von Petra » Sa 7. Mai 2011, 18:21
Hallo zusammen,
ich habe heute die DVD "Der Trinker" eingelegt. Da mich die Sonne hinaus auf den Balkon gezogen hat, habe ich zwar erst nur die ersten 20 Minuten gesehen, die aber haben mich schon begeistert. Die Verfilmung ist absolut nah am Buch, womit ich gar nicht so gerechnet hätte. Was ich allerdings schon geahnt, und nun bestätigt sehe ist, dass Harald Juhnke glänzend spielt und für die Rolle wie gemacht ist. Er weiß halt was er da spielt. Man merkt es. Sein Spiel ist beeindruckend. Mutig auch, mit seinem Hintergrund, diese Rolle anzunehmen. Aber eine gute und wichtige Entscheidung, der ich meinen Respekt zolle.
Noch nicht ganz einordnen konnte ich die Zeit, in der der Film angesiedelt ist. Falladas Roman wurde 1944 geschrieben und da Fallada 1947 gestorben ist, darf ich davon ausgehen, dass er in der Zeit kurz nach den Kriegsjahren spielt. Im Film wird auf die Hitler-Jahre auch Bezug genommen, als lägen sie noch nicht lange zurück. Und auch die Kulisse spricht für keinesfalls moderne Zeiten. Aber eine Musikeinspielung (Erwin Sommer hört in der Szene Radio) hat mich gestört: Zucchero, ich meine "Senza una donna". Das passt nicht zu der Zeit. Ich werde das aber noch mal genau hinterfragen. Solche Widersprüchlichkeiten müssen nicht sein, finde ich, und stören mich immer leicht. Aber wenn der Rest stimmt, ist es nicht so tragisch. Nur unnötig.
Ich bin sehr gespannt aufs weitergucken und werde darüber demnächst noch ausführlicher berichten, allerdings im Hans Fallada-Thread.