Hallo zusammen,
bei
“Bonbontag“ von Markus Nummi gehe ich immer mehr dem Ende entgegen. Interessant ist, dass eine der Hauptfiguren ein Drehbuchautor ist, der von der Geschichte um die Ereignisse, in die er verwickelt ist, einen Roman schreiben will. Markus Nummi ist selbst Drehbuchautor, und Schriftsteller. Da stellt sich die Frage, ob dieser Drehbuchautor und Schriftsteller im Roman er selbst sein soll. Und somit, ob und in wie weit Nummi selbst Dinge erlebt hat, die er in „Bonbontag“ verarbeitet hat. Man merkt seinem Stil auch an, dass er es gewohnt ist Drehbücher zu schreiben. Stört aber nicht. Gehört alles so, wie es ist.
@Bonny: Freut mich, dass ich Dir mit „Echo einer Winternacht“ noch einen Tipp für die Wunschliste geben konnte. Und genau: Solange man noch genug Vorrat hat, kann man dann einfach schon mal von den Büchern träumen, die auf der Liste verweilen!

Val McDermid hat ja auch Serien geschrieben. Aber „Echo einer Winternacht“ ist kein Bestandteil einer Serie. Auch das eignet sich somit gut um mal einen Versuch zu starten.
Deinen Bericht über das erste Buch der
geheimen Geschichte habe ich sehr genossen. Kaltblütigkeit trifft es gut. Die war es, die mich dann so entsetzt hat. Aber Du hast natürlich Recht. Die Tat wird sehr lang vorbereitet, der Mord an sich hingegen, passiert dann so schnell. Wie er dann aber den Abgrund hinabstürzt (das geht ja schon aus dem Prolog hervor, deshalb habe ich nicht gespoilert), das fand ich so schrecklich plastisch. Und halt wirklich diese Kaltblütigkeit, besonders der einen besagten Person. Richtig.
Die Motive fand ich auch gut herausgearbeitet. Man versteht, wie die angespannte Lage sich derart zugespitzt hat, dass diese Idee aufkam.
All das, worauf Du nun gespannt bist, enthält das zweite Buch tatsächlich. Um genau die von Dir geschilderten Fragen geht es. Und das ist auch sehr gut gemacht. Den Spoiler würde ich an Deiner Stelle erst ganz zum Schluss lesen. Er verrät etwas darüber, wie es ausgeht.
Dass Du Dir auch „Wölfe“ mal auf den Wunschzettel gesetzt hast, ist schön. Bei mir steht er ja schon erwartungsvoll zu Hause, aber Steffi macht mir gerade ganz enorm Lust darauf!
@Steffi: Dass Hilary Mantel nicht immer alles erklärt, könnte mir liegen. Ein historischer Roman kann für mich an Authentizität gewinnen, wenn er manchmal vage bleibt, und Raum für eigene Bilder und Erklärungen hat. Denn schnell kann ich ein Problem bekommen, wenn mir jemand
sein Bild der Ereignisse aufdrängt, denn vieles kann niemand 1:1 wissen. Da habe ich lieber Raum für meine eigenen Bilder und Gedanken. Der Roman wird für mich immer interessanter.
Nicht
die eine Wahrheit zu erzählen, sondern verschiedene Blickwinkel auf ein Ereignis oder eine Persönlichkeit, gelang auch Nagib Machfus sehr gut in „Echnaton“. Das hat mich aus diesem Grund sehr fasziniert. Ich hörte es als Lesung. Ich setze hier mal den Link, vielleicht interessiert den ein oder anderen meine
Rezension. So lasse ich mir Geschichte gefallen!
@Doris: Ich habe gerade Deine Rezensionen gelesen. Danke! Besonders interessiert hat mich natürlich, was Du abschließend zu „Eine Frau bei 1000 Grad“ zu sagen hast, und zu „Der letzte Mann im Turm“. Auf beide Bücher machst Du mich neugierig und sie rücken auf meinem Wunschzettel weiter nach oben. Aber auch „Bärenfest“ klingt sehr vielversprechend. Schön, dass Du uns diese Bücher vorstellst.