Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Binchen » Fr 11. Mär 2011, 22:39

Das ist ja witzig, liebe Steffi und liebe Maria,

ich hab in der Mittagspause auch gerade drin (Lügen des Locke Lamora) geschmökert und schon am Anfang viel gegrinst.
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Sa 12. Mär 2011, 15:34

Binchen hat geschrieben:Das ist ja witzig, liebe Steffi und liebe Maria,

ich hab in der Mittagspause auch gerade drin (Lügen des Locke Lamora) geschmökert und schon am Anfang viel gegrinst.



ich bin ca. bei der Hälfte. Oja, Locke Lamora sitzt in der Patsche, der Graue König sitzt ihm im Nacken, aber seinen Cognac-Deal zieht er durch :mrgreen:

Gruß,
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Sa 12. Mär 2011, 15:37

Petra hat geschrieben: @Maria: Ich muss zu Hause nochmal nachschauen und revidiere mich, falls ich hier was falsches poste. Es müsste :arrow: diese Ausgabe des Briefwechsels von Goethe und Schiller sein. Was man abgebildet sieht, ist der Schuber. Das Buch ist in rotes Leinen gebunden und mit einem durchsichtigen unbedruckten Schutzumschlag sehr edel umhüllt. Ich schaue aber noch mal nach, bevor ich was falsches sage. Es handelt sich um eine Dünndruck-Ausgabe, wenn ich das jetzt nicht falsch in Erinnerung habe.


das ist eine wunderschöne Ausgabe !
ich habe eine zweibändige Ausgabe im Schuber; diese hier :arrow: Briefwechsel, nicht ganz so edel wie eure :-)

Schöne Grüße
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Sa 12. Mär 2011, 21:18

Hallo Ihr Lieben,

den Club Dumas habe ich verlassen.
Mein nächstes Buch steht auch schon etwas länger in meinem SUB:
Shulman, Alix Kate: "Zu lieben, was ist"

Übrigens, wie passend: Ein Bastei Lübbe Buch. ;) Das habe ich aber gerade erst zufällig gesehen.
:lesen_und_nachdenken:
Liebe Grüße
Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » So 13. Mär 2011, 16:12

Hallo zusammen,

ich bin weiterhin gefesselt von MRRs Leben. Egal ob es seine Begegnungen mit Brecht (eine amüsante Passage), Böll, Lenz (so liebenswert, wie ich ihn mir aufgrund seiner Bücher vorstelle), Grass, Seghers, etc. sind, oder die politischen Entwicklungen und Umstände in Polen in der Nachkriegszeit, die Kriegsjahre, die Vorkriegsjahre, MRRs beruflicher Werdegang, der ihn immer wieder zur deutschen Literatur zurückzog. Aber auch seine außerehelichen Episoden, die er hier aufrichtig gesteht und nicht verschleiert, obwohl sie ihn in einen nicht so glorreichen Licht dastehen lassen. Aber vielleicht gehören auch diese Episoden in ein Leben wie seins, wenn man bedenkt, unter welchen Umständen er Tosia kennen gelernt hat. Und unter welchen Voraussetzungen die Ehe geschlossen wurde. Sicher haben die beiden einen ganz besonderen Zusammenhalt durch ihre gemeinsamen prägenden Erlebnisse. Ob sie ohne diese dauerhaft zusammen geblieben wären? Diese Frage bleibt völlig offen, nicht einmal wird sie wirklich gestellt. Wie auch, es ist sicher schon schmerzhaft genug (für seine Frau), der Vollständigkeit auch diese Szenen seines Lebens hier aufzuführen.

Auf allerhand Bücher und Autoren werde ich beim lesen von MRRs Autobiografie aufmerksam. Viele habe ich schon in anderen Threads erwähnt. Noch nicht Leon Uris, dessen Weltbestseller MRR erstaunlicher Weise benennt. Erstaunlich, da Unterhaltungsromane. Als solche benennt er sie auch. Eine Erwähnung waren sie ihm erfreulicher Weise trotzdem wert. Denn Leon Uris "Exodus" habe ich damals sehr gern gelesen. Ein fesselnder Roman über die Entstehung des Staates Israel. Dass Leon Uris auch über den Aufstand im Warschauer Getto geschrieben hat wusste ich ebenso wenig, wie dass MRR in der titelgebenden Straße "Mila 18" (allerdings nicht in der Hausnummer 18) gewohnt hat, nachdem sie bei einer der letzten Selektionen in eine andere Wohnung verfrachtet wurde. Übrigens eine gespenstische Szene: In eine fremde Wohnung zu kommen, in der vor 4 oder 5 Stunden noch Menschen gelebt, geliebt und gehofft hatten, und die jetzt auf dem Weg in die Gaskammer oder bereits tot sind.

Ich denke, dass Leon Uris heute nichts mehr für mich wäre. Aber das von ihm in "Mila 18" behandelte Thema finde ich sehr interessant und bin MRR dankbar für die Info, zumal ich damals in sehr jungen Jahren seinen "Exodus" fasziniert gelesen habe.

@Maria: Ja, die Ausgabe des Briefwechsels ist wunderschön! Ich habe mir jetzt auch das Buch gerade mal gegriffen und drin geblättert. Man könnte in den Briefen versinken. Wie wunderbar, dass man sich so dem Leben Goethes und Schillers nähern kann, so lange Zeit nachdem sie gelebt und diese Briefe einander geschrieben haben.

