanjo: Thomas Mann. Glanz und Qual
Lahme, Tilmann: Thomas Mann. Ein Leben

Tops unter den Romanen:

Grass, Günter: Unkenrufe
Roth, Philip: Verschwörung gegen Amerika
Tan Twan Eng: Der Garten der Abendnebel

Beeindruckt und berührt hat mich Pamuk, Orhan: Erinnerung an ferne Berge (Skizzenbuch) - Tagebucheintragungen

Unter den Krimis ragt für mich die Serie um Liewe Cupido von Deen Mathijs hervor.


Keinen Flop.

Re: Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: Do 1. Jan 2026, 16:02
von Petra
Schön, deine Tops zu lesen, Maria. Danke für den Einblick, und fürs Eröffnen des Threads. Ich bin schon gespannt auf die Tops und Flops der anderen.

Ich hatte kein üppiges Lesejahr. Es sind nur wenige Bücher zusammengekommen. Von denen, die ich gelesen habe, waren meine Tops:

Robert Louis Stevenson: Die Schatzinsel
Kathrin Bach: Lebensversicherung


Aber auch:

Agatha Christies Hercule Poirots Weihnachten (Graphic Novel)

Ich habe als Kind sehr gerne Comics gelesen. Diese Graphic Novel hat mich in diese Zeiten zurückversetzt. Ich habe das wirklich sehr genossen!

Nicht ganz zu Ende bin ich mit meinem derzeitigen Weihnachts-Krimi-Klassiker, den lese ich jetzt im neuen Jahr noch zu Ende. Er gefällt mir aber ausnehmend gut, und zählt zu einen der richtig schönen und guten! Ich werde davon noch abschließend berichten, wenn ich ihn beendet habe. Aber ich denke, er darf hier auch platziert werden:

Cyril Hare: Mord auf dem Landgut

Einen richtigen Flop hatte ich gar nicht, wenn die übrigen Bücher auch eher so mittelmäßig waren.

Re: Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: Fr 2. Jan 2026, 11:58
von JMaria
Das sind doch schöne Tops.
Besonders „ Robert Louis Stevenson: Die Schatzinsel“ sticht hervor, zumindest für mich, da ich über eine gekürzte Jugendausgabe noch nicht dazugekommen, die Schatzinsel ungekürzt zu lesen.

Es spornt an, das mal vorzunehmen. Welche Übersetzung hast du gewählt?

Re: Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: Fr 2. Jan 2026, 13:49
von steffi
Es ist immer etwas ganz Besonderes, eure Tops und Flops zu lesen ! Spannend !

Meine Tops:
RF Kuang: Babel
Paul Lynch: Das Lied des Propheten
Liz Moore: Gott des Waldes
Percival Everett: James
Haruki Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki
Andrew Miller: The Land in Winter
Intermezzo von Sally Rooney

Flops:
William Boyd: Eines Menschen Herz - zu belanglos
Christopher Clark: Preußen - zu detailreich

kein wirklicher Flop, aber hatte mir mehr versprochen:
Elena Ferrante: Meine geniale Freundin

Re: Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: Fr 2. Jan 2026, 15:38
von Petra
JMaria hat geschrieben:Das sind doch schöne Tops.
Besonders „ Robert Louis Stevenson: Die Schatzinsel“ sticht hervor, zumindest für mich, da ich über eine gekürzte Jugendausgabe noch nicht dazugekommen, die Schatzinsel ungekürzt zu lesen.

Es spornt an, das mal vorzunehmen. Welche Übersetzung hast du gewählt?


Oh ja, schade, wenn du nur die gekürzte Jugendbuchausgabe gelesen hast. Ich habe die wunderschöne gebundene Ausgabe vom Hanser Verlag in der Neuübersetzung von Andreas Nohl gelesen. Einen Vergleich habe ich nicht, war aber sehr zufrieden.

Danke für deine wohlwollenden Worte zu meinen Tops. Gerade, da mein Lesejahr so dürftig war, freuen und motivieren mich deine Worte.

steffi hat geschrieben:Es ist immer etwas ganz Besonderes, eure Tops und Flops zu lesen ! Spannend !


Das geht mir auch so, Steffi. Und so bin ich sehr froh und dankbar, dass Maria die Threads für uns eröffnet hat. :schwaermt:

Unter deinen Tops habe ich einiges gefunden, was mich angesprochen hat. Zunächst einmal hat mich sehr gefreut, eines meiner eigenen Tops aus 2024 auf deiner Top-Liste 2025 zu sehen: "James" von Percival Everett, für mich auch ein ganz besonderer Roman!

Erinnert hast du mich daran, dass du mich im Verlauf des Lesejahres auf "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" neugierig gemacht hast. So rutscht das Buch im SUB jetzt wieder höher. Und "Der Gott des Waldes" interessiert mich bei Erscheinen. Dass er dir so gut gefallen hat, lässt das Interesse neu aufflammen.

Auf ein neues gutes Lesejahr!

