Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Sa 19. Mär 2011, 13:28

Ich werde berichten, liebe Josie.

Dir meinen Glückwunsch zur wiedergefundenen Lesefreude und zum gelungenen Start mit "Anna Karenina".
"Eine Versuchung wird man nur los, indem man ihr nachgibt."

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mo 21. Mär 2011, 11:16

Hallo zusammen,

ich habe mich nach der Autobiografie von Marcel Reich-Ranicki (hier geht es zu meiner :arrow: Rezension) sehr schwer getan, neuen Lesestoff zu finden. So habe ich letzte Woche erst mal in "Die Vorstadtheiligen" reingelesen. Doch diese kleinen Beton-Legenden (die Legenden der meisten Heiligen sind in schöne Bändchen gefasst, die der Vorstadtheiligen sind aus Beton - das passt sehr schön) sind für mich eher was für zwischendurch. Hier mal eine, da mal ein.

Es vergingen weitere 2 Tage, in denen ich mich zu nichts neues entschließen konnte. Und schließlich griff ich dann zu einem meiner Langzeit-SUB-Bewohner: "Top Job" von Jason Starr. Von dem Autor las ich vor Jahren "Twisted City". Das hatte mir sehr gut gefallen und erinnerte mich in gewissen Punkten an Patricia Highsmith. So meisterlich wie sie gelingt es ihm zwar nicht, aber doch sehr gut. Bei ihm verlieren, wie auch bei Patricia Highsmith, ganz normale Menschen den Boden unter den Füßen und werden zu Mördern. In "Top Job" ist dies zudem mit aktuellen Themen verbunden: Der Druck im Job, Arbeitslosigkeit. Trotz dass das Buch 1997 geschrieben wurde, ist es heute noch aktuell in seinen Themen. Ein spannender Psycho-Thriller und das beängstigende Porträt eines Mannes, der seine eigene Grenze überschreitet. Liest sich zudem flott. Somit im Moment genau richtig.

@Josie: Es freut mich ganz doll, dass Du trotz Stress zu Deiner Leselust zurück gefunden hast! Ich denke, Du machst das genau richtig. Ich möchte mir meine Lesezeitfenster, wenn irgend machbar, auch gern verteidigen. Und auch nicht durch stressigen Zeiten zerstören lassen. Denn man muss auch mal abschalten. Und das gelingt uns beim lesen, wenn wir uns denn drauf einlassen können, doch meist am besten. Und um sich darauf einlassen zu können, muss man sich manchmal einfach nur feste Zeiten dafür einrichten. Ich kenne das. Es freut mich, dass Du das für Dich auch gerade so hinzubekommen scheinst! :-)

So hat "Anna Karenina" nun also eine richtige Chance bei Dir bekommen und hat Dich auch schon so richtig hineingezogen. Das ist schön! Ich freue mich auf dieses Leseerlebnis auch sehr und hoffe, dass es im kommenden Winter für mich soweit ist.

Dass in der Peter Shandy-Reihe von Charlotte MacLeod später ein oder zwei Bände allzu abgedreht sind, habe ich hier im Forum schon oft gehört. Und Du bestätigst das nun. Das ist so schade. Aber gut, dass es Dir nicht gänzlich die Leselust genommen hat. Kann ja schnell passieren, wenn ein Buch nicht hält was es verspricht.

@Binchen: Na, dann bist Du ja gerade mitten im Gewusel von Paris zur Zeit der Weltausstellung und der Einweihung des Eiffelturms. Mir hat es da wirklich sehr gut gefallen.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Mo 21. Mär 2011, 11:34

Liebe Petra,

vielen Dank für Deine wirklich tolle Resenzion zu "Mein Leben". Durch Deine Erzählungen ist das Buch zwischenzeitlich schon bis auf meinen Schreibtisch vorgedrungen. Nicht nur, weil ich auf sein Leben neugierig bin, das ich bisher nur aus dem Film kenne, sondern auch, weil ich neugierig bin, welche DDR-Autoren er kannte.
Dass es nach so einem Buch schwerfällt, sich für etwas Neues zu entscheiden, kann ich gut nachvollziehen.
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Britti » Mo 21. Mär 2011, 17:42

Hallo zusammen

@Petra: Deine Rezension zu MRR Biografie habe ich sehr gern gelesen und ich MUSS das Buch jetzt haben! Natürlich in der ausführlichen Version. Das klingt einfach nur interessant, besonders eben wegen der Erlebnisse aus erster Hand die sicher kaum fassbar sind.

