Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon YvonneS » So 16. Okt 2011, 18:11

So, meine Lieben. Der Urlaub ist vorbei - Zeit, hier mal wieder aus der Versenkung aufzutauchen. Eine tolle Woche Wien liegt hinter mir, in der ich allerdings keine einzige Seite gelesen habe. Und das wunderbare Herbstwetter der letzten Tage habe ich auch lieber für ausgedehnte Outdoor-Aktivitäten genutzt.

Ich hab in den letzten Tagen auch mal wieder meinen SUB gesichtet und teilweise ausgemistet und mir jetzt eine Strategie überlegt, wie ich den besser in den Griff bekomme. Ich hab da schon so eine Idee, die ist aber noch nicht ganz ausgegoren.

Gelesen habe ich eigentlich nur an den paar Regentagen, die es hier und da mal gab.

Mit "Ein Blick zuviel" von Edith Schreiber-Wicke habe ich ein nettes und teilweise auch witziges Jugendbuch gelesen. Es sollte zwar ein Thriller sein, geht meiner Meinung nach aber mehr in Richtung Cozy Crime.

Gequält habe ich mich durch "Kein Blick zurück" von Nancy Horan. Normalerweise hätte ich das Buch abgebrochen, da es sich aber um ein Rezi-Exemplar handelte, habe ich es wohl oder übel zu Ende lesen müssen. Von dem Buch hatte ich mir eindeutig mehr versprochen. :cry:

Mit "Nana" bin ich auch ein gutes Stück vorwärts gekommen, dazu gibt es dann in den nächsten Tagen mehr im Leserunden-Thread.

Heute beendet habe ich "Der Meister" von Herbert Rosendorfer, ein Buch aus der Elke Heidenreich Edition, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Obwohl dieses Buch ganz sicher nicht schlecht war, musste ich feststellen, dass mir Rosendorfers Art von Humor überhaupt nicht liegt.
Liebe Grüße
Yvonne



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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » So 16. Okt 2011, 18:21

Hallo Yvonne,

welcome back !
hast du mir die Strudlhofstiege gegrüßt ? :D


Yvonne hat geschrieben:Ich hab in den letzten Tagen auch mal wieder meinen SUB gesichtet und teilweise ausgemistet und mir jetzt eine Strategie überlegt, wie ich den besser in den Griff bekomme. Ich hab da schon so eine Idee, die ist aber noch nicht ganz ausgegoren.


ich hoffe doch, du teilst uns deine Idee mit, sobald sie gereift ist ?
Wir haben sogar einen Thread dafür *bg*
viewtopic.php?f=2&t=2185
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon YvonneS » So 16. Okt 2011, 18:37

JMaria hat geschrieben:welcome back !
hast du mir die Strudlhofstiege gegrüßt ? :D

Ich bin sie täglich hoch und runter gegangen, unser Hotel lag in der Nähe. :D

JMaria hat geschrieben:
ich hoffe doch, du teilst uns deine Idee mit, sobald sie gereift ist ?
Wir haben sogar einen Thread dafür *bg*
viewtopic.php?f=2&t=2185

Keine Bange, liebste Maria, ich werde meine Ideen mit euch teilen. ;)
Liebe Grüße
Yvonne



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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mo 17. Okt 2011, 09:00

Hallo zusammen,

bei Markus Nummis „Bonbontag“ befinde ich mich nun im letzten Drittel. Ich verfolge jede einzelne Episode sehr gern. Die Stellen, an denen sich die einzelnen Episoden berühren (letztendlich läuft alles zusammen), finde ich auch sehr gut gelungen. Ich stelle fest, dass ich immer ziemlich in die Geschichte versinke, sobald ich wieder darin lese. Sie fesselt mich.

@Steffi: Du machst mir ganz große Lust auf „Wölfe“! Da ich das Buch ja gern bald lesen möchte, kommt mir das sehr recht. Ich danke Dir für Deinen ersten, sehr interessanten Bericht. Ich bin gespannt, wie der Erzählstil auf mich wirken wird. Beim reinlesen hat er eine magische Wirkung auf mich ausgeübt. Er war mit ein Grund, das Buch zu kaufen. Mal sehen, ob er mich dann beim intensiveren Lesen irritiert oder weiterhin fasziniert. Schön zu hören, dass es der beste historische Roman ist, den Du über diese Zeit gelesen hast. Berichte bitte unbedingt weiter!


