Christian Kracht: Ich werde hier sein...

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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon Fevvers » Mo 24. Jan 2011, 13:53

Hallo Maria,

ich habe Kap. Xff. nochmals gelesen und bin trotz Deiner Hinweise kein bisschen schlauer als nach dem ersten Lesen. Eine Assoziation (wie z.B. die Arche) reiht sich an die nächste, doch sie fügen sich nicht zu einer Einheit zusammen. Vielleicht liegt es daran, dass ich keinerlei Erfahrung mit utopistischer Literatur habe. Vielleicht auch daran, dass die zwar Sprache raffiniert ist, die Symbolik jedoch des öfteren mehr oder weniger mit dem Holzhammer daherkommt und das Ende des "alternativhistorischen" Romans vielleicht nur eine einzige "große Albernheit" ist? Siehe die z.T. ratlosen Rezensionen bei Perlentaucher

Die Szenen im Réduit: ein ziemlich abgedrehtes, intelektuelles Gedankenwirrwarr, das der Protagonist selbst zutreffend als dekadent empfindet. Verdeutlicht an dessen wahnsinnigen Bewohnern: allen voran Brazhinsky selbst; oder der Typ, der an einer Überdosis Gold sterben wird; der Alpen-Maler, der Hodler-ähnliche Landschaftsgemälde fabriziert. Dazu die Erlösungsphantasien; die archaisch anmutenden Felsenzeichnungen, die neue Kommunikationsform etc. Alles in allem ein wilder kulturhistorischer Mix, wenn auch interessant! Die Bewohner befinden sich in einem Transformationszustand, doch wohin geht die Entwicklung genau, gesellschaftlich, politisch, menschlich? Der Politkommissär verändert sich ebenfalls gravierend, seine blauen Augen fallen auf.

Das letzte Kapitel stimmt versöhnlich: Die Menschen kehren in ihre Dörfer zurück, in eine Art natürlichen Urzustand. Sie lassen die Städte hinter sich zurück, der Architekt kann daraufhin nicht anders, als sich zu erhängen angesichts verlassener Gebäude und Strassen. (Eine sehr drastische Form der Architekturkritik *g*)

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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon JMaria » Mo 24. Jan 2011, 15:41

Hallo Fevvers,


Fevvers hat geschrieben: Die Szenen im Réduit: ein ziemlich abgedrehtes, intelektuelles Gedankenwirrwarr, das der Protagonist selbst zutreffend als dekadent empfindet. Verdeutlicht an dessen wahnsinnigen Bewohnern: allen voran Brazhinsky selbst; oder der Typ, der an einer Überdosis Gold sterben wird; der Alpen-Maler, der Hodler-ähnliche Landschaftsgemälde fabriziert. Dazu die Erlösungsphantasien; die archaisch anmutenden Felsenzeichnungen, die neue Kommunikationsform etc. Alles in allem ein wilder kulturhistorischer Mix, wenn auch interessant! Die Bewohner befinden sich in einem Transformationszustand, doch wohin geht die Entwicklung genau, gesellschaftlich, politisch, menschlich? Der Politkommissär verändert sich ebenfalls gravierend, seine blauen Augen fallen auf.



und ich denke, damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, denn in dieser Dekadenz erkennt man den Niedergang einer sogenannten zivilisierten Welt. Aus diesem Verfall hinaus .... wohin gehen? Wohin führt uns dies?

Der Autor bietet zumindest ein vages Happy End, obwohl man das natürlich auch hinterfragen kann. Diese messianischen Metamorphose des Protagonisten, ist für mich nicht ganz befriedigend. *grübel*


Vielleicht ist es auch die eine oder andere Spitze an seine Landsmänner, wenn ich mir sein Interview mit Dennis Scheck betrachte, dann könnte ich mir das vorstellen. Darin wirkt er auf mich provozierend, aber auch (gewollt?) dümmlich.

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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon Fevvers » Mo 24. Jan 2011, 19:27

Hallo Maria,

ich denke, die zur Schau gestellte Naivität sollte eine Provokation sein. Hätte vielleicht einem 20-jährigen aufmüpfigen Popliteraten gut zu Gesicht gestanden (oder hätte einem solchen verziehen werden können), bei einem reiferen Autor ist es nur peinlich.

Zivilistaionskritik - ja, davon steckt eine Menge drin. Und in der scheinbaren technischen Rückentwicklung liegt vielleicht der eigentliche Fortschritt, die wahre Evolution?

Inwiefern erscheint Dir die Metamorphose des Afrikaners messianisch? Wie inerpretierst Du die wiederholten Hinweise auf seine blau werdenden Augen?

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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon JMaria » Di 25. Jan 2011, 10:26

Fevvers hat geschrieben: Inwiefern erscheint Dir die Metamorphose des Afrikaners messianisch? Wie inerpretierst Du die wiederholten Hinweise auf seine blau werdenden Augen?

