Hallo Ihr Lieben,
dann geht es anderen ja auch noch so! Wir Lesehungrigen, wir sind schon welche!
Mir ist jetzt bei meinem aktuellen Buch (Gerbrand Bakker: Oben ist es still) noch etwas zum Lesetempo aufgefallen. Dieses Buch hat eine karge, schlichte Sprache. Keine Schnörkel, keine zu langen Sätze. Das wird als Stilmittel eingesetzt, um die Geschichte allein durch die Sprache schon wirken zu lassen. Aber es ist somit auch eigentlich leicht und flüssig zu lesen. Interessant daran ist, dass ich dieses Buch trotzdem nur langsam lesen kann. Die Sätze strahlen die Langsamkeit der Geschehnisse dort aus. Sie schnell zu lesen, macht sie kaputt. Hindert sie an ihrer Entfaltung. Die Bilder müssen sich für mich langsam im Kopf aufbauen. Das ist auch ein komisches Gefühl. Man könnte von der Sprache her schneller lesen. Aber dann verkümmern die Bilder, bevor sie sich richtig aufgebaut haben. Das ist auch merkwürdig. Hattet Ihr sowas auch schon mal?
So habe ich das Tempo beim lesen gedrosselt. Nehme mir für jeden Satz Zeit und lese ganz in Ruhe. Und es entstehen wunderbare, eindringliche Bilder. Einfach ein tolles Erlebnis!
Didonia, ich glaube auch, dass es Dir gelänge, nach einem Hörbuch noch das Buch zu lesen. Denn wenn jemand auch ein Buch mehrmals lesen kann, dann dürfte das kein Problem sein. Das ist natürlich sehr schön. Denn so brauchst Du es nie bereuen, wenn Du mal ein super tolles Hörbuch gehört hast. Denn dann denkt man sich manchmal: Mist, warum habe ich es nicht gelesen? Die Sorge brauchst Du gar nicht haben.
Und ja, "Der Fremde" hat mich beeindruckt - wirklich! Schön, dass man es rausliest, aus meiner Rezension.