@Doris: Dass Du „Tine“ vor Ort lesen konntest, ist toll! :-) Das Buch interessiert mich durchaus auch. Vielleicht ja auch mal während eines Dänemark-Aufenthalts.

Wie hat Dir „Letzter Mann im Turm“ gefallen? Es steht auf meiner Wunschliste, aber entschließen konnte ich mich bislang noch nicht dazu.

Für Deinen Bericht zu „Eine Frau bei 1000°“ von Halgrímur Helgason bin ich natürlich überaus dankbar. Das Buch scheint sich tatsächlich zu lohnen. Schön zu wissen, dass sich das Skurrile in Grenzen hält, und der Roman ein Anwärter auf Dein Monats-Highlight ist. Berichte bitte abschließend auch noch mal, ob der positive Eindruck erhalten bleibt, ja?

@Bonny: Freut mich sehr, dass Dir „Die geheime Geschichte“ so viel Spaß macht! Ich mag auch sehr gern Krimis/Thriller, die nicht nur eine Aneinanderreihung von Gräueltaten sind, sondern sich langsam aufbauen, und viel Atmosphäre haben. Da Dir so was durchaus auch liegt, könnte ich Dir auch noch von Val McDermid „Echo einer Winternacht empfehlen, falls Du es noch nicht kennst. Da hat mir die Atmosphäre und der gemächliche Aufbau auch sehr gut gefallen. Hier mal der Link zu meiner Rezension von damals.

Wie ich sehe, bist Du auch schon recht weit gekommen. Stimmt, wegen des dünnen Papiers, merkt man gar nicht so sehr, wie weit man schon voran gekommen ist. Die Situation um Bunny spitzt sich also langsam zu. Wenn Du mit dem ersten Teil durch bist, melde Dich mal. Ich fand die Mordszene so kalt und dadurch gespenstisch. Ich wäre neugierig, ob Du auch eine leise Gänsehaut bekommen hast.

Schön auch zu hören, dass auch Du viel von Tana Frenchs „Totengleich“ hierin wiederfindest (bzw. eigentlich ist es ja anders herum).

@Yvonne: Herzlich willkommen zurück! Schön, dass Du wieder da bist! Dass Du in Wien nicht gelesen hast, spricht für Deinen Urlaub. Mir geht es im Urlaub auch immer so: ich befasse mich da irgendwie mit anderen Dingen. Und so gerne ich lese, so bedeutet es doch auch, dass man mal Zeit für andere Dinge als im Alltag hat.

Gut, dass Maria schon den Thread herausgesucht hat. Denn mich interessiert Deine Idee, um Deinen SUB vielleicht besser in den Griff zu kriegen, auch sehr. Ich freue mich auf Deine Idee.

Auch freue ich mich auf Deine Eindrücke zu „Nana“ drüben bei unserer Leserunde.

Ansonsten waren Deine Leseerlebnisse ja eher durchwachsen.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Mo 17. Okt 2011, 09:29

Bonny hat geschrieben:Liest du das Buch auf englisch oder auf deutsch? Die deutsche Übersetzung kommt ja nicht so gut weg, und ich würde es auf deutsch lesen... Deine Meinung zu dem Buch würde mich auf jeden Fall weiter interessieren!


Ich berichte gerne weiter ! Ich lese auf deutsch und ich kann mir vorstellen, dass es auf englisch sicher wegen der Erzählperspektive nicht so einfach ist z.B. muss man öfter erstmal rausfinden, wer mit "er" gemeint ist - meistens ist es Thomas Cromwell, der Erzähler. Oder es gibt etliche Andeutungen, so spricht er über 2 Seiten mit jemandem und erst am Ende stellt sich in einem Nebensatz heraus, wer es ist.

Ich sag ja, es ist keiner der üblichen historischen Romane, die man einfach so wegliest und bei denen es auch nicht daraufankommt, ob man auch jedes Detail versteht. Wenn man eher sowas sucht, dann halte ich die Biografie von Margaret George besser. Hilary Mantel erklärt öfter etwas nicht so genau, lässt Platz für eigene Gedanken und ja, auch für eigene Recherchen. Gerade das aber gefällt mir, denn natürlich ist es immer die Phantasie des Autors, die die Figuren wirken lässt. Und bei Wölfe wird man so wenig wie möglich geleitet, es bleibt vieles offen und trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb ist es so eindringlich.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Mo 17. Okt 2011, 09:34

YvonneS hat geschrieben:So, meine Lieben. Der Urlaub ist vorbei - Zeit, hier mal wieder aus der Versenkung aufzutauchen. Eine tolle Woche Wien liegt hinter mir, in der ich allerdings keine einzige Seite gelesen habe.


