Hallo zusammen,
atemlos habe ich gestern
"Öland" beendet. Das Buch ist atmosphärisch und die Geschichte angemessen langsam (schwedische herbstliche Insel, kaum Bewohner - keine Feriengäste mehr da) erzählt. Das hat mir auch sehr gefallen! Da hätte ich gar nicht damit gerechnet, dass am Ende die Spannung und auch das Tempo ordentlich anziehen. Das schöne ist: Es wirkte absolut nicht aufgesetzt oder übertrieben. Ein wirklich ausgezeichnet gelungener Plot, wie ich finde! Ich saß jedenfalls zu meiner eigenen Überraschung am Ende mit offenem Mund da! Das hat mir sehr gefallen! Nur ungern habe ich gestern Öland verlassen. Und ich bin froh, dass im Februar "Nebelsturm" als TB erscheint. Auch wenn ich ihn erst nächsten Winter lesen möchte (den möchte ich gern in der entsprechenden Zeit (Dezember) lesen. Den Spaß lasse ich mir nicht nehmen - schon gar nicht, wenn ein Autor extra eine Jahreszeiten-Tetralogie anlegt!

Du hattest also vollends Recht, liebe Martina! Ich konnte mich gestern Abend aufs Lesen wirklich freuen!

Eine
Rezension von mir gibt es auch schon!
Ich bin gestern so durch die Seiten geprescht, dass ich abends sogar noch kurz in mein neues Buch reinlesen konnte. Heute morgen in der Bahn ging es gleich weiter. Und ich bin schon mitten drin, in
"Der Hass der Liebenden" von Silvina Ocampo und Adolfo Bioy Casares. Aufmerksam hat mich auf dieses Buch Maria im Thread zur Argentinischen Literatur gemacht. Auf diesem Weg wollte ich mich dem diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse gern nähern. Denn es klang zu verlockend.
Heinrich Steinfest, der ein Nachwort zu dem Krimi aus dem Jahr 1946 schrieb, sagt über das Buch: "Hier haben wir den modernen Krimi, als es ihn noch gar nicht gab: die Tradition ins Innovative verkehrend."
Zudem stellt man direkt fest, dass sich hier an einer sehr schönen, vornehmen Sprache bedient wurde. Gespickt ist die Geschichte mit zahlreichen Anspielungen, über die es erklärende Anmerkungen gibt. Schon im ersten Absatz entsteht eine unheimlich präsente Szenerie, wie ich finde. Hat mir sehr gefallen. Wer das nachvollziehen möchte, der kann das bei der
Leseprobe hier.
Atmosphäre gibt es schon mal viel. Jetzt bin ich gespannt, wohin mich diese Geschichte führen wird. Erfreulich finde ich auch das Cover. Hotel, das im Sandsturm von der Außenwelt abgeschirmt wird, findet sich darauf genauso abgebildet, wie ich es mir aufgrund der Beschreibungen im Buch vorstellen würde.
Hier noch etwas über den Inhalt:
Kann man einen Menschen lieben, den man für einen Mörder hält? Silvina Ocampo und Adolfo Bioy Casares, zwei herausragende Gestalten der argentinischen Literatur, erzählen in ihrem packenden Kriminalroman von der Diskrepanz zwischen Schein und Sein und der zersetzenden Macht des Zweifels.In einem abgelegenen Hotel an der argentinischen Atlantikküste versammelt sich eine illustre Gesellschaft, darunter ein drogensüchtiger Arzt, zwei Schwestern, die den gleichen Mann lieben, und ein rätselhafter kleiner Junge, der Vögel ausstopft. Als ein Mord geschieht und kurz darauf ein Sandsturm losbricht, der das Hotel von der Außenwelt abschneidet, breitet sich eine drückende Atmosphäre des Misstrauens und der vagen Bedrohung aus. In der dämmrigen, stickigen Enge sind Phantasie und Wirklichkeit kaum noch voneinander zu unterscheiden. Die gegenseitigen Verdächtigungen gipfeln in einer blinden Verfolgungsjagd durch die windgepeitschten Dünen. Der ominöse Kriminalfall aber klärt sich schließlich auf ganz unerwartete Weise auf.