Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Turni » Sa 23. Mär 2013, 13:41

"Der Duft des Regenwalds" von Rosa Zapato

Kurzbeschreibung:
Veracruz, 1903: Alice Wegener hat die weite Reise von Berlin nach Mexiko angetreten, um ihren Bruder Patrick zu besuchen. Doch es kommt nicht zu einem Wiedersehen – Patrick wurde im Dschungel Opfer eines Verbrechens. Als Alice näheres zu den Umständen wissen möchte, stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. So stellt Alice ihre Nachforschungen auf eigene Faust an und bringt neben der Wahrheit über Patricks Tod auch das Geheimnis einer Maya-Prinzessin ans Licht – das letztendlich auch sie zur wahren Liebe führt …

Meine Meinung nach 90 Seiten - Herrlich. Tolle Geschichte und die Farbenpracht von Mexiko. Rosa Zapato malt ein wunderschönes Bild in/mit ihrem Buch.
Ending a novel is almost like putting a child to sleep—it can't be done abruptly.

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » So 24. Mär 2013, 12:18

Nachdem ja hier in letzter Zeit öfters die Rede von Carson McCullers war, habe ich einen Erzählungen-Band gelesen, Madame Zolensky und der König von Fnnland. Ich finde, sie erzählt ziemlich distanziert, auch in den packenderen Erzählungen wie z.B. über den Protestmarsch (Der Marsch) oder die alkoholkranke Mutter (Ein häusliches Dilemma). Vielleicht liegt es auch an der unprätentiösen Sprache und den oft kurzen Sätzen. Leider ist mir keine der Figuren richtig nahe gekommen.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Trixie » So 24. Mär 2013, 14:33

Hallo alle,

nachdem ich diesen überlangen Winter und das deprimierende Wetter einfach nicht mehr ohne "Schützenhilfe" aushalte, habe ich mich gestern auf die Suche nach aufbauendem Lesestoff gemacht. Denn wenn ich schon hier festsitze, bei Minusgraden im März, einer dichten, grauen Wolkendecke und der hohen täglichen Wahrscheinlichkeit für Schneefall, wollte ich dem allen wenigstens über meine Lektüre entfliehen.

Eigentlich habe ich nach etwas Leichtem, Kurzem gesucht, vorzugsweise vielleicht einem Krimi, der in den Tropen handelt oder vielleicht auf einer Kreuzfahrt. Meine Suche führte mich überraschenderweise zu

K.K. Beck: Death in a Deck Chair.

Überraschend, weil ich auf diese Autorin und ihre dreiteilige Krimireihe um Iris Cooper, angesiedelt in den späten 1920ern, bei meinen Vorlieben schon längst hätte treffen müssen, zumal sie mit einer weiteren Krimireihe sogar ins Deutsche übersetzt und beim Econ-Verlag veröffentlicht worden ist.

So aber waren Schlagworte wie "im Stil Agatha Christies", "20er Jahre", "Mord auf der Atlantiküberquerung" auch schon genug, um mich anzulocken. Mit den beiden anderen Krimis aus der Reihe geht es mir ähnlich: In Murder in a Mummy Case verbringt Iris die Osterfeiertage auf einem Landsitz irgendwo in der Nähe von San Francisco bei einem angehenden Archäologen, es gibt eine leibhaftige Mumie und Seancen - schnapp, ich habe angebissen ;)! Und im dritten Fall, Peril Under the Palms, besucht Iris eine Freundin und Zuckerrohrerbin auf Hawaii. Also, spätestens da mußte ich doch unweigerlich an Charlie Chan, Mr. Moto und ähnliche wunderbare Krimiklassiker in Buch und Zelluloid erinnert werden.

