Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon DorisV » Sa 2. Mär 2013, 22:09

Meine Biographie für den März habe ich heute Abend angefangen.

Artemis COOPER: Patrick Leigh Fermor - An Adventure

Ich habe bisher nur so 40 Seiten gelesen, finde es aber sehr interessant und wird bestimmt spannend.

lg,
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Mo 4. Mär 2013, 12:43

Ausnahme von Christian Jungersen habe ich beendet. Petras Rezi kann ich nur voll und ganz zustimmen, sie hat das wunderbar dargestellt. Gerade die Mobbingszenen und die Veränderung/Reaktion der Personen sind sehr intensiv dargestellt. Das Ende, nun ja, hätte auch für mich ein wenig unspektakulärer sein können, passt aber trotzdem ganz gut. Ein tolles, fesselndes Buch mit einem wichtigen Thema, das auch zum Nachdenken anregt.

Neben Der Grenzwald von Heimito von Doderer habe ich einen eBook-Krimi angefangen: Rashomon Gate von IJ Parker. Der japanische Ermittler Sugawara Akitada begibt sich undercover in die Universität, um dort eine Erpressung aufzuklären. Recht schnell gesellen sich zur Erpressung noch Morde und undurchsichtige Universitätsprofessoren. Das alles spielt im Japan des 11. Jahrhunderts, wo auch chinesische Einflüsse spürbar sind. Parker erzählt mit einem leichten Augenzwinkern und sehr unterhaltsam, auch wenn sie nicht die Tiefe von Rowland und deren Ermittler Sano Ichiro (spielt im 17. Jh) erreicht.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Trixie » Mo 4. Mär 2013, 14:48

Hallo Steffi,

steffi hat geschrieben:Rashomon Gate von IJ Parker. Der japanische Ermittler Sugawara Akitada begibt sich undercover in die Universität, um dort eine Erpressung aufzuklären. Recht schnell gesellen sich zur Erpressung noch Morde und undurchsichtige Universitätsprofessoren. Das alles spielt im Japan des 11. Jahrhunderts, wo auch chinesische Einflüsse spürbar sind. Parker erzählt mit einem leichten Augenzwinkern und sehr unterhaltsam, auch wenn sie nicht die Tiefe von Rowland und deren Ermittler Sano Ichiro (spielt im 17. Jh) erreicht.


herzlich Dank für deine ersten Eindrücke zu dieser Reihe und der Autorin. Ich habe auch schon mehrere Titel daraus als Ebook (sind immer wieder mal bei amazon kostenlos angeboten), aber bislang kam ich noch nicht zum Lesen. Daß Parker sehr unterhaltsam schreibt und mit einem gewissen Augenzwinkern, läßt mich die Reihe nun aber etwas weiter vorrücken unter meinen GUB (gespeicherten ungelesenen Büchern). Werde ich hoffentlich bald in Angriff nehmen können.

Gruß,
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mo 4. Mär 2013, 15:23

Trixie hat geschrieben:...läßt mich die Reihe nun aber etwas weiter vorrücken unter meinen GUB (gespeicherten ungelesenen Büchern).


GUB :lol:

auch ich hab ein paar der kostenlosen Downloads der Serie gespeichert, gut zu wissen, daß IJ Parker unterhaltsam schreibt.
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Trixie » Di 5. Mär 2013, 02:19

Hallo alle,

zwar hinke ich in allen Dingen schrecklich hinterher, aber nun endlich kann ich mich wenigstens etwas ausführlicher zu meinem letzten Lesestoff äußern.
Ich habe die vergangene Woche bis letzte Nacht

Maria Hudgins: Scorpion House

gelesen. Der Einstieg in diesen archäologischen Kriminalroman hat mich ziemlich beschäftigt, bis fast zur Mitte des Buches habe ich ehrlich nicht so recht gewußt, wie ich es einordnen sollte. Dabei ist an der Handlung absolut nichts auszusetzen, im Gegenteil, die ist solide, überzeugend und unterhaltsam. Ein wenig Mühe hatte ich lediglich mit dem Stil der Autorin (ich habe bisher noch nichts von ihr gelesen), der oft sehr abrupt war und scheinbar zusammenhanglos die Szenen wechselte.

