Hallo Ihr Lieben,
Petra, schön, dass Dir "Erbin des verlorenen Landes" nach wie vor so gut gefällt. Deine Eindrücke dazu habe ich interessiert verfolgt, auch wenn ich momentan nicht so zum Antworten komme, wie ich das gerne würde.
Was mich damals beim Lesen von "Erbin des verlorenen Landes" besonders begeistert hat, waren, neben der wirklich wunderschönen Sprache, vor allem die ungemein vielschichtigen Figuren. Sicher erfährt man nebenher auch viel über Indien, aber ich hatte hier nie das Gefühl, dass die Autorin bestimmte Figuren oder Handlungsstränge nur eingeführt hat, um mir bestimmte Dinge über Indien vor Augen zu führen. Sie erzählt eben eine Geschichte für die der Hintergrund sicher wichtig ist, aber dieser Hintergrund wurde in meinen Augen nie wichtiger als die Geschichte. Bei "The White Tiger", das ich kurz danach gelesen hatte, hatte ich genau den umgekehrten Eindruck, nämlich dass mich da jemand über Indien belehren möchte und drumherum eine, nicht immer runde, Geschichte efunden hat. Deshalb hat das Buch bei mir ja auch deutlich schlechter abgeschnitten.
Weiterhin viel Spaß mit Kiran Desai.
@Maria: Klingt wirklich sehr, sehr gut, was Du über "Salammbo" schreibst. Und "Alle, alle lieben Dich" habe ich ja auch noch hier liegen. Überrascht ja nicht wirkich, dass O'Nan auch hier wieder zu überzeugen weiß.

Mein aktuelles Buch ist "Der Steingänger" von Davide Longo. Viel sagen kann ich noch nicht, ich habe mir das Buch erst gestern Abend gegriffen und nur noch 30 Seiten geschafft, aber bisher gefällt mir die Stimmung, die mit dieser kargen Sprache erzeugt wird schon sehr. Nachdem das Buch sehr kurz ist, werde ich damit sicherlich nicht lange beschäftigt bleiben.

"Persian Mirrors" lese ich immer nur kapitelweise.