LG, Fevvers


Hallo Fevvers,

ich dachte daran, dass die Farbe Blau u.a. Hoffnung und Sehnsucht bedeutet. Das war mein erster Ansatz.

Ein weiterer Gedanke von mir wäre, ob wir nicht symbolisch von der "Dekadenz" zur "Romantik" zurückkommen. (Blaue Blume der Sehnsucht [Novalis]). Romantik bedeutet ja in der Literatur auch Hinwendung zur eigenen Kultur; das würde übertragen auch auf die Figur im Roman passen.

und er hatte das Herz nicht nur sinnbildlich, sondern tatsächlich auf dem "rechten" Fleck.

und messianisch im Sinne von der Ankunft eines Führers der Erlösung und Hoffnung bringt.

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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon Fevvers » Di 25. Jan 2011, 11:19

Hallo Maria,

eigentlich ist das ja toll, wenn Literatur so viel auslösen kann. Meine Verwirrung bleibt jedoch. Außerdem vermute ich, dass Du Co-Autorin warst. ;-)

"Faserland" steht noch ungelesen in meinem Regal.
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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon JMaria » Di 25. Jan 2011, 11:33

Fevvers hat geschrieben:Hallo Maria,

eigentlich ist das ja toll, wenn Literatur so viel auslösen kann. Meine Verwirrung bleibt jedoch. Außerdem vermute ich, dass Du Co-Autorin warst. ;-)

"Faserland" steht noch ungelesen in meinem Regal.


*ggg* - ist im Grunde ja alles Spekulation, doch ich finde es immer klasse, wenn ein Autor sowas auslösen kann. Eine Verwirrung darf ruhig bleiben, ich muß ja nicht alles verstehen, sag ich mir.

Oft ist bei Endzeitromanen das Ende unbefriedigend, zumindest aus meiner Erfahrung heraus. Der Mensch benötigt Hoffnung und das gibt uns der Autor. Mag ich das? Ja und nein ... mal so richtig konsequent ins Hoffnungslose wäre doch auch mal interessant ... :roll:

aber vielleicht will ich das dann doch nicht. ;-)


Und in der scheinbaren technischen Rückentwicklung liegt vielleicht der eigentliche Fortschritt, die wahre Evolution


ich denke da an die berittenen Soldaten mit Maschinengewehren auf dem Sattel :o

und statt Düsenjets Luftschiffe. Eigentlich viel Unheimlicher weil sie so still daherkommen.

Evolution:
doch die neue Sprache hat nicht funktioniert.

dein Gedanke gefällt mir, birgt sicherlich noch so manches Potential. (Kirche : Darwin // Bibelverbrennung, Religionsabschaffung : neue Sprache :?: )

achja, das dürfte ins Uferlose führen ;-)

ich weiß nicht ob mich die weiteren Romane von Christian Kracht interessieren, diese werden dann doch recht gerne in die Gattung Popliteratur geworfen und das liegt mir nicht so.

Berichtest du über "Faserland"? Weißt du bereits wann du es lesen möchtest?

Grüße von
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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon Fevvers » Di 25. Jan 2011, 11:37

JMaria hat geschrieben:Berichtest du über "Faserland"? Weißt du bereits wann du es lesen möchtest?


Nein, noch nicht. Ich hatte es mir im Anschluss an "Ich werde hier sein..." gekauft, weil mich der Autor doch sehr interessierte und die sog. "Popliteratur" damals vollkommen an mir vorbeigegangen ist.
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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon Rachel » Mi 23. Feb 2011, 19:13

Hallo Maria, hallo Fevvers,

ich hatte mir das Buch ja bei unserem Ulmer Bücherbummel gekauft und auf der Rückfahrt auch direkt gelesen, endlich komme ich dazu, noch ein paar Eindrücke dazu zu schreiben.

Definitiv ein sehr ungewöhnliches Buch, einige interessante Punkte hattet ihr ja bereits angesprochen.

Joseph Conrad, ja, der kam mir beim Lesen auch ständig in den Sinn. Mich hat ganz besonders die Suche des Protagonisten nach Brazhinsky, an die Suche in "Herz der Finsternis" erinnert. Dort steht am Ende der Suche dieses seltsame Reich im Dschungel, hier das Reduit.

Das Ende, zum einen ist das ja irgendwie eine umgekehrte Evolution. Der Krieg hat die Menschen praktisch an den Anfang zurückgeworfen, Afrika als Wiege der Menschheit, jetzt kehren die Menschen wieder dahin zurück, verlassen die Zivilation. Ein Hinweis darauf findet sich ja auch in diesen Zeichnungen an den Wänden des Reduit. Zuerst ist es eine genaue Darstellung der schweizerischen Geschichte, am Ende sehen sie aus, wie die Zeichnungen, die der Protagonist als Kind in der Höhle in Afrika gesehen hatte. Die Zeichnungen nehmen die Entwicklung also gewissermaßen vorweg.