Du schriebst das er seine Erlebnisse aus der grausamen Zeit distanzert und sachlich schreibt. Ich denke das tut er auch aus Selbstschutz, denn in der Zeit wo er sich das alles wieder ins Gedächtnis rufen musste wurde sicher einiges geweckt das er lieber hätte schlummern lassen. Nur so konnte er es vermutlich sich und dem Leser "servieren".
Gott sei Dank aber das er sich darauf eingelassen hat und uns Leser daran teilhaben lässt und danke an dich das du uns hier so neugierig darauf machst :D

@all: Ich befinde mich weiterhin in Kopenhagen und verfolge sehr gebannt was es in der dänischen Zentrale für Völkermorde alles zu berichten gibt. Vor allem aber die Entwicklung zwischen den 4 Damen im Büro. Ausnahme heisst dieses Buch und ich geniesse es sehr! ;) Auch hier mein Dank an Petra :)
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mo 21. Mär 2011, 19:17

Hallo Britti und Didonia,

das freut mich ungemein, dass ich Euch neugierig auf Marcel Reich-Ranickis Autobiografie machen konnte! Wie schön, dass sie schon auf Deinen Schreibtisch vorgerückt ist, Didonia! Ich denke auch, dass sie sehr gut in Dein Lese-Projekt passt, da er eben auch DDR-Schriftsteller erwähnt. Aber auch weil der Kommunismus auch in Polen - und somit in MRRs Leben - in der Nachkriegszeit eine große Rolle spielte.

Britti, dass Du dieses Buch jetzt haben musst und lesen willst, freut mich ganz doll! Denn ich kenne Dich ja. Und weiß, dass das für Dich ein großes Leseereignis wird! Mit "Ausnahme" habe ich mich ja so ganz unbewusst auf das Thema eingestimmt. Ich war irgendwie danach neugierig, noch mehr zu erfahren, über Völkermorde. Besonders den, der in unserem Land stattgefunden hat. Dass Du mit "Ausnahme" auch so interessante Lesestunden hast, freut mich ebenfalls sehr!

Ich denke auch, dass MRR absichtlich distanziert blieb. Da alles andere zu weh täte. Wie ich in der Rezension schon schrieb, er scheute sich ja aus diesem Grund überhaupt seine Erinnerungen aufzuschreiben. Aber ich denke, dass er auch aus Professionalität distanziert blieb. Denn er weiß sicher, dass die Wirkung damit im Grunde noch größer wird, als wenn er den Leser anleitet, hier und dort großes Mitgefühl zu haben. Das stellt sich von ganz allein ein. Durch die manchmal nüchterne Betrachtungsweise umso mehr. Wenn Du es gelesen hast, sprechen wir bestimmt mal über ein paar Szenen. Wirklich: Unvorstellbar! Auch wenn man so viel über diese Zeit weiß. Man kann es sich nicht vorstellen. Ein Wunder, dass die beiden überlebt haben! Und auch den ein oder anderen Helden wirst Du in dem Buch finden. Da zieht nicht nur MRR seinen Hut vor - sondern der Leser kommt auch nicht umhin.

Britti und Didonia, freut mich wirklich sehr, dass ich Euch mit meiner Faszination anstecken konnte. Ich denke für ein Buch wie dieses lohnt die Ansteckung sehr!

Ich bin sehr froh, es gelesen zu haben. Und ich bin sehr froh, dass ich mich nicht mit dem sehr kurzen Hörbuch begnügt habe. Berichtet bitte unbedingt, wenn Ihr es dann mal lest!

Ich werde jetzt noch ein paar Seiten von "Tob Job" lesen, bis mein Schatz nach Hause kommt. Das ist so ein Buch, das einen reinzieht und nicht loslässt. Nichts herausragendes. Aber sehr unterhaltsam, sehr flott.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Binchen » Di 22. Mär 2011, 21:47

Wie gut, Petra, dass ich nicht noch überzeugt werden musste, sonst wäre dank Deiner Begeisterung ein Buch mehr auf der Liste für dieses Jahr gelandet. Aber ich war ja schon begeistert und kenne 'Mein Leben'.

Ich habe mich nun einem Klosterbruder zugewendet, der mich mit Witz und aktueller Sprache zu unterhalten verspricht und vielleicht mag ich danach ja mindestens einen Schwaben? Wer weiß?

Beendet hab ich gerade meinen Rundgang über die Weltausstellung von Paris - Madame ist leider verschieden -

Die Weltausstellung hat mir gut gefallen, 'nur' gut gefallen (das ist ja schon was) weil mich zwei Dinge etwas gestört haben, obwohl Buchhändler als Ermittler *winke@Didonia*, Japaner und französische Geschichte des 19. Jahrhunderts für mich sehr viel Potential haben.

