Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mo 7. Mär 2011, 13:15

Liebe Maria,

ja ich weiß, dass im Werther sehr viel von Goethe steckt und die Hintergründe sind mir auch in groben Zügen bekannt. Er hat sich aber zum Glück aufgrund seiner unglücklichen Liebe nicht umgebracht.

Lotte von Weimar kenne ich vom Titel her auch, wollte es mir aber erst besorgen, wenn ich den Werther dann mal gelesen habe - habe ich ja nun. ;)

Auch ein sehr interessantes Buch, falls Du es noch nicht gelesen hast, ist: Christine und Goethe.
Ich mochte das Buch.
Es gibt auch Aufschluss über einiges sehr Interessantes bezüglich der Beziehung Goethe und Schiller .
:lesen_und_nachdenken:
Liebe Grüße
Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mo 7. Mär 2011, 13:39

Hallo Barbara und Didonia,

ich verstehe, Du hast also erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen, liebe Didonia. So herum kann ich mich auch viel mehr von einem Film begeistern lassen. Kennt man erst das Buch, das ja meistens viel intensiver und umfangreicher ist, ist man vom Film meistens enttäuscht. Oder zumindest ist man befangen.

Johnny Depp finde ich auch sehr gut.

Dann war es also mein Tipp damals, liebe Barbara. Wenn mich das mal nicht freut! ;-)
Und da Du Dich schon aufs weiterlesen heute Abend freust, ahne ich, dass es Dir gefällt. Das freut mich!

"Die Shakespeare Morde" habe ich auch immer noch im Hinterkopf. Solche Krimis oder Spannungs-Romane haben für mich einen besonderen Reiz durch ihren literarischen Bezug. Und Du warst von den Shakespeare Morden damals ja angetan.

Noch mehr interessieren mich allerdings zwei Romane von Robert Löhr: "Das Erlkönig-Manöver" und "Das Hamlet-Komplott". Von "Das Erlkönig-Manöver" (vielleicht für Dich auch wegen Goethe zur Zeit eine nette Empfehlung?) gibt es auch ein Hörbuch, das sehr gut abgeschnitten hat. Für mich wäre das eine Alternative, denn die Lesezeit ist ja doch immer allzu knapp bemessen. Außerdem kann ich solche Romane, in denen Personen, die real existiert haben, in fiktive Geschichten verwickelt werden, besser hören als lesen. Ich hatte kürzlich mit "Die Landkarte der Zeit" ein sehr schönes Hörerlebnis. Ein Roman, der die Zeitreisen auf die Schippe nimmt, die gern mal in Büchern aufgegriffen werden. Und zudem eine Hommage an H.G. Wells (den Vater der Zeitreisen-Romane).
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mo 7. Mär 2011, 13:45

Barbara hat geschrieben: Es gibt auch Aufschluss über einiges sehr Interessantes bezüglich der Beziehung Goethe und Schiller .


Hallo Barbara,

da muß ich gleich einhaken. Den Briefwechsel zwischen Goethe und Schiller kann ich dir wirklich ans Herz legen. Davon war ich sehr begeistert.

Danke für deinen Lesetipp; Christine und Goethe kenne ich noch nicht.

Schöne Grüße
Maria
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mo 7. Mär 2011, 14:02

Liebe Maria,

das kann ich mir lebhaft vorstellen, zumal die Beziehung zwischen den beiden schon recht seltsam zu sein schien.

Goethe hat ja wohl sogar Schillers Schädel ausgraben lassen, damit er ihn zu sich nach Hause holen und den Freund so über den Tot hinaus bei sich haben konnte.
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mo 7. Mär 2011, 14:10

Barbara hat geschrieben:Liebe Maria,

das kann ich mir lebhaft vorstellen, zumal die Beziehung zwischen den beiden schon recht seltsam zu sein schien.

Goethe hat ja wohl sogar Schillers Schädel ausgraben lassen, damit er ihn zu sich nach Hause holen und den Freund so über den Tot hinaus bei sich haben konnte.


Hallo Barbara,

ja, das war schon wunderlich von Goethe. Die heutige Wissenschaft ist ja im Zweifel ob es tatsächlich Schillers Schädel ist.

Der Briefwechsel zeigt schön, wie die Freundschaft zwischen den Beiden begann und wuchs. Ihren Respekt untereinander, auch wenn sie mal nicht einer Meinung waren. Ihr Bestreben gute Dramen fürs Theater zu schreiben. Das Mutmachen und das Lob das sie sich gegenseitig aussprachen. Das geht schon nahe beim Lesen. Ein herausragender Briefwechsel.

