Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Binchen » Mo 28. Mär 2011, 21:41

Das hoffe ich doch, liebe Didonia, dass Du trotz der spannenden Lektüre wieder heile zurückfindest.

Mein Flug heute - in die (Nähe der) Stadt, in der mein Roman auch spielte hat mir genug Lesezeit beschert, dass ich sogar fertig wurde. Inge Löhnig hat mich mit ihrem Erstling sehr fesselnd unterhalten - danke für den Tipp, liebe Lucy - (Den Täter ahnte ich nach ca. 1/3, aber das tat der Lesefreude keinen Abbruch)

Nun bin ich im 16. Jahrhundert angekommen und genieße 'Galgentochter' Die Verbrechen von Frankfurt von Ines Thorn. Ich hab mich dann am Freitagnachmittag noch kurzfristig zu einer Bestellung entschlossen, die dann Samstagmittag auch schon da war *strahl* Ich freue mich schon auf die neugierige Frau des Richters und deren Mutter. Danke für's anschubsen, liebe Martina.
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Josie » Di 29. Mär 2011, 12:30

Liebes Binchen,

berichtest du bitte über das Buch von Ines Thorn? Ich schleiche auch schon eine ganze Weile um ihre Bücher, da mir das Stichwort "Frankfurt" stets ins Auge springt. Bin mir aber nicht so ganz sicher, ob sie mir gefallen könnten oder nicht, da ich mich vor vielen Jahren an historischen Büchern irgendwie "satt gelesen" hatte. Daher würde ich mich über deine Meinung freuen.
Liebe Grüße
Claudia


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Binchen » Di 29. Mär 2011, 12:58

Aber klardoch, liebe Josie, mache ich. Denn die vielen ...in-Bücher sind ja nicht immer Highlights.

Noch bin ich nicht weit genug um mehr als Lessmann-Feeling zu empfinden.
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Di 29. Mär 2011, 13:48

Liebe Steffi,

das ist echt ein tolles Buch, das Du mir da ausgesucht hast.

Obwohl ich diese Bücher ja liebe, denke ich mir manchmal: Was sollen die vielen Bücher über diverse Schriftsteller.
Aber gerade dieses Themenbezogene ist sehr interessant. So etwas erfährt man in vielen einfachen Kurzbiografien einfach nicht.

Ich kenne "Moby Dick" bisher nur als Film mit Gregory Peck. Aber selbst, wenn ich das Buch gelesen hätte, würde ich über den Schriftsteller nichts wissen. Ich wüsste vielleicht ein paar Eckdaten von ihm, aber nicht, was er für ein Mensch ist.

In diesem Buch erfahren wir, warum Männer wie Herman Melville, Ernest Hemingway, Jack London, Stephen Crane, Joseph Conrad und B. Traven so schreiben konnten, wie sie es getan haben.

Hatten sie eine blühende Fantasie? Oder konnten sie nur solch tolle Geschichten schreiben, weil sie sie erlebt haben? Waren sie "verrückt" oder besonders intelligent? War ihnen das Talent, zu schreiben, schon in die Wiege gelegt oder haben sie es sich erarbeiten müssen?

Interessante Fragen, auf die wir hier, so hoffe ich, da ich es aus dem Vorwort so herausgelesen habe, Antworten erhalten.
Und mit Melville geht es schon mal unsagbar spannend los.
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Di 29. Mär 2011, 14:18

Liebe Steffi,

das Buch hört sich in der Tat sehr gut an. Ich mag ja auch solche Bücher.
Mein Buch Dichterhäuser ist etwas ähnlich gelagert. Es geht zwar nicht um die Schreibkunst einzelner Dichter, sondern um deren Leben und Umgebung.
Es sind kleine kurze Biographien, in denen der Leser ganz Persönliches über die Dichter erfährt.
:lesen_und_nachdenken:
Liebe Grüße
Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Di 29. Mär 2011, 14:39

Ich habe das Dichterbuch in der Mittagspause noch weitergelesen. Äußerst interessant, kann ich da nur sagen. Melville hat für seinen "Moby Dick" voll aus dem Leben schöpfen können.

Hallo Barbara,

ich habe ein ähnliches Buch wie Du, über englische Schriftstellerinnen :arrow: http://www.amazon.de/Das-Gl%C3%BCck-Sch ... 220&sr=1-1
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Di 29. Mär 2011, 14:56

Hallo zusammen,

die Lage in "God's Pocket" spitzt sich zu. Die einzelnen Szenen werden immer interessanter. Egal ob es um Mickey geht - der ganze Kerl -, dessen kleinjungenhafte unbeholfene Art Jeanie einst anzog. Jetzt, wo sie ihn braucht, da ihr Sohn gestorben ist, fühlt sie sich jedoch allein gelassen. Mickey selbst hingegen ist machtlos. Er geht einfach. Ganz egal wohin. Hauptsache er entkommt der trauernden Jeanie, da er einfach nicht weiß wie er sich verhalten soll. So macht er alles falsch. Und weint innerlich, weil er große Angst hat, dass er Jeanie verlieren könnte. Das nie wieder alles in eine Ordnung kommt. So ist es oft zwischen Mann und Frau. Das ist so toll eingefangen. Ohne Erklärungen, es erklärt sich durch die Figuren und ihre Handlungen selbst. Ebenso die anderen Verstrickungen, in die das Personal des Romans gerät. Mit jeder Seite fesseln sie mich mehr, diese langsam erzählten Szenen aus dieser fiktiven Vorstadt Philadelphias. Mit ihren kaputten Typen, ihren verlorenen Seelen, ihren Träumern, Zockern und Kriminellen.

