sehr interessant, was Du über "Zu lieben, was ist" schreibst. Das Thema Demenz interessiert mich sehr, da ich ja persönliche Erlebnisse damit verbinde. Zum ganz großen Glück war das nur vorübergehend, aber diese schmerzvolle Erfahrung hat mir gereicht! Aber sie hat auch mein Interesse für das Thema geweckt. Zu verstehen, wie der Demenzkranke seine Umgebung wahrnimmt. Wie man als Angehöriger damit umgehen kann. Wie man sich in der Welt des Demenzkranken treffen kann. Was unbedingt nötig ist, damit der Demenzkranke sich nicht pausenlos unverstanden und somit isoliert fühlt. Ein ganz schweres Thema, von großer Bedeutung. Denn dieses Schicksal haben leider viele Menschen.
Ganz besonders interessiert mich zur Zeit "Der alte König in seinem Exil" von Arno Geiger. Ich würde es wenn aber hören. Es soll sehr gut gesprochen sein, und ich möchte zur Zeit nicht schon wieder lesend an das Thema. Denn es wühlt mich auch immer sehr auf, wegen meiner persönlichen Bezüge zu dem Thema. Hören ist für mich da leichter verdaulich.
In Jonathan Franzens "Die Korrekturen" ist Demenz ja auch eines der tragenden Themen.
Ebenfalls sehr eindrucksvoll war das Buch "Bis es wieder hell ist" von Bernlef. Ein niederländischer Autor, den mir ein Cousin von Ayhan empfohlen hatte. Er hat ihn interessanter Weise aus dem Niederländischen ins Türkische übersetzt. Da war ich doch allzu neugierig auf das Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ja, genau so läuft solch eine Erkrankung ab. Und Bernlef soll wohl der erste gewesen sein, der über die Krankheit Alzheimer aus der Sicht des Erkrankten geschrieben hat. Hier mal der Link zu meiner
Vorbilder - wie hier Alix Kate Shulman - sind immer wünschenswert. Wie schön, dass es sie gibt!
Dass Dir "Der Club Dumas" gefallen hat, freut mich. Für mich war das auch ein sehr atmosphärischer, spannender Lesespaß, an den ich mich allzu gern erinnere. An das Ende erinnere ich mich nicht mehr in Einzelheiten, nur weiß ich noch, dass ich in seiner Gesamtheit zufrieden damit war.