Re: Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: So 4. Jan 2026, 15:22
von JMaria
Hallo zusammen,

Steffi,
Christopher Clark: Preußen - zu detailreich


Ich glaube er kann nicht anders :breit_grins:


Petra
Ich habe die wunderschöne gebundene Ausgabe vom Hanser Verlag in der Neuübersetzung von Andreas Nohl gelesen. Einen Vergleich habe ich nicht, war aber sehr zufrieden


Danke dir.

Re: Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: So 4. Jan 2026, 15:37
von YvonneS2
Steffi hat Recht, am Ende eines Jahres Eure Tops und Flops zu verfolgen, ist immer wieder spannend.

Die Qualität meiner gelesenen Bücher bewegte sich auch im vergangenen Lesejahr wieder überwiegend im Bereich Mittelfeld bis sehr gut. So richtige Highlights oder WOW-Bücher waren leider nicht dabei, es gab aber trotzdem ein paar Romane, die mich aus unterschiedlichsten Gründen von sich überzeugen konnten und mir schöne Lesestunden beschert haben und damit von mir die volle Punktzahl bekamen:

Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel
Wolfgang Maria Bauer: Kaltblut
Agatha Christie: Death on the Nile
Barbara Pym: Some Tame Gazelle
Angela Thirkell: Summer Half


Es waren im vergangenen Jahr überwiegend die Klassiker/mod. Klassiker, die mir die besten Lesestunden bescherten.

Enttäuscht haben mich dagegen folgende Bücher, von denen ich mir einfach mehr versprochen hatte:

Franziska Gänsler: Wie Inseln im Licht
Takis Würger: Für Polina (den Hype um dieses Buch kann ich überhaupt nicht nachvollziehen)
Martina Bergmann: Das Fräulein Buchhändlerin (vom Eisele-Verlag war ich bisher Besseres gewohnt)
Jane Crilly: Mit goldenem Löffel (offensichtlich ein gefaktes Autorenprofil samt erfundener Biografie)
Agatha Christie: Das Sterben in Wychwood


Deutsche Gegenwartsliteratur ist nicht meins, das hat auch dieses Lesejahr wieder gezeigt. Es gab nur ganz wenige Bücher, die ich wirklich gut fand, der Großteil war für mich eher enttäuschend.

Nicht mehr überzeugt haben mich die beiden Bände aus der Martin-Merana-Krimireihe von Manfred Baumann, die ich im vergangenen Jahr las. Diese Teile waren nur noch ein müder Abklatsch der vorherigen Bände und der Autor bewegt sich mittlerweile auch zu sehr in Richtung Polemik, was mir nicht gefällt und die Serie damit für mich uninteressant geworden ist. Weitere Bücher werde ich hier nicht mehr lesen.

Re: Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: So 4. Jan 2026, 16:41
von JMaria
Hallo Yvonne,

Frau Jenny Treibel, eins meiner Allzeit-Lieblingsbücher, ist unter deinen schönen Leseerlebnissen :vor_freude_tanz:

Jane Crilly: Mit goldenem Löffel (offensichtlich ein gefaktes Autorenprofil samt erfundener Biografie)


Ach, irgendwie ist das Buch auf meiner Merkliste gekommen, aber weiß nicht mehr wie ich zu dem Tipp kam. Aber nicht gekauft, nur vermerkt. Wie kommst du drauf dass es dabei um ein Fake-Vita handelt?

Es waren im vergangenen Jahr überwiegend die Klassiker/mod. Klassiker, die mir die besten Lesestunden bescherten.


Ist bei mir auch oft so.

Re: Top und Flop 2025

BeitragVerfasst: So 4. Jan 2026, 17:20
von YvonneS2
JMaria hat geschrieben:
Jane Crilly: Mit goldenem Löffel (offensichtlich ein gefaktes Autorenprofil samt erfundener Biografie)


Ach, irgendwie ist das Buch auf meiner Merkliste gekommen, aber weiß nicht mehr wie ich zu dem Tipp kam. Aber nicht gekauft, nur vermerkt. Wie kommst du drauf dass es dabei um ein Fake-Vita handelt?

Hallo Maria,

der Verdacht kam bei mir, weil hier ein sehr "deutscher" Blick auf England geworfen wird. Das ließ dann - jedenfalls bei mir - die Vermutung aufkommen, dass es sich bei Jane Crilly um ein Pseudonym handelt, höchstwahrscheinlich einer deutschen Autorin. Angeblich ist dieser Roman eine Übersetzung eines englischen Romans mit dem Titel "Silver Spoon". Aber weder in den Weiten des Internets habe ich irgendwo eine englische Originalausgabe mit dem Titel "Silver Spoon" gefunden, noch sind im Impressum der deutschen Ausgabe des Kampa-Verlags Erscheinungsjahr und Verlag der angeblichen englischen Originalausgabe angegeben, was ja sonst üblich ist Ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber gefakte Autoren samt erfundener Biographie gab es in der Vergangenheit schon, ich erinnere nur mal an Nicolas Barreau.
Davon mal abgesehen, ist der Roman auch ziemlich 08/15. Ich kann mich schon gar nicht mehr an den Inhalt erinnern. :tuete_ueber_kopf: