Eigenarten beim Lesen ???

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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon Petra » Fr 16. Jan 2009, 15:01

Hallo Maria und Nina,

@Maria: Doch, ein bisschen was ungewöhnliches finde ich bei Deinen Eigenheiten: Dass Du zuerst ein evenutelles Nachwort liest. Ich hätte Angst, dass mir das ein wenig was vorweg nimmt. Mich vielleicht auch beeinflusst in meinen eigenen Empfindungen und Wahrnehmungen dem Inhalt gegenüber. Lieber lasse ich alles auf mich wirken und anschließend lese ich dann das Nachwort und kann das Gelesene noch mal neu beurteilen durch diesen weiteren Blick darauf. Und meinen eigenen Blick auf das Gelesene damit vergleichen und ergänzen.

@Nina: Wir hatten letzten hier schon mal einen kleinen Austausch über das lesen in der Originalsprache. Das hat auf jeden Fall unschlagbare Vorteile (keine Verfremdung durch Übersetzung, größere Auswahl da ja nicht alles übersetzt wird, schnellerer Zugriff da die übersetzte Ausgabe ja immer erst später raus kommt, oft auch preiswerter) und ich bewundere jeden dessen (z. B.) Englisch gut genug ist, dass ein flüssiges lesen funktioniert. Sehr schön! :-)
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon JMaria » Sa 17. Jan 2009, 11:49

Petra hat geschrieben:@Maria: Doch, ein bisschen was ungewöhnliches finde ich bei Deinen Eigenheiten: Dass Du zuerst ein evenutelles Nachwort liest. Ich hätte Angst, dass mir das ein wenig was vorweg nimmt. Mich vielleicht auch beeinflusst in meinen eigenen Empfindungen und Wahrnehmungen dem Inhalt gegenüber. Lieber lasse ich alles auf mich wirken und anschließend lese ich dann das Nachwort und kann das Gelesene noch mal neu beurteilen durch diesen weiteren Blick darauf. Und meinen eigenen Blick auf das Gelesene damit vergleichen und ergänzen.


Hallo Petra,

das ist natürlich ein Argument und ich habe es auch schon so gemacht, wie du es oben beschreibst. Das hat mir ebenfalls sehr viel gebracht und es ist wohl von Buch zu Buch verschieden.

Für meine Vorgehensweise an ein Buch, speziel wenn ich jetzt mal an diverse Klassiker denke, habe ich festgestellt, dass es für mich mehr von Nutzen ist, wenn ich das Nachwort zuerst lese. Meist wird darin über das Leben des Autors und sein Bezug zum Roman beschrieben und das bringt mir vorweg mehr als im nachhinein. Ich kann dann beim Lesen bereits Bezüge zum Leben des Autors herstellen und mich mehr in die Geschichte hinein vertiefen.

Bei Krimis (wie die DuMont Bibliothek) ist es vielleicht nicht angeraten, das Nachwort zuerst zu lesen, da dort oft die Lösung des Falls aufgerollt wird.

Liebe Grüße
Maria
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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon steffi » Sa 17. Jan 2009, 12:07

JMaria hat geschrieben:Für meine Vorgehensweise an ein Buch, speziel wenn ich jetzt mal an diverse Klassiker denke, habe ich festgestellt, dass es für mich mehr von Nutzen ist, wenn ich das Nachwort zuerst lese. Meist wird darin über das Leben des Autors und sein Bezug zum Roman beschrieben und das bringt mir vorweg mehr als im nachhinein. Ich kann dann beim Lesen bereits Bezüge zum Leben des Autors herstellen und mich mehr in die Geschichte hinein vertiefen.


Da stimme ich dir voll zu - ich lese auch immer das Nachwort vorher und die Anmerkungen auch etliche Seiten im voraus. Du bist nicht allein :D
Gruss von Steffi

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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon Petra » Mo 19. Jan 2009, 15:21

Hallo Maria,

ok, das ist natürlich auch ein Aspekt: Die Biographie des Autors ist - gerade bei einem Klassiker - vorab oft hilfreich. Ich schaue zu diesen Zwecken dann gern mal in meinen Nachschlagewerken oder im Internet nach biographischen Angaben, wenn ich mitten beim lesen merke, dass das Leben des Autors zum besseren Verständnis interessant sein könnte. Wenn ich nicht von allein nachschlage, überdenke ich das Gelesene dann einfach noch mal wenn ich im Nachwort auf Fakten stoße die ein anderes Licht auf das Gelesene werfen durch solche persönlichen Bezüge. Im Grunde sicher beides gute Wege ein Buch noch tiefer zu verstehen. Egal ob vorher, begleitend oder im Nachhinein. Ich bleibe sicherlich beim lesen des Nachworts im Nachhein weil ich mir die Spannung wie meine eigenen Gedanken zum Gelesenen aussehen nicht nehmen möchte. Aber wenn einen das nicht so wichtig wäre, ist das lesen im Voraus bestimmt wirklich sogar besser.

Schön aber auf jeden Fall wenn ein Buch ein Nachwort hat oder Anmerkungen. Besonders Klassiker. Dann fühle ich mich mit dem Gelesenen nicht so allein gelassen. Bzw. besser mit Hintergrundinfos versorgt. Ich liebe so etwas!
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon JMaria » Mo 26. Jan 2009, 11:46

Hallo zusammen,

lesen und es sich-gemütlich-machen gehören doch irgendwie zusammen, mir gehts jedenfalls so. :-)

Jetzt gibt es auch ein neues Wort dafür (also für mich ist es neu):
kokoning/cocooning= "sich-einspinnen“ und „sich-gemütlich-machen".

Nicht, dass ich dieses Wort brauche, wollte es nur erwähnen ;-)

LG
Maria
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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon YvonneS » Di 27. Jan 2009, 15:18

Hallo Ihr Lieben,

dieser Thread hier ist doch einfach zu goldig. Ich habe heute eine ziemlich amüsante Mittagspause damit verbracht, mich hier durch Eure liebenswerten, manchmal skurrilen Marotten zu lesen und bin jetzt mehr als erleichtert, dass ich mit meinen Lese-Eigenheiten nicht alleine dastehe. In vielem, was Ihr hier so geschrieben habt, habe ich mich selbst wiedererkannt. Hier sind dann mal so meine Marotten:

1.) Ich bevorzuge definitiv HC und ärgere mich immer, wenn Bücher, die mir wirklich gefallen haben, nur als TB vorliegen. Ich habe mir extra einen größeren Rucksack gekauft, damit ich meine HC auch durch die Gegend schleppen kann.

2.) Schutzumschläge von HC werden entfernt und als Platzhalter ins Regal gestellt, damit sie keinen Schaden nehmen. Das Buch wird grundsätzlich im Plastik-Beutel im Rucksack transportiert. Bei mir kann es sogar vorkommen, das ungelesene HC sogar noch in Folie verschweißt im Regel stehen.

3.) Meine Bücher sehen nach dem Lesen genauso aus wie vorher, ich bin da wahnsinnig pingelig. Knicke im Buchrücken von TBs hasse ich wie die Pest. Deshalb leihe ich meine Bücher auch nur an ganz wenige ausgesuchte Personen.

4.) Ich mag es gern einheitlich. So habe ich im letzten Jahr, als die englischen Klassiker in der so genannten „Collector’s Library“ in schönen kleinen Bändchen (ähnlich unseren Manesse-Ausgaben) und mit Goldschnitt aufgelegt wurden, meine sämtlichen Klassiker ausgetauscht. Dieses Buch-Design hat dann übrigens 1 : 1 der Weltbild-Verlag übernommen.

5.) Ich schleppe von überall Lesezeichen als Souvenir mit nach Hause, benutze sie dann aber kaum, da die meisten HC Lesebändchen haben.

6.) Bücher, die ich beim Stöbern in der Buchhandlung interessant finde, werden in ein Notizbuch notiert und dann wird zu Hause erstmal das Internet nach Rezensionen abgesucht. Bin ich dann immer noch nicht überzeugt, schaue ich, ob das Buch in unserer Bücherei vorhanden ist und wenn nicht, nutze ich gern den von unserer Bücherei angebotenen „Wunschbuch-Service“, d. h. die nehmen je nach verfügbarem Kontingent Wunschbücher in den Bestand auf und ich bekomme sie als erste zu lesen. Kostet mich pro Buch nur 1,00 Euro.

