Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon DorisV » Mo 28. Jan 2013, 21:32

Weil Harold Bloom nicht in meine Handtasche passt, habe ich auf dem Weg ins Büro mit einem "Wiener Klassiker" begonnnen:

H. C. ARTMANN: Med ana schwoazzn Dintn - Gedichta aus Bradnsee

Den Bloom habe ich heute Abend ausgelesen, den Artmann fast. Mal sehen, was mein nächstes wird.

Den Artmann hat mir mein Mann übrigens schon zum Lesen abgebettelt ;)
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Di 29. Jan 2013, 09:58

Mein neues Buch ist Der Besucher von Sarah Waters. Das Buch war 2009 auf der Shortlist des Man-Booker-Prize. Es ist ein bißchen so, als ob Charlotte Bronte eine Geschichte erzählt, die im Nachkriegsengland spielt. Die Beschreibungen des Hauses, die Charaktere, eine Handlung, die viel auf Dialogen basiert und eigentlich passiert bis jetzt nicht viel, aber es ist überaus fesselnd. Der Ich-Erzähler, ein Landarzt, freundet sich mit den Besitzern eines alten, imposanten Landsitzes an. Es gibt Andeutungen, dass nicht alles so ist, wie es scheint und man kann schon im ersten Drittel kräftig spekulieren, denn es ist nicht so, dass der Ich-Erzähler unbedingt vertrauenswürdig ist, aber die anderen Hauptpersonen auch nicht. Je mehr ich überlege, desto mehr verdächtige Reaktionen und Anspielungen fallen mir ein. Alles bleibt aber sehr subtil, wunderbar ! Außerdem gibt es schöne Einblicke in das England der Nachkriegszeit.
Gruss von Steffi

:lesen:
Wolfgang Reinhard - Die Unterwerfung der Welt ( Langzeitprojekt)
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Manuela » Mi 30. Jan 2013, 09:06

Ich lese neben dem Buch "Im Tal des Schneeleoparden" noch von P.J. Parrish "Im Knochenacker". Das Buch ist richtig gut geschrieben.
Was tun die Personen in einem Buch, wenn es gerade niemand liest?
Michael Ende
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mi 30. Jan 2013, 10:26

Hallo zusammen,

Ich habe Schattenstill von Tana French beendet. Tolle Atmosphäre! Wie fragil doch eine Familie werden kann wenn nichts mehr in geregelten Bahnen läuft. Dieser Punkt war stark herausgearbeitet.

Dann habe ich Alabama Song von Gilles Leroy gelesen. Eine Romanbiographie über Zelda Fitzgerald. Gut gemacht, wie der Autor zwischen den 20er und den 40er Jahren wechselt. Die 20er der Höhepunkt der Beiden mit (zu)viel Aufmerksamkeit der damaligen Medien. Bereits in den 30er der Niedergang. Am Ende gibt der Autor Auskunft welche Szenen wirklich fiktiv sind. Einzig die Darstellung von Hemingway (im Buch bekommt er den Namen Lewis O'Connor ) fand ich zu karikativ, hat nicht wirklich zum Gesamtbild des Romans gepaßt.
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mi 30. Jan 2013, 12:53

Rabenliebe von Anne Cleeves
Bonny hat geschrieben:
Es erscheint mir zwar schon wie ein Kriminalroman, schließlich geht es um Mord, aber gleichzeitig ist es eine schöne Studie über die Menschen von Shetland, ihre Sitten und Gebräuche, und ihre Geheimnisse... Ann Cleeves hat einen angenehmen Schreibstil und beschreibt die einzelnen Personen mit ihren Eigenheiten und Verhaltensweisen recht anschaulich.
Ich würde sie fast ein bisschen mit Tana French vergleichen, denn auch hier geht es ja meist nicht nur um ein Verbrechen, sondern auch um die Darstellung der Menschen und der Umgebung.



oha, mit der Erwähnung von Tana French hast du mich geködert. Ist auf meine Kindle-Wunschliste gelandet :-)


Steffi hat geschrieben:Mein neues Buch ist Der Besucher von Sarah Waters. Das Buch war 2009 auf der Shortlist des Man-Booker-Prize. Es ist ein bißchen so, als ob Charlotte Bronte eine Geschichte erzählt, die im Nachkriegsengland spielt. Die Beschreibungen des Hauses, die Charaktere, eine Handlung, die viel auf Dialogen basiert und eigentlich passiert bis jetzt nicht viel, aber es ist überaus fesselnd. Der Ich-Erzähler, ein Landarzt, freundet sich mit den Besitzern eines alten, imposanten Landsitzes an. Es gibt Andeutungen, dass nicht alles so ist, wie es scheint und man kann schon im ersten Drittel kräftig spekulieren, denn es ist nicht so, dass der Ich-Erzähler unbedingt vertrauenswürdig ist, aber die anderen Hauptpersonen auch nicht. Je mehr ich überlege, desto mehr verdächtige Reaktionen und Anspielungen fallen mir ein. Alles bleibt aber sehr subtil, wunderbar ! Außerdem gibt es schöne Einblicke in das England der Nachkriegszeit.