Aber dann: Etwa ab der Mitte, sobald ich mich an diese Schreibe gewöhnt hatte, fing ich auch an, die Erzählung zu genießen, und dieser Genuß steigerte sich, als ich immer öfter kleine Parallelen und Ähnlichkeiten zu den Krimis von meiner Lieblingsautorin M.M. Kaye entdeckte. Versteht mich nicht falsch - Scorpion House ist dahingehend nicht abgekupfert oder imitiert Kaye. Aber Maria Hudgins scheinen beim Schreiben ähnliche Dinge wie Kaye wichtig zu sein: die Eigenheiten der Schauplätze, die offenbar auch in den folgenden Büchern exotisch sein werden, die Erzählperspektive aus Sicht einer vernünftigen und eher ruhigen weiblichen Protagonistin, gemäßigt aufbauende Spannung usw. Und entsprechend formt Hudgins die Handlung und die Figuren dann auch und setzt sie für die Geschichte ein.

Von der Anfangsphase also einmal abgesehen war dieses Buch und natürlich die Autorin für mich eine absolute Entdeckung in diesem noch so jungen Jahr. Ich hoffe nur, daß der zweite Titel, The Man on the Istanbul Train, sich als ebenso gut erweisen wird. Nachdem ich nun so einigermaßen weiß, worauf ich mich beim Erzählstil bei Maria Hudgins einzustellen habe, denke ich, daß ich an ihren anderen Büchern vermutlich noch mehr Freude haben werde.
Schade nur wieder, daß Maria Hudgins bislang nicht genug Popularität besitzt, um als Übersetzung für eine deutsche Leserschaft in Frage zu kommen. Im angelsächsischen Raum haben es zumindest einige Titel als gebundene Ausgaben bei Thorndyke zur Veröffentlichung geschafft, ansonsten gibt es ihre Reisekrimis alle nur als Eigenveröffentlichungen in elektronischer Form.

Maria, hast du dir Scorpion House damals heruntergeladen, als es kostenlos bei amazon zu haben war? Ich kann dir das Buch - wie du merkst ;) - als Lektüre nur empfehlen.

Die Rezi zu Scorpion House ist übrigens die erste, die ich -trotz etwa einem Dutzend zuvor gelesener Bücher, die alle noch auf eine schriftliche Meinungsäußerung von mir warten :oops: - unbedingt gleich verfassen mußte.

Gruß,
Trixie
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Di 5. Mär 2013, 09:45

Trixie, wie schön, dass du eine neue Autorin für dich entdecken konntest ! Ich finde es immer fein, wenn man so kleine Stileigenarten seiner Lieblingsautoren bei anderen wiederentdecken kann und sie trotzdem etwas ganz eigenes haben !

Über GUB musste ich auch grinsen :D

Rashomon Gate ist weiterhin interessant zu lesen. Zum Hauptermittler kamen noch seine zwei Gehilfen, der eine ist ein richtiger Charmeur, aber mit allen Wassern gewaschen, öhem, glaubt er zumindest. Der Fall steht aber im Hauptfokus und ich tappe dabei weiterhin im Dunkeln, weil es eigentlich mehrere Fälle sind, wie und ob sie zusammenhängen - ich bin gespannt.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Di 5. Mär 2013, 11:14

Trixie hat geschrieben:Maria, hast du dir Scorpion House damals heruntergeladen, als es kostenlos bei amazon zu haben war? Ich kann dir das Buch - wie du merkst ;) - als Lektüre nur empfehlen.


Hallo Trixie,

gut, daß ich das Buch und auch das Nachfolgebuch (plus die Reisekrimis) downgeloadet habe. Naja, ich geh eigentlich immer deinen Tipps nach, wenn es um Krimis geht :-)


Trixie hat geschrieben:Versteht mich nicht falsch - Scorpion House ist dahingehend nicht abgekupfert oder imitiert Kaye. Aber Maria Hudgins scheinen beim Schreiben ähnliche Dinge wie Kaye wichtig zu sein: die Eigenheiten der Schauplätze, die offenbar auch in den folgenden Büchern exotisch sein werden, die Erzählperspektive aus Sicht einer vernünftigen und eher ruhigen weiblichen Protagonistin, gemäßigt aufbauende Spannung usw. Und entsprechend formt Hudgins die Handlung und die Figuren dann auch und setzt sie für die Geschichte ein.



das klingt wirklich gut. Deine Rezi dazu werde ich mir dazu auch noch durchlesen :-)
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Manuela » Di 5. Mär 2013, 21:35

Zuerst möchte ich euch ganz lieb für eure herzlichen Worte danken.
Wollte mich schon eher bedanken aber habs noch nicht geschafft, musste dabei immer weinen.

