Hallo Doris und Maria,
ich hab das Buch ja auch gerade frisch gelesen -
Doris schreibt:Natürlich leidet sie unter der Trennung ihres Mannes - und genau hier unterscheidet sich das Buch von anderen - aber niemals driftet sie ins Melodramatische ab. Sie versucht darüber hinwegzukommen und wirft dabei sehr gescheite Überlegungen in den Raum...
Ich habe das Buch ein wenig anders empfunden, klar versucht sie über 'Die Pause' - so nennt sie die neue Frau im Leben ihres Mannes - hinweg zu kommen, sie zu verarbeiten, und die Höhen und Tiefen darin kommen deutlich zum Ausdruck, aber die anderen Altersklassen, die vorkommen: Die mobbenden Mädels, die Schwäne und die Nachbarin bekommen ihren Teil an Aufmerksamkeit, es ist wie ein Querschnitt durch ein Frauenleben, das hat mir daran gefallen -
und ein paar Bemerkungen, die auf den Schreibstil zielen, ein Danke, an den Leser, der bis hierher gefolgt ist, oder etwas was man nun langsam mal erwarten sollte, da hat Siri Hustvedt genau den Moment getroffen, als ich dachte, nun komm aber mal .... - Ich fand auch diese Elemente gut gemacht.
Was meinst Du mit 'zu analytisch', Maria, hast Du noch Beispiele im Kopf?
Edit: Bei mir wartet ja noch ' Was ich liebte' - ich würde zu gerne auch noch mehr wissen, worauf ich mich dabei einlasse ...
Mich störte ja nur die Lyrik-Lastigkeit, die aber bei Mias Job natürlich passend war, ein wenig. Das war aber zu erwarten.