Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Binchen » Mo 26. Jul 2010, 07:16

Noch 50 Seiten Hingabe,

Danke liebe Petra für den Hinweis, dass sich da noch was ändert. Das hat mich weiterlesen lassen, ansonsten hätte ich die Spannung fast nicht ertragen können.

Noch 50 Seiten - und ich bin erlöst - Das Buch ist sauspannend und ich bin gespannt auf das Ende, weil ich noch eine unerwartete Wendung erwarte.

Super dieser Tipp
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Petra » Mo 26. Jul 2010, 11:54

Hallo zusammen,

ich habe gestern John Hart "Das letzte Kind" abgebrochen. Nicht weil es schlecht war. War es nicht. Sogar mal was anderes. Die meisten Rezensenten sind von dem Thriller durch und durch begeistert. Und das kann ich auch verstehen. Dichte Atmosphäre, ein junger (13-jähriger) Held - Johnny -, der seine Zwillingsschwester verloren hat. Vater ist gegangen, Mutter ist mit prügelndem Lebensgefährten zusammen und betäubt sich mit Drogen. Nur ein verbissener Cop steht auf der Seite des Jungen. Beide können - jeder auf seine Art - die Suche nach Johnnys Schwester nicht aufgeben. Das hätte eine wunderbare Mischung sein können. War es auch. Aber es kommen weitere Figuren hinzu. Und damit waren dann ein paar Klischees auch schnell etwas strapaziert. Und genau da setzen die Kritiken an dem Buch an - d. h. von den Rezensenten, die nicht so begeistert sind. Zu viel schwarz-weiß, zu viel Zufälle, zu viel Gott und Dämonen, zu viel von allem. Und das stimmt irgendwie. Das dürfte aber für manche Leser genau richtig sein. Denn man bekommt hier eine vielschichtige, besondere Geschichte mit eigenwilligen Figuren. Aber mir wurde es zu unrealistisch. Zu viel passierte, genau diesem Jungen. Und die Menschen in seiner Umgebung entsprachen mir alle einer gewissen Kategorie Mensch. Das war mir zu gemalt. Zu unrealistisch. Aber wer sich gern gut und spannend unterhalten lassen möchte, der liegt hier genau richtig! Auch die Zufälle, die mich gestört haben, werden erklärt und erhalten Sinn. Mir wäre es nur zu viel gewesen, durch das ich mich durchlesen muss (immer mit dem Gedanken im Kopf, dass mir das nicht nah genug am Leben ist... zu überzeichnet... ein bisschen zu viel schwarz-weiß). Denn dafür habe ich zu viele Bücher zu Hause liegen, die auch reizen. Ich fand es teils schade, das Buch aufzugeben. Teils weiß ich aber auch, dass ich nicht gaaaaanz die richtige Leserin dafür bin. Aber ich möchte es dennoch denen empfehlen, die denken, dass sie mit ein paar Klischees weniger Probleme haben, wenn dafür die Atmosphäre und die Figuren sehr eigenwillig und gut gelungen sind. Interessant war die Handlung auf jeden Fall. Wenn mir auch ein bisschen zu... unrealistisch, da zu viel in Johnnys Umfeld passiert. Ich bin da manchmal etwas fantasielos. Kann schlecht einfach mal was hinnehmen, was im Buch nun mal so ist. Ich würde mich schon freuen, von anderen hier mal zu hören, wie sie das Buch empfinden. Ich könnte mir vorstellen, dass es einigen hier besser mit dem Buch ergehen würde wie mir.

Heute morgen habe ich dann zu Alison Lurie gegriffen. Auf die Autorin bin ich erst dies Jahr aufmerksam geworden und wollte sie für mich entdecken. So habe ich "Ein ganz privater kleiner Krieg" angefangen. Habe ich für 3,95 € kürzlich bei Jokers gekauft. Ich bin gespannt, wie es mir gefällt und ob das jetzt im Moment das richtige ist oder ob ich doch nochmal umschwenke. Es fängt jedenfalls interessant an - ist auf jeden Fall was für mich. Falls nicht zu diesem Zeitpunkt, dann zu einem anderen. Aber ich habe es heute mal mit zum genaueren reinlesen.

@Binchen: Ja, ich dachte mir, dass Du den Hinweis gut gebrauchen kannst, dass diese Abhängigkeit noch zu einer Erkenntnis bei der Hauptfigur führt. Und schön, dass ich recht hatte, dass es Dir - auch wenn das Thema Dir schwer fällt - auch so spannende Unterhaltung bieten wird wie mir! Ich bin mal gespannt, ob Du am Ende überrascht warst oder nicht! Ich lag richtig! :-)

Wirklich ein Thriller, den ich sehr genossen habe! So lebensnah geschildert. Und so spannend! Freut mich, dass ich Dich damit anstecken konnte und er Dir (trotz des Abhängigkeits-Themas) gefällt!