Mittlerweile geht es mir wieder etwas besser und ich habe auch gelesen, was mir sehr geholfen hat.
Ich habe nun das Buch "Das geheime Vermächtnis" von Katherine Webb gelesen. Am Anfang war ich nicht so begeistert....keine Ahnung wieso, aber dann wurde es immer besser.
Und nun lese ich "Society Girls" von Plum Sykes.
Was tun die Personen in einem Buch, wenn es gerade niemand liest?
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Do 7. Mär 2013, 15:44

Moin miteinander,

ich lese derzeit Die Bücherdiebin von Markus Zusak.

Ich habe ein Weilchen gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Die vielen kurzen Kapitel und Einfügungen hemmen doch ein flüssiges Lesen.
Aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert und Sätze wie:

In der Schule suchte Rudi in den Pausen Liesels Nähe. Es war ihm egal, dass die anderen sich über die Dummheit des neuen Mädchens lustig machten. Er war für sie da, von Anfang an, und er war auch später noch da, als Liesels Wut überkochte. Aber er tat es nicht umsonst.


halten mich bei der Stange. Solche kurzen Vorausblicke streut Zusak des Öfteren ein; wer bricht da ein Buch ab? Ich jedenfalls möchte wissen, wie es weitergeht.

Noch dazu, wo die Geschichte aus Sicht des Todes erzählt wird, der mir auf dem Cover eigentlich recht weiblich ausschaut. Er beobachtet Liesel, die bei der Beerdigung ihres kleinen Bruders ein schwarzes Buch stiehlt, das im Schnee liegt. Wie sie zu ihren Pflegeeltern kommt. Wie sie ein Buch vor dem Feuer rettet, was im Jahre 1939 nicht ganz ungefährlich ist.
Nachts, wenn sie aus ihren Albträumen erwacht, bringt ihr Pflegevater ihr das Lesen bei. Sie besucht die Schule, da sie noch nicht lesen und schreiben kann, muss sie in die kleinste Klasse. Draußen spielt sie mit den Jungs Fußball und hilft der Pflegemutter, Wäsche auszutragen.
"Eine Versuchung wird man nur los, indem man ihr nachgibt."

Markus Gasser
von meinem Lieblingsliteratur-Podcast "Literatur ist alles"
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Do 7. Mär 2013, 17:54

Hallo zusammen,

nach „Tod in den Anden“, das über das ich abschließend noch im Mario Varga Llosa-Thread schreiben werde, habe ich mit “Easter Parade“ von Richard Yates begonnen. Ein guter Griff! Schon lange wollte ich endlich etwas von Richard Yates lesen. Ich schwankte nun zwischen „Easter Parade“ und „Zeiten des Aufruhrs“, doch irgendwie war mir mehr nach der Geschichte der beiden Schwestern, die unterschiedliche Lebenswege einschlagen, und beide nicht glücklich werden. Die Hintergründe warum das Lebensglück ausbleibt sind interessant und leise durchleuchtet. Die Scheidung der Eltern, die Mutter, der der Schein so wichtig ist.

Ein gutes Stück habe ich schon gelesen, und ich habe einmal fast völlig vergessen, dass ich in der S-Bahn sitze. Zum Glück ist es mir wieder bewusst geworden, bevor ich meine Station erreicht hatte. :mrgreen: Ein gutes Zeichen, wenn man so in ein Buch versinkt, dass man alles drum herum vergisst. Genau nach so einem Buch hatte ich mich gesehnt.

@DorisV: Aufschlussreich was Du übers österreichische Kabarett schreibst. Das hilft mir (und sicher auch meiner Freundin wenn ich es ihr erzähle) bei meiner Einschätzung. Schmunzeln musste ich über Deinen Ausspruch, dass Du beim modernen österreichischen Kabarett jemanden zum kitzeln bräuchtest. :mrgreen:

Die gute alte österreichische Zeit ist hingegen gewiss ein interessantes Thema, und dass es auch erheiternd war, höre ich doch gern.

@Steffi: Somit stimmst Du also bis zum Schluss mit mir in Deiner Meinung über „Ausnahme“ von Christian Jungersen überein. Das freut mich! Danke für Deinen abschließenden Bericht hierzu.


@Manuela: Dass es Dir etwas besser geht, höre ich gern. Und auch dass Dir unsere mitfühlenden Worte gut taten. Besonders freue ich mich auch, dass Du Dich mit dem Lesen inzwischen schon ein wenig abgelenkt bekommst. :-)


@Didonia: „Die Bücherdiebin“ wollte ich lange schon als Hörbuch hören, aber irgendwie bin ich immer wieder davon abgekommen. Ich erwarte somit gespannt Deinen abschließenden Bericht. Vielleicht hilft es mir auf die Sprünge, oder lässt es in noch weitere Ferne rücken.
Liebe Grüße,
Petra


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