Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Binchen » Sa 13. Feb 2010, 16:13

Hallo liebe Rachel,

wie bist Du denn zu Nele Neuhaus gekommen? Bei mir war es ein Tipp unserer Tine aus Hanau, die wir im November getroffen hatten. Wer aus der Region kommt hat ja zu den Örtlichkeiten andere Beziehungen als andere. Die Örtlichkeiten rund um Hofheim sind mir jedoch auch bekannt (nicht nur durch den Historischen Roman 'Die Pelzhändlerin' von Ines Thorn) und so habe ich gedacht, da kann ich doch auch mal umherwandern.

Mich hat das Debüt des Ermittlerteams zwar nicht begeistert, aber ich bin gerne mit ihnen unterwegs gewesen. Der Verlauf des Falles war spannend und die Auflösung auch. Gerade für Pia und für die Freunde aus der Tierklinik wurden diverse Klisches nicht bedient, was mich sehr gefreut hat. Wäre ich Pferdeliebhaber, hätte ich mich bestimmt im Milieu auch noch wohler gefühlt. Deshalb hab ich das Buch nun für das nächste Treffen mit Martina beiseite gelegt *winke* - Sie kann, falls sie es mal liest, sicher auch noch den Pferdeaspekt beurteilen.

Und Du, liebe Rachel? Wie hat es Dir gefallen? Und wie stehst Du zu Pferden?

Ich hab nun 'Das gefrorene Licht' gegriffen. Das beginnt auch schon spannend, nur den Namen der Autorin kann ich mir nicht merken. Sigurdardottir ... Wow.

Bei meinen Bemerkungen zur 'Frau in Weiß' hab ich mir Mühe gegeben, meine Beweggründe zum Buch klar zu machen, wie immer, damit sich jeder danach besser ein Bild machen kann, wie es zu ihr passt. Danke fürs Feedback, es scheint angekommen zu sein. :oops:
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Trixie » Sa 13. Feb 2010, 16:47

Hallo,

ich habe mir jetzt einen Roman von Barbara Michaels ausgesucht, der seit fast zwei Jahren in meinem SUB lag: Wait For What Will Come.
Damit habe ich Krimis jetzt wohl gegen neuzeitlichen Schauerroman getauscht, denn es geht darin um die junge Amerikanerin Carla Tregellas, die in Cornwall ein Anwesen erbt, das düster und -wegen der schwindenden Finanzen der Familie- schon etwas heruntergekommen an einem Steilhang Wind und Wetter trotzt. Gleich bei ihrer Ankunft schlägt das Wetter denn auch in ein heftiges Sommergewitter um, das Personal verläßt -bis auf die Haushälterin- für die Nacht gewohnheitsgemäß das Haus, der Strom fällt aus, und alles deutet schon auf ein finsteres Geheimnis hin, daß mit dem Anwesen oder der Familie der jungen Carla Tregellas zu tun haben dürfte...

Ein richtiger Schmöker also für Nachmittage, Abende und Nächte, in denen man selbst sich wohlig eingekuschelt im Sessel oder im Bett befindet und die Geschichte genießen kann :? .

Gruß,
Trixie
Zuletzt geändert von Trixie am Sa 13. Feb 2010, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon steffi » Sa 13. Feb 2010, 16:59

Hallo Binchen,

interessiert habe ich deine Rezi zu "Die Frau in Weiss" gelesen. Ich habe das Buch ja auch erst vor kurzem in englisch gelesen.

Deine Bewertung stimmt in etwa mit meiner Meinung überein, es war eines meiner Top 2009 - Bücher. Ich kann allerdings nicht sagen, dass mich der langsame Aufbau gestört hat, vielmehr hatte ich es zum einen bei einem 600 Seiten-Roman erwartet, außerdem ist natürlich der Stil eines viktorianischen Romans ein anderer als der moderner Thriller. Für mich war es sehr schön, dass sich die Personen langsam entwickelten und dadurch sehr vielschichtig gezeichnet wurden. Trotz dieser langsamen Erzählweise gelingt es Collins den Spannungsbogen zu halten und das Interesse an der Geschichte wach zu halten. Dass es keine richtige Identifizierungs-Person gibt, hat mir dabei noch besonders gut gefallen, denn auch dieser Umstand zeigt, wie stimmig Collins seinen Roman aufgebaut hat.
Gruss von Steffi

:lesen:
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Binchen » Sa 13. Feb 2010, 18:24

Liebe Steffi,
auch Dir Dank für's Feedback.

