vielen Dank für Eure Leseberichte, die ich immer wieder sehr genieße!
Samstag Nacht habe ich nicht eher aufgehört zu lesen, bis ich "Sterbenskalt" von Tana French beendet hatte. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen und wird im Genre Krimi/Thriller dies Jahr eines meiner Highlights sein, wie ihre vorherigen Bände im jeweiligen Jahr auch. Eine
Ein Ranking gibt es für mich auch weiterhin nicht. Für mich sind alle drei Bücher spitze und einfach absolut lesenwert. Aber da jedes für sich so eigen ist, liebe ich jedes auf seine Art und Weise.
Danach wollte ich nun erst mal etwas ruhiges, unaufgeregtes lesen. Nicht so üppig und erschöpfend erzählt. Sondern lieber klar, und nüchtern. So griff ich gestern zu "Oben ist es still" von Gerbrand Bakker. Das habe ich schon das 3. Jahr in meinem SUB-Gerangel stehen. Mein Interesse dafür war also nie verloren, sonst hätte ich es nicht mit in die aktuelle Liste übernommen.
Es ist sicher sprachlich genau das richtige nach "Sterbenskalt". Karg, nüchtern, ja, fast gefühllos erzählt. Doch wo Helmers Gefühle abgeblieben sind, wird nach und nach, in leisen Tönen, klar. Ebenso sein so kalter Umgang mit seinem totkranken Vater. Helmer ist innerlich irgendwie abgestorben. Führt kaum mehr ein Leben. Doch er räumt auf. Ich bin gespannt, in wie weit es ihm gelingen wird. Man sagt, für einen Neuanfang ist es nie zu spät. Doch ich habe da meine Zweifel. Ein Mensch ist manchmal geprägt. Und kann aus dieser Prägung nicht heraus. Ich bin gespannt, in wie weit Helmer sich verändern und befreien kann. Er versucht es auf jeden Fall - hat er mit dem Äußerlichen (Vater nach oben, er nach unten... neue Möbel, alte Sachen raus) doch schon angefangen...