@Martina: Ist ja witzig, dass Du den 3. Sigurdardottir doch noch bei Dir gefunden hattest. Auch wenn Dir das peinlich ist (wäre mir auch, wenn ich es nicht mehr gewusst hätte), ich finde das drollig. Und bin ja immer froh, wenn es anderen auch mal so geht! :mrgreen:

@Doris: Wie Dir "Zeit der Versuchung" von Peter Hedges gefällt, musst Du unbedingt ausführlich berichten! Der steht nämlich auf meiner Wunschliste! Kann ich mir sehr interessant vorstellen. Kann aber natürlich in der Umsetzung her auch daneben gehen. Bitte berichte, ja?

Vielen Dank auch für Deine nähere Beschreibung zu "Shantaram". So weiß ich, was ich davon zu erwarten habe, und dass ich es besser lese, wenn ich mal viel Zeit am Stück für ein Buch habe. Das ist bei mir im Moment nie der Fall. Aber sowas ändert sich ja auch phasenweise immer mal wieder. Ich halte es auf jeden Fall im Hinterkopf, wo es Dir und Deinem Mann so gut gefallen hat!

Auch "Würde" kann ich nach Deinem Posting und Deiner schönen Rezi (vielen Dank dafür!) besser einschätzen/einordnen. Das ist sehr hilfreich und ich sage Dankeschön!

@Steffi: Nun machst Du mich auch noch auf "Föhnlage" neugierig! Da kann ich ja froh sein, dass ich es bereits als Hörbuch zu Hause liegen habe. Das hatte Rachel ja kürzlich gehört und sie war ganz angetan. Und ich weiß, für mich kommt es eher als Hörbuch in Frage, mangels Lesezeit.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » Mo 26. Jul 2010, 14:44

Hallo zusammen,

ich lese nun 2666 von Roberto Bolaño (Steffi und ich haben eine Leserunde im Lit-Chatten eingerichtet).

Bisher sehr vielversprechend !

Gruß
Maria
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Rachel » Mo 26. Jul 2010, 15:02

Hallo Ihr Lieben,

nach dem doch ziemlich deprimierenden, aber sehr guten, "Der Steingänger", war mir nach etwas netterer Unterhaltung. Das dürfte auf Tana French nicht unbedingt zutreffen, und so habe ich zu Kommissar Kluftinger gegriffen, mit "Laienspiel". War wieder sehr nett. Jetzt werde ich erst einmal "Liebe" von Yasushi Inoue dazwischen schieben und mal schauen, was danach an die Reihe kommt. :)

Maria, dein Projekt über den dreißigjährigen Krieg finde ich interessant. Bei mir wartet noch "The Thirty Years War" von C.V. Wedgwood zu dem Thema auf Lesezeit, das Buch von Ricarda Huch klingt aber ebenfalls spannend. Außerdem würde mich ja irgendwie das kürzlich erschienene "Europe's Tragedy" von Peter H. Wilson reizen, aber das ist dann doch schon sehr dick.
"Wallenstein" von Golo Mann habe ich übrigens auch schon ewig auf meiner Leseliste. :roll:
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » Mo 26. Jul 2010, 15:17

Hallo Rachel,

Inoues "Liebe" ist erstklassig, besonders die dritte Geschichte hat es mir angetan; "Der Hochzeitstag". Im Grundton eher melancholisch erzählt, aber aus dem Leben gegriffen.


Rachel hat geschrieben:Maria, dein Projekt über den dreißigjährigen Krieg finde ich interessant. Bei mir wartet noch "The Thirty Years War" von C.V. Wedgwood zu dem Thema auf Lesezeit, das Buch von Ricarda Huch klingt aber ebenfalls spannend. Außerdem würde mich ja irgendwie das kürzlich erschienene "Europe's Tragedy" von Peter H. Wilson reizen, aber das ist dann doch schon sehr dick.
"Wallenstein" von Golo Mann habe ich übrigens auch schon ewig auf meiner Leseliste. :roll:



Cecily V. Wedgwoods 30jährigen Krieg ist ebenfalls auf meiner Projektliste. Ricarda Huch dagegen hat die belletristische Darstellung des Dreißigjährigen Krieges gewählt. Es liest sich wie ein großer episch angelegter Roman. Toll.

