Bonny hat geschrieben:Bis jetzt flasht es mich zwar noch nicht so, aber ich finde es auch arg schwierig, sich nach einem solchen "Schinken" wie der Geheimen Geschichte für ein anderes Buch zu entscheiden. "Schinken" schreibe ich deshalb, weil das Buch zum einen viele Seiten hat und ich ja auch ne Weile damit beschäftigt war, aber auch weil die Geschichte zum anderen sehr intensiv war, und dann fällt es mir schwer, mich so schnell daraus zu lösen.
Das geht mir auch manchmal so - bei mir "hilft" es am besten, wenn ich einen leichten Krimi einschiebe.
Genau so einen habe ich heute morgen fertig gelesen, nämlich The Circular Staircase von Mary Roberts Rinehart, angeblich der erste Lady-Krimi. Die amerikanische Landhausatmosphäre hat mir sehr gut gefallen, zu Anfang sind die Personen ja noch überschaubar, aber nach dem ersten Mord ergeben sich immer mehr Verdächtige und vielfältige Hinweise. Erzählt wird es aus der Sicht der ältlichen und unverheirateten Tante, die aber durchaus mutig ist und gut kombinieren kann und auch ab und zu mit kleinen Seitenhieben nicht spart. Der nette Gruselfaktor, denn es scheint, dass es in dem Haus spukt, ist richtig fein, denn hauptsächlich beruht er darauf, dass ab Mitternacht keine Elektrizität mehr da ist und das mit den Kerzen scheint nicht immer so gut zu klappen. Das Ende war nochmal richtig spannend und gruselig. Dass das Buch schon über 100 Jahre auf dem Buckel hat, merkt man überhaupt nicht. Auch fein, dass es viele der Bücher als eBooks und kostenlos (zumindest in englisch, auf deutsch hab ich nicht geguckt) gibt. Ich werd mir gleich mal den nächsten raussuchen.