@Barbara: An Deinem aktuellen Lesestoff bin ich sehr interessiert. Sowohl von der Geschichte her (die Persönlichkeitsveränderung durch die Hirnschädigung, die Liebe, die sich hier noch stärker zeigt), als auch vom Ort (NY) her. Berichte mal bitte über Deine Eindrücke.

Wie hat Dir denn "Der Club Dumas" gefallen?
Liebe Grüße,
Petra


Ich lese gerade: :lesen:
Ina Bhatter - Drei Tage im Schnee (HC)
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Ich höre gerade: :kopfhoerer:
Simon Beckett - Die ewigen Toten (ungekürzte Lesung)

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Turni » So 13. Mär 2011, 19:07

Ich lese gerade "Die Braut des Pelzhändlers" von Lena Johannson.
Das ist wieder Kopfkino erster Klasse von der ersten Seite an. Man sieht wirklich das geschriebene Wort bildlich.
Die als alte Jungfer bezeichnete 19 Jahre alte Bilke soll von Lübeck nach Riga auf der Handelskogge zusammen mit den Waren ihres Vaters zu ihrem vorgesehenen Bräutigam reisen. Hartwych der reiche Rigaer liebt aber die arme Sängerin Ria.
Dies und vieles mehr geschieht 1430.
Ending a novel is almost like putting a child to sleep—it can't be done abruptly.

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mo 14. Mär 2011, 11:49

Liebe Petra,
Petra hat geschrieben:@Barbara: An Deinem aktuellen Lesestoff bin ich sehr interessiert. Sowohl von der Geschichte her (die Persönlichkeitsveränderung durch die Hirnschädigung, die Liebe, die sich hier noch stärker zeigt), als auch vom Ort (NY) her. Berichte mal bitte über Deine Eindrücke.


Mir hat das Buch sehr gut gefallen, so gut, dass ich es gestern begonnen und auch direkt beendet habe. Das Thema ist sicherlich keine leichte Kost und das Buch lässt einen am Ende sehr nachdenklich zurück, aber es erhellt auch ein wenig diesen doch immer häufiger und alltäglich werdenenden Bereich menschlichen Verfalls.

Das Buch ist authentisch und die Autorin beschreibt darin autobiographisch ihr Leben und das ihres Mannes Scott. Sehr ehrlich und authentisch, ohne Effekthascherei und ohne falsche Eitelkeit beschreibt sie Ängste, Sorgen und innere Qualen - sowohl ihre als auch die ihres Mannes (soweit sie diese beurteilen kann). Der Leser erhält auch einige Einblicke in den Krankheitsverlauf und in die damit einhergehenden charakterlichen Veränderungen, die eine solche Hirnschädigung mit sich bringen kann/bringt. Immer wieder kommt auch die Demenz zur Sprache, die ebenfalls bei ihrem Mann diagnostiziert wurde.
Besonders beeindruckend empfand ich die Stärke Alix Kate Shulman. Möge Gott uns ebenfalls einmal solche eine Kraft geben, wenn wir in eine ähnliche Lage kommen und einen lieben Menschen liebevoll und sehr sehr verständnisvoll pflegen wollen.

Das Buch ist wirklich empfehlenswert und unterstreicht Arnos Worte hinsichtlich der Veränderung des Bastei Lübbe Verlags.
:lesen_und_nachdenken:
Liebe Grüße
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mo 14. Mär 2011, 11:54

Liebe Petra,

"Der Club Dumas" hat mir gut gefallen. Ich habe mich sehr gut unterhalten und fand es sehr spannend, die einzelnen Deutungen und Hinweise - manchmal auch selbst - zu entschlüsseln. Vor allem gefiel mir das Ende - unabhängig davon, dass ich mir wieder einmal in meiner Phantasie ein etwas spektakuläreres Ende vorgestellt hatte. Aber das kenne ich bei solchen Büchern ja schon von mir.

Das Ende empfand ich dahingehend gelungen, dass es sich auf das Lesen von Büchern überträgt und dem Leser vor Augen hält, dass man mit dem Ende eines Buches eben durchaus auch nicht zufrieden sein kann. Genauso wie es das Ende hier im Zusammenhang mit den Neun Pforten beschreibt. Manchmal kann es eben keine Lösung geben.

In Fall der Neun Pforten? Wie auch?
:lesen_und_nachdenken:
Liebe Grüße
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mo 14. Mär 2011, 11:57

Hallo Ihr Lieben,

Gestern Abend habe ich wieder zu einer Biographie gegriffen. Allerdings, nach "Zu lieben was ist", musste es etwas Leichteres sein.
Daher griff ich zu Senta Bergers Biographie: "Ich habe ja gewusst, dass ich fliegen kann". - einem ebenfalls langen SUB - Bewohner.
:lesen_und_nachdenken:
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Binchen » Mo 14. Mär 2011, 12:43

Hallo Turni,

die Pelzhändlergeschichte subt bei mir auch noch, berichte doch bitte ...

bei mir ist 'Ausflug ins Grüne' Vincent Jacobs 1. Fall' der nette Sauerlandkrimi mit nach Chelles (bei Paris) gefahren und nun auch schon fast beendet. Netter Humor gepaart mit Sauerländer Sturheit und Lehrergeschichte - Gute leichte Unterhaltung -

*Danke an Martina* - Du hattest Recht mit Deiner Einschätzung, dass es mir gefallen würde.

Mir gefällt die Darstellung des frischgebackenen Lehrers und seiner skurrilen (so eine Bemerkung aus dem Buch) Kollegiums - die katholischen Schwester mit einem Faible für den BVB - und Computerspiele z.B. oder die graue Maus, die ihre Fäden zieht, und natürlich der nette Leo ...
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