Die Hektik der Stadt, die für mich mit den vielen Aufzählungen unterstrichen wurden, war mir zuviel . Dieses Stilmittel hat mich auf die Dauer ermüdet.
Und
Im Roman fehlt mir typisch französisches Flair, z.B. wurde mir zwar Großstadt vermittelt, aber wenig Paris, auch wenn natürlich der Eifelturm oder Marsfeld zweifelsohne auf Paris hinweisen. Mir fehlte trotz der unverkennbar erwähnten Orte und Gegebenheiten das französische Flair, was z.B. in Bruno - Chef de Police - sicher transportiert wird. Es ist mir nicht genug, die Künstler oder die Erfindungen aufgezählt zu sehen, es wurde mir zu wenig 'Savoir vivre' transportiert, ich denke, das könnte auch an der Übersetzung liegen, das, was ich bei den Buddenbrooks als zuviel französische Konversation vorkam (dort zeigt es den Zeitgeist, aber mich störte damals, dass ich einiges nicht unmittelbar verstehen konnte, weil ich zu wenig Vokabeln kannte) fehlt mir hier ein wenig . Vielleicht war das in der Zeit anders, aber warum z.B. hat man die Speisen, die Victor so zu sich nimmt so richtig übersetzt z.B. mit 'Rote Beete' - hab ich mich gefragt. Das war auch noch an einigen anderen Ecken der Fall.

Letztendlich immer noch ein Roman, der mich gut unterhalten hat - Nachwort und Covergestaltung fand ich als Abrundung sehr gelungen.
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Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.” William Somerset Maugham (1874-1965)
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mi 23. Mär 2011, 09:36

Hallo Ihr Lieben,

nach den ereignisreichen Zeiten im Leben von Senta Berger, werde ich mich nun, wie bereits angekündigt, den sicherlich nicht weniger turbulenten und vielschichtigen Gedankenströmen Tolstois widmen.

Tolstoi, Leo: "Meine Beichte"
:lesen_und_nachdenken:
Liebe Grüße
Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Doris » Mi 23. Mär 2011, 16:23

Hallo alle zusammen,

@Petra, dass du mit MRR durch bist, zeigt wie sehr dich das Buch begeistert hat. Klingt sehr, sehr ansteckend! Vielen Dank für die überzeugenden Berichte.

Ich werde heute Abend zu meinem vorletzten Buch aus meinem März-Stapel greifen:

Ernster als Liebe - Peter Goldsworthy

Ich bin sehr gespannt auf das Buch, zumal es nun der dritte Roman ist den ich von diesem Autor lese. Die beiden Vorgänger habe mir ausgeprochen gut gefallen.
"Das richtige ist das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt und nicht mehr los läßt - bis zum Ende nicht, lies oder stirb! Dann liest man lieber." Kurt Tucholsky
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Do 24. Mär 2011, 11:30

Hallo zusammen,

gestern habe ich ganz atemlos "Top Job" von Jason Starr beendet. Eigentlich hatte ich erst heute damit gerechnet, aber es war einfach zu spannend. Ich kannte bisher nur ein Buch von ihm ("Twisted City"), welches mir aber sehr gut gefallen hatte. Mein Eindruck über den Autor bestätigte sich nun mit "Top Job". Seine Krimis sind einen Blick wert.

Ein bisschen hält er es mit seinen Figuren wie Patricia Highsmith (die für mich allerdings unerreicht ist!). Ganz normale Menschen verfangen sich in Lügen und Taten und bringen sie zu Fall. Und der Leser schaut ihnen dabei zu. Das macht Spaß! An manchen Stellen musste ich den Atem anhalten, so sehr ging ich in der Handlung auf. Hochliterarisch ist ein Krimi von Jason Starr nicht. Aber sehr flott erzählt. Er erzeugt einen ungeheuren Sog, aus dem weder seine Figuren, noch der Leser entkommt. Was will man mehr? Für mich war das jedenfalls genau das richtig, nachdem ich mich so schwer mit einer Buchauswahl getan hatte, nachdem ich mit Marcel Reich-Ranickis Autobiografie fertig war.

Eine :arrow: Rezension über "Top Job" habe ich auch direkt geschrieben. Wer mal einen rabenschwarzen flott erzählten Thriller möchte, dem sei Jason Starr empfohlen. Soweit ich weiß, siedelt er seine Thriller immer in New York an. Ein gutes Pflaster für seinen Stoff.

Nun habe ich mir das nächste Buch gegriffen. Es konkurrierte mit "Top Job". So fiel mir die Entscheidung jetzt aber leichter. So habe ich heute morgen die ersten Seiten von "God's Pocket" von Pete Dexter gelesen. Aufmerksam wurde ich auf das Buch, als es letztes Jahr auf der KrimiWelt-Bestenliste stand. Auch andere Titel von Pete Dexter reizen mich seither. Aber kennenlernen möchte ich ihn über sein Debüt, auch wenn es in den USA bereits 1983 erschien. Wie schön, dass man diesen Autor, wenn auch spät, nun auch den deutschen Lesern zugänglich macht.

