von YvonneS » Di 27. Jan 2009, 15:18
Hallo Ihr Lieben,
dieser Thread hier ist doch einfach zu goldig. Ich habe heute eine ziemlich amüsante Mittagspause damit verbracht, mich hier durch Eure liebenswerten, manchmal skurrilen Marotten zu lesen und bin jetzt mehr als erleichtert, dass ich mit meinen Lese-Eigenheiten nicht alleine dastehe. In vielem, was Ihr hier so geschrieben habt, habe ich mich selbst wiedererkannt. Hier sind dann mal so meine Marotten:
1.) Ich bevorzuge definitiv HC und ärgere mich immer, wenn Bücher, die mir wirklich gefallen haben, nur als TB vorliegen. Ich habe mir extra einen größeren Rucksack gekauft, damit ich meine HC auch durch die Gegend schleppen kann.
2.) Schutzumschläge von HC werden entfernt und als Platzhalter ins Regal gestellt, damit sie keinen Schaden nehmen. Das Buch wird grundsätzlich im Plastik-Beutel im Rucksack transportiert. Bei mir kann es sogar vorkommen, das ungelesene HC sogar noch in Folie verschweißt im Regel stehen.
3.) Meine Bücher sehen nach dem Lesen genauso aus wie vorher, ich bin da wahnsinnig pingelig. Knicke im Buchrücken von TBs hasse ich wie die Pest. Deshalb leihe ich meine Bücher auch nur an ganz wenige ausgesuchte Personen.
4.) Ich mag es gern einheitlich. So habe ich im letzten Jahr, als die englischen Klassiker in der so genannten „Collector’s Library“ in schönen kleinen Bändchen (ähnlich unseren Manesse-Ausgaben) und mit Goldschnitt aufgelegt wurden, meine sämtlichen Klassiker ausgetauscht. Dieses Buch-Design hat dann übrigens 1 : 1 der Weltbild-Verlag übernommen.
5.) Ich schleppe von überall Lesezeichen als Souvenir mit nach Hause, benutze sie dann aber kaum, da die meisten HC Lesebändchen haben.
6.) Bücher, die ich beim Stöbern in der Buchhandlung interessant finde, werden in ein Notizbuch notiert und dann wird zu Hause erstmal das Internet nach Rezensionen abgesucht. Bin ich dann immer noch nicht überzeugt, schaue ich, ob das Buch in unserer Bücherei vorhanden ist und wenn nicht, nutze ich gern den von unserer Bücherei angebotenen „Wunschbuch-Service“, d. h. die nehmen je nach verfügbarem Kontingent Wunschbücher in den Bestand auf und ich bekomme sie als erste zu lesen. Kostet mich pro Buch nur 1,00 Euro.
7.) Ist ein Buch spannend und nimmt mich völlig gefangen, stelle ich die Klingel ab und schalte das Telefon auf AB.
8.) Bei Sachbüchern mit Bildmaterial schaue ich mir grundsätzlich immer erst alle Bilder an und lese die Bildunterschriften
9.) Ich führe eine jährliche Lesestatistik mit persönlicher Bewertung, die am Jahresende ausgewertet, ausgedruckt und in einen speziellen Ordner abgelegt wird. Ich notiere auch sämtliche Buchkäufe und rechne am Jahresende zusammen, was ich ausgegeben habe und die Liste wandert ebenfalls in meinen „Bücherordner“.
10.) Wenn ich ein Buch beendet habe, fange ich nie sofort das nächste an, sondern lass mindestens einen Tag verstreichen. Dann kann es passieren, dass ich erstmal einige Bücher anlese, bevor ich mich für eines entscheide. Ich kann übrigens nur maximal drei Bücher aus einem Genre lesen und brauche dann unbedingt einen Genrewechsel.
11.) Wenn es ein Buch nicht schafft, mich im 1. Drittel zu fesseln, breche ich es ab. Einen Ehrenplatz in meinen Regalen bekommen nur die Bücher, die mir wirklich gefallen haben, alle anderen wandern zu Tauschticket.
Liebe Grüße
Yvonne
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Nicht höher, schneller, weiter - sondern langsamer, bewusster, menschlicher.