Den ersten Krimi habe ich mir sofort als Kindle-Ausgabe gekauft und bin gestern Nacht noch zu einem Viertel durch (es ist aber auch ein kurzes Buch, mit seinen knapp 150 Seiten). Bislang gefällt es mir gut, tatsächlich ein wenig in Richtung Christie, jedenfalls in der Schreibe eher zu den klassischen Autoren neigend als zu den zeitgenössischen. Und wie es aussieht, werde ich mir die beiden anderen Titel wohl auch bald herunterladen. Den Zweck der "Wetterflucht" erfüllt das Buch jedenfalls ganz gut, obwohl die Atlantiküberfahrt, auf der sich Iris und ihre Tante Hermione befinden, zur Zeit auch grau, stürmisch und turbulent ist. :mrgreen:

Gruß,
Trixie
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » So 24. Mär 2013, 16:43

Hallo zusammen,

@Trixie,
was du alles entdeckst ! Genau die Krimis die auch ich gerne lese. Die Iris Cooper Mysteries sind sogleich auf meine Wunschliste gelandet. Als du den Econ Verlag erwähnt hast, ist mir auch die Reihe eingefallen, die ich vor Jahren las, das war die Jane di Silva Reihe, aber ich glaube es gab nur zwei oder drei Bände unter dem Namen Kathrine Beck.

K. K. Beck war übrigens mit Michael Dibdin verheiratet, der 2007 verstarb und mit seinen Aurelio Zen Romane bekannt wurde.

@ Steffi
den Figuren kommt man schwerlich nahe in Carson McCullers Erzählungen,das ging mir auch so. Ihre Sprache gefiel mir allerdings gut, insbesondere da sie manches nur subtil andeutet, ohne es auszusprechen.
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Trixie » So 24. Mär 2013, 18:34

Hallo Maria,

JMaria hat geschrieben: Als du den Econ Verlag erwähnt hast, ist mir auch die Reihe eingefallen, die ich vor Jahren las, das war die Jane di Silva Reihe, aber ich glaube es gab nur zwei oder drei Bände unter dem Namen Kathrine Beck.

K. K. Beck war übrigens mit Michael Dibdin verheiratet, der 2007 verstarb und mit seinen Aurelio Zen Romane bekannt wurde.


stimmt, die andere Reihe war über Jane da Silva oder im Deutschen "Die Erbin...". Econ war mir gestern als Verlag, der eine Menge "alte" Krimiautoren in Deutschland verlegt (hat) eine gute Hilfe und Empfehlung, als ich mich wegen K.K. Beck und der Art ihrer Bücher informiert habe. Ich habe von dem Verlag nämlich z.B. die ganzen Georgette-Heyer-Krimis und natürlich Elizabeth Peters - alles Autoren und Titel, die in meine Richtung gehen. Schade natürlich wieder einmal, daß die Bücher nicht weiter verlegt werden und Beck für beide Reihen nur wenige Titel geschrieben hat (wobei mir ein Einzeltitel aus ihrem Werk auch noch interessant erschien. Dieser Titel z.B. klang so 1930er-Gruselfilm-mäßig: The Revenge of Kali-Ra :? ).

Daß Katherine Beck die Ehefrau von Michael Dibdin war, habe ich auch bei der Recherche nach ihr gelesen. Toll, ein wahrhaftiges Krimi-Ehepaar. Wie es bei ihnen zuhause wohl zuging, so à la Hart aber herzlich....?

Gruß,
Trixie
Zuletzt geändert von Trixie am Sa 30. Mär 2013, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mo 25. Mär 2013, 11:33

Hallo Trixie,

vielleicht haben sie Plots getauscht (?) :D

ich amüsier mich gerade mit Lady Alexia 5 (die kennst du ja auch bereits ;-) ), d.h. mit Sengendes Zwielicht von Gail Carriger.

Zwei Jahre sind seit der Geburt ihres Töchterchens vergangen und Lady Alexia, Lord Maccon, Vampir-Lord Akeldama und die anderen wie auch Major Channing Channing von den Chesterfield Channings (ich liebe die Namensgebungen in dieser Reihe) haben wieder alle Hände voll zu tun um Intrigen und Gefahren fürs Rudel abzuwenden.
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Di 26. Mär 2013, 10:10

Auf Lady Alexia freue ich mich schon !