Charlotte Bronte ? Auch so ein Reizwort. Warum reizt ihr mich so *g*

der Besucher klingt jedenfalls spannend, Steffi.
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Mi 30. Jan 2013, 13:08

JMaria hat geschrieben:Rabenliebe von Anne Cleeves
Bonny hat geschrieben:
Es erscheint mir zwar schon wie ein Kriminalroman, schließlich geht es um Mord, aber gleichzeitig ist es eine schöne Studie über die Menschen von Shetland, ihre Sitten und Gebräuche, und ihre Geheimnisse... Ann Cleeves hat einen angenehmen Schreibstil und beschreibt die einzelnen Personen mit ihren Eigenheiten und Verhaltensweisen recht anschaulich.
Ich würde sie fast ein bisschen mit Tana French vergleichen, denn auch hier geht es ja meist nicht nur um ein Verbrechen, sondern auch um die Darstellung der Menschen und der Umgebung.



oha, mit der Erwähnung von Tana French hast du mich geködert. Ist auf meine Kindle-Wunschliste gelandet :-)

Ha, ich hab's drauf, gell ;).

Aber ich hoffe, du erwartest nicht zuviel, der Stil ist schon anders. Aber ich finde halt vergleichbar, dass es neben den/dem Verbrechen eben auch ein bisschen um Land und Leute geht und auch ein wenig in Familiengeschichten gewühlt wird und es auch Nebenschauplätze gibt.
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mi 30. Jan 2013, 14:11

Trixie hat geschrieben:Ich bleibe dem Krimigenre treu und habe mir als nächstes endlich die Kindle-Ausgabe vorgenommen von

David Roberts: Sweet Poison, der 1. Band aus der Reihe um Lord Edward Corinth & Verity Browne.

Die Krimireihe ist in den 1930ern angesiedelt, und in allen Bänden spielen offenbar auch die geschichtlichen und politischen Ereignisse der Zeit eine große Rolle. Dieser erste Fall scheint zudem auch noch ein Landhauskrimi zu sein, denn Lord Edwards älterer Bruder hat hochrangige Persönlichkeiten auf sein Schloß eingeladen, um die anglo-deutschen Beziehungen zu verbessern. Da ist ein Mordfall aber extrem heikel und kommt ganz besonders ungelegen...

Gruß,
Trixie



Hallo Trixie

Den hab ich auch noch im Kindle-SUB . Wie gefällts dir ?


Hallo Turni,
Ich hab deine Rezi zu Der Leuchtturmwärter entdeckt

viewtopic.php?f=8&t=5373

Das liest gerade meine Schwester und hat ihn mir auch bereits empfohlen.


Hallo Bonny,

Aber ich hoffe, du erwartest nicht zuviel, der Stil ist schon anders. Aber ich finde halt vergleichbar, dass es neben den/dem Verbrechen eben auch ein bisschen um Land und Leute geht und auch ein wenig in Familiengeschichten gewühlt wird und es auch Nebenschauplätze gibt.



Ja, sowas gefällt mir :)
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Trixie » Mi 30. Jan 2013, 14:31

JMaria hat geschrieben:
Trixie hat geschrieben:Ich bleibe dem Krimigenre treu und habe mir als nächstes endlich die Kindle-Ausgabe vorgenommen von

David Roberts: Sweet Poison, der 1. Band aus der Reihe um Lord Edward Corinth & Verity Browne.



Hallo Trixie

Den hab ich auch noch im Kindle-SUB . Wie gefällts dir ?



Hallo Maria,

überwiegend gefällt er mir bislang gut, ich bin allerdings erst auf etwa Seite 70, genau an der Stelle, als das Opfer an der Dinnertafel zusammenbricht.
Bis hierhin lief alles schön klassisch ab: Die Gäste treffen ein, sie und ihre Motive für die Anwesenheit bei dieser Wochenend-Party werden dem Leser vorgestellt, ebenso, wie sich die beiden Hauptpersonen der Reihe, Lord Edward und Verity Browne, zum ersten Mal treffen. Was mir nicht so gut gefällt, ist die stereotype Darstellung einiger Figuren (der englische General ist ein hölzerner Militarist, der Bischof ein idealistischer Pazifist, der deutsche Baron ein überheblicher Nazi usw.), da könnte sich der Autor ruhig etwas weniger aus althergebrachten Klischees bedienen. Vielleicht wird sich dieser Eindruck im Laufe der Krimihandlung aber noch relativieren, hoffe ich jedenfalls, ich würde die Reihe nämlich gerne mögen.