7.) Ist ein Buch spannend und nimmt mich völlig gefangen, stelle ich die Klingel ab und schalte das Telefon auf AB.

8.) Bei Sachbüchern mit Bildmaterial schaue ich mir grundsätzlich immer erst alle Bilder an und lese die Bildunterschriften

9.) Ich führe eine jährliche Lesestatistik mit persönlicher Bewertung, die am Jahresende ausgewertet, ausgedruckt und in einen speziellen Ordner abgelegt wird. Ich notiere auch sämtliche Buchkäufe und rechne am Jahresende zusammen, was ich ausgegeben habe und die Liste wandert ebenfalls in meinen „Bücherordner“.

10.) Wenn ich ein Buch beendet habe, fange ich nie sofort das nächste an, sondern lass mindestens einen Tag verstreichen. Dann kann es passieren, dass ich erstmal einige Bücher anlese, bevor ich mich für eines entscheide. Ich kann übrigens nur maximal drei Bücher aus einem Genre lesen und brauche dann unbedingt einen Genrewechsel.

11.) Wenn es ein Buch nicht schafft, mich im 1. Drittel zu fesseln, breche ich es ab. Einen Ehrenplatz in meinen Regalen bekommen nur die Bücher, die mir wirklich gefallen haben, alle anderen wandern zu Tauschticket.
Liebe Grüße
Yvonne



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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon Petra » Mi 28. Jan 2009, 16:44

Hallo Yvonne und Maria,

Punkt 10 und 11 finde ich bei Dir sehr vernünftig, liebe Yvonne! Ich habe bei meinen Büchern die letzte Zeit ganz schwer ausgemistet! Und ich muss sagen, dass ich darüber sehr glücklich bin! Es ist ein schönes Gefühl, nur noch wirklich geliebte Bücher um sich zu haben! Entweder also die, die mir ausgesprochen gut gefallen haben oder aber die, von denen ich mir noch großes Lesevergnügen erwarte. Alles andere habe ich weggeben! Auch ungelesene, für die mein Interesse im Lauf der Jahre verpufft ist. Eine Wohltat!
Finde ich somit gut, dass Du auch nur die richtig guten Bücher in Dein Regal einlässt! Nicht jedes hat sich in dieser Umgebung einen Ehrenplatz verdient - ich sehe das inzwischen ganz genauso!

Und dass Du Dir Zeit zwisschen einem beendeten und dem nächsten Buch lässt, finde ich auch gut. Denn oft braucht man Zeit das Gelesene sacken zu lassen und mit was neuem zu beginnen. Ich halte es meistens so, dass ich nicht mehr am selben Tag ein neues Buch anfange an dem ich eines beendet habe. Erst am nächsten Morgen. Aber seit ich wieder so richtig im Lesefieber bin, ist es auch schon mal passiert, dass ich doch schon wenige Stunden nach einem beendeten Buch zu einem neuen gegriffen und es begonnen habe.

JMaria hat geschrieben:lesen und es sich-gemütlich-machen gehören doch irgendwie zusammen, mir gehts jedenfalls so. :-)

Jetzt gibt es auch ein neues Wort dafür (also für mich ist es neu):
kokoning/cocooning= "sich-einspinnen“ und „sich-gemütlich-machen".

Nicht, dass ich dieses Wort brauche, wollte es nur erwähnen ;-)


Du hast Recht, Maria! Man braucht kein Wort dafür - aber es ist trotzdem schön es zu kennen! Danke also! :-)
Liebe Grüße,
Petra


Ich lese gerade: :lesen:
Cyril Hare - Mord auf dem Landgut (HC)
- (ebook)

Ich höre gerade: :kopfhoerer:
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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon Britti » Do 29. Jan 2009, 17:51

Hallo zusammen.

Ich bin ja auch immer froh zu lesen das hier so ziemlich alle ihre Marotten haben was Bücher angeht :lol:
Ein bissl verrückt ist wohl jeder der ein schönes Hobby hat.

Auch gut fand ich in einem anderen Thread Sonja *liebwink*. Sie hat das Buch aus der Folie befreit und den Duft genossen... klasse!