Laut einer Pressestimme (Frankfurter Rundschau) handelt es sich bei "God's Pocket" um einen Gesellschaftsromane im Krimikostüm. Den Eindruck bekommt man bereits auf den ersten Seiten bestätigt. Hier wird das Vorstadtleben skizziert. Dexter schaut besonders in die trostlosen Winkel. Verlorene Seelen, harte Kerle, kaputte Menschen... das Arbeiten auf dem Bau, der Feierabend in der Bar. Ich bin gespannt, auf welch schmutzigen Ecken des fiktiven Arbeiterviertels in South Philadelphia und auf welch abgelegene Winkel manch zerrütteter Seele Pete Dexte noch den Blick richten wird. Auf den ersten Seiten wirkt alles sehr authentisch. Und das Cover gefällt mir überdies. In der Krimi-Couch hat das Buch eine sehr hohe Wertung erlangt, und auch sonst spart man nicht mit Lob. Ich freue mich aufs weiterlesen und werde berichten.

@Doris: Dass Dir meine Berichte über MRR gefallen haben, freut mich sehr! Besonders aber, dass ich damit ansteckend wirke. Denn ich wünsche seiner Autobiografie wirklich ganz viele Leser. Es steckt so viel imposantes, wichtiges und interessantes darin. Und er hat mich zu so manch einem Buch verführt. Dieses Buch hat für mich Folgen. Und das kann man wahrlich nicht jedem Buch nachsagen.

Von Peter Goldsworthy kenne ich noch nichts. Aber Du machst mich durchaus neugierig. Ich hoffe Du kannst das noch verstärken, indem Du von Deinen Eindrücken zu "Ernster als Liebe" berichtest. Die Idee ist vielleicht nicht neu, aber es klingt interessant. Und ich wäre sehr neugierig darauf, was Peter Goldsworthy aus dieser Idee macht. Viel Vergnügen - und bitte berichte!

@Binchen: Ja, da Du "Mein Leben" von MRR schon kanntest, kommt nun kein weiteres Buch auf Deine Liste. Aber schön, wenn ich Dich an Deine eigene Begeisterung für das Buch über sein Leben so noch mal erinnern konnte. An dieses Buch denkt man gern zurück, nicht wahr? Es freut mich ganz ungemein, dass er sich doch noch hat überreden lassen, seine Erinnerungen aufzuschreiben. Was wäre verloren gegangen, wenn er es nicht getan hätte!

Schön, dass Du Dich mit "Madame ist leider verschieden" gut unterhalten gefühlt hast. Das Pariser Flair habe ich persönlich nicht vermisst. Das Gewusel wegen der Weltausstellung und der Eröffnung des Eiffelturms erzeugte für mich die passende Stimmung. Oft deckt sich unser Bild, das wir vom Typischen eines Landes oder einer Stadt haben gar nicht so sehr mit dem Lebensgefühl der Bewohner (das Autoren-Duo Claude Izner lebt ja selbst in Paris) selbst. Vielleicht liegt es daran. Aber das Empfinden beim lesen ist ja immer individuell. Somit gut, dass es Dir dann wenigstens ansonsten gut gefallen hat, und somit keine verlorene Lesezeit bedeutete.

Die Reihe ist übrigens ja schon was umfangreicher. Ich bin mal gespannt, ob der Verlag auch die Folgebände rausbringen wird. Angekündigt ist bisher noch nichts. Ich denke, ich würde mich noch mal nach Paris zu der Zeit begeben, allein schon um der skurrilen Figuren willen.

@Barbara: Berichte mal, was Tolstoi da zu beichten hat (oder hast Du vielleicht sogar schon im Tolstoi-Thread - da lese ich gleich mal rein). Interessiert mich. Aber ich weiß auch, dass ich es wohl niemals selbst lesen werde, da mich seine Ansichten in der Kreutzersonate schon so abgestoßen haben.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Do 24. Mär 2011, 12:28

Liebe Petra,

@Barbara: Berichte mal, was Tolstoi da zu beichten hat (oder hast Du vielleicht sogar schon im Tolstoi-Thread - da lese ich gleich mal rein). Interessiert mich. Aber ich weiß auch, dass ich es wohl niemals selbst lesen werde, da mich seine Ansichten in der Kreutzersonate schon so abgestoßen haben.


genau, im Thread über Tolstoi habe ich Näheres beschrieben. Auch wenn es schwer fällt, sollte man die Kreutzersonate nicht immer zu sehr in dern Vordergrund stellen. Er hat mehr zu bieten. ;)
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