Gruß,
Trixie
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Josie » Mi 30. Jan 2013, 15:37

Hallo zuammen,

wie immer, lasse ich mal wieder nur ein kurzes "hallo" hier. Das Lesejahr gestaltet sich zu Anfang ähnlich dem vergangenen: schleppend. Aber andere Dinge nehmen nach wie vor zu viel Raum ein.

So lese ich immer noch an "Ahmet Hamdi Tanpinar - Das Uhrenstellinstitut" und bin mir noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll und wo sich das Buch hinentwickelt. Es passiert im Grunde genommen rein gar nichts und dennoch ist die Geschichte vielschichtig und der Leser wird bei der Stange gehalten. Der Protagonist und sympathische Ich-Erzähler ist, so der bisherige Eindruck mit der Aussicht, dass er aus dem Schlamassel irgendwann doch noch raus kommt, der geborene Verlierer, ebenso wie seine Familie und sein Umfeld, in dem er aufwächst. Nun ist er erwachsen, muss sich in der realen Welt behaupten, was ihm bislang noch nicht gelingt, er aber tausende absurde Erklärungen parat hat, warum alles so gekommen ist, wie es kam. Und irgendwie klingen diese absurden Erklärungen am Ende auch für den Leser jedes Mal geradezu logisch.

Dazu berichtet er ausführlich aus seiner Kindheit, Jugend und seinem jungen Erwachsenenalter, die zur Schieflage seines Lebens geführt haben und rechtfertigt sich quasi in direkter Ansprache vor dem Leser für seine ganzen Unzulänglichkeiten und Misslagen seines Lebens - mit denen er selber übrigens kein Problem hat.

Er ist kein Macher, aber ein guter Beobachter; letzteres erwähnt er auch immer wieder. Und so erzählt und handelt er naiv und doch blitzt immer wieder eine gewisse Weisheit in seinen Einstellungen und Erzählungen hervor, er kritisiert ganz nebenbei - scheinbar ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein - in seiner naiven Art Gesellschafts- und Familienstrukturen, Verhaltensweisen der Mitmenschen und macht sich über sie und die Missgeschicke mit feinem Humor und einem Augenzwinkern lustig. Diese verrückte, aber dennoch gut durchdachte und hintergründig intelligente Mischung macht das Buch bislang aus. Aber wo es hinführen wird? Ich weiß es nicht... :lol:

Zu Anfang hatte ich Schwierigkeiten mit den ganzen türkischen Namen, Orten und teils Begrifflichkeiten, was sehr mühsam war. Für mich hörte sich alles gleich an und ich wusste nicht, von wem oder von was schon wieder die Rede war. Inzwischen habe ich alles sortiert bekommen. Leider habe ich zu wenig bzw. keinerlei Ahnung von türkischer Mentalität, die auch immer wieder Thema ist und eingefangen wird (das Buch spiet Anfang des 20. Jh.). Ich denke, ein gewisses Gespür und Wissen darüber würde die Lesefreude weiter erhöhen.

Ich bin weiterhin gespannt, wie es weitergeht und werde entsprechend berichten.

In dem Zusammenhang verfolge ich natürlich auch sehr gespannt den Thread über die türkische Literatur.
Liebe Grüße
Claudia


Aktuelle Lektüre:
Clarín (Leopoldo Alas): Die Präsidentin

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mi 30. Jan 2013, 17:18

Hallo zusammen,

ich habe “Verdächtige Geliebte“ von Keigo Higashino ausgelesen. Dieses Buch erzählt einen sehr raffinierten Krimi mit einem wirklich erstaunlichem Plot. Über dem Ganzen schwebt die Aussage, dass man in einer mathematischen Gleichung den Menschen, seine Seele und sein Gewissen nicht unterbringen kann. Die menschliche Seele lässt sich nicht auf einen allgemeingültigen logischen Nenner herunterbrechen. Ein jeder Mensch fühlt, und entscheidet nicht nur mit dem Kopf.

Merkwürdig kühl und distanziert erzählt Keigo Higashino. Doch das passt – einerseits zu seiner Hauptfigur Ishigami, dem Mathematiker, dem Eigenbrötler, dem Kopfmenschen. Doch auch seine anderen Figuren sind distanziert und unterdrücken ihre Emotionen. Für mich spiegelt das die japanische Gesellschaft wider.