Hallo Yvonne,

fein, dass du wieder zurück bist. Und ja, ich kann gut verstehen, dass du in Wien nicht so zum lesen gekommen bist - das kannst du ja hier wieder nachholen. Hauptsache die Strudlhofstiege - du hast hoffentlich beim hoch- und runtersteigen an uns gedacht !
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon YvonneS » Mo 17. Okt 2011, 09:37

Liebe Steffi,

ich verfolge ganz interessiert deine Eindrücke zu "Wölfe". Dieses Buch habe ich Anfang dieses Jahres begonnen zu lesen, habe aber recht schnell gemerkt, dass der Zeitpunkt für dieses Buch bei mir damals nicht günstig war und habe es deshalb erstmal wieder zur Seite gelegt. Für diesen Roman möchte ich den Kopf frei haben, um mich auf ihn einlassen zu können. Nach deinen Eindrücken ist er in meinem SUB nun wieder ganz nach oben gerutscht. :)
Liebe Grüße
Yvonne



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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Mo 17. Okt 2011, 14:24

Ok, überredet... Wölfe wandert mal gleich auf meinen Wunschzettel ;)

Und Das Echo einer Winternacht auch... klingt sehr interessant. Von Val McDermid habe ich noch gar nichts gelesen. Danke für den Tipp mal wieder, liebe Petra, ohweia... Aber ich versuche im Moment, standhaft zu bleiben und erstmal meinen SUB ein bisschen weiter "abzuarbeiten", bevor ich wieder neue Bücher kaufe, habe ja in letzter Zeit genug zugeschlagen.
Aber träumen und einen Wunschzettel haben darf man... :)

Ich melde mich sehr gerne, wenn ich mit Buch eins der Geheimen Geschichte durch bin. Noch ist es nicht soweit, aber die Situation spitzt sich immer mehr zu ;)
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Di 18. Okt 2011, 11:47

So, das erste Buch der Geheimen Geschichte ist geschafft, und damit auch ungefähr die Hälfte des Buches :).

@Petra, du wolltest gerne wissen, wie ich die Mordszene empfunden habe. Ich muss ganz ehrlich sagen, die Szene selbst fand ich jetzt nicht so gespenstisch. Ich fand eher, dass sie, in Anbetracht der seitenlangen Planung vorher, ziemlich plötzlich kam und auch ziemlich schnell vorbei war, da kam dann bei mir gar nicht mehr so viel Spannung und Gänsehaut auf. Allerdings wurde die Tat sehr kaltblütig begangen, da gebe ich dir Recht.

Erschreckender noch fand ich die Kaltblütigkeit und eigentlich auch Sachlichkeit, mit der die Sache geplant wurde, besonders von einer Person, die letztendlich ja auch die Tat ausführt (du weißt, wen ich meine). Das lässt tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken...
Auf der anderen Seite kann ich das Ganze schon auch ein bisschen nachvollziehen, nicht die Kaltblütigkeit, aber doch die Gedanken an die Tat an sich, da sich ja die Beziehung zwischen Täter und Opfer in einer sehr quälenden und eigentlich unerträglichen Weise entwickelt hatte.
Ich hoffe, ich verrate hier jetzt nicht zuviel...

Ich bin sehr gespannt, wie es jetzt weitergeht, wie sich die Geschichte entwickelt, was da überhaupt noch kommt, wie sich die Protagonisten und ihre Beziehungen zueinander entwickeln, inwieweit der Mord sie beeinflussen wird, und auch, wie vielleicht der Dozent noch mit involviert wird, denn ich könnte mir vorstellen, dass er auch noch eine gewisse Rolle spielen wird...

Was ich als sehr schlimm empfinde, ist der Umgang mit Drogen am College. Da vergeht ja kein Tag, an dem nicht bis zum Exzess getrunken wird, oder aber es werden andere Drogen konsumiert, und das alles ganz beiläufig dargestellt als wäre es die normalste Sache der Welt...