"Europe's Tragedy" von Peter H. Wilson:
Danke für den Tipp. Dem werde ich mal nachgehen.

"Wallenstein" von Golo Mann ist natürlich auch irgendwann dran, ebenso Döblins Wallenstein, der Roman wird als expressionistisch eingeordnet und behandelt mehr "Ferdinand II". Bin also darauf auch sehr gespannt.

Ich habe mir überlegt, ob ich mal meine Projektliste zu "Wallenstein/Dreißigjähriger Krieg" im Forum auflisten sollte, doch ich glaube, das ist vielleicht eher langweilig für die anderen Mitleser. Wenn dich aber die Liste interessiert, stell ich sie dir zusammen.

Noch was, wenn dich der Dreißigjährige Krieg kurz aber informativ umrissen interessiert, dann empfehle ich dir "Der Dreißigjährige Krieg" von Herbert Rosendorfer. Dieser Schriftsteller kann dir Geschichte nahe bringen und einen Zusammenhang herstellen zwischen Politik, Kultur, Musik, Literatur in den diversen Epochen. Hervorragend.

http://www.sandammeer.at/rezensionen/30 ... dorfer.htm

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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon YvonneS » Mo 26. Jul 2010, 15:23

Hallo zusammen,

hier mal mein lesetechnisches "Update": :lol:

Ich lese seit meiner Rückkehr aus Schottland immer mal wieder ein Kapitel aus „Jenseit des Tweed“ von Theodor Fontane. Plötzlich bekommen die Reiseerzählungen von Meister Fontane eine ganz andere Wirkung, wenn man selbst die Orte besucht hat.

Angefangen habe ich letzte Woche mit „Die Brandungswelle“ von Claudie Gallay, ein Buch, dass mir meine Kollegin wärmstens ans Herz gelegt hat und das mir bis jetzt in seiner Erzählweise sehr gut gefällt.

Eingeschoben habe ich am Sonntag Don DeLillos „Der Omega-Punkt“, da es ein Buch aus der Bücherei ist und der Abgabetermin winkt. Irgendwie hat mich diese Geschichte allerdings ziemlich fragend zurückgelassen. Mich erinnert die Geschichte in ihrer Kargheit und Abstraktheit eher an ein Romanfragment, das Raum für viele Interpretationen lässt. Da wird von Autor vieles nur in den Raum gestellt und es liegt dann schlussendlich am Leser, was er daraus macht. Sicherlich kein schlechtes Buch, aber es wird nicht in die Riege meiner Lieblingsbücher aufsteigen.
Liebe Grüße
Yvonne



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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » Mo 26. Jul 2010, 15:36

YvonneS hat geschrieben: Eingeschoben habe ich am Sonntag Don DeLillos „Der Omega-Punkt“, da es ein Buch aus der Bücherei ist und der Abgabetermin winkt. Irgendwie hat mich diese Geschichte allerdings ziemlich fragend zurückgelassen. Mich erinnert die Geschichte in ihrer Kargheit und Abstraktheit eher an ein Romanfragment, das Raum für viele Interpretationen lässt. Da wird von Autor vieles nur in den Raum gestellt und es liegt dann schlussendlich am Leser, was er daraus macht. Sicherlich kein schlechtes Buch, aber es wird nicht in die Riege meiner Lieblingsbücher aufsteigen.


Hallo Yvonne,

von ihm habe ich auch ein Buch im SUB (Weißes Rauschen). Seine Romane werden der Postmodernen zugerechnet. Ist ganz interessant was Wikipedia über die Postmoderne schreibt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderner_Roman

Liebe Grüße
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon YvonneS » Mo 26. Jul 2010, 16:27

JMaria hat geschrieben:
Hallo Yvonne,

von ihm habe ich auch ein Buch im SUB (Weißes Rauschen). Seine Romane werden der Postmodernen zugerechnet. Ist ganz interessant was Wikipedia über die Postmoderne schreibt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderner_Roman

Liebe Grüße
Maria


Hallo Maria,

den Artikel habe ich mir mal ausgedruckt und werde ihn in Ruhe lesen. Wenn ich mir die Beispielromane dort so ansehe, habe ich zwei davon bereits gelesen, "Schlafes Bruder" von Robert Schneider und "Das Parfüm" von Patrick Süßkind, beide haben mir außerordentlich gut gefallen.

