Hallo zusammen,
ich konnte mir Anfang der Woche neuen Lesestoff aussuchen, und habe nun zu
Jane Austens „Mansfield Park“ gegriffen. Das hatte ich fest vor, da ich Jane Austen immer gern im Frühling lese, und mal wieder große Lust auf einen Roman von ihr hatte. Und da nun endlich der Frühling angebrochen ist, war es Zeit für das Buch. Es beginnt auch – wie bei Jane Austen gewohnt – schon ganz wunderbar. Ich fühle mich direkt wohl in der Geschichte, und erkenne auf den ersten Seiten eine direktere und bösere Ironie als in einigen anderen ihrer Werke. Auch erkenne ich schon, was einige an diesem Roman stört. Die Heldin Fanny ist vielen zu lieb, zu gut, zu selbstlos. Das kann ich gut verstehen, doch noch teile ich diese Auffassung nicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein Mädchen zu der damaligen Zeit, das unter diesen Bedingungen aufwächst, kein Selbstvertrauen hat, und somit auch den Mut nicht findet, zu widersprechen. Da ist sie natürlich anders, als eine Elizabeth Bennet in „Stolz und Vorurteil“, oder eine „Emma“. Aber für mich passt das so. Mal sehen, wie sich meine Meinung weiter entwickelt – und vor allem diese Geschichte. Ich freue mich aufs weiterlesen, ich freue mich immer wenn ich Zeit finde ein paar Seiten darin zu lesen. Und ich kann mich trotz Stress im Alltag sehr gut auf diese ruhige Stimmung einlassen. Ist wie ein kleiner Urlaub, wenn ich die Seiten aufschlage.

Zuvor habe ich ebenfalls begeistert
“Die schottische Selbstmord-Serie“ von John Dickson Carr beendet. Dieser Krimi-Klassiker hat mir großen Spaß bereitet, und war ebenfalls genau das richtige, um kleine Ausflüge (Flucht aus dem täglichen Wahnsinn) zu unternehmen in eine schrullige beschauliche Welt. Herrlich skurrile Figuren und ein toller Kriminalfall, dessen Auflösung sehr komplex und doch durchaus stimmig ist. Das hat mir wirklich Spaß gemacht – Danke noch mal an Trixie für den schönen Tipp!
@Steffi: Dass Du „Durch dunkle Wälder“ liest, freut mich. Mir hat der Roman von Joseph Boyden ausgezeichnet gefallen. Damals war das für mich ein Jahres-Highlight. Ein Autor, von dem ich bestimmt noch mal was lesen werde. Viel Spaß bei Deiner Zeit mit den Cree-Indianern.
Auch Deine abschließenden Berichte zu „Das Regenorchester“ (subt bei mir noch) und „Der Unberührbare“ (subt ebenfalls bei mir noch) fand ich interessant – Danke!
@Maria: Dass Du Mariposas Buchbesprechungen zu den Inspector Rutledge Krimis zustimmen kannst, ist schön. Ich weiß noch, wie begeistert sie mir damals auch davon erzählte. Dass die Fälle in ländlichen Gegenden spielen, finde ich auch einen zusätzlichen Anreiz. Ich bin auf weitere Berichte von Dir gespannt, Du wirst die Serie ja bestimmt weiter lesen.
@Momo: Von Siegfried Lenz interessieren mich die beiden von Dir genannten Romane (Die Deutschstunde" und "Heimatmuseum") am meisten. Lange schon will ich sie lesen. Zumal mir Lenz in seiner so warmherzigen Art sehr liegt.
@Bonny: Schön, dass Du so ausführlich über „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ berichtet hast. Mich interessiert das Buch (als Hörbuch allerdings) nun noch mehr. Dass auch die Veränderungen, die seine Frau durchlebt, aufgezeigt werden, stelle ich mir auch spannend vor.
Und dass Dir auch nach was frühlingshaften war, und Du nun zu „Du findest mich am Ende der Welt“ gegriffen hast, finde ich schön. Viel Spaß damit!
@Didonia: Ich sehe schon, ich muss doch endlich mal was von Anne Perry lesen. Ich habe es so lange schon vor. Du ermunterst mich mit Deinen Berichten über ihre Krimis – Danke!
@Manuela: Freut mich, dass Du aus Deinem Lesetief heraus findest! Ich drücke Dir die Daumen, dass es Dir weiter gut gelingt, aus dem Lesetief herauszukommen.
@Yvonne: Die eine hat gerade ein Lesetief überwunden, die andere fällt hinein.

Aber da Du beschreibst, dass Dir das zwischendurch immer mal wieder so geht, und eine Pause dann Wunder wirkt, müssen wir uns nicht so sehr sorgen. So lange kann man dann auch andere Dinge machen, die sonst zu kurz kommen.
@Maria: Schon seit Steffi das Buch las, und dann Bonny, steht „Der Besucher“ auf meinem Wunschzettel (ich habe den Wunsch zum Geburtstag notiert schon weitergegeben – für mich ist es ein Herbstbuch, so dass ich mich bis August gedulden kann *g*). Ich werde mich dann mit Euch bestimmt austauschen können. Dass es Dich an „Rebecca“ erinnert, macht es noch verlockender.