Steffi hat geschrieben:JMaria hat geschrieben:
Jetzt habe ich zu "Auf den Marmorklippen" von Ernst Jünger gegriffen.
Ernst Jünger und auch "Auf den Marmorklippen" ist/war ja sehr umstritten, ich kenne nichts von ihm und bin neugierig auf deine Einschätzung.
Ich kenne sonst nichts von Ernst Jünger. zu den "Marmorklippen" kann ich sagen, dass dir die Sprache und die Düsternis gefallen würde. Es sind Elemente enthalten, die erinnerten mich an E.T.A. Hoffmann (Schlangenmotive, märchenhafte phantastisches Umfeld, Spiegel...) und Marlen Haushofers "Die Wand", das düstere, das mystische in der Geschichte.
Das letzte Drittel lässt mich eher ratlos zurück. Es geht um einen Mann der sich aus ehemaligen Kämpfen zurückgezogen hatte und sich seinen Studien der Pflanzen widmet und sich in seinem Herbarium am wohlsten fühlt. Das Ganze spielt in einem fiktiven Land. Doch durch das Näherkommen des Bösen in Form des Oberförsters, entsteht Anarchie in dieser verzauberten Gegend und die Gewaltherrschaft nimmt immer mehr zu. Er zieht in den Kampf....
in erster Linie sah ich in dem Buch eine Geschichte des Widerstandes. Ich las danach im Wikipedia die Interpretation. Wie gesagt, gegen Ende des Buches konnte ich der Interpretation nicht mehr folgen.
Dennoch ein Buch das einen Sog entwickelt.
Hier mal ein Auszug, da geht es um die Sprache (am Ende half auch diese nicht gegen die Barbarei):
Vor allem aber setzten wir unsere Arbeiten an der Spache fort, denn wir erkannten im Wort die Zauberklinge, vor deren Strahle die Tyrannenmacht erblaßt. Dreieinig sind das Wort, die Freiheit und der Geist....
...vor Tauben zu musizieren, ein schlechtes Handwerk sei... Wir lebten in Zeiten, in denen der Autor zur Einsamkeit verurteilt ist...
Liebe Grüße
Maria