Zeit, euch von Der Unberührbare von John Banville zu erzählen. Von Banville las ich ja bereits The Sea im Rahmen meines Booker-Projekts und war davon begeistert.

Hier erzählt er nun die Geschichte eines Spions, der für Russland spioniert und nun mit 72 Jahren aufgeflogen ist. In Form einer Art Tagebuchaufzeichnung erinnert er sich an sein Leben und dies ist in einer sehr persönlichen Art, aber auch irgendwie distanziert erzählt. So kommt man erst nach und nach der Geschichte seiner Freunde auf die Spur, der Ich-Erzähler bleibt bisher recht unbestimmbar - wie man sich eben auch einen ehemaligen Spion vorstellt, der mehrere Rollen in seinem Leben gespielt hat und eigentlich nicht mehr richtig weiß, wer er ist. Auch gibt es immer wieder Zeitsprünge, vor dem 2. Weltkrieg oder danach usw., die nicht immer leicht zu durchschauen sind und die meistens durch andere Gedanken ausgelöst werden, was mir aber sehr gefällt. Zwischen den Zeilen spürt man Einsamkeit, Enttäuschung und Resignation. Dazu hat Banville eine wunderbare Sprache.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Di 26. Mär 2013, 11:54

steffi hat geschrieben:Auf Lady Alexia freue ich mich schon !

Zeit, euch von Der Unberührbare von John Banville zu erzählen. Von Banville las ich ja bereits The Sea im Rahmen meines Booker-Projekts und war davon begeistert.

Hier erzählt er nun die Geschichte eines Spions, der für Russland spioniert und nun mit 72 Jahren aufgeflogen ist. In Form einer Art Tagebuchaufzeichnung erinnert er sich an sein Leben und dies ist in einer sehr persönlichen Art, aber auch irgendwie distanziert erzählt. So kommt man erst nach und nach der Geschichte seiner Freunde auf die Spur, der Ich-Erzähler bleibt bisher recht unbestimmbar - wie man sich eben auch einen ehemaligen Spion vorstellt, der mehrere Rollen in seinem Leben gespielt hat und eigentlich nicht mehr richtig weiß, wer er ist. Auch gibt es immer wieder Zeitsprünge, vor dem 2. Weltkrieg oder danach usw., die nicht immer leicht zu durchschauen sind und die meistens durch andere Gedanken ausgelöst werden, was mir aber sehr gefällt. Zwischen den Zeilen spürt man Einsamkeit, Enttäuschung und Resignation. Dazu hat Banville eine wunderbare Sprache.



das klingt ja wirklich gut !
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon Trixie » Di 26. Mär 2013, 15:21

Hallo Maria,

Lady Alexia muß ich mir auch wieder vornehmen. Ich hinke der Reihe total hinterher. Ich war aber auch einfach nicht in der Stimmung dafür, und seit einiger Zeit kann ich auch nur absolut Aufbauendes, Heiteres, Sonniges lesen - und schauen. Aber dazu schreibe ich gleich noch was bei den TV-Tips.

Gruß,
Trixie
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Re: Leseerlebnisse 2013... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Di 26. Mär 2013, 16:06

Trixie hat geschrieben:Hallo Maria,

Lady Alexia muß ich mir auch wieder vornehmen. Ich hinke der Reihe total hinterher. Ich war aber auch einfach nicht in der Stimmung dafür, und seit einiger Zeit kann ich auch nur absolut Aufbauendes, Heiteres, Sonniges lesen - und schauen. Aber dazu schreibe ich gleich noch was bei den TV-Tips.

Gruß,
Trixie



Lady Alexia ( und Anhang ) macht sich auf nach Ägypten um ein Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. In diesem Band erinnert sie mich sehr an Peabody, auch wie sie mit Lord Maccon umgeht, erinnert an Peabody und Emerson :mrgreen:
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