Was DeLillos "Omega-Punkt" betrifft: Hier liegt für mich der Hund eher in der Kürze des Romans begraben. War wohl keine so gute Idee, bei dem Autor mit einem seiner Alterswerke anzufangen.
Liebe Grüße
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon JMaria » Di 27. Jul 2010, 11:36

Rachel hat geschrieben: Außerdem würde mich ja irgendwie das kürzlich erschienene "Europe's Tragedy" von Peter H. Wilson reizen, aber das ist dann doch schon sehr dick.


Hallo Rachel,

ich habe mich mal auf die Suche gemacht. Knapp über 1000 Seiten. Leider gibt es das Buch noch nicht in Deutsch. Übrigens ein sehr passend ausgewähltes Cover, nämlich den "Galgenbaum“ von Jacques Callot. Schon gruslig. Kaum zu glauben, soviel Grausamkeit (Parole: Der Krieg ernährt den Krieg) in einer Zeit des Umbruchs.

nochmals danke für den Hinweis. Das Buch werde ich im Auge behalten und vielleicht trau ich mich am Ende meines Leseprojektes das Buch im Original zu lesen.

Liebe Grüße
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Re: Leseerlebnisse 2010 - Ich lese gerade

Beitragvon Rachel » Di 27. Jul 2010, 13:17

Hallo Maria,

JMaria hat geschrieben:Inoues "Liebe" ist erstklassig, besonders die dritte Geschichte hat es mir angetan; "Der Hochzeitstag". Im Grundton eher melancholisch erzählt, aber aus dem Leben gegriffen.

Das sind ja gute Aussichten. :) Ich habe gestern Abend nur noch die erste Geschichte geschafft, aber auch die hat mir schon einmal sehr, sehr gut gefallen. Macht definitiv Lust auf mehr von Inoue.

Ich habe mir überlegt, ob ich mal meine Projektliste zu "Wallenstein/Dreißigjähriger Krieg" im Forum auflisten sollte, doch ich glaube, das ist vielleicht eher langweilig für die anderen Mitleser. Wenn dich aber die Liste interessiert, stell ich sie dir zusammen.

Wenn Dir das nicht zu viel Arbeit macht, sehr gerne. Würde mich definitiv interessieren.

Was Du über Ricarda Huch schreibst, dass sich das Buch "wie ein großer episch angelegter Roman" liest, klingt toll. Berichte doch bitte weiterhin. Wedgwood hast Du also ebenfalls schon auf deiner Liste. Und dann die beiden Wallensteins, da hast Du Dir ja einiges vorgenommen. Viel Freude damit. :)

Noch was, wenn dich der Dreißigjährige Krieg kurz aber informativ umrissen interessiert, dann empfehle ich dir "Der Dreißigjährige Krieg" von Herbert Rosendorfer. Dieser Schriftsteller kann dir Geschichte nahe bringen und einen Zusammenhang herstellen zwischen Politik, Kultur, Musik, Literatur in den diversen Epochen. Hervorragend.

Vielen Dank, klingt wirklich gut und ist direkt auf meinen Amazon-Wunschzettel gewandert. Das Thema ist ja nicht ganz einfach, von daher ist eine gute Einführung sicher nicht verkehrt.

Und dabei bist Du doch gerade erst an einer Buch-Bestellung von mir Schuld. :lol:

JMaria hat geschrieben:
Rachel hat geschrieben: Außerdem würde mich ja irgendwie das kürzlich erschienene "Europe's Tragedy" von Peter H. Wilson reizen, aber das ist dann doch schon sehr dick.


ich habe mich mal auf die Suche gemacht. Knapp über 1000 Seiten. Leider gibt es das Buch noch nicht in Deutsch. Übrigens ein sehr passend ausgewähltes Cover, nämlich den "Galgenbaum“ von Jacques Callot. Schon gruslig. Kaum zu glauben, soviel Grausamkeit (Parole: Der Krieg ernährt den Krieg) in einer Zeit des Umbruchs.

nochmals danke für den Hinweis. Das Buch werde ich im Auge behalten und vielleicht trau ich mich am Ende meines Leseprojektes das Buch im Original zu lesen.

Gerne, freut mich, wenn ich Dich noch auf ein Buch zum Thema aufmerksam machen konnte. Ich habe darüber irgendwo eine sehr gute Rezension gelesen, ich muss mal schauen, ob ich die online noch finde.
Wenn Du Dich gegen Ende des Projekts ans Original wagst, bist Du zu dem Thema vermutlich ohnehin schon so sicher, dass Du damit überhaupt keine Schwierigkeiten mehr hast. Und er weiß, je nachdem, wie lange Dich das Projekt beschäftigt, gibt es bis dahin vielleicht schon eine deutsche Übersetzung. :)
Liebe Grüße,
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