Hallo zusammen,
oh ja, Steffi,
“Verdächtige Geliebte“ ist auch wirklich interessant. Ein Krimi mal von einer ganz anderen Seite aufgezogen.
Keigo Higashino erzählt vollkommen unaufgeregt von den Ereignissen. Dadurch baut sich eine eigene kribbelige Atmsphäre auf, da die Geschichte keine Beschleunigung erfährt. Fühlt sich irgendwie an, wie ein Schachspiel. Somit überrascht mich nicht, dass Ishigamis (der Mathematiker, der den Mord zu vertuschen sucht, um seine Nachbarin zu schützen) Gegner Yukawa (der Physiker, der versucht das Rätsel aufzuklären) zu Anfang gegen einen Freund (einen der Kommissare) Schach spielt. Jede Szene ist wie ein Schachzug. Einmal zieht Ishigami, einmal Yukawa. Ebenso wie ein Schachspiel die Zuschauenden und die Spieler kribbelig macht, hat die langsam aber unerbittlich fortschreitende Krimhandlung die gleiche Wirkung. Ich lese das Buch sehr gern! Überhaupt kann ich japanischen Krimis viel abgewinnen, da sie oftmals ein wenig anders sind.
Maria und Steffi, falls Ihr das Buch interessant findet, aber nicht so recht wisst, ob Ihr es lesen wollt, so gibt es eine Alternative. Audible bietet ihn als ungekürzte
Lesung an.
@Maria: Du hast mal wieder interessanten Lesestoff! Ich bin gespannt, wie Dir der neue Tana French gefällt, und was Du darüber berichten wirst. Ich habe ihn ja auch noch vor mir. Ich kann verstehen, dass Du trotz Steffis Angebot nicht daran vorbei konntest.

Den Neuling an der Seite von Mike Kennedy, der ja schon in „Sterbenskalt“ kurz aufgetaucht ist, und dem Leser gezeigt hat, wie sehr er von sich selbst überzeugt ist, finde ich auch eine spannende Sache! Ich freue mich sehr auf diesen Krimi.
Aber auch der Krimi von S. S. van Dine klingt spannend! Ich genieße Deinen Bericht.
Dein Fazit zu „Familientreffen“ finde ich sehr gelungen. Du hast recht: Kein Buch, das man mag, aber dem man mit Respekt begegnet. Finde ich auch – schön ausgedrückt! Für mich war es auch ein starker Roman. Kribbelig gemacht haben mich die Sequenzen aus der Vergangenheit. So ausufernd, so überstrapaziert. Das hat meine Geduld auf eine harte Probe gestellt. Die Szenen in der Gegenwart hingegen fand ich ausgesprochen intensiv und stark. Die Aufbahrung, die Problematik Missbrauch/Alkohol. Aber eben, wie Du sagst, kein Buch, das man zuklappt und glückselig weglegt. Es hinterlässt andere Gefühle.
„Mrs. Commingdale 1 - Rache macht süchtig” habe ich mir runter geladen. Danke für den Hinweis!
@Didonia: Da wäre ich aber sehr neugierig, wie Dir die Sherlock Holmes Serie mit Jeremy Brett gefällt, Didonia. Ich habe mal einen Teil der Serie mit Rupert Everett gesehen – war leider so gar nicht meins. Umso mehr würde mich interessieren, wie die mit Jeremy Brett ist. Würde ich auch gern mal testen. Ich erwarte sehnsüchtig Deinen Bericht.
@Manuela: Therapie/Arzt? Dann auf jeden Fall gute Besserung! Und schön, dass Du ablenkenden und zeitvertreibenden Lesestoff dabei hast!
@Luna: Schön, dass Du wieder ein schönes Familiengeheimnis vor Dir hast! Es ist einfach herrlich, etwas aus seinem Lieblings-Genre zu lesen. Viel Spaß!