Darf ich denn jetzt eigentlich schon deinen Spoiler weiter oben lesen oder sollte ich noch warten... ? :)
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Di 18. Okt 2011, 14:31

Hallo zusammen,

bei “Bonbontag“ von Markus Nummi gehe ich immer mehr dem Ende entgegen. Interessant ist, dass eine der Hauptfiguren ein Drehbuchautor ist, der von der Geschichte um die Ereignisse, in die er verwickelt ist, einen Roman schreiben will. Markus Nummi ist selbst Drehbuchautor, und Schriftsteller. Da stellt sich die Frage, ob dieser Drehbuchautor und Schriftsteller im Roman er selbst sein soll. Und somit, ob und in wie weit Nummi selbst Dinge erlebt hat, die er in „Bonbontag“ verarbeitet hat. Man merkt seinem Stil auch an, dass er es gewohnt ist Drehbücher zu schreiben. Stört aber nicht. Gehört alles so, wie es ist.

@Bonny: Freut mich, dass ich Dir mit „Echo einer Winternacht“ noch einen Tipp für die Wunschliste geben konnte. Und genau: Solange man noch genug Vorrat hat, kann man dann einfach schon mal von den Büchern träumen, die auf der Liste verweilen! :-)
Val McDermid hat ja auch Serien geschrieben. Aber „Echo einer Winternacht“ ist kein Bestandteil einer Serie. Auch das eignet sich somit gut um mal einen Versuch zu starten.

Deinen Bericht über das erste Buch der geheimen Geschichte habe ich sehr genossen. Kaltblütigkeit trifft es gut. Die war es, die mich dann so entsetzt hat. Aber Du hast natürlich Recht. Die Tat wird sehr lang vorbereitet, der Mord an sich hingegen, passiert dann so schnell. Wie er dann aber den Abgrund hinabstürzt (das geht ja schon aus dem Prolog hervor, deshalb habe ich nicht gespoilert), das fand ich so schrecklich plastisch. Und halt wirklich diese Kaltblütigkeit, besonders der einen besagten Person. Richtig.

Die Motive fand ich auch gut herausgearbeitet. Man versteht, wie die angespannte Lage sich derart zugespitzt hat, dass diese Idee aufkam.

All das, worauf Du nun gespannt bist, enthält das zweite Buch tatsächlich. Um genau die von Dir geschilderten Fragen geht es. Und das ist auch sehr gut gemacht. Den Spoiler würde ich an Deiner Stelle erst ganz zum Schluss lesen. Er verrät etwas darüber, wie es ausgeht.

Dass Du Dir auch „Wölfe“ mal auf den Wunschzettel gesetzt hast, ist schön. Bei mir steht er ja schon erwartungsvoll zu Hause, aber Steffi macht mir gerade ganz enorm Lust darauf! :-)

@Steffi: Dass Hilary Mantel nicht immer alles erklärt, könnte mir liegen. Ein historischer Roman kann für mich an Authentizität gewinnen, wenn er manchmal vage bleibt, und Raum für eigene Bilder und Erklärungen hat. Denn schnell kann ich ein Problem bekommen, wenn mir jemand sein Bild der Ereignisse aufdrängt, denn vieles kann niemand 1:1 wissen. Da habe ich lieber Raum für meine eigenen Bilder und Gedanken. Der Roman wird für mich immer interessanter.

Nicht die eine Wahrheit zu erzählen, sondern verschiedene Blickwinkel auf ein Ereignis oder eine Persönlichkeit, gelang auch Nagib Machfus sehr gut in „Echnaton“. Das hat mich aus diesem Grund sehr fasziniert. Ich hörte es als Lesung. Ich setze hier mal den Link, vielleicht interessiert den ein oder anderen meine :arrow: Rezension. So lasse ich mir Geschichte gefallen!

@Doris: Ich habe gerade Deine Rezensionen gelesen. Danke! Besonders interessiert hat mich natürlich, was Du abschließend zu „Eine Frau bei 1000 Grad“ zu sagen hast, und zu „Der letzte Mann im Turm“. Auf beide Bücher machst Du mich neugierig und sie rücken auf meinem Wunschzettel weiter nach oben. Aber auch „Bärenfest“ klingt sehr vielversprechend. Schön, dass Du uns diese Bücher vorstellst.
Liebe Grüße,
Petra


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