@Fevvers: Und schon wieder macht jemand auf Florescu neugierig. Aber nicht schlimm, das lasse ich mir gern gefallen. „Zaira“ scheint ein sehr lohnenswertes Lesevergnügen. Bist Du inzwischen durch? Wie hat es Dir weiter gefallen?

@Barbara: Colettes „Erwachende Herzen“ scheint ein sinnliches Buch gewesen zu sein. Ich liebe es, wenn man Gerüche meint wahrzunehmen, sich in Stimmungen einfühlen kann und Geschmäcker erkennen. Auch was Du über die behutsame Auseinandersetzung mit der Pubertät schreibst, ist vielversprechend. Danke für Deinen Bericht, Barbara.

Peter Brauns „Dichterhäuser“ habe ich auch. Und auch schon einige Behausungen darin aufgesucht. Richtig, das muss man nicht an einem Stück lesen, ich habe es dann auch wieder weggelegt. Schön, dass Du es nun ganz gelesen hast und den zweiten Band vielleicht noch anschließen willst.

@ Didonia: Mit „Wilde Dichter - Die größten Abenteurer der Weltliteratur“ hat Steffi Dir aber was aufregendes aus dem SUB gezogen! Das klingt sehr interessant! Allein schon, was Du über Herman Melville schreibst… seinen „Moby Dick“ habe ich noch als Hörbuch (ich meine ungekürzt) zu Hause liegen. Wollte ich gern mal hören. Muss ich irgendwann mal in die Tat umsetzen. Wenn mich nicht alles täuscht, habe ich es auch noch als Hörspiel. Schön zu wissen, dass Melville wusste, wovon er schrieb! ;-)

@Binchen: Liest Du die weiteren Bände von Inge Löhnig auch noch? Oder hat Dir „Der Sühne Sold“ gereicht? Schön, dass es Dich fesselnd unterhalten hat.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Di 29. Mär 2011, 15:06

Zu Moby Dick gibt es noch ein Buch, das ich vor einiger Zeit allerdings abgebrochen und dann verschenkt hatte: Melville zum Gruß von Jeans Gionos :arrow: http://www.amazon.de/Melville-zum-Gru%C ... 862&sr=1-4
Dabei hatte ich über die Hälfte gelesen, aber es war irgendwie nicht mein Ding.
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Di 29. Mär 2011, 16:06

Petra hat geschrieben:Hallo zusammen,


@Barbara: Colettes „Erwachende Herzen“ scheint ein sinnliches Buch gewesen zu sein. Ich liebe es, wenn man Gerüche meint wahrzunehmen, sich in Stimmungen einfühlen kann und Geschmäcker erkennen. Auch was Du über die behutsame Auseinandersetzung mit der Pubertät schreibst, ist vielversprechend. Danke für Deinen Bericht, Barbara.

Peter Brauns „Dichterhäuser“ habe ich auch. Und auch schon einige Behausungen darin aufgesucht. Richtig, das muss man nicht an einem Stück lesen, ich habe es dann auch wieder weggelegt. Schön, dass Du es nun ganz gelesen hast und den zweiten Band vielleicht noch anschließen willst.



Colettes "erwachende Herzen" ist ein besonders Buch, mit besonderer Stimmung. Daher kann man es auch nicht zu jeder Zeit lesen. Man sollte schon zugänglich sein, für blumige und eine eher "metapherschwangere" Sprache.

Da mich die Stimmung in Colettes "Erwachende Herzen" so gefangen genommen hat und ich zurzeit eh ein wenig romantisch angehaucht bin - liegt wohl an der Frühlingsluft ;) ", habe ich beschlossen nach "Dichterhäuser" doch nicht direkt den zweiten Band anzuschließen. Stattdessen habe ich mir schon Keyselings Im stillen Winkel herausgelegt. Ich werde wohl heute Abend damit beginnen.
:lesen_und_nachdenken:
Liebe Grüße
Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Di 29. Mär 2011, 16:10

Barbara hat geschrieben: Stattdessen habe ich mir schon Keyselings Im stillen Winkel herausgelegt. Ich werde wohl heute Abend damit beginnen.


Keyserling ist toll. Ich lese ihn überaus gern.
Welche Erzählungen beinhaltet die Manesse Ausgabe? Vielleicht kenne ich sie bereits?

Liebe Grüße
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