Hallo zusammen,
ich habe mich für
“Tod in den Anden“ von Mario Vargas Llosa entschieden. Bis heute habe ich davon noch nicht berichtet, da ich nicht so recht wusste, ob ich dran bleiben würde. Nicht, dass das Buch nicht lesenswert wäre, aber nach dem Flop („Die Wolfsgrube“) war mir nach einer dichten Handlung, mit Figuren, die mir nahe gehen. Da Mario Vargas Llosa jedoch auf eine gewisse Art distanziert schreibt, war das Buch nicht das, was ich gerade gesucht habe. Es wegzulegen, dazu konnte ich mich allerdings auch nicht entschließen, denn ich weiß, dass ein Buch, das ich nach einigen gelesenen Seiten weglege, nur schwer wieder eine Chance bekommt. Und dazu war mir dieses Buch zu schade. Jetzt habe ich mich langsam reingefunden. Llosa erzählt in dem Buch von terroristischen Aktionen, aber gleichzeitig erzählt er auch einen Krimi um drei vermisste Personen, und eine Liebesgeschichte, die Korporal Lituma nachts an dem Wachposten im peruanischen Hochgebirge von Tomasito erzählt wird, der mit ihm dort in dem Dorf in den Anden stationiert ist, und in dem Fall der drei Vermissten ermittelt. Dadurch springt Llosa in den Handlungssträngen stetig hin und her, und eröffnet auch oft neue Handlungsplätze. Er gibt damit ein umfangreiches Bild von dem Leben und der Situation dort ab, und schaut aus den verschiedensten Blickwinkeln darauf. Damit wird er dem Thema bestens gerecht. Mir als Leser fällt es aber schwer, diese Sprünge mitzumachen, da mir gerade nach einem dichten, stringent erzähltem Roman war. Aber ich lese mich ein, und Llosa ist schon interessant. So interessant, dass ich am Ball bleibe, trotz dass es gerade gar nicht so der rechte Lesezeitpunkt für mich ist. Das ist durchaus als Kompliment an Llosa zu verstehen.
Mehr zu meinen Eindrücken dann später im Mario Vargas Llosa-Thread.
“Lügen auf Albanisch“ klingt gut, Doris. Immigrationsgeschichten finde ich interessant. Immigration ist für viel Menschen ihre Realität. Mich interessiert, was das für den Menschen heißt, und vor welche Schwierigkeiten einen das stellt.
Auf
“Der Besucher“ hat Steffi mich auch sehr neugierig gemacht, Bonny. Dass Du es jetzt auch liest, finde ich schön. Und mit Deinen Berichten verstärkst Du meine Neugierde vermutlich noch. Ich bin sehr gespannt, wie das Buch auf Dich wirkt. Und ich finde auch, dass es sich für die kalte Jahreszeit eignet. Du hast es noch zu einem guten Zeitpunkt angefangen, denn noch hält der Winter ja an.
Ich hoffe auch, dass Dein Urlaub schön und erholsam war, Bonny! Und Dir, Didonia, wünsche ich nun eine schöne Urlaubswoche.