Somit in doppelter Hinsicht ein interessantes Buch: wegen des außergewöhnlichen und raffinierten Kriminalfalls, und wegen des Blicks auf die japanische Gesellschaft, die hier nicht porträtiert wird, aber durch die Distanziertheit der Figuren widergespiegelt wird.

Dass ich ausgerechnet heute fertig geworden bin mit dem Buch, freut mich. Ich hatte es so geplant, und zum Glück so hinbekommen. Denn morgen früh fahre ich für ein verlängertes Wochenende allein mit dem Zug nach Österreich, wo ich eine liebe Freundin zum Wellness (in Bergen und Schnee) treffe. Da ich alleine fahre, brauche ich natürlich Unterhaltung, so dass ich mir u. a. natürlich was zum lesen mitnehme. Es wäre schade gewesen, wenn ich mein Gepäck mit einem fast ausgelesenem Buch hätte erschweren müssen. So kann ich mir ein neues Buch in mein Köfferchen packen. Es wird “Wolfsgrube“ von Szilárd Rubin. Das scheint mir passend, da das Hotel oben auf einem Berg gelegen ist. „Wolfsgrube“ spielt zwar nicht in einem Hotel, aber in einem abgelegenen Landhaus. Erstmals erschien der Krimi 1973 und soll in der Tradition von Agatha Christie geschrieben sein. Der ungarische Autor gilt als eine bemerkenswerte literarische Wiederentdeckung. Ich bin mal gespannt.

@Steffi: Auf „Der Besucher“ wurde ich hier kürzlich schon mal neugierig gemacht – ich glaube ebenfalls durch Dich. Ich war mir aber nicht ganz sicher, da er ja halbwegs auch ins Genre des Schauerromans fallen soll. Da war ich mir nicht ganz sicher, ob es mir liegt. Dass es aber 2009 auf der Shortlist des Man-Booker-Prize stand, lässt meine Neugier jetzt aber noch mal neu aufflammen. Und Du bist über den Anfang auch schon begeistert, und streust in der Tat ein Reizwort ein: Charlotte Bronte. Ich bin ausgesprochen gespannt auf Deine weiteren Eindrücke. Es ist erst mal auf meinem Wunschzettel gelandet, und ich halte Deine Eindrücke weiter im Auge, und entscheide dann, ob ich es auch mal kaufen möchte. Kann gut sein. :-)

@Josie: Dass Du so zwiegespalten bist, kann ich mir vorstellen. Denn wenn die Lesezeit und die Ruhe fehlt, kommt man oft schwerer in Bücher rein, kann sich nicht so einlassen, wie man gern würde. Und so fehlt einem die Urteilskraft, ob es an einem selbst oder am Buch liegt, dass man verhalten ist. Dass Du es dennoch gern liest, und nur noch nicht so recht einschätzen kannst, wohin Dich das ganze führt, ist beruhigend. Denn ein schlechtes Buch kann man in schlechten Lesephasen gar nicht gebrauchen. Tut mir auch sehr leid, dass es bei Dir weiter viel zu unruhig bleibt. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das dauerhaft verändern kannst. Aber solche Veränderungen brauchen oft ihre Zeit.

Die türkische Mentalität zu kennen, könnte wirklich das Lesevergnügen positiv beeinflussen. Ich bin schon gespannt, wie das Hörbuch auf mich wirkt. Ich hatte es mir gekauft, da ich durch Dich auf den Roman aufmerksam wurde. Mal sehen, wann die Hörzeit dafür ist.

@DorisV: Schade, dass Du den falschen Zeitpunkt für Harold Bloom erwischt hattest. Das Buch klingt auf jeden Fall interessant, und der Autor auch. Danke jedenfalls fürs aufmerksam machen.

Im Thread Türkische Literatur werde ich nach meinem Kurzurlaub noch schreiben. Ich danke Dir für Deinen Beitrag dort jedoch schon mal an dieser Stelle.

@Bonny: Ann Cleeves werde ich mir selbst dann auch mal näher ansehen. Ich mag es ja gern, wenn auch das drum herum viel Raum einnimmt. Ist mir oft lieber als ein stringenter Krimi, auf dem das ganze Gewicht auf dem Kriminalfall liegt.

@Maria: Nun freue ich mich noch mehr auf den neuen Tana French. Bei mir wartet er auch nur noch auf den richtigen Lesezeitpunkt. :-)
Liebe Grüße,
Petra


Ich lese gerade: :lesen:
Ina Bhatter - Drei Tage im Schnee (HC)
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Simon Beckett - Die ewigen Toten (ungekürzte Lesung)

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