Die Sache mit dem 'Sympathieträger' der Dir sogar noch ein stimmigeres Bild vermittelt hat, habe ich genau deshalb erwähnt. Mich trägt so jemand durch das Buch.
Dass sich die stimmige langsame Entwicklung so zutrug, wie sie es tat, war für mich auch erwartet - auch wenn ich es nicht so schön begründen konnte, wie Du mit viktorianischem Roman usw.

Ich finde es immer wieder spannend, aus wieviel Unterschiedlichen Blickwinkeln man ein Buch beäugen, gut oder schlecht finden kann.
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Martina » So 14. Feb 2010, 00:55

Liebes Binchen,

das klingt ja spannend, auch wenn Du ja nicht so ganz begeistert bist. Von der Autorin habe ich noch gar nichts vorher gehört. :oops: Aber Tierklinik und dann noch Pferde, da machst Du mich wirklich neugierig. Und den Pferdeaspekt werde ich gerne beurteilen. *heftigzurückwink* Krimi, Ermittlerduo, Pferde, das klingt für mich richtig gut. :P
Liebe Grüße
Martina
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Josie » So 14. Feb 2010, 14:14

Liebes Binchen,

auf Neuhaus bin ich neulich auch aufmerksam geworden, eben weil die Geschichte im Taunus spielt und ich auch in der FFM Ecke wohne. Ich war die ganze Zeit schon am Überlegen, ob ich es lesen soll oder nicht. Insgesamt hört es sich ja recht gut an, obwohl es dir ja nur bedingt gefallen hat. Aber für eine nette Lektüre zwischendurch... Mmh, ich warte vielleicht mal ab, was Martina noch dazu schreibt.

Hallo zusammen,

nachdem ich nun eine Woche gesundheitsbedingt eine Lesepause einlegen musste, habe ich gestern nun „Der Schatten des Windes“ beendet und bin mit dem Roman insgesamt sehr glücklich und zufrieden gewesen.

Ich habe mir inzwischen deine Rezi durchgelesen, Petra. Dieser ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen; du hast treffend beschrieben, was auch ich weitestgehend empfunden habe. Unterschiede gibt es nur darin, dass mir die Geschichte teilweise in kleinen Details zu konstruiert erschien und auch der „Showdown“ am Ende war mir etwas zu dick aufgetragen für dieses ansonsten eher gemächliche Buch. Was mich selber etwas irritiert hat: Zwar habe ich mit dem jungen, seitens Zafón auch fantastisch herausgearbeiteten Daniel mitgefühlt, gefiebert und gehofft, dennoch blieb er mir während des gesamten Buches und auch nach Beendigung der Lektüre eher fremd, distanziert und auch ein wenig unsympathisch, obwohl dies sicherlich seitens des Autors gar nicht vorgesehen war. Dieses Empfinden tat jedoch dem Lesegenuss keinerlei Abbruch, ich empfand es bei diesem Buch sogar eher als positiv und stimmig, dass mir der Hauptprotagonist nicht gar so sehr ans Herz wuchs.

Was den Schluss betrifft (und hier spoiler ich): Zwar freue ich mich natürlich einerseits, dass es ein Happy-End gab, aber auch das war mir zu viel des Guten. Nach Aufklärung der ganzen Geschichte rund um Carax fand jeder Protagonist, bis auf Clara nicht unbedingt, sein Lebensglück und alles ist in rosarote Watte verpackt. Ein bisschen weniger wäre hier mehr gewesen oder vielleicht sogar auch ein klein wenig mehr Tragik oder Melancholie am Ende. Das hätte durchaus zu dem Buch gepasst.

Insgesamt aber ein Lesehighlight, dass ich absolut nicht missen möchte. Wunderschöne Sprache, die Liebe zu den Büchern... Aber das hast du, Petra, in deiner Rezension ja alles sehr gelungen beschrieben.

Als Kontrast wollte ich dann heute mit „Todesdämmerung“ von Dean Koontz anfangen, aber das war dann doch ein wenig zu viel Gegensätzlichkeit. Die plumpe Sprache und überdrehte Story stehen derart im krassen Gegensatz zu „Der Schatten des Windes“, dass ich das Buch direkt zur Seite gelegt habe und es ein anderes Mal nochmals mit ihm versuche.

So habe ich mich nun entschieden, Peter Shandy und die knurzeligen Bewohner des Balaclava-College mal wieder zu besuchen. Dort war ich schon lange nicht mehr und werde daher nachher mit Charlotte MacLeod, „Wenn der Wetterhahn kräht“ beginnen, ein weiteres Buch aus meinem Sub-Gerangel.
Liebe Grüße
Claudia


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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Binchen » So 14. Feb 2010, 15:42

Nele Neuhaus ----

:o ich habe geschrieben, dass ich nicht begeistert bin, das heißt ich kann leider nur *** vergeben und nicht **** - Mehr nicht!!! Also solide gute deutsche Krimikost.

... ich muss dazu wohl noch ne Rezi schreiben um das klarzustellen *g*

Sorry - so ohne Umgebung kam das 'Nicht begeistert' zu schlecht herüber - :oops: :oops:
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Rachel » So 14. Feb 2010, 18:07

Hallo Ihr Lieben,

@Binchen:
Binchen hat geschrieben:wie bist Du denn zu Nele Neuhaus gekommen? Bei mir war es ein Tipp unserer Tine aus Hanau, die wir im November getroffen hatten. Wer aus der Region kommt hat ja zu den Örtlichkeiten andere Beziehungen als andere. Die Örtlichkeiten rund um Hofheim sind mir jedoch auch bekannt (nicht nur durch den Historischen Roman 'Die Pelzhändlerin' von Ines Thorn) und so habe ich gedacht, da kann ich doch auch mal umherwandern.

Das Buch war ein Geschenk, Bezug zu den Örtlichkeiten habe ich überhaupt keine, was meinen Lesespaß aber keineswegs getrübt hat. Zum Glück ist das ja keiner von diesen Regionalkrimis, wo der einzige Reiz darin besteht, dass man sämtliche, mehr als ausführlich erwähnten Straßennamen wiedererkennt. ;)

Ich kann mich deinem Fazit weitgehend anschließen, kein Krimi der mich völlig umgehauen hat, aber das schaffen ohnehin nur ganz, ganz wenige Krimis und das habe ich auch nicht erwartet. Mir hat der Krimi wirklich gut gefallen, ein nettes Ermittlerteam und interessanter Fall, das Buch hat mich durchaus gepackt. Die Folgebände werde ich mir sicher nicht entgehen lassen. Passt auch ganz gut, ich habe mir nämlich vorgenommen, wieder mehr Bücher deutscher Autoren zu lesen. :)

Und Du, liebe Rachel? Wie hat es Dir gefallen? Und wie stehst Du zu Pferden?

Als Kind bin ich mal eine zeitlang geritten, aber das ist schon eine Weile her. Einen richtigen Bezug zu Pfernden habe ich also nicht, aber ich fand den Hintergrund interessant.

Unbedingt eine Erwähnung hier wert ist hier übrigens das kleine Buch, das ist gestern gelesen habe, "Die Buchhandlung" von Penelope Fitzgerald:

»1959 gab es in Hardborough weder eine Imbißbude noch eine Wäscherei, und Filme wurden nur jeden zweiten Samstagabend vorgeführt; alle diese Dinge entbehrte man, aber niemand hätte daran gedacht, eine Buchhandlung aufzumachen, und niemand hätte Mrs. Green so etwas zugetraut ...« Florence Green erwirbt in dem kleinen verschlafenen Dorf am Meer das Old House als zukünftiges Domizil für ihre Buchhandlung. Voller Schwung stürzt sie sich in die Vorbereitungen, stattet ihre Buchhandlung liebevoll aus und richtet außerdem eine Leihbibliothek ein. Doch die Einwohner der Ortschaft begegnen dem Unternehmen mit Skepsis und Widerstand ...

