Hallo zusammen,
ich habe heute morgen mit
“Das Herz ist ein einsamer Jäger“ von Carson McCullers begonnen. Ihr habt mich hier mit der vielfachen Erwähnung des Buches (vorrangig im Kauf-Thread) sehr daran erinnert, dass ich dieses Buch schon lange lesen, und damit die Autorin für mich entdecken wollte. Vielen Dank für die liebe Erinnerung – sie hat gewirkt!

Die ersten Seiten sind nun erst gelesen, aber mir gefällt ihr Stil und die Figuren kommen einem direkt nahe. Sobald ich mehr sagen kann, werde ich berichten.
Gestern beendet habe ich
“Easter Parade“ von Richard Yates. Er ist ja ein Autor, der in seinem Werk von (zu) großen Erwartungen und Lebensentwürfen erzählt, die der Wirklichkeit nicht Stand halten können und enttäuscht werden. Das gelingt ihm auf eine ganz unspektakuläre, und somit sehr authentisch wirkende Art. Das Scheitern seiner Figuren passiert so allmählich, und ihre Einsamkeit schmerzt beim lesen. Sie können sich nicht befreien, und auch das ist zwar leise, aber umso eindrucksvoller erzählt. Ein Buch, das berührt und nachhallt.
@Didonia @Bonny: Dass Dir
“Sturmhöhe“ so gut gefällt, freut mich aber sehr, Didonia. Für mich ist es auch ein ganz besonderes Buch, und auch ich habe später meine TB-Ausgabe gegen eine gebundene (allerdings die von Artemis & Winkler – auch der Familenstammbaum ist abgebildet) eingetauscht. Für mich war es damals solch ein intensives Leseerlebnis. Und ich weiß noch wie ich damals diese Liebe zwischen Cathy und Heathcliff derart intensiv mitempfunden habe, und die ganze Verzweiflung, von der sie durchzogen war, dass ich nach dem Lesen einer heftigen Szene zwischen den beiden zum Frühstückstisch gerufen wurde (ich war da gerade bei Arno) und dort in Tränen ausbrach. Sowas ist mir noch nie passiert. Während des Lesens vielleicht. Aber dass ich das Buch weg lege, und mich diese intensiven Gefühle so packen, dass sie auf mich übergreifen, und ich sie nicht abzuschütteln vermag, ist mir in der Heftigkeit selten passiert. Was für ein kraftvolles, leidenschaftliches Buch! Dir viel Freude mit Deiner schönen Manesse-Ausgabe, Didonia.
Und Dir Bonny kann ich – wie zuvor Didonia schon - empfehlen, das Buch nicht mehr so lange im SUB liegen zu lassen. Ein wirklich tolles Buch wartet da auf Dich. Aber vielleicht wirklich lieber in einer Zeit, in der Du mehr am Ball bleiben kannst, als es Dir derzeit bei „Der Besucher“ möglich ist. Manchmal hat man eine schwierige Lesephase. Dafür ist „Sturmhöhe“ zu schade. Was Du über
„Der Besucher“ schreibst, klingt aber sehr interessant. Diese sich langsam aufbauende Spannung und das Misstrauen dem Erzähler gegenüber könnten mir gefallen. Viel Spaß noch damit!
@DorisV: „100 Jahre Rowohlt – Eine illustrierte Chronik“ klingt ausgesprochen interessant. Das muss ich mir mal vormerken. Da fällt mir ein, dass ich auch noch eine Chronik vom Diongenes Verlag habe. Die möchte ich auch irgendwann mal lesen. Die liebe Zeit!
@Steffi: Ich sehe schon, ich sollte doch auch irgendwann
“Was vom Tage übrig blieb“ lesen, trotz dass ich auch den Film kenne. Die Themen in dem Buch interessieren mich sehr, und besonders da ich ja vor kurzem die 1. Staffel von „Downton Abbey“ gesehen habe, interessieren mich die Themen gerade wieder. Denn auch dort geht es ja viel um die sich verändernde Gesellschaft um die Zeit des 1. Weltkriegs, die Veränderungen in den Herrenhäusern etc..