Ja, ein leeres Haus ist doch ein idealer Ort für Unheimliches.
Wieder haben wir eine Rahmenhandlung und wieder sitzen 3 Männer beieinander, wie in Der Sanctus. Mir fiel auch wegen den Augen und dem Spiegel so gleich der Sandmann ein. Der Unterschied zwischen Nathanael und Theodor ist, dass Nathanael in den Wahnsinn kommt, Theodor jedoch geheilt daraus hervorgeht.
Und wir sind mitgenommen in das Thema der Romantischen Medizin. Es gab Pioniere der "Romantischen Medizin", wie Schubert, Reil, u.a.. Theodor nennt sie in der Geschichte. Es geht um Wahnsinn, Magnetismus, Mesmerismus…
Ich höre derzeit die Hörspiele „Verbrechen und Märchen“ mit den Gebrüder Grimm und ab der 3. Staffel ist auch Dr. Reil mit im Ermittlerteam (Dr. Johann Christian Reil (1759–1813))
Es ist schwer, zu unterscheiden, was sich in Theodors Phantasie abspielt und was noch real ist. Gerade auch der Hinweis auf die spalanzanische Fledermaus gibt, wie ich finde, nochmal den Anstoß, dass das meiste eben doch in Theodors Vorstellung passiert. Der Begriff geht auf Lazzaro Spallanzani und seine Erforschung von Fledermäusen zurück, die ja blind mit Echoortung fliegen.
Das finde ich jetzt sehr interessant zu welcher Schlussfolgerung du gekommen bist.
Und wie im Sandmann kommt Spallanzani und seine Forschung vor. ETA Hoffmann gebraucht das selbst Erlebte und reale Personen um seine unheimlichen Geschichten zu konstruieren.
