Nun habe ich die Kurve wieder gekriegt, und lese wieder mit großem Interesse.
Alfred missbraucht seinen Analytiker, indem er sich innerlich weigert, an sich etwas zu verändern, nein, er möchte die Psychanalyse nur machen, um bei Hitler besser anzukommen, um sein Selbstbewusstsein dafür zu stärken. Wie ich schon vermutet hatte, wendet sich Hitler nun so langsam von Alfred ab, nachdem Hitler ihn nach dem geschneiderten Putschversuch als seinen Parteinachfolger wählte. Er benutzte Alfred, beauftrage ihn mit Aufgaben, die ihn zum Scheitern verurteilten. Alfred sieht sich als überdurchschnittlich intelligent, und ist der festen Überzeugung, dass die anderen, auch Goebbels zählt dazu, nur durchschnittlich seien, die nicht fähig wären, seine Ideologien zu verstehen. Hitler hat schon längst begriffen, dass in Alfred Rosenberg ein halber Jude steckt. Hitler missachtet Alfreds Arroganz, seine Überheblichkeit auch ihm gegenüber... .
Der Psychoanalytiker Friedrich Pfister hat an mehreren Supervisionssitzungen teilgenommen, und es ihm nun besser möglich wird, Alfred zu therapieren. Doch als er Alfred mit seinem Schatten konfrontiert, kapituliert der Patient und kündigt Friedrich die Sitzungen und den weiteren Kontakt.
Ich habe nun begriffen, weshalb zwei Welten in dem Buch geschildert werden. Bei Spinoza sind es die Juden, die sehr traditionell leben, und andere Juden aus ihren Gemeinden ausschließen, die sich den Riten wiedersetzen. Sie sind überzeugt, von Gott das auserwählte Volk zu sein und bewusst hielten sich die Juden getrennt von Nichtjuden. Eine sehr engstirnige Glaubensgruppe, im festen Bewusstsein, mit besonderem Blut ausgestattet zu sein. Die Lebensart wirkt auf mich arg fundamentalistisch.
Auf Spinoza fiel ein Attentat, sowie ein Attentat auf Hitler verübt wurde. Beide Welten in ihren Extremen.
@ Maria
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