Hallo zusammen,
@Trixie: Schön, dass Du wieder online bist! Und dann noch mit solch einem schönen Lesebericht. Du erinnerst mich daran, dass ich mir das Buch schon ganz lange wiederbeschaffen wollte. Ich hatte es mal als Rezensionsexemplar, aus Zeitmangel aber weitergegeben. Es reizt mich, mal wieder (der letzte war "Die Umarmung des Todes" von Natsuo Kirino, der mir sehr gut gefallen hatte) einen Krimi im modernen Japan zu lesen. So habe ich eben zugeschlagen, und das vergriffene Buch ergattert. Hoffentlich wie angekündigt ein "wie neues" Exemplar. Danke für Deinen anregenden Bericht.
@Didonia: Ich habe es jetzt auch direkt mal in mein Leseprojekt mit aufgenommen. Denn es passt wirklich ganz toll da rein. Es zeigt einen wiederum ganz anderen Blick auf das Thema. Genau solche Bücher möchte ich im Rahmen meines kleinen Projekts im Lauf der Zeit lesen. Danke noch mal für den schönen Tipp!
Didonia hat geschrieben:Vor allem: Es hat in mir eine Frage aufgeworfen, über die ich bisher noch gar nicht nachgedacht habe; oder vielleicht auch nicht wollte?
Wir stellen die Frage nach der Schuld der Eltern, Großeltern während des Zweiten Weltkrieges.
Was ist mit der Schuld, die wir heute auf uns laden? Man braucht nur nach Afrika schauen, oder die Kinderarbeit in den verschiedensten Ländern oder die Länder, in denen das Menschenrecht nichts gilt, in denen derzeit Krieg herrscht.
Genau Didonia! In jeder Zeit gibt es Dinge, für die wir eine (wenn vielleicht auch kleine) Mitschuld tragen. Mir wurde das einmal ganz deutlich bewusst, als ich das Hörbuch "Ein gewöhnlicher Mensch. Die wahre Geschichte hinter 'Hotel Ruanda'" hörte (hier meine

[url=Rusesabagina, Paul]Rezension[/url]) hörte. Die Welt hat weggeschaut beim Völkermord in Ruanda. Nur ein Beispiel von so vielen.
Es gibt so viele Ungerechtigkeiten, gegen die jeder ankämpfen sollte. Aber so wenige tun es. Umso wichtiger, wenn Autoren in ihren Büchern sensibel dafür machen. Seien es Genozide, Menschenrechtsverletzungen, Umweltschutz, unwürdige Tierhaltung - es gäbe so viel. Und in all den Themen laden wir auch Schuld auf uns. Das stimmt nachdenklich. Und das ist auch gut so.