Hallo alle,
nachdem ich diesen überlangen Winter und das deprimierende Wetter einfach nicht mehr ohne "Schützenhilfe" aushalte, habe ich mich gestern auf die Suche nach aufbauendem Lesestoff gemacht. Denn wenn ich schon hier festsitze, bei Minusgraden im März, einer dichten, grauen Wolkendecke und der hohen täglichen Wahrscheinlichkeit für Schneefall, wollte ich dem allen wenigstens über meine Lektüre entfliehen.
Eigentlich habe ich nach etwas Leichtem, Kurzem gesucht, vorzugsweise vielleicht einem Krimi, der in den Tropen handelt oder vielleicht auf einer Kreuzfahrt. Meine Suche führte mich überraschenderweise zu
K.K. Beck: Death in a Deck Chair.
Überraschend, weil ich auf diese Autorin und ihre dreiteilige Krimireihe um Iris Cooper, angesiedelt in den späten 1920ern, bei meinen Vorlieben schon längst hätte treffen müssen, zumal sie mit einer weiteren Krimireihe sogar ins Deutsche übersetzt und beim Econ-Verlag veröffentlicht worden ist.
So aber waren Schlagworte wie "im Stil Agatha Christies", "20er Jahre", "Mord auf der Atlantiküberquerung" auch schon genug, um mich anzulocken. Mit den beiden anderen Krimis aus der Reihe geht es mir ähnlich: In
Murder in a Mummy Case verbringt Iris die Osterfeiertage auf einem Landsitz irgendwo in der Nähe von San Francisco bei einem angehenden Archäologen, es gibt eine leibhaftige Mumie und Seancen - schnapp, ich habe angebissen

! Und im dritten Fall,
Peril Under the Palms, besucht Iris eine Freundin und Zuckerrohrerbin auf Hawaii. Also, spätestens da mußte ich doch unweigerlich an Charlie Chan, Mr. Moto und ähnliche wunderbare Krimiklassiker in Buch und Zelluloid erinnert werden.
Den ersten Krimi habe ich mir sofort als Kindle-Ausgabe gekauft und bin gestern Nacht noch zu einem Viertel durch (es ist aber auch ein kurzes Buch, mit seinen knapp 150 Seiten). Bislang gefällt es mir gut, tatsächlich ein wenig in Richtung Christie, jedenfalls in der Schreibe eher zu den klassischen Autoren neigend als zu den zeitgenössischen. Und wie es aussieht, werde ich mir die beiden anderen Titel wohl auch bald herunterladen. Den Zweck der "Wetterflucht" erfüllt das Buch jedenfalls ganz gut, obwohl die Atlantiküberfahrt, auf der sich Iris und ihre Tante Hermione befinden, zur Zeit auch grau, stürmisch und turbulent ist.
Gruß,
Trixie