Es gibt ja Leute, ich habe einen in meinem Bekanntenkreis, die gehen mit ihren Büchern schrecklich um. Wenn ich ihm ein Buch leihe möchte ich es danach garnicht wieder haben... Ich habe mich mittlerweile dran gewöhnt und verleihe an ihn nur noch Bücher auf die ich anschließend verzichten kann ;)

Aber schlimmer noch, mir ist auch mal etwas passiert... Ich habe mir von Petra *liebwink* ein Buch geliehen was sie mir sehr ans Herz gelegt hat und was sie selbst sehr mochte.
Dann habe ich den Schutzumschlag abgenommen (damit nichts dran kommt) und gut weg gelegt...aber ich weiß nicht mehr wohin. Er ist wie von Erdboden verschwunden und das bei einem Buch von Petra :shock: Ich habe versucht nochmal an das HC zu kommen und ihr dann davon den Schutzumschlag zu geben aber keine Chance, das Buch ist nicht mehr verfügbar :o
Das war höchst peinlich :oops:
Petra du hättest mich sicher am liebsten umgebracht, gell? :lol:
Passiert mir aber sicher nie wieder, versprochen!!!!!!!!!!!!

Ist euch auch schonmal so etwas passiert? Oder gibt es auch Menschen denen ihr eure Bücher nicht anvertrauen würdet?
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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon Doris » Do 29. Jan 2009, 18:14

Hallo Britti,

oh, ich kann dich nur zu gut verstehen, das wäre mir auch sehr peinlich gewesen.
Zu deiner Frage:

Ich leihe bzw. tausche Bücher nur noch mit einer Freundin aus, die genauso mit Büchern umgeht wie ich es auch mache.
Eine zeitlang haben sich ständig Freunde bei mir Bücher ausgeliehen und teilweise in nicht sehr guter Kondition wieder zurückgebracht. Das hat mich geärgert und als ich einmal das Gespräch drauf brachte, konnte diese Person das garnicht nachvollziehen - war doch schließlich nur ein Buch!
Sie hat mir dann ein neues gekauft, aber wißt ihr was, das war dann einfach nicht mehr mein Buch. Denn ich bin felsenfest davon überzeugt, dass beim Lesen auch ein Stückchen von mir in dem Buch hängenbleibt.

herzlichst, Doris
"Das richtige ist das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt und nicht mehr los läßt - bis zum Ende nicht, lies oder stirb! Dann liest man lieber." Kurt Tucholsky
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Re: Eigenarten beim Lesen ???

Beitragvon YvonneS » Fr 30. Jan 2009, 10:13

Hallo Britti,

Britti hat geschrieben:Ist euch auch schonmal so etwas passiert? Oder gibt es auch Menschen denen ihr eure Bücher nicht anvertrauen würdet?


Wenn ich mir Bücher von anderen ausleihe, bin ich wahrscheinlich noch pingelinger als mit meinen eigenen. Gottseidank sind da größere "Unfälle" bis jetzt ausgeblieben.

Meine eigenen Bücher verleihe ich - ehrlich gesagt - höchst ungern, vor allem meine HC rücke ich nicht gern raus. Mein schlimmstes Verleih-Erlebnis hatte ich vor ein paar Jahren, als ich irgendjemandem ein Buch von mir ausgeliehen habe, das ich dann nicht nur mit Eselsohren - der Person waren wohl Lesenzeichen fremd - sondern auch mit diversen Flecken ausgestattet zurückerhalten habe, deren Ursprung ich nicht näher erfragen wollte. Ich war auch ziemlich verärgert und erntete als Dank noch die Bemerkung, ein Buch muss gelesen aussehen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob normale Gebrauchsspuren auch "total verdreckt" mit einbeziehen. Das Dumme war nur, das Buch war unterdessen vergriffen und ich konnte es noch nicht mal nachkaufen (lassen), sondern habe es entsorgen müssen. ICH hätte es in dem Zustand nie wieder angefasst.

Es gibt aber einige wenige ausgesuchte Personen, denen ich meine Bücher uneingeschränkt anvertrauen kann, weil ich genau weiß, dass meine Bücher dort pfleglich behandelt werden und ich sie in dem Zustand wiederbekomme, wie ich sie hergegeben habe.
Liebe Grüße
Yvonne



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