Liebe Grüße
Maria
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mo 7. Mär 2011, 15:49

Barbara hat geschrieben: Ist es nicht toll, wenn man sich in seinen Bücherregalen sehr gut auskennt?? :oops:
Beim Einsortieren des Werthers musste ich zu meiner Schande feststellen, dass ich den Faust bereits wieder neu gekauft habe. Fragt mich aber jetzt nicht wann und wo. Ich wusste noch nicht einmal, dass ich ihn bereits wieder hatte. Ist das nicht peinlich!?!


kann passieren :lol:
eine schöne Faust-Ausgabe !

ich möchte Faust auf jeden Fall lesen bevor ich Bulgakows "Meister und Margarita" lese; zumindest Faust I.

Grüße von
Maria
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mo 7. Mär 2011, 15:53

Binchen hat geschrieben:Meine Rezi zur vollständigen Lesung!

Hallo liebe Maria,
schön, dass Dir Petterson auch so gefällt, Deine Erwähnung erinnerte mich daran, dass ich Trond auch schon in Norwegen besucht habe. Walter Kreye hat ihn für mich zum Leben erweckt, und ich war gerne mit ihm zusammen, gerade hab ich gelesen, dass es schon Ende 2006 war, so lange ist es her, schön, dass man so ein Buch auch noch nach 4 Jahren findet.


[Per Petterson: Pferde stehlen]

Hallo zusammen,

@Binchen,
ich bewege mich zum Ende des Romans und stimme dir gerne zu....

Auszug aus deiner obigen Rezi:
Die Geschichte ist langsam, man muss sich darauf einlassen. Sie beschreibt ein Leben von zwei Enden her – junges und altes Leben mischen sich am Ende für Trond, in der Hütte, dem neuen Anfang für das Alter. Ein wenig Melancholie legt sich über die Ereignisse, aber der Grundtenor ist eher freundlich und hoffnungsvoll, realistisch aber niemals resignierend.


dieses Gefühl habe ich auch beim Lesen der Geschichte bekommen. Auch das Gefühl, dass man mit allem fertig wird, was das zerbrechliche Leben einem auferlegt. Man tut das was am naheliegendsten ist und bewältigt es, so gut wie es geht oder einem möglich ist.

Wie immer wenn mich ein Buch sehr anspricht, muß ich kurz vor dem Ende pausieren. So gehts mir gerade. Aber ich möchte noch heute abend das Buch zuende lesen.

Schöne Grüße
Maria
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mo 7. Mär 2011, 19:41

Liebe Maria,

JMaria hat geschrieben:ich möchte Faust auf jeden Fall lesen bevor ich Bulgakows "Meister und Margarita" lese; zumindest Faust I.


Meister und Margarita habe ich auch noch irgendwo ganz in den Tiefen meines SUBs. Ich hatte es vor Jahren einmal zu lesen begonnen, es aber abgebrochen, weil ich in die Geschichte nicht reinfinden konnte. Aber, da bei mir jedes Buch eine zweite Chance bekommt, steht es noch immer im SUB und wartet ...
:lesen_und_nachdenken:
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Doris » Di 8. Mär 2011, 18:43

Hallo alle zusammen,

Barbara ich geselle mich zu dir, du bist nicht alleine. Meister und Margarita subt bei mir auch schon seit Jahren.....

Es drängen sich aber auch immer wieder andere, weitaus wichtigere Dinge dazwischen ;) - wie z.B. dieses hier:

Das lange Lied eines Lebens - Andrea Levy

Ich kann´s irgendwie garnicht so richtig aus der Hand legen und bekomme beinahe schlechte Laune wenn meine Familie etwas von mir will :D

Liebe Grüße
"Das richtige ist das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt und nicht mehr los läßt - bis zum Ende nicht, lies oder stirb! Dann liest man lieber." Kurt Tucholsky
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mi 9. Mär 2011, 10:44

Hallo zusammen,

ich habe nun mit Lukas Hartmann: Bis ans Ende der Meere begonnen zu lesen und es gefällt mir sehr gut.

Es geht um Cooks dritte Weltumsegelung und über den englischen Maler (schweizer Herkunft) John Webber, der ihn begleitete und der dieses berühmte Bild von Cook malte und Cooks Witwe übergab:

James Cook von John Webber

mit der Überreichung des Gemäldes beginnt das Buch:

---------
Auszug:
"Das ist nicht mein Mann!" Mrs Cook, ganz in Schwarz, schaute ungläubig aufs Bild, das John Webber, der Maler, eben enthüllte und vor sie hingestellt hatte.

-------------

ich mag ja Romanbiographien in der Art wie sie John Vermeulen schrieb, insbesondere wenn es um Maler geht. Lukas Hartmanns Roman gefällt mir bisher sehr gut.

Hier gehts zu ein paar Kritiken:
:arrow: http://www.perlentaucher.de/buch/32270.html
:arrow: http://www.amazon.de/Bis-Ende-Meere-Luk ... 218&sr=1-1


Gruß,
Maria
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