Hallo zusammen,
mein Urlaub ist rum, meine erste Arbeitswoche liegt hinter mir, und wie jedes Mal beginnt somit auch wieder die Zeit, in der ich regelmäßig zum lesen komme, was mir im Urlaub nie gelingt, weil da andere Dinge im Vordergrund stehen. Problemlos konnte ich mich wieder in
Mansfield Park einfinden, und lese nun weiter mit Genuss. Die Geschichte nimmt immer mehr Fahrt auf. Edmund und Fanny sind beide auf ihre Art mit den Crawfords beschäftigt, und für beide entwickelt es sich derzeit nicht gut. Und beinahe tut mir Henry Crawford leid. Und auch mit Miss Crawford und Edmund empfinde ich Mitgefühl. Auch wenn man weiß, auf was die Handlung hinauslaufen soll, vermögen diese Verwicklungen zu fesseln und zum mitfühlen anzuregen. Sehr schön gemacht, Miss Austen!

Zu Eurem Lesestoff aus der letzten Zeit möchte ich aber auch noch was schreiben:
@Maria: Deinen Bericht über „Der Besucher“ habe ich mit Interesse gelesen. Ich glaube, das ist wirklich ein schönes Buch. Besonders, da Du sagst, dass es u. a. auch eine gelungene Millieustudie ist, und die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen so gut beschrieben sind.
Einen Maigret-Krimi möchte ich übrigens auch gern mal lesen. Habe ich noch gar nicht, aber von den Non-Maigrets von Georges Simenon bin ich sehr angetan. Maigret wird mir somit bestimmt liegen.
@Steffi: „Die Schönheitslinie“ liegt auch noch auf meinem SUB. Schön von Dir darüber zu lesen, das entfacht neue Lust in mir, es endlich mal zu lesen.
@Maria @Steffi @Turni: Den Zufall finde ich auch schön! Alan Hollinghurst und Colm Toibin gemeinsam auf der Shortlist, als Hollinghurst dann für „Die Schönheitsline“ den Booker Prize gewonnen hat, und zudem Colm Toibin als Autor der Biografie über Henry James, der dann auch noch in „Die Schönheitslinie“ Erwähnung findet.

Turni, „Washington Square“ habe ich als Hörbuch (gelesen von Gert Westphal) auf meinem iPod. Höre ich bestimmt in den kommenden Monaten endlich mal. Habe es schon lange vor.
@Yvonne: „Ein Brief aus England“ könnte mich wirklich durchaus auch interessieren. Ich danke Dir für Deine abschließenden Eindrücke. Der Autorin scheint die Gratwanderung gelungen zu sein, eine Figur glaubhaft in ihrer Gefühlskälte zu schildern, so dass sie sogar auf den Leser teils abstoßend wirkt, und gleichzeitig im Verlauf des Buches zu erklären, warum sie so geworden ist. Sowas finde ich, wenn es gut gemacht ist, spannender und besser, als eine Figur, die es von Natur aus leichter beim Leser hat.
Dass Du nach einem Flop dann den 3. Wien-Krimi von Beate Maxian lesen konntest, freut mich. Das hat Dich sicher für das abgebrochene „Die Hummerschwestern“ entschädigt. Und für „Zeilenkrieg“ interessierte ich mich auch mal. Da bin ich sehr gespannt, wie Dir der Roman weiter gefällt.
@Trixie: Wie ich sehe, warst Du mit „Imagine“ in einem Genre unterwegs, das Du gern liest. Ich habe Deinen Bericht dazu sehr gern verfolgt – Danke!
@Didonia: Dass Dir „Der Club Dumas“ von Arturo Pérez-Reverte auch beim zweiten Lesen so ausgezeichnet gefallen hat, höre ich gern, denn für mich ist es auch ein ganz besonderes Lesevergnügen gewesen. Schon lange möchte ich weiteres von dem Autor lesen. Sollte ich endlich mal machen. Dies Jahr kommt auch etwas neues von ihm heraus.
Und ich stimme mit Dir über das Cover der von Dir verlinkten Ausgabe von „Der Club Dumas“ absolut überein. Es ist auch eines meiner Lieblingscover. Und ich habe das Glück genau diese Ausgabe damals gekauft und gelesen zu haben.

Ich sehe gearde, dass es „Allein aus Freundschaft“ von Nicci Gerhard auch als Hörbuch gibt. Das könnte was für mich sein. Schön zu wissen, dass es so spannend ist. Die Thriller von Nicci French habe ich zum Teil sehr gern gelesen. Da waren ein paar ausgesprochen spannende und unterhaltsame drunter. Nicht alle, aber einige.
@Bonny: Schade, dass „Das Mädchen auf den Klippen“ nicht überzeugend geschrieben war. Mit dem dritten Thriller von Linda Castillo hast Du da bestimmt eine bessere Wahl getroffen. Wie hat er Dir gefallen?
@Manuela: Oh wie toll, Du hast "Der Museumsmörder" gelesen. Ich liebe diesen Cozy-Krimi von Earlene Fowler, und habe schon 2 weitere Bände aus der Reihe gelesen, nachdem mich der Auftakt der Serie so begeistert hat. Ich fand es auch so witzig und schön.
@DorisV: Du hast einiges gelesen. Mir sagen die Titel alle nichts, aber Otto Schenk natürlich. Schade, dass Du etwas eher schwaches von ihm mit „Warum mir so fad ist…“ erwischt hast.