Dann habe ich das Ende irgendwie auch als Symbol dafür interpretiert, das Krieg immer von Menschen gemacht wird, also nichts Unbeeinflussbares ist. Es ist schon so lange Krieg, niemand weiß mehr, wie es im Frieden war, trotzdem entscheiden sich die Menschen am Ende gegen den Krieg. Der Protagonist geht einfach weg, anstatt diesen Wahnsinn weiter mitzumachen. Und niemand hindert ihn, im Gegenteil, die Menschen schließen sich ihm an.

Vieles hat mich definitiv ratlos zurückgelassen. Sonden? Steckdosen unter Achselhöhlen? Auch die blau werdenden Augen des Protagonisten. Brazhinsky sticht sich die Augen aus, kurz danach werden die Augen des Protagonisten blau? Er sieht ein dunkelhäutiges, blauäugies Kind bei Brazhinsky und dessen Frau, keine Ahnung, ob es da eine Verbindung gibt? Besonders die blauen Augen bringen mich nach wie vor ins Grübeln. Oder die Frage, warum er das Herz auf der rechten Seite hat. Maria, deine Ansätze dazu gefallen mir schon einmal. :)

Definitiv ein sehr ungewöhnliches Buch, aber eines, das mich sehr beeindruckt hat. Ich habe definitiv nicht alles verstanden, und habe mich beim Lesen ehrlich gesagt auch regelmäßig gefragt, ob der Autor selbst das überhaupt tut. Das vieles nicht erklärt wird, fand ich irgendwie auch passend. Für den Protagonisten ist es eben normal, dass es Sonden gibt, warum das also erklären.

Ich sehe schon, ich sollte das Buch bei Gelegenheit noch einmal lesen, noch einmal vielen Dank für den tollen Tipp, Maria.
Liebe Grüße,
Rachel

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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon JMaria » Fr 25. Feb 2011, 11:11

Hallo Rachel,

man merkt, dass auch dich das Buch nicht los ließ :-)


Rachel hat geschrieben: Das Ende, zum einen ist das ja irgendwie eine umgekehrte Evolution. Der Krieg hat die Menschen praktisch an den Anfang zurückgeworfen, Afrika als Wiege der Menschheit, jetzt kehren die Menschen wieder dahin zurück, verlassen die Zivilation. Ein Hinweis darauf findet sich ja auch in diesen Zeichnungen an den Wänden des Reduit. Zuerst ist es eine genaue Darstellung der schweizerischen Geschichte, am Ende sehen sie aus, wie die Zeichnungen, die der Protagonist als Kind in der Höhle in Afrika gesehen hatte. Die Zeichnungen nehmen die Entwicklung also gewissermaßen vorweg.



die Höhlenzeichnungen hatte ich zwar registriert, aber nicht in diesem Zusammenhang eingebaut, obwohl mich der Aspekt der Höhlenmalerei beschäftigte. Deine Erklärung finde ich sehr stimmig.


Rachel hat geschrieben:Dann habe ich das Ende irgendwie auch als Symbol dafür interpretiert, das Krieg immer von Menschen gemacht wird, also nichts Unbeeinflussbares ist. Es ist schon so lange Krieg, niemand weiß mehr, wie es im Frieden war, trotzdem entscheiden sich die Menschen am Ende gegen den Krieg. Der Protagonist geht einfach weg, anstatt diesen Wahnsinn weiter mitzumachen. Und niemand hindert ihn, im Gegenteil, die Menschen schließen sich ihm an.



statt Aufstand, der Weggang! Wie ein biblische Auszug aus Ägypten.


Rachel hat geschrieben:Vieles hat mich definitiv ratlos zurückgelassen. Sonden? Steckdosen unter Achselhöhlen? Auch die blau werdenden Augen des Protagonisten.



ging mir genauso. Manches war auch so absurd.

Danke, dass du uns noch an deine Gedanken teilhaben hast lassen, es hat die kleine Leserunde bereichert. :-)


Liebe Grüße
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Re: Christian Kracht: Ich werde hier sein...

Beitragvon Fevvers » Fr 25. Feb 2011, 11:36

Rachel hat geschrieben:Ich habe definitiv nicht alles verstanden, und habe mich beim Lesen ehrlich gesagt auch regelmäßig gefragt, ob der Autor selbst das überhaupt tut.


Hallo Rachel,

diesen Satz kann ich zu 100% unterschreiben. Und dennoch lohnt sich die Lektüre, wenn sie so viele Gedankengänge auslöst.

Ein weiteres Buch, bei dem das ähnlich war - wenn auch auf eine ganz andere Art und Weise - war für mich Peter Weber "Die melodielosen Jahre" (Suhrkamp). Der Autor transformiert Musik in Sprache, da musste ich an vielen Stellen einfach passen. Aber einzelne Passagen waren wundervoll und ein Lesegenuss. Insgesamt war ich allerdings sicher, dass der Autor ganz genau weiß, was er schrieb. *g*
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