Hallo Britti,
hallo zusammen,
nachdem ich wieder gut zu Hause angekommen bin und meine Taschen ausgepackt habe, möchte ich Euch etwas zu meiner aktuellen Lektüre, "Die Brautprinzessin" von William Goldman, schreiben.
Ich kann Euch versichern, daß das, was ich berichte, die reine Wahrheit ist.
Bevor ich den Kurzurlaub antrat, erzählte ich meiner schon längst erwachsenen Tochter, von diesem Buch. Am nächsten Tag stand sie mit genau diesem Buch vor mir und gab es mir als Urlaubslektüre mit.
Es kam noch der Hinweis von ihr, daß es von Klett-Cotta Hobbit Presse, aus der Serie mit dem blauen Greif sei, den sie komplett besitze. Dann war schon mal klar, daß es der Literatur-Geschmack meiner Tochter ist. Das war ein weiteres gutes Zeichen für Qualität!
Also dann... NatiFine sitzt am Urlaubsort gemütlich in der Sonne, schlägt das Buch auf und beginnt zu lesen:
".......Als Kind hatte ich für Bücher einfach nichts übrig. Ich mochte nicht lesen..........wie sollte man auch Zeit haben zu lesen, wenn einen die Spiele lockten?......"
Ich fühlte mich sofort angesprochen!!!!
Das, zu meinem Leseverhalten in der Kindheit.
@Britti - ging es Dir dabei nicht auch so?
Ich fühlte mich auf eigenartige Weise wieder zurück versetzt, aber las jetzt weiter.
Jetzt muß ich von dem 10jährigen Mädchen berichten, das mich seit 2 Jahren
täglich besucht, wenn ich mit meiner Hündin am Urlaubsort bin. Sie liest auch nicht gerne und ich versuche immer wieder, ihr ganz unterschiedliche Bücher anzubieten. Bei meiner Tochter war ich schließlich auch erfolgreich auf diesem Gebiet!
Aber, das Buch, das für sie so interessant war, von dem sie immer mehr hören wollte und darauf brannte, zu wissen, wie die Geschichte weiter geht, das hatten wir noch nicht gefunden.
Ich sehe das so, daß eine solche Geschichte, die einen fesselt, der Schlüssel zum Lesen sein kann.
Was soll ich sagen.....die Kleine kommt wieder, ich lese gerade, sie fragt, was ich da lese, ich sage ihr den Titel des Buches und sie fragt wovon das Buch handelt, ich antworte ihr wahrheitsgemäß, es beginnt mit einem Kind, das nicht lesen will.
Um die Geschichte, die jetzt folgt etwas abzukürzen nur das:
Ich war gerade auf Seite 107 an den Klippen und berichte ihr, was passiert ist. Die Frage des Kindes...und...wie geht es weiter??? Ich habe ihr also weiter vorgelesen, bis sie wieder gehen mußte.
Am nächsten Tag....die Frage....wie geht die Geschichte weiter....also, ich lese weiter vor und das Mädchen sitzt hoch konzentriert neben mir und neben ihr, ganz ruhig, der Hund.

Heute fuhr ich wieder nach Hause und die Kleine kam, um uns zu verabschieden. Zum Schluß sagte sie noch zu mir:" Bitte schicke mir eine Mail und schreib mir, wie es mit
Butterblume weiter geht."
Meine Antwort lautete natürlich: "Bestimmt, das mach ich."
Ach ich bin so froh! Ich glaub das Buch und ich haben sie gefangen! So muß es sein. Leseanfänger müssen Spaß daran bekommen zu lesen, auch wenn es zuerst anstrengend ist. Eine Seite Du eine Seite ich - so machen wir das.
Ich glaube, dieses Buch kam genau zur richtigen Zeit zu uns.

Viele Grüße
NatiFine