Hat mir wirklich sehr gefallen, allein schon wegen der Schilderung des Lebens in dieser Kleinstadt Ende der 50er Jahre und der Beschreibungen rund um die Führung der Buchhandlung. Mit ganz wenigen Worten schafft es die Autorin diese Stadt und ihre mal mehr, mal weniger liebenswerten Bewohner zum Leben zu erwecken. Sehr zu empfehlen, zumal zu dem günstigen Preis des Taschenbuches. :)
Liebe Grüße,
Rachel

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » So 14. Feb 2010, 18:59

Rachel hat geschrieben:
Unbedingt eine Erwähnung hier wert ist hier übrigens das kleine Buch, das ist gestern gelesen habe, "Die Buchhandlung" von Penelope Fitzgerald....

Hat mir wirklich sehr gefallen, allein schon wegen der Schilderung des Lebens in dieser Kleinstadt Ende der 50er Jahre und der Beschreibungen rund um die Führung der Buchhandlung. Mit ganz wenigen Worten schafft es die Autorin diese Stadt und ihre mal mehr, mal weniger liebenswerten Bewohner zum Leben zu erwecken. Sehr zu empfehlen, zumal zu dem günstigen Preis des Taschenbuches. :)


Hallo Rachel,

das Buch habe ich vor Jahren gelesen. Gefiel mir gut. Zurück blieb, dass ich mich an eine melancholische Grundstimmung erinnere. :?:

oder ich habe das so empfunden, weil das ....Spoilerschrift ... Unternehmen scheitert. ... Spoilerende.

Was nicht weiter schlimm ist, aber es ließ einen doch etwas melancholisch zurück. Die Dorfgemeinschaft war wirklich sehr altertümlich. :)

Liebe Grüße
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » So 14. Feb 2010, 19:44

Hallo zusammen,

ich habe nach Apostoloff zu Die Pest von Albert Camus gegriffen, der im Januar seinen 50. Todestag hatte.

Es liest sich leicht, eher nüchtern, manchmal theatralisch, dann fast schon comicartig, so dass ich verwundert über manche Sätze schmunzeln muß. Da ist die Ernsthaftigkeit des Arztes, der eine tote Ratte vor seiner Türe sieht und gegen Abend als er zurück kommt, kommt ihm eine Ratte torkelnd entgegen:

Das Tier bleibt stehen, schien das Gleichgewicht zu suchen, lief auf den Arzt zu, blieb wieder stehen, dreht sich mit einem kurzen Fiepen um sich selbst und fiel schließlich um, wobei sein Blut aus den halbgeöffneten Lefzen spritzte.

bei der Beschreibung laufen bei mir Bilder ab, wie in einem Comic und finde das geht schon ins komische. Wie bei Tom und Jerry, bei ihnen fehlt natürlich das Blut. ;-)

noch bin ich dabei, die Personen mir innerlich zu ordnen. Ein Herr namens Cottard tritt auch auf, was mich an Dr. Cottard in Prousts Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit erinnert. Der Erzählstil erinnert aber nicht an Proust.

mal sehen wie mir der Roman gefällt. Es geht ja darum, zu was ein Mensch in der Lage ist, wenn ihn eine Katastrophe erwischt, die ihm sogar das Leben kosten könnte.

Interessant finde ich schon mal den erzählenden Chronisten der immer wieder auftaucht und sich in die Geschichte mit einbringt. Ein Chronist der in der Einleitung nicht mal das genaue Datum nennen kann, und schreibt 194' . Damit gibt der Autor subtil preis, dass es nie eine Pestepedemie in Oran der 40iger Jahre gab. Meine Recherche im Internet ergab das gleiche Ergebnis.

Somit geht es um den Umstand des menschlichen Handeln angesichts einer Katastrophe. Letztendlich kann die "Pest" auch für andere Katastrophen stehen